Beiträge von Lehrerin2007

    Mich würde ja mal interessieren, ob woanders der Wechselunterricht besser läuft. Bei uns waren in der Zeit des Wechselunterrichts 60 Kinder in der Notbetreuung, die wir natürlich in mehreren Gruppen unterbringen mussten.

    In unserer Grundschule wurde die Notbetreuung vom Hort bzw. der Mittagsbetreuung (extern) durchgeführt, nicht von den Lehrern der Grundschule selbst. Allerdings fing die Notbetreuung dann auch erst 10:30 an, was mir jetzt sehr wenig genützt hätte (zum Arbeiten).

    Dieses Jahr sind wohl auch mehr Kinder in der Notbetreuung, letztes Jahr waren es nur eine Handvoll.

    So, wie du es beschreibst, macht es irgendwie kaum Sinn bzw. hat mehr Nach- als Vorteile.

    Ich denke immer: Was wäre die Alternative? Wenn man diese Selbsttests, wie bisher, nicht macht, "sprühen" sie auch überall ihre Aerosole rum, möglicherweise infektiös. Meine Schüler fassen sich auch so ständig ins Gesicht, nehmen die Maske auch zum Trinken/Essen etc. mal ab (wir dürfen auch kurze Maskenpausen machen bei Durchzug), wirklich hygienisch verhalten die sich auch nicht, wie sonst halt. Wenn sie jetzt einmal mit dem Stäbchen in der Nase popeln, halte ich das für die paar Sekunden für weniger schlimm als wenn ständig unerkannte Infektiöse in der Klasse sitzen.

    Ich persönlich möchte das lieber beaufsichtigen, ohne irgendwas anzufassen (am offenen Fenster bzw. im Durchzug stehend - wie immer), da kommt nach einer Weile eine gewisse Routine rein, denke ich, als wieder Infektiöse im Raum sitzen zu haben. Als ich DAS im Nachhinein erfahren habe, war mir mulmiger zumute als wenn ich an die Selbsttests in der Klasse denke.

    Leider scheinen Kinderfreundschaften heute primär über die Netzwerke der Mütter zu laufen

    Diese Erfahrung habe ich bei Kind 1 in der Grundschule auch gemacht. Am schlimmsten fand ich, dass mir auch noch indirekt vorgeworfen wurde, dass ich da ja nicht so mitmache, wie die das wollen. Auf der anderen Seite gab es wieder eine (ganz bestimmte) Mutter, die sich so benommen hat, als hätte sie ein Anrecht darauf, mein Kind mitzuverplanen bzw. für Nachmittage mit einzuplanen, wie ihr es passt (ohne mich zu fragen und dann komisch zu tun, wenn ich nicht zugesagt habe).

    Ich bin eine Mutter, die sich auf Spielplätzen außerdem noch nie besonders wohl gefühlt hat. Es war eher ein notwendiges Übel (auch wenn ich durchaus mal nette Gespräche hatte mit anderen Eltern) und ich bin froh, dass meine Kinder so langsam aus dem Alter rauskommen.

    und sie unterstreichen ein völlig fehlendes Maß an Verbindlichkeit, Verlässlichkeit und Loyalität.

    Das ist mir auch aufgefallen und ich finde das ist eine besorgniserregende Entwicklung. Ich wusste nicht, was ich tun sollte, da mein Kind auch vor den Kopf gestoßen wurde. Ich habe die Grundschule quasi auslaufen lassen und wollte mal sehen, wie es sich dann weiter entwickelt. Nachdem keiner (keiner!!) der ehemaligen "besten" Freunde sich anschließend nochmal bei Kind 1 gemeldet hat in irgendeiner Form (obwohl alle in der Nähe wohnen), tat es mir zwar einerseits leid für mein Kind, andererseits war ich froh und habe den Eindruck, dass Kind 1 nun in der neuen Schule zuverlässigere Freunde gefunden hat (ist aber schwer zu beurteilen in der aktuellen Situation).

    Wieso sind einige Mütter so?

    Hab ich mich auch schon oft gefragt.

    Wahrnehmung vs Realität.

