Beiträge von Palim

    In Niedersachsen habe ich bisher keine schlechten Erfahrungen gemacht.

    Ich schon…

    … der Ort war bei der Ausschreibung des Landes gar nicht angegeben und war dann ganz woanders, als gedacht,

    vielleicht war die Übernachtung dort gar nicht vorgesehen, man konnte mit Ausnahmegenehmigung übernachten, weil die Anreise am Morgen nicht möglich war, wenn man aus der Botanik kommt und in die Botanik fährt.

    Es war insgesamt schlecht organisiert, die Unterkunft war „nicht schön“.

    Wenn ich das privat wählen sollte, warum auch immer, kann ich mich dafür oder dagegen entscheiden.
    Bei einer FoBi/Quali könnte man sich dann privat im Umfeld etwas Besseres suchen, aber man kann auch einfach erwarten, ein angemessenes Quartier vorzufinden.

    Ich habe ganz andere Fragen:

    Warum muss die Kollegin anwesend sein? Welche Aufgaben muss sie dann zwingend in der Schule übernehmen? Wie ist es geregelt, wenn sie nicht anwesend sein kann, weil sie z.B. krank ist?

    Hat sie besondere Bedingungen erhalten, weil sie als Konrektorin die SL-Aufgaben übernommen hat?

    Hat jemand anderes die Aufgaben der Konrektorinnen-Stelle übertragen bekommen?

    Wie viele Seiten lang ist denn euer alter SAP in Deutsch?

    Ich weiß es nicht, ich müsste mal nachgucken,

    alle Kompetenzen sind für jeden Jahrgang aufgeführt und kommentiert. So will ich es nicht mehr haben.

    Auch müssen da keine Allgemeinplätze mehr hinein, das würde ich heute anders machen.

    Ich habe mir inzwischen überlegt, dass ich einiges zusammenfassen werde

    und bei Material schreibe ich „Regal“. Wir sind extrem gut ausgestattet und niemand wird in den Plan gucken, um dann zum Regal zu gehen. Es ist eher so, dass man im Kollegium fragt.

    Ich nehme öffentlich geäußertes Unbehagen so wahr, dass zumindest nebenrangig entweder eine Lösung für besagtes Unbehagen durch Dritte oder die Positionierung Dritter zu einer selbstgefundenen Lösung für besagtes Unbehagen gewünscht wird.

    Zum einen, wie schon geschrieben, wollte ich einfach mal meckern,

    zum anderen präsentierst du doch gar keine Lösung, keine Hinweise, keine Hilfen…

    Ich verstehe Palim so, dass sie keine schlauen Tips braucht,

    Danke.

    Eigentlich wollte ich erst mal nur meckern.

    Außerdem hoffe ich noch auf eine Idee für ein schlankes Modell ... oder auf irgendwelche Ideen.

    Es ist nicht so, dass ich es nicht schreiben könnte, ich kann das, ich kann es komplex, verknüpft, übersichtlich ... aber ich WILL das gerade nicht so machen, dass es zig Stunden braucht.

    Es wird noch ein bisschen in meinem Kopf arbeiten ... und in der KI vielleicht auch, aber da sind meine Erfahrungen noch nicht so groß und so gut.

    Am Ende wird es einen Schulplan geben, der schlank ist. Wenn das Motto "Entdecke die Möglichkeiten" heißt... und "mach doch bitte jeder selbst die Arbeit", dann muss die Antwort sein: "Ich habe Möglichkeiten entdeckt, die nicht einer ungeschriebenen Musterlösung entsprechen. Hättet ihr eine Musterlösung haben wollen, hättet ihr sie ja liefern können."

    Und das ist genau das, was mich ärgert und was immer wieder passiert: Man macht sich Gedanken, man passt es an die Schule an, es geht unendlich viel Zeit hinein, und am Ende kommt dann doch wieder eine Vorgabe, die einen dazu zwingt, diese quasi ungeschriebene Musterlösung umsetzen zu sollen.

