Beiträge von Lehrerin2007

    befürchte ich, dass das Distanzlernen nicht besser laufen wird als im Frühjahr: extrem viel Aufwand für mich bei zu geringem Erfolg auf Schülerseite.

    Genau das macht mir auch Sorgen. Ich kann nicht nachvollziehen, warum das sog. "Distanzlernen", "Fernunterricht" oder "Hybridunterricht" als die Lösung schlechthin in der Pandemie gesehen wird; zumindest macht es in den Medien den Anschein, als würden die meisten das so sehen und viele Eltern sich das auch wünschen. Ich wünsche es mir explizit nicht (sehe aber in der Situation natürlich auch irgendwo die Notwendigkeit), aber frage mich immer, was da noch alles mit dranhängt. Lücken, die entstanden sind (es gibt ja auch ohne Pandemie bei vielen SuS Lücken), werden dann noch größer, am Ende sollen wir wieder großzügiger Noten vergeben und großzügig möglichst alle das Schuljahr bestehen lassen. Heißt es dann in 2,3,4,5, Jahren auch, wir sollen wegen Corona alle großzügig das Abitur bestehen lassen, welches sowieso in den letzten Jahren wegen der Noteninflation immer mehr entwertet wurde?

    Klar, die Gesundheit ist wichtiger, aber die Folgen dieser Einschränkungen in den Schulen muss man sich auch vor Augen führen. Meines Erachtens sollte man jetzt, wo alle Erfahrungen haben mit dem "Distanzlernen" dieses dann auch in voller Konsequenz durchziehen, mit Noten und Leistungserhebungen wie üblich - nur dann stellt sich wieder das Problem, dass nicht alle die gleiche digitale Ausstattung haben zu Hause und sozial Schwächere wieder benachteiligt werden. Dieses ganze riesengroße Dilemma liegt mir schwer im Magen.

    Und dann denke ich wieder daran, wie viele meiner Schüler sich trotz geteilter Klassen privat mit welchen aus der anderen Gruppe getroffen haben, den Abstand häufig nicht eingehalten haben, wenn man sie nicht ständig beaufsichtigt hat usw. ... und ich frage mich, ob es das wirklich wert ist!?

    Ja, das ist mir bewusst. Ich finde die Entscheidung auch nicht gut, dass hier nur dem Wunsch der Eltern nachgekommen wurde. Ich glaube nicht, dass unsere Schulleitung das jetzt wieder ändert und sich die Eltern auf den Hals hetzt...

    LehrerInnen nicht?

    Nein, explizit nicht (zumindest steht es in der Zusammenfassung des neuen Hygieneplans, die ich nochmal bekommen habe so). Die Lehrer können sich ja allein in einen Raum zurückziehen und dort die Maske abnehmen. Ist allerdings schwierig, wenn man 6 Stunden Unterricht mehr oder weniger am Stück hat und dazwischen Aufsichten...

    Ich kenne das von zu Hause nicht. Da wurde sparsam mit der Energie umgegangen, aber unter 20' hatten wir nicht (aber auch nicht über 21). Wenn uns kalt war, sollten wir eine Strickjacke anziehen oder (z.B. beim Fernsehen) eine Decke überwerfen.

    Das mach ich bis heute so.

    Die meisten bewegen sich auch zu wenig an der frischen Luft (maximal der Weg vom/zum Bus), kein Sport, keine Spaziergänge bei jedem Wetter, deshalb sind sie auch so wenig abgehärtet.

    Wir haben jetzt überall Thermometer in den Klassenzimmern. Heute jammerte eine meiner Klassen bei sage und schreibe 21 Grad (Sonne schien rein; mein Fenster vorn auf Lehrerhöhe war offen), dass ihnen ja soooo kalt sei.

    Angeblich würden sie daheim immer auf 24/25 Grad heizen. Aha...

    Nächste Woche wird es ziemlich kalt. Wie soll das dann weitergehen??? Lüften muss man ja trotzdem!

    Das ist schon sehr konsequent. Aber offensichtlich hat es gewirkt!

    Ich hab mir auch schon mal überlegt, wie wir das machen würden für den Fall, dass einer infiziert ist. Wir haben nicht so viel Platz :(

    Die Kinder haben noch ein gemeinsames Kinderzimmer, die würden wir auch kaum 2 Wochen getrennt kriegen, das halten die glaube ich gar nicht aus ;(. Ein 2. WC haben wir auch, aber alle sind auf einer Etage (Wohnung). Wahrscheinlich würde der Infizierte sich im Schlafzimmer verkriechen, der andere Elternteil im Wohnzimmer schlafen, das Essen könnte man vor die Tür stellen, viel lüften (sowieso) und mit ffp2-Maske durch die Wohnung Richtung Bad...

    Ich habe auch "erstmal abwarten" gewählt, obwohl ich grundsätzlich pro impfen bin. Die Grippeimpfung habe ich mir dieses Jahr auch geholt. Allerdings bin ich schon leicht skeptisch, wenn der Impfstoff so schnell alle Testphasen durchläuft. Ich kann das als Laie schwer einschätzen, ob und welche Risiken das birgt. Ich kenne aber auch jemanden, der sich da gut auskennt und würde mich informieren.

    Mein Mann hat sich, als ich während der Schweinegrippepandemie hochschwanger war, gegen Schweinegrippe mit dem Impfstoff Pandemrix impfen lassen. Das war der, der bei einigen Geimpften Narkolepsie ausgelöst hat. Das fand ich schon krass.... (mein Mann hat das aber nicht).

    Wir haben ein neues KMS bekommen inkl. neuem (bzw. ergänztem Hygieneplan).

    Da steht nochmal drin, dass bei einem Coronafall jeweils die ganze Klasse in Quarantäne geht (und auch möglichst 2x getestet wird).

    Außerdem, wenn ich es richtig verstanden habe, soll über Klassenteilungen oder Schließungen nur noch lokal (also nicht für einen ganzen Landkreis) für einzelne Schüler/Klassen/Schulen entschieden werden, je nach Infektionslage an der jeweiligen Schule.

    Gruppenarbeit nur noch mit Mindestabstand, Partnerarbeit nur mit dem unmittelbarem Sitznachbarn.

    Maskenpflicht im Unterricht gilt nun auch für Grundschüler.

    Bei Krankheitssymptomen dürfen sie nicht in die Schule (ab Klasse 5 auch nicht mit Schnupfen, an der Grundschule ist die Teilnahme am Unterricht mit leichtem Schnupfen erlaubt, sofern kein Fieber usw.) und erst wieder, wenn ein neg. Test bzw. eine Gesundschreibung vom Arzt vorliegt.


    Lehrer dürfen mit leichtem Schnupfen weiterarbeiten (sofern kein Fieber usw.).

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