    Dazu hatte ich auch gerade eine Diskussion mit jemandem (Familie...). Ich bin der Meinung, ein Arzt, der den Patienten mit Erkältungssymptomen und Geschmacksverlust nicht testet, ist verantwortungslos. Ich musste mir anhören, dass das doch völlig normal sei bei Erkältungen, dass hätte wohl der eigene Arzt so gesagt und die Ärzte seien doch auch alle sowieso sehr kontrovers zu dem ganzen Thema (Corona) eingestellt.... Sind sie das? (Ich denke nicht!).

    In meinem Umfeld geht es auch voran.

    Ja, den Eindruck hatte ich vor den Ferien auch (BY). Wir haben die Info bekommen, dass es hier für die Lehrer der weiterführenden Schulen dann auch solche "Tickets" (wahrscheinlich ähnlich wie Susannea es für Berlin beschrieben hat) geben soll. Aber ob das nun wirklich nach den Oster- oder eher nach den Pfingstferien sein soll...? Mal sehen...

    Die LehrerInnen und ErzieherInnen sollten ja wahrscheinlich vor allem deshalb AZ bekommen, weil es nur bis 60 empfohlen wurde und die anderen Impfstoffe für die "Alten", also die besonders Gefährdeten bleiben sollte. Nach dem ersten Impfstoff-Stopp von AZ wurde anschließend weitergeimpft und die u60 wurden auch nicht gefragt, ob sie das jetzt i. O. finden oder einen anderen Impfstoff wollen (oder bin ich da falsch informiert)? Jetzt ist es doch das gleiche in grün, nur umgekehrt.

    Ich hoffe mal nicht, die Jüngeren durften sich den Impfstoff auch nicht aussuchen.

    Davon gehe ich aus bzw. habe zumindest nichts Gegenteiliges gehört.

    Hier ganz eindeutig, weil als die Impfcodes kamen Az gesperrt war, also hat man den nächsten freien Termin zur Impfung vereinbart, der lag Mitte März schon bei 1.5.

    Ok, das System kenne ich so nicht. Bekannte Lehrer, die schon geimpft wurden, waren online resistiert und als sie einen Termin bekamen, dann gleich innerhalb weniger Tage. Aber das ist wohl unterschiedlich organisiert, ich kenne hier sowohl Lehrer, die AZ also auch welche die Biotech bekommen haben.

    Was ich nicht verstehe, ist, warum jetzt von einem "Rückschlag für Lehrer*innen/Erzieherinnen" bei den Impfungen gesprochen wird. Ok, auch wenn AstraZeneca eigentlich für diese Berufsgruppen gedacht war, als die Empfehlung noch für unter 65-Jährige galt - aber jetzt ist es doch genau umgekehrt, seit 3 Wochen gilt die Empfehlung auch bzw. gerade für 65+ (irgendwo habe ich gelesen, dass AZ unter bestimmten Bedingungen bei Älteren sogar besser wirkt als z.B. BionTech) und nun eben nur noch für 60+. Mir erschließt sich das Problem nicht, dann werden die Impfstoffe eben "umgeschichtet" bzw. anders auf die Altersgruppen verteilt. Für 60+ steht seit 3 Wochen ein zusätzlicher Impfstoff zu Verfügung und nun sogar noch in größerer Menge, da er unter 60 nicht mehr empfohlen wird...?

    So hier:

    https://www.sueddeutsche.de/politik/corona…rview-1.5251834

    Das kann ich sogar nachvollziehen. Wichtig ist daher aber auch das Gespräch vorher mit der Klasse.

    Dass ein positiver Schnelltest nicht heißt, dass man wirklich erkrankt ist. Und das es gut ist, wenn es erkannt wird, um nicht noch mehr anzustecken.

    Genau so habe ich es gesagt. Ich denke auch in einer 5. Klasse kann man vorher so "Vorarbeit" leisten, dass es nicht zum Desaster wird, wenn sich wirklich mal jemand positiv testet. Man könnte das Szenario mal durchspielen und die S. sollen sich Reaktionen überlegen, die angemessen sind, z.B. alles Gute wünschen oder so.

    Wenn ich an die Gemeinheiten und Lästereien denke, die Schüler sonst so draufhaben können (wo es auch in der Klasse, die so erst seit September zusammen ist, davon die Hälfte im Distanzunterricht verbracht hat, einige Geschichten zu erzählen gäbe, die nichts mit Corona zu tun haben), wäre das dennoch für mich (auch als Elternteil, der den Selbsttests der eigenen Kinder zugestimmt hat) das kleinere Übel, wenn jemand einen blöden Spruch raushaut.

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