erklären die (aus)gedruckten Aufgabenblätter und fühlen sich als unbezahlte Lehrkräfte ihrer eigenen Kinder.
Ich gebe meinen eigenen Kindern auch schonmal einen Tipp, wenn sie nicht ganz drauf kommen, was zu tun ist oder - mal - eine Aufgabe nicht verstehen.
Aber wenn meine SuS mich anschreiben, dass sie die Aufgabe nicht verstehen, obwohl dadrüber steht: "Setzte die fehlenden Verben ein" und dann ist da ein Lückentext, wo man - Überraschung - bekannte Verben sinnvoll einsetzen soll - dann läuft irgendwas schief, wenn sie die Aufgabe nicht richtig lesen und (deshalb?) die Eltern da angeblich immer daneben sitzen müssen. Auch im Präsenzunterricht stehe ich ja nicht bei jedem daneben und beaufsichtige, was er/sie da tut... Auch da sag ich oft: Lies erstmal die Aufgabe und frag dann, wenn du es nicht verstehst (und meistens hat es sich dann erledigt).
Die meisten Lehrkräfte denken sich ja was dabei, wenn sie das Bearbeiten eines Arbeitsblatts in ihren Unterricht integrieren. Mein 2.-Klasse-Kind hat nebst Erklärfilmen auch vor allem Arbeitsblätter und Aufgaben in den Büchern / Übungsheften und täglich eine kurze Konferenz, um Fragen zu klären. Es kommt mit 90% des Stoffes allein zurecht. Dass Eltern permanent daneben sitzen müssen (Ausnahmen gibt es natürlich), kann ich mir immer nicht so ganz vorstellen - und dann noch sagen, ihnen stünde das Gehalt des Lehrers deshalb zu... na ja.
