Beiträge von Lehrerin2007

    Ich habe gesehen, dass Berlin bei der Gesamtinzidenz (seit Beginn der Pandemie) Bayern inzwischen überholt hat. Berlin hat >700 auf 100.000 Einwohner, BY noch unter 700.

    Warum hat Berlin aber so wenige Todesfälle im Vgl. zu BY? Klar, Bayern ist größer, aber auch auf 100.000 untergerechnet ist die Todesrate in Berlin viel geringer. Ich dachte immer, das liegt ggf. an der jüngeren Bevölkerung, Google behauptet aber, die durchschnittliche Bevölkerung sei in etwa gleich alt wie in BY.

    Hat jemand eine Idee?

    Unsere Schulleitung meint, dass ein tageweiser Wechsel aus organisatorischen Gründen (große Schule, viele Notbetreuungen) nicht durchführbar wäre.

    Das sagte mir die Schulleitung der Grundschule meines Kindes auch. Die hatten von Mai-Sommer den tageweisen Wechsel und dann noch jedes mal andere Wochentage (Di/Do, dann Mo/Mi/Fr, dann wieder Di/Do etc.).

    An meiner Schule hatten wir den wochenweisen Wechsel, den die meisten SuS gut fanden, weil sie sich wochenweise besser darauf einstellen konnten als tageweise. Mir würde das auch mehr zusagen und ich finde es organisatorisch leichter für Familien (kann aber auch wieder jeder anders empfinden). Für mein kleines Grundschulkind war der tageweise Wechsel nicht gut, er wusste morgens nicht, muss er heut in die Schule oder nicht und war jeden Morgen verwirrt. Mein anderes Grundschulkind sagte, es hätte wochenweisen Wechsel besser gefunden als dieses tägliche Hin- und Her, und ist jetzt am Gymnasium, wo es im Falle von Klassenteilungen einen wochenweisen Wechsel geben wird. Aber natürlich müssten sie beides erst gemacht haben, um eine wirkliche Einschätzung machen zu können, was besser ist.

    An den weiterführenden Schulen wird es allein wegen der Fächervielfalt schwierig sein, was anderes als einen wochenweisen Wechsel zu machen. Bei mir wird das also genauso gemacht werden wie zuletzt im Frühling/Sommer.

    Das Mitstreamen sehe ich sehr skeptisch. Schon gar nicht kann man m. E. jemanden dazu zwingen bzw. es verlangen. Ich selbst möchte nicht im Unterricht gefilmt werden und via Internet in Erscheinung treten. Ich habe auch ein Recht an meinem Bild und an meiner Stimme und man kann nie wissen, wer das aufzeichnet, Screenshots macht usw.. Hinzu kommt noch, dass man dann - wie meistens - mit technischen Problemen zu kämpfen haben wird und dabei auch wieder Unterrichtszeit verloren geht. Und es ist auch für die SuS etwas anderes, den Unterricht am Bildschirm (über Stunden) zu verfolgen als mittendrin zu sitzen. Es ist nicht das gleiche und ich wage zu bezweifeln, dass es wirklich effektiver ist, als Arbeitsaufträge z.B. über Mebis/MS Teams zu bearbeiten. Und an meiner Schule würde eh die Ausstattung dazu fehlen...

    Ich habe von einer Geschichte gehört im Kollegium, dass jemand das gemacht hat (Unterricht streamen), die Eltern z.T. mitgeguckt haben und er dann einen Fehler gemacht hat. Daraufhin haben die Eltern sich aufgeregt und sich über den Lehrer beschwert. Ich weiß nicht, wie schwerwiegend der Fehler war (ich sag ganz sicher auch mal was falsch...!), aber ich finde, das geht einfach gar nicht. Die Berufsgruppe macht sich dann noch viel angreifbarer, wenn man ihr ständig über die Schulter gucken kann.

    Und ich denke auch, dass es immer irgendwelche Eltern in einer Klasse geben wird, die dagegen sind.

    Gibt es eigentlich verlässliche Quellen oder Zahlen dazu, ob Lehrer sich seit dem "Regelbetrieb" häufiger anstecken als die "Normalbevölkerung" (nicht, dass Lehrer nicht auch normale Menschen wären, aber... ;))?

    Bei uns gab es bisher einen Fall im Kollegium, aber ohne dass es einen Fall in der Schule gab, also wahrscheinlich angesteckt durch das eigene Kind bzw. im Privatbereich.

    Ich bin auch eher ein Dauer-Lüfter. Ich empfehle da, mal ein Thermometer mitzunehmen. Ich habe das mal eine Woche lang gemacht und kam nie unter 18,5 Grad. Die Luft war immer schön frisch und die Klassen fast durchgängig komplett da. Ich glaube, dass die trockene Heizungsluft kranker macht. Und von 18,5 Grad wird man nicht krank.

    Wenn die SuS meckerten, hab ich ihnen das Thermometer gezeigt und dann war sofort Ruhe.

    Und solange die noch Jeans tragen, die unten einen Teil des Beins frei lassen (7/8-Hosen) und dünne Schlabber-Pullis, ist es wohl noch nicht kalt genug.

    Ganz gleich, welche Jahrgangsstufe - die SuS fühlen sich ruckzuck wie in den Ferien, nehmen die eine Woche, die sie wieder da sind, nicht ernst, und in the long run gehen sie dir gründlicher verloren als in dem 14-Tages-Modell.

    Das habe ich irgendwie anders empfunden. Mein Kind (1. Klasse, jetzt also 2.) fand dieses tägliche Hin- und Her belastend und verwirrend. Es wusste morgens nie, ob nun heute Schule ist oder nicht. Auch Kind 2 fände einen wöchentlichen Wechsel besser, allerdings haben wir den echten Vergleich erst, wenn wir beides erlebt haben... (Kommt ja dann wohl bald...).

    Zumal, wenn ich es richtig verstanden habe, es ja jetzt so sein soll, dass man nicht 1 Woche/1 Tag Unterricht mit Gruppe A und dann nächste Woche / am nächsten Tag das gleiche mit Gruppe B macht, sondern durchgehend weiter macht mit dem Stoff (zumindest bei uns am Gym.), also das, was Gruppe A im Präsenzunterricht macht, macht Gruppe B zu Hause, Gruppe A macht dann zu Hause weiter und Gruppe B im Präsenzunterricht, quasi ohne Doppelung für die Lehrkraft. (Oder hab ich das falsch in Erinnerung?)

    Also an den Schulen meiner Kinder geht es Montag normal weiter. Bei mir auch...

    Notbetreuung ist vielerorts nicht vorgesehen, auch nicht an meiner Schule, da wir ja den normalen Stundenplan weiter unterrichten und gar keine Kapazitäten haben für eine Notbetreuung. Der Hort meines 2. jüngeren Kindes aber würde eine Notbetreuung machen (allerdings sicher auch recht eingeschränkt, aber besser als nichts).

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