    Ich brauche keine ständig auf den Kopf gestellte Leistungsbeurteilung, ich brauche keine Vorgaben, die kommen, wenn ich mit der Arbeit zeitnah beginne und mein Prozess an sich abgeschlossen ist, ich brauche auch keine Vorankündigung während des Arbeitsprozesses, dass ich in naher Zukunft etwas ändern wird, das man aber jetzt noch nicht kennt, dann aber berücksichtigen soll. Der Schulplan soll bis zum Sommer fertig sein, während man daran arbeitet, werden FoBi zum Ende des Schuljahres ausgelobt und in der FoBi dann ein Leitfaden angekündigt (ohne Zeit, ohne Inhalt), der angibt, wie so ein Schulplan aussehen soll - also NACH Erstellen des Plans. Irgendwie ist das kafkaesk.

    Je länger ich dabei bin, desto mehr werde ich Verfechterin eines Masterplans. Da steht drin, was wir mit bestehenden (nicht vorhandenen/ ausreichenden Ressourcen) in Zukunft machen wollen. Und es verschiebt sich einfach immer weiter nach hinten, je schlechter wir ausgestattet sind und je mehr andere Aufgaben dazwischengesteckt werden.

    Ja,

    Schularbeitsplan.

    Also, in NDS gibt es ein neues Curriculum für Deutsch (und Mathe und Reli) für kommendes Schuljahr,

    neben etwa 300 anderen Seiten Bestimmungen (Arbeit in der Grundschule, Handreichung DaZ, Handreichung Rechtschreibung … und so weiter).

    Das Land möchte gerne, dass in jeder Schule Lehrkräfte die Kompetenzen aus dem Curriculum abschreiben (in der FoBi wurde heute eine Word-Vorlage geteilt, wo es schon jemand gemacht hat) und dann alles strukturiert und bündelt und für die Jahrgänge aufteilt und Unterrichtsvorhaben zuordnet und Unterrichtseinheiten anhängt.

    Das endet zumeist darin, dass man zu jedem Bereich und zu jedem Jahrgang Tabellen anlegt, in dem die Kompetenzen stehen und die Inhalte und die Methoden und die Materialien … und wenn man gründlich ist, wird es immer mehr und immer länger.

    Weil ich das aber nicht mehr machen will, habe ich die Idee, dass unser Plan anders aussehen soll… irgendwie knapper.

    Letztlich ist es Lesen-Schreiben-Sprechen-Zuhören-Sprachgebrauch… also die üblichen Sachen, es ändern sich hin und wieder die Methoden, das wäre sinnvoll, sich darüber in der FK auszutauschen.
    Man kann auch das dann in den SAP schreiben und mit dem schuleigenen Methodenkonzept und den SAP anderer Fächer abstimmen und verknüpfen.

    Komme gerade aus einer FoBi zum Erstellen des SAP.

    Man hätte dieses Schuljahr Zeit für den Doppeljahrgang 1+2, die Veranstaltungen dazu waren im Jahr ... und heute (es gab mehrere Termine, für den ersten habe ich keinen Zugang erhalten). Wir haben Mitte April und noch etwa 10 Schulwochen - mit den üblichen Aufgaben.

    Warum finden diese Veranstaltungen am Ende des Jahres statt und nicht vorher und dann gibt es 1-2 Jahre Zeit, oder 1-4 Jahre oder ... egal wie lang, es soll ja ein Prozess und kein toter Plan sein.

    Warum sind die Aufgaben und die Vorstellung, was Lehrkräfte alles für den SAP machen sollen - an jeder Schule - exorbitant? Warum gibt es das nicht vorgefertigt, sodass man aus Bausteinen wählen und dann anpassen kann - natürlich in einem bearbeitbaren Format?

    Ja, ich war auch mal jung und neu, ja, ich habe mich da auch in die Arbeit gestürzt, ABER jetzt mag ich nicht mehr und finde es auch unsinnig. Eigentlich würde das KC (das in NDS ohne Praxisbeispiele auskommt) ausreichen.

    Hat jemand aus irgendeiner Schulform für Deutsch einen SAP, der mit sehr wenigen Seiten auskommt? Ich bräuchte mal ein Beispiel für einen schlanken Plan. (muss nicht NDS sein, ich will nur eine Struktur sehen, wie es kurz gestaltet werden kann)

    Kurztests sind nur über die letzten zwei Doppelstunden

    Ganz schön viele Vorgaben und Einschränkungen.

