Beiträge von Palim

    Vielleicht muss man sich mit unterschiedlicher Umsetzung von Inklusion in den BL beschäftigen, um es besser bewerten zu können.

    In NDS ist die FöS Lernen nahezu vollständig geschlossen, für den SekI-Bereich gab es einen Aufschub.

    Diese Kinder verbleiben also in den Regelklassen.

    Dafür gibt es eine sogenannte Grundversorgung von 2 Std. FöS-Lehrkraft pro Woche pro Klasse, wenn es die Versorgung erlaubt, unabhängig von der Anzahl der Kinder mit oder ohne Förderstatus in diesen Klassen. Pro-Kopf-Stunden gibt es nicht. Die Grundversorgung gilt auch für die Bereiche Sprache und ESE.

    ESE-Schulen waren auch vor der Inklusion in NDS sehr selten und sind zumeist Privatschulen.

    Für GE-Kinder gibt es nach der Gutachtenstellung zum nächsten Schuljahr Anspruch auf Stunden, wenn sie in der Regelklasse bleiben, die GE-Schulen haben bisher Bestand, zudem gibt es an wenigen Schulen (in meiner Region wenige) Koop-Klassen, also GE-Klassen, die zu einer Regelschule dazu gehören, allerdings Personal von externen Anbietern oder von der GE-Schule mitbringen.

    Die Verbreitung oder das Aufrechterhalten von Förderklassen im Bereich Sprache ist regional sehr unterschiedlich. Auch sie sollten geschlossen werden, es kam zu Protesten (kann man sicher im Internet noch finden, wenn man Argumentation etc. suchen will).

    In einigen Landkreisen wurden die Klassen behalten, Kinder benötigen vorab ein Gutachten, gehen dann in diese Klassen und werden später zum Teil in die Regelklassen umgeschult (auch mit Schulwechsel).

    Bei den hier genannten Vorschlägen steckt aber viel Vertrauen drin.

    Wie bei jeder Arbeitszeiterfassung.

    Wenn ich also in den Ferien nichts tun würde und auch ansonsten ein richtig fauler Sack wäre (gibt es leider auch)

    Weil also einige das System und das Vertrauen missbrauchen könnten, ist es besser, bei dem derzeitigen System zu bleiben, unter dem nachgewiesen sehr viele Lehrkräfte Überstunden anhäufen, viel zu viele Aufgaben haben und viel zu wenige Entlastungen?

    Wir sollten keine Supermärkte eröffnen, es könnt jemand klauen?

    Wir können keine Arbeitszeiterfassung einrichten, es könnten einzelne Länder bemerken, dass sie ihre Lehrkräfte seit Jahren systematisch überlasten, sich aber vor der Abhilfe drücken.

    Die Arbeitszeitstudie in NDS wurde anerkannt, die Erfassung gilt als gerichtsfest, die Entlastungen in einer Landes-Kommission entworfen …. Aber weil zu wenige Lehrkräfte da sind, können keine Entlastungen gewährt werden und weil es zu wenig Entlastungen gibt, gibt es noch weniger Lehrkräfte. Da kann man viel Geld sparen.

    Es kann sich nicht jeder der Abgrenzung und schnellen Korrektur rühmen, es braucht auch die, die die andere Arbeit übernehmen, Klassenleitung, DaZ-Klassen, Sprach-Korrekturen, es braucht die Personen, die die Sammlung betreuen, die Schulentwicklung tragen, die Gutachten schreiben.

    Für das Schreiben der Gutachten hat der Landesrechnungshof angemahnt, dass es zu viele Ressourcen frisst. Daraufhin sollten die Gutachten gekürzt werden, das ist angedeutet worden, kam an den Schulen aber nicht an. Stattdessen werden nun die Gutachten schon vor dem Schreiben unterbunden - kein Status, kein Förderbedarf, wieder Geld gespart, weil man Kräfte, Förderung, Klassenteilung ohne Gutachten nicht gewähren muss.

    Meiner Meinung nach braucht man die Erfassung, um darzustellen wie teuer es eigentlich ist, den Lehrkräften alles Mögliche zuzuschieben, um das sie sich zusätzlich kümmern müssen. Vielleicht findet das dann mal ein Ende und es gibt zusätzliches Personal für bestimmte Aufgaben.

    Der Hinweis auf „Augen-auf“ bleibt unpassend,

    zum einen weiß niemand, wie sich ein Schulsystem in 40 Jahren entwickelt,

    zum anderen verändern sich Situationen an Schulen ständig.

    Schulformen kommen und gehen, werden verändert, Stundentafeln auch.

