Wir haben ganz unterschiedliche Kinder.
Weil wir jemanden kennen, der dolmetschen kann, weiß ich bei jedem Kind einen Teil des Hintergrundes. Im Unterricht selbst habe ich keine anderen Kinder, die dolmetschen könnten, dabei.
Ich bin beeindruckt, wie sehr sich die Kinder doch darauf einlassen,
ich bin erstaunt, wie schnell sie sich an Schule gewöhnen und wie sehr sie sich darüber freuen, denn etliche haben in den Jahren zuvor zu Hause gelernt und platzen vor Glück, wenn sie ihre erste Sportstunde haben oder den Farbkasten auspacken.
Und ja, einige Kinder brauchen eine Weile, um anzukommen, bei uns haben die Kinder zu Beginn häufig gewechselt, einige waren in max. 6 Monaten 6 mal umgezogen von Einrichtung zu Einrichtung weitergereicht. Derzeit ist es regional etwas ruhiger.
Auch gibt es Kinder, die dann in der 4. oder 5. Schule ankommen sollen oder Kinder, die zunächst eine Weile in Polen waren und begonnen hatten, Polnisch zu lernen.
Ich zolle den Eltern große Achtung, dass sie sich so sehr um ihre Kinder kümmern, und habe Verständnis für jede persönliche Katastrophe, die es eben auch gibt, denn auch Erwachsene wissen nicht, wie sie mit der Situation umgehen sollen, und nicht alle können es gut kanalisieren oder Erlebtes verdrängen.
Inzwischen können einige Kinder recht gut Deutsch, sie verstehen vieles, sie helfen sich gegenseitig. Einige sind erst ein paar Wochen da.
Wie auch bei anderen Schüler:innen gibt es auch unter denen, die flüchten oder zu uns ziehen, intelligente und weniger intelligente. Es gibt auch Kinder von Flüchtenden, bei denen ich begründet einen Unterstützungsbedarf GE vermuten würde.
Dass es an den Schulen schwierig ist, stimmt sicher. Ich möchte die Schule sehen, die nicht nur Stühle hinzustellen muss, sondern entsprechend der Erlasse Förderkurse oder Klassen mit entsprechender Besetzung einrichten kann, zusätzlich zu den bisherigen Möglichkeiten.
