Weil dann die Lehrplanschreiberinnen im Ministerium ihre Sachen zu Ende denken müssten.
Danke, das ist auch meine Sicht darauf und ich glaube nicht, dass die Leite das zu Ende denken und das umsetzen könnten.
Die Nachbarschule hat eine Beraterin eingeladen an der Stelle, an der sie nicht weiter kamen. Die Beraterin konnte es auch nicht lösen.
Es ist so frei von Konkretem, das die komplette Arbeit in sämtlichen Kollegien landet, die dann jeweils überlegen müssen, was denn wohl gemeint sein könnte. Es gibt BL, in denen konkrete Hi Weise und Beispiele angefügt und ausgearbeitet sind, und es gibt andere Bundesländer, da gibt es sehr viel Vorwort und Hinweise, was man zusätzlich zu beachten hat, in den Themenvorgaben taucht dann davon nichts mehr auf. Also sollen die Kolleg:innen den Sinn ergründen, die Inhalte erdenken und ausarbeiten und mit allen weiteren Kompetenzen verknüpfen, sowie die Differenzierung auf unterschiedliche Niveaus (samt Zieldifferenz) leisten und alles in ein Schuljahr pressen.
Das dann gerne über Nacht, denn bisher galten neue Curricula in NDS rückwirkend (im September veröffentlicht, gültig seit August, vor allem die Leistungsbewertung war nach dem vorab veröffentlichten Entwurf geändert worden. NDS hat nun zum ersten Mal 1 Jahr Vorlaufzeit für die neuen CuVo D und Ma, aber das sind dann auch gleich Fächer, in denen quasi jede Lehrkraft in der GS eingebunden ist.
Ich frage mich wirklich, woher die Zeit kommen soll, das zu leisten, und finde es absolute Vergeudung von Arbeitszeit. Wäre die Vorarbeit besser, wäre es für alle anderen leichter und würde besser umgesetzt, als irgendwie halbherzig, weil die gestellte Aufgabe unlösbar erscheint.
Und an der Stelle ziehen sich dann diejenigen raus, die diverse Säue haben vorbeiziehen sehen, die schon x mal die Kohlen aus dem Feuer gezogen haben, die Pläne geschrieben haben, weil sie sich verheizt und nicht ernst genommen fühlen, weil Fürsoge ganz winzig geschrieben scheint und ABM ganz groß.
In Norwegen hat der Staat eine Plattform und die Arbeit daran gefördert, dass Lehrkräfte Material erarbeiten und tauschen/ teilen, ähnlich dem ursprünglichen Gedanken von 4teachers, ähnlich den Materialien auf manchen Bildungsservern, aber mit Freistellung der Leute dafür. So, wie es derzeit läuft, zwingen die Curricula die Leute in den Rückzug und man bedient sich an dem, was Verlage auf online-Börsen verkaufen. Mündige Lehrkräfte unterstützt man auf diese Weise zu wenig, denke ich.