    Englisch gibt es in der GS, da mussten sich Lehrkräfte fortbilden und haben es als Hauptfach studiert, nun ist es in einigen BL ab Klasse 1 im Gespräch, andere beginnen wieder erst in Klasse 3, die nächsten diskutieren, ob man es streichen kann.

    Ein Fach wird erweitert, ein anderes gekürzt, weiß man vorher nicht.

    Kräfte für Technik und Informatik gelten als spezialisiert und gesucht, auch wenn es Grundbildung oder Medienkompetenz betrifft,

    Kräfte für Alphabetisierung sind auch spezialisiert und werden gesucht, werden aber belächelt, obwohl die Aufgabe wichtig ist und bekannt ist, dass es schwierig ist.

    Wer die Augen öffnet, wird erkennen, dass Lehrkräfte immer mal wieder in andere Situationen, Schulformen etc. kommen können.

    Diese Veränderungen schaffen Frust oder interessante Möglichkeiten.

    Einarbeitung und Entwicklung werden nicht abgegolten und zu selten wahrgenommen und anerkannt, das ist ein Problem, finde ich, und benachteiligt gerade die, die häufig einspringen, zu Veränderungen bereit sind, neue Aufgaben übernehmen.

    Versetzungen zum Halbjahr finde ich auch selten.

    Dazu würde ich denken, dass das Land bis zu den Herbstferien noch auf reguläre Einstellungen hofft, es stehen 90 unbefristete Stellen im Portal.

    Stellenbekanntgabe für neue Stellen ist am 10.11.

    Abordnungen/Versetzungen in eine andere Schulform

    findet in diesem Fall aber an Gym/GeSa statt, was dem Studium entspricht.

    Und weder Gym noch GeSa noch BBS sind ein Freifahrtschein, nur erwachsene SuS zu bekommen, die selbstständig lernen, mit denen man Leistungskurse oder Literaturkurse abhalten kann.

    Auch Gym und Gesa beginnen mit Klasse 5, auch Unterstufe wird im Ref gefordert sein.

    Das Land erhält also eine Lehrkraft, die die Lehrbefähigung ab Klasse 5 nachgewiesen hat.

    Dazu kommt ein sprachlicher Schwerpunkt, durch den man sich mit dem Sprachenlernen beschäftigt hat.

    Immer wenn ich Lautstärke und wilde Klassen lese denke ich mir persönlich: Augen auf bei der Berufswahl bzw. Schulform.

    Wenn man wenig bis kein Geschrei möchte …

    … kann man auch einen anderen Beruf ergreifen.

    Wenn sich nicht Menschen um die jüngeren Kinder und das Gewusel kümmern, wird es an den weiterführenden Schulen nicht besser sein, auch nicht in der Berufsbildung.

    Entsprechend muss die Arbeit in den jüngeren und schwierigen Klassen ermöglicht und entlastet werden, es kann doch nicht jeder meinen, er könne sein Lehr-Amt damit erfüllen, dass online Aufgaben gestellt werden, man ab und zu an in der Schule vorbeischaut und sich dann auf eine beratende Stelle in der Schulbehörde bewerben, weil man da mit weniger Aufwand noch besser abtauchen könnte.

    Und ja, auch DaZ und auch Alphabetisierung ist zu unterrichten. Das möchte man mit SekII-Lehramt nicht unterrichten und ruft nach anderen Kräften, belächelt gleichzeitig die, die so doof sind, die Aufgabe zu übernehmen und regt sich zusätzlich auf, wenn dann Studierende dies für noch weniger Lohn machen.

    Gleichzeitig rühmt man sich des tollen Angebotes, das man selbst zu bieten hätte, kann aber dies nicht und will das nicht.

    Wenn DaZ ein Mangelfach ist, dann müsste einen die SL dafür ja auch hofieren.

    Und ja, Englisch ist auch regional gesucht, aber da sind die Jugendlichen zu jugendlich und die Sprachanfänger zu anfangend.

    Eine Zweitbesetzung ist zu wenig Arbeit und nicht würdig genug, eine Klassenleitung zu viel Arbeit und trotz Gym/GeSa-Ausbildung der Selbstdarstellung nicht angemessen

    Auch wenn das scheinbar noch immer schwer vorstellbar ist, sind manche scheinbar gleiche Aufgaben an großen weiterführenden Schulen auch "etwas" umfangreicher als an einer kleineren Grundschule.

    Das erklärt aber nicht, warum an anderen großen Schulen mit SekI die Aufgaben nicht entsprechend abgegolten werden. In NDS werden Entlastungsstunden nach Schüler:innenzahlen vergeben, allerdings dazu auch noch faktorisiert, entsprechend geringer fallen die Entlastungsstunden an anderen Schulformen aus. Es liegt nämlich nicht allein an der Größe der Schule.

