Beiträge von Palim

    Es ist ja ein Unterschied, was generell abgebildet wird oder welche Fächer im Studium belegt werden müssen.

    In NDS muss man derzeit D oder Ma belegen (es wechselt häufiger),

    in NRW meines Wissens seit Jahren beides.

    NDS hat die Umstellung auf G9 hinter sich.

    Vieles, was hier benannt wird, war dadurch in NDS schon umgesetzt.

    Lehrkräfte des Gyms wurden in Grundschulen vorab eingesetzt (geparkt).

    Offiziell gab es irgendwann Absprachen, dass sie in ihren Fächern eingesetzt werden sollten, das ist an einzelnen Grundschulen aber begrenzt.

    Es gab Gymnasiallehrkräfte, die darauf bestanden haben, und andere, die auch andere Fächer übernommen haben.

    Dabei ging es aber um Abordnungen unterschiedlichen Umfangs und Dauer.

    Dass eine Schule 140% versorgt ist und abgeben soll, wenn andere mit unter 80% den Unterricht der Pflichtstundentafel nicht abbilden können, finde ich sinnvoll, auch wenn es für die einzelnen Kolleg:innen, die abgeordnet werden, belastend ist. Für das Kollegium, das aufnimmt, übrigens auch.

    Man könnte es fördern, wenn man die Bedingungen insgesamt verbessert und Zeiten/Entlastungen zur Einarbeitung gewährt - und zwar für Kollg:innen beider Schulen.

    Auch ist es hier üblich, dass die aufnehmende Schule benennt, worin Mangel herrscht. Intern umbesetzen muss man dennoch häufig.

    Da ergeben sich für mich Folgefragen. Welche Fächer des Lehramts Gy/Ge bilden überhaupt ein Fach der Grundschule ab bzw. tun dies nicht?

    In der GS abgebildet werden:

    D, Ma, Ku, Mus, Sp, Engl., Rel, - je nach BL/Region auch Ethik (mit versch. Bezeichnungen), DaZ, Werken/ Textiles Gestalten

    UND Sachunterricht, wofür man früher ein Bezugsfach wählen musste, das konnte alles Mögliche aus dem NaWi- und Gesellschafts-Bereich sein, also Biologie, Chemie, Physik, Geographie, Geschichte, Sozial/Gemeinschaftskunde...

    Was bleibt da noch übrig?

    - Berufliche Fächer

    - Informatik

    ...wäre das übrigens nicht auch was für die Alltagshelfer? Aufsichtsübernahmen klingen mir sinnvoller als Klassenräume vorzubereiten.

    Ein Traum!

    Klingt logisch und ganz fantastisch (v.a. Aufsichten!) aber führt das nicht dazu, dass immer mehr Vertretungsstunden so abgedeckt werden? Besser als die Kinder heimzuschicken allemal, aber wenn sowas erst mal erlaubt ist und zu funktionieren scheint, braucht man sich ja auch nicht mehr um Lehrkräfte bemühen. Oder funktioniert das auch auf Dauer gut?

    Das ist doch an sich in etlichen Bundesländern längst Realität,

    jetzt gibt es den Begriff "Alltagshelfer" zusätzlich.

    In NDS übernehmen "pädagogische Mitarbeiterinnen" an den Grundschulen seit mehr als 20 Jahren die kurzfristige Vertretung Betreuung von Klassen und die Aufsicht am Mittag für die Betreuungszeit der 1. +2. Klassen, damit eine Betreuung über 5 Zeitstunden gewährt werden kann.

    Und ja, gerade weil die pädagogischen Mitarbeiterinnen in den Grundschulen vieles auffangen und weit mehr machen, als sie sollen/müssen, bekommt kaum einer mit, wie viel Unterricht ausfällt, denn für Grundschüler:innen sind alle erwachsenen Menschen in der Schule Lehrer:in, die/den Hausmeister:in, so es sie überhaupt gibt, ausgenommen.

    Für "Alltagshelfer:innen" wüsste ich so einiges, Sachen, die ich gerne abgebe (Aufsichten, Bürokratie, Organisation, ggf. Kommunikation), und Aufgaben, für die es dringend Personal bräuchte (Inklusion/ Differenzierung).

