Habt ihr keine Kollegen, die sich gerne mal drücken? Dann herzlichen Glückwunsch.
Du hast meine Frage nicht beantwortet. Aber ich beantworte deine: Natürlich haben wir die, aber das sind, ehrlich gesagt, eher nicht die mit Kindern und in Teilzeit.
Du nennst ein paar Extremfälle - klar gibt es die... Aber ansonsten hast du dich so geäußert als würden TZ-Lehrerinnen mit Kindern grundsätzlich die Kinder "vorschieben", nur um irgendwo nicht mitzumachen und das finde ich ziemlich daneben, v. a. wenn du scheinbar keine Ahnung hast, wie sehr man sich zwischen Job und Kindern manchmal zerreißt, insbesondere wenn Nachmittagsunterricht, außerschulische Termine usw. anstehen, was organisatorisch nicht immer einfach ist. Das ist kein "Vorschieben".
Ich (Lehrerin, Mutter, anfangs VZ gearbeitet, nun das 11. Jahr in TZ mit zwei Kindern) sehe es so: Die Aufgaben, die du genannt hast, machen wir ja eh schon in vollem Umfang mit (Elternsprechtag, Konferenzen, Schulveranstaltungen u.v.m.), da man sie schlecht teilen kann und einige einfach notwendig sind. Eine echte TZ ist es in manchen Bereichen ja nichtmal. Mir ging es explizit darum, dass von TZ-Lehrerinnen (die ja meistens gerade wegen der Kinder TZ arbeiten!) erwartet wird, auch noch Vollzeit auf Klassenfahrt zu fahren (sofern Dienstpflicht, ist ja unterschiedlich in den BL), obwohl sie auch dann nur ihr TZ-Gehalt bekommen (egal ob 8 oder 20 Stunden Deputat) und keinerlei sonstigen Ausgleich, was ich total unverhältnismäßig finde und angesichts des familiären Hintergrunds (zu deiner Information: Das Familienleben mit (Schul-)Kindern und zwei arbeitenden Eltern steht und fällt mit der Durchorganisation desselbigen) braucht man sich dann nicht wundern, wenn diese Lehrerinnen sich dann nicht grad darum reißen, aber sicher nicht einfach nur ihre Kinder "vorschieben"...
Meiner Meinung nach sollten Klassenfahrten generell freiwillig sein oder zumindest sollte es einen Ausgleich für TZ-Lehrerinnen geben oder, wenn schon Dienstpflicht, dann nicht für (TZ-)Lehrerinnen mit Kindern z.B. unter 12.
Mir ist noch ein Grund eingefallen, warum es keine Pflicht sein sollte: Wir haben z.B. auch Segelfahrten. Mir persönlich wird schon beim Anblick eines schwankenden Bootes speiübel und keine 10 Pferde würden mich auf ein Segelboot kriegen (und segeln kann ich natürlich auch nicht). Oder Skifahrten (haben wir zwar nicht, aber gibt es ja) ebenfalls. Da kann mir doch keiner einen Strick draus drehen und sagen: Das ist aber diene Dienstpflicht, du musst! Oder auch der Spruch: Das weiß man doch bei der Berufswahl schon. Nein, wusste ich nicht! Ich wusste noch nichtmal, in welchem BL ich lande und was da Dienstpflicht ist (wer liest sich bitte vor dem Studium 16 Dienstordnungen durch!?), geschweige denn an welcher Schule, also kannte ich das Fahrtenprogramm auch nicht.
An meiner Schule ist das Fahrtenprogramm sehr umfangreich (--> viel Unterrichtsausfall, was ich nicht gut finde) und vor den Kindern habe ich Austausche und Schullandheim auch mitgemacht und fange jetzt auch wieder an damit (aber nicht so oft) und wir sind eine relativ kleine Schule, daher sind die KuK natürlich häufiger gefragt. Ich bin sehr froh darüber, dass ich zwar gelegentlich gefragt wurde, aber mir nie einer mit der Dienstpflichtkeule kam, wenn ich gesagt habe, es geht im Moment noch nicht bei mir.