    Hinzu kommt, dass an kleineren Schulen mehr Aufgaben für einzelne Lehrkräfte anfallen. Während hier über die Zuschneidung von Bewerbungsstellen diskutiert wird, in denen Aufgaben gebündelt werden, ist es an kleineren Schulen ganz normal, dass man diverse Aufgaben bekommt, wenn im Ansatz gleichmäßig verteilt wird.

    Man kann also über den Aufwand oder zeitlichen Umfang argumentieren. Dann sollte man aber auch da alle Schulformen gleich behandeln und eine Bündelung von Aufgaben berücksichtigen.

    Ich verstehe den Gedankengang und wir haben diese Diskussionen auch erst kürzlich im Kollegium gehabt, als es darum ging, die vielen kleinen "Zusatz"-Aufgaben im Kollegium möglichst breit auf alle zu verteilen. Dort wie hier muss ich dazu einfach einmal anmerken, dass der Wunsch nach Abgeltung von Routineaufgaben mit Abminderungsstunden zwar nachvollziehbar, aber nicht vorgesehen sind. Das beruht auf der fehlerhaften Annahme nicht weniger Kollegen, es handele sich hierbei überhaupt um Zusatzaufgaben. Dem ist aber nicht so und jede Lehrkraft ist auch verpflichtet, über ihren Unterricht hinaus Tätigkeiten an der Schule zu übernehmen. Die wenigen zur Verfügung stehenden Abminderungsstunden sind für "besondere Belastungen" reserviert und können entsprechende Ungleichgewichte abmildern.

    Warum gibt es dann am Gym überhaupt Entlastungsstunden und Beförderungsstellen, wenn doch alle diese Aufgaben zusätzlich zum Deputat übernehmen sollen und können?

    Andere Lehrkräfte fordern, dass ihre zusätzlichen Aufgaben auch entlastet werden wie bei einigen am Gym.

    Wer dagegen spricht, muss begründen, warum es an einer Schulform - überhaupt oder höhere - Entlastungen für Aufgaben gibt, die in anderen Schulformen ohne diese übernommen werden müssen.

    Sie machen gemeinsam Politik und zwar auf unterschiedliche Weise.

    Zum einen gab es in dieser Woche die Meldung, dass schon recht viel von dem, was sich die Koalition vorgenommen hat, umgesetzt worden ist

    https://www.tagesschau.de/inland/studie-…-ampel-100.html

    zum anderen werden Themen miteinander diskutiert,

    was man unterschiedlich bewerten kann.

    Was häufig negativ als Zerstrittenheit erscheint, ist gleichzeitig auch ein öffentlicheres Streiten um die Sache, das zur Politik dazu gehört, in den letzten Jahren aber oft in die Hinterzimmer verlagert wurde, wodurch Politik wenig transparent erschien.

    Meiner Meinung nach müsste die Ampel anders kommunizieren, um das, was sie schafft, darzustellen und den Streit um die Sache sinnvoller erscheinen zu lassen.

    dafür liebt man ja auch seine Fächer

    Tut man das?

    Ja, tut man,

    vielleicht meinst du aber etwas anderes?

    Vielleicht liebt man den Unterricht dieser Fächer, das Vermitteln der Fähigkeiten, hat Lust auf die geplante Einheit und darauf, dass die Schüler dies entdecken, das erstellen und jenes beherrschen.

    Ich mag viele Fächer und vieles am Unterricht, weniger mag ich es, parallel zu unterrichten, weil ich es einengend finde und lieber jedes Thema in jeder Klasse leben und erleben lasse.

    Auf jeden Fall möchte man doch, dass vom Unterricht mehr bleibt, als Regelkontrolle und Sanktionen.

    Beim ersten Mal hat wirklich sehr vieles nicht funktioniert,

    letztes Jahr weiß ich, dass wir die Erstklässler gewarnt hatten, es aber dann halb so schlimm war, auch für die vorab informierten Ukrainer:innen.

    Aber als neulich die Sirenen zu einem Feueralarm riefen, waren die ukrainischen Kinder gar nicht mehr entspannt.

    Hättest du mir bitte auch eine Erklärung zukommen lassen können?

    Nächstes Mal dann, du kannst dir die Sprache aussuchen.

    Wir haben die Evakuierungsübung auch gemacht.

    Wie findet denn bei euch die Kommunikation zwischen denen im Gebäude und denen am Sammelplatz statt? Man müsste vom Sammelplatz aus Bescheid geben können, dass alle angekommen sind oder dass bestimmte Schüler:innen dort sind, die man sonst im Gebäude suchen müsste.

Werbung