    In NDS ändert sich auch ständig etwas, aber das führt eher zu „entdecke die Möglichkeiten“

    Dazu kommen „besondere Lernaufgaben“, die auch unter das Motto fallen und auch kreative Möglichkeiten bringen. Mich nervt, dass es jetzt die Rolle rückwärts gibt, man sich alles selbst erschließen und erarbeiten sollte, und in einem neuen Curriculum nun doch wieder Vorgaben gesetzt werden, welches Format es sein soll.

    Die Mär von dem leistungsstarken Schüler, der davon profitiert dem Schwächeren was zu erklären (statt in der Zeit selbst Neues zu lernen) ist so ausgelutscht, ich kann das nicht ernst nehmen.

    Dazu gibt es Studien,

    z.B. zum Lesetandem, bei dem ein besser lesendes Kind mit einem weniger gut lesenden Kind übt.

    Ich halte gar nicht so viel von dauerhaft helfenden Kindern, die Starken sollen Herausforderungen bekommen und sich ausprobieren oder strecken müssen. Die anderen dürfen das mitbekommen und wenn sie wollen, dürfen sie sich auch ausprobieren. Es gibt durchaus Kinder, die dann sagen: Das will ich auch! Dabei wechsle ich auch zwischen Angebot und Pflicht hinsichtlich der Herausforderungen, man kann nicht immer nur die Rosinen picken und die schwächeren Schüler:innen müssen sich auch anstrengen. Letztlich geht es da nicht allein um die Hinhalte, sondern gerade auch um das Lernverhalten.

    Aber eine Mär ist es ganz sicher nicht.

    Davon abgesehen kenne ich kein Kind, das in allen Fächern herausragende Leistungen bringt. Und ich kenne auch kein Kind, das in keinem Fach etwas kann. Es gibt immer Anlässe, zu denen ich zeigen kann, was ein Kind wirklich toll gemacht hat, selbst die zieldifferenten Kinder mit Unterstützungsbedarf L oder GE können den anderen in bestimmten Bereichen überlegen sein. Und das darf man auch erfahren, lernen und aushalten.

    Okay, in meiner Utopie würden die freigesetzten Ressourcen dorthin fließen, wo es nötig ist. Du magst Recht haben, dass es in der Praxis anders aussähe.

    Wo hat man denn wirklich in letzter Zeit Ressourcen freigesetzt und dann dort eingesetzt, wo es nötig war? Es geht doch ums Sparen. Sprachförderung vor der Einschulung - in NDS eingestellt, ja, die 500 Lehrerstellen sind bestimmt in den GS gelandet, haben aber nicht ausgereicht, anderes wird auch gestrichen.

    Wenn sich die Bedingungen bessern sollen, könnte man ja die Bedingungen verbessern, ohne Kinder ins Homeschooling zu geben.

    Ich kann es mir übrigens gar nicht vorstellen, ich unterrichte an einer Schule, in die die anderen Kinder gehen. Denn...

    Dazu hätte ich gerne Zahlen (konkret auf Deutschland bezogen, nicht auf amerikanische Evangelikale o.ä.). Ich erlebe das anders, aber das kann natürlich auch an meiner Blase liegen.

    ... ich habe die evangelikale Blase direkt vor der Nase. Es gibt nicht-evangelikale auf dieser Schule, aber dazu gehören werden sie nie, wenn sie nicht in einer der Gemeinden sind uns sich auch sonst an die ungeschriebenen Gesetze der evangelikalen Gemeinschaften halten - egal wie christlich die anderen Familien sind. ... dann trifft man sich im Pfingst-Camp, um den Ehemann oder die Ehefrau zu wählen ... und lässt die Kinder nach deinem Modell zu Hause, damit sie nicht mal auf der evangelikalen Schule einem anderen Kind begegnen müssen. Die Frauen bleiben dann auch zu Hause, eine win-win-Situation, die man mit Bibelzitaten belegen möchte.

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