    Stattdessen möchte ich keine Deputatserhöhung, ich finde dass 28 Unterrichtsstunden mehr als genug sind, zusätzlich zu den vielen Aufgaben, die hinzugekommen sind und nicht abgegeben werden können und zusätzlich zu Absprachen u.a., die dann im Team vielleicht endlich mehr Zeit/Entlastung findnen könnten.

    Dazu gab es in NDS Vorschläge der Arbeiteszeitkommission, die man gerne in die Tat umsetzen darf, was aber nur möglich ist, wenn mehr Personal eingesetzt werden kann.

    Ist bei uns so ähnlich, Wochenpläne kommen mal vor, eher in Übungsphasen, dann wieder nicht,

    es gibt eine Lehrkraft, die durchgängiger damit arbeitet, da sind aber tageweise die Aufgaben eingetragen und ein Teil dieser Aufgaben wird miteinander erarbeitet.

    Ich finde gut, wenn die Kinder sich selbst organisieren müssen, das übt man ab Klasse 1, dann geht es in Klasse 2 bei vielen. Auch die Herangehensweise an Wochenpläne kann man differenzieren und bestimmten Kindern helfen, Aufgaben zu wählen oder zu bearbeiten, was vorgegeben wird.

    Unsere DaZ-Kinder haben Aufgabenpläne, sodass in jedem Unterricht darauf zurückgegriffen werden kann, wenn andere Mitarbeit nicht möglich ist. Das geht bei vielen Kindern, bei DaZ-GE aber nicht.

    An unserer Schule - NDS - kam es schon mehrfach zu solchen Ausschlüssen.

    In der Regel sind die Schüler bereits vorab bekannt.

    Gefährden sie dann massiv sich und andere - Schläge, Tische werfen o.a. - werden sie direkt abgeholt und suspendiert,

    hinterher gibt es eine KK in der diese Ordnungsmaßnahme nachträglich abgestimmt wird.

    Dabei spielt auch eine Rolle, dass die Mitschüler:innen durch ein solches Verhalten verstört werden und kaum noch mitarbeiten können und der Unterricht wie der Schulalltag massiv gestört werden.

    wieso Satire?

    in Bundesländern mit guten Bedingungen an öffentlichen Schulen gibt es fast keinen Mangel, sondern fast überall Bewerberübergang.

    leichte Bewerbermangellage nur bei den üblichen Verdächtigen, Informatik, Musik-Primar und zwei, drei andere.

    Grüße aus Hamburg

    Habe ich erst kürzlich aus HH anders gehört:

    Studierende übernehmen große Teile der Vertretung.

    Ich habe mich gewundert, dass es in HH auch so ist,

    da sicher die Stadt selbst Personen anzieht, es eine Uni gibt, ein Umland, in dem mit A12 eingestellt wird etc.

    Aber gerade die Standortfaktoren kann man an den Schulen kaum beeinflussen und durch Landflucht wird es weder in der Stadt noch auf dem Land besser.

    Auf dem Land und im Brennpunkt fehlen Lehrkräfte und es sind so viele, dass auch die Vertretungs-Ideen (gering Qualifizierte als Aufsicht, Bachelor-Studierende, Quereinsteigende, Referendare für reguläre Stunden) seit Jahren nicht ausreichen, um es aufzufangen.

    Dann findet eben zu einem großen Teil nur Betreuung/Aufsicht statt und - siehe anderer Thread - der IQB-Bildungstrend findet danach und direkt nach dem Corona-Wechselunterricht, der mit Lehrkräftemangel auch erheblich schlanker ausfallen musste, heraus, dass die Leistungen zurückgegangen sind.

    Letztendlich hat man bei der Zuwanderung viele Fehler gemacht und macht sie weiterhin.

    Es ist Unsinn, das darauf zurückzuführen und darauf zu begrenzen. Das muss man aber offenbar nicht Kalle erklären, sondern studierten Menschen, die selbst erkennen könnten, dass Zuwanderung bitter notwendig ist, aber auch entsprechende Unterstützung über den Staat und die Gesellschaft braucht.

    Kalle wird es verstehen, da er selbst auf die Fürsorge angewiesen sein wird, die er sich von sich aus gar nicht leisten kann, sondern ein Solidarsystem benötigt.

