Sehe ich das alles zu schwarz? Meine Kinder sind 5 und 9 und damit weit weg von einer möglichen Impfung.
Ich biete 8 und 11 Jahre, nicht so viel besser. Kind 1 könnte in 2022 geimpft werden. Aber ich weiß total, was du meinst und ich verfolge auch die Nachrichten über Delta mit einer gewissen Unruhe. Mein mir Angetrauter hört immer den Drosten-Podcast (beim Putzen 😝) und berichtete daraus heute, dass die Situation in Deutschland nicht 1:1 vergleichbar ist mit der im UK, aus folgenden Gründen:
- Die Inzidenz im UK war dieses Jahr noch nicht so niedrig wie unsere derzeit, die war immer so um die 20, bevor Delta Überhand nahm. Wir sind in D. Stand heute bei einer Inzidenz von 6, also in einer besseren Ausgangslage, bevor Delta das Zepter übernimmt. Zum Thema exponentielles Wachstum würde auch ich als totaler Mathe-Laie sagen, dass das durchaus einen Unterschied macht und uns noch etwas Zeit verschafft.
- Zum Zeitpunkt, als Delta sich im UK stark verbreitete, waren dort alle Schulen offen. Hierzulande sind die ersten Bundesländer in den Sommerferien und alle anderen folgen nach und nach im Juli.
- Der saisonale Effekt scheint doch stärker zu sein als bisher angenommen. Das kann sich in den Sommermonaten auch nochmal positiv auf die Entwicklung auswirken.
- Drosten meint, dass der Wendepunkt im UK Ende Mai war (bzgl. Delta / ansteigende Zahlen, Delta lag bei 80% unter den Neuinfektionen) und wir schätzungsweise Ende Juli an dieser Stelle sein werden. Bis dahin schaffen wir nochmal, einige zu impfen und haben alle Ferien.
Was ich noch denke: Im UK wurde hauptsächlich mit Astra geimpft. Nach allem, was ich gelesen habe, scheint BioNTech besser zu wirken gegen die Mutante, was auch nochmal einen Unterschied machen könnte (mein Gedanke).
Heute las ich, dass Moderna die Liefermenge erhöht im Juli/August, was auch nochmal ein Pluspunkt ist beim Impftempo.
Also, ich versuche (so gut es geht) positiv zu bleiben.