Ich kenne den Begriff „Mumienstunde“ auch, bei uns wird er von den älteren Kollg:innen selbst verwendet.
Auch kenne ich eine Kollegin, die früher in verschiedenen Schulen oft und über Jahre die Jüngste unter allen war, dann drehte sich in wenigen Jahren die Besetzung und sie ist die älteste unter vielen jüngeren Lehrkräften. Das liegt am Einstellungsstopp zu bestimmter Zeit, der heutigen Gegebenheiten entgegen steht.
Unser Kollegium ist sehr offen, wir sprechen aber auch über solche Unterschiede.
Auch bei uns fallen Sätze, dass die jüngeren der Technik gegenüber aufgeschlossener seien, was aber zu pauschal ist, auch jüngere Kolleg:innen haben nicht immer den Draht zur Technik und andere jüngere gehen mit den Möglichkeiten vielleicht auch zu locker und unbedacht um. Wenn es einen nervt, finde ich es in dem Moment gut, es richtig zu stellen.
Wenn die anderen alle erheblich jünger sind, haben sie in ihrer Ausbildung einen anderen Blick auf Unterricht und Methoden, sie sind eine andere Generation. Und sie haben einen anderen Blick auf das Leben.
Ob es sinnvoll sein kann, offen anzusprechen, dass ihre Äußerungen unangebracht sind, kann von uns niemand entscheiden, da wir weder das Kollegium noch dich kennen.
Persönlich denke ich, dass es den Kolleg:innen nur bewusst wird, wenn du es ihnen sagst. Dann kann sich etwas ändern. Das eine ist dein persönliches Empfinden, das andere vielleicht wirklich das Wissen um Generationen, andere Ausbildung, andere Lebensphase.