    Diejenigen, die dem nicht zustimmen, stellen gerade Kalle in den Regen.

    Personelle Unterstützung in den Schulen würde m.E. sehr schnell Früchte tragen, weil man denjenigen, die sich seit Jahren gegen die Vernachlässigung stemmen, endlich Unterstützung gibt und sie so womöglich noch im System hält, während man neues Personal ausbildet, und weil man über das zusätzliche Personal auch und gerade im Brennpunkt Schüler:innen unterstützen kann. Haben sie einen besseren Start, können sie später darauf aufbauen und sind um die Erfahrung reicher, dass es sich lohnt, sich darum zu kümmern.

    Ich nehme die Vorschule aus HH und die 108 Unterrichtsstunden in der GS-Zeit (statt 92 in Hessen),

    gerne auch die Förderlehrer aus BY/BW, Fachlehrkräfte für Musik, Sport, Werken etc. obendrauf

    und die Quote der Schulpsycholog:innen aus BY - flächendecken für den Bund, versteht sich.

    Dazu ganz sinnvoll eine Einarbeitungszeit in neue Curricula, BEVOR sie verpflichtend sind, statt rückwirkende Änderungen im laufenden Schuljahr.

    Wir können uns um die beste Quote an Förderschullehrkräften in der Inklusion unterhalten und diese auf alle Schulen übertragen, die Kinder von Förderbedarf GE bis Hochbegabung mit und ohne Gutachten aufnehmen und beschulen,

    oder weitere Unterstützungsmöglichkeiten in den Schulen durch Erzieher:innen oder Therapeut:innen benennen,

    auch die Möglichkeit, qualifizierte Betreuung im Ganztag oder über einen Hort zu bekommen, statt Aufbewahrung unter Aufsicht gering Qualifizierter oder gar keine Möglichkeit der HA-Betreuung für Kinder aus benachteiligten Familien. An dieser Stelle verliert man sehr früh sehr viele SuS!

    Wir können überlegen, wie die Zuweisungen an Schulen im Brennpunkt aussehen müssen, im Vergleich zu den anderen Schulen, in den gut situierte Familien ihre Kinder zur Schule begleiten, sie unterstützen und den Förderverein der Schule mit der betrieblichen Spende füttern.

    Sinnvoll wäre ein verbrieftes Konzept für den DaZ-Unterricht, der gewährleistet, dass die im Erlasse genannten und möglichen Stunden in der Realität auch erteilt werden können, weil sie der Schule zugesprochen wurden und nicht als Vertretungsreserve fungieren sollen, sondern erstetzt und erteilt gehören.

    Dazu wäre es wirklich schön, wenn eine Reserve der Lehrkräfte vorhanden wäre, sodass der Unterricht durch weitere Lehrer:innen aufgefangen werden kann, die Klassenlehrkraft unterstützt ist, die Förderschullehrkraft nicht unvertreten fehlt.

    Und dann, wenn wieder Luft zum Atmen ist, weil weit mehr Personal die unzähligen Aufgaben trägt und es über Wochen keinen Tag gibt, an dem das Kollegium irgendwie die Kinder aufteilen muss, damit alle unter Aufsicht sind, können wir inhaltlich auch mal über Unterrichtsgestaltung sprechen.

    Ich empfinde es übrigens beschämend, wenn man 6 Std. Deutsch und 5 Std. Mathe ausruft, die in den meisten Bundesländern Standard in den GS sein dürften. In welchen BL, die schlechter abgeschnitten haben, ist das nicht gegeben? In welchen BL steht es zwar in der Stundentafel, kann aber mangels Lehrkräften nicht realisiert werden?

    Ich finde die Vergleiche mit anderen Berufen ja immer eher peinlich. Vor allem, wenn man sich mit Leuten vergleicht, die in Behörden arbeiten oder beim Frisör. Lasst unser hartes Leben doch mal mit Ärzt*innen vergleichen, die auf der Kinderstation regelmäßig 12 Stunden am Stück arbeiten und zwar auch deswegen, weil Kinder sterben können, wenn sie es nicht tun oder einen Fehler machen.

    Und dann werden diese Ärzt:innen für 8 Stunden bezahlt, obwohl sie 12 gearbeitet haben?

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