Beiträge von Palim

    Doch, wir schaffen es auch, NICHT parallel zu arbeiten, innerhalb einer Schule,

    dabei tauschen wir durchaus Material und arbeiten auf andere Weise zusammen,

    stimmen uns aber nicht für jede Einheit und Arbeit ab,

    wenn die Unterrichtsformen gar nicht zusammen passen, machen wir eben unterschiedlichen Unterricht.

    Macht ihr das in der GS nicht?

    Es gibt KollegInnen, die das machen, andere nicht.

    Je nach Schule und manchmal auch je nach Kollegium unterscheidet sich der Unterricht erheblich.

    Das liegt daran,

    dass man mit oder ohne Lehrwerke arbeitet oder sie unterschiedlich einsetzt (als grundlegendes Material oder nur zur Übung und Sicherung),

    dass es in den GS häufig verschiedenen Lehrwerke gibt, die andere Ansätze verfolgen,

    dass man unterschiedlich öffnet und unterschiedlich differenziert, weil auch die Schülerschaft sehr verschieden sein kann und andere Strukturen erfordert,

    dass man meiner Meinung nach auch in verschiedenem Maß die Kompetenzorientierung umsetzt.

    Mal ein Beispiel: Man kann Grammatik isoliert in Grammatikübungen vermitteln und mit genau solchen Übungen abfragen, alles mit allen im Gleichschritt oder nach einer Einführung differenziert in diversen Niveaustufen über Lerntheken, Pläne oder noch offenere Aufgabenformen oder die Inhalte der Grammatik in weitere Aufgaben integrieren und in der Anwendung eine erfolgreiche Umsetzung üben. In der Leistungserhebung kann man die isolierte Grammatik abfragen oder eine Leistung in der Anwendung einfordern.

    Wechselt ein Schüler, können die unterschiedlichen Aufgabenstellungen eine Überforderung sein.

    Das ist sicher auch ein Grund, warum Lehrkräfte an den weiterführenden Schulen Unterschiede wahrnehmen, dabei wird es auch darum gehen, ob der vorherige Unterrichtsstil zum neuen passt oder die SuS sich umgewöhnen müssen.

    Gerade weil oder wenn es so große Unterschiede gibt, ist ein Pool mit Arbeiten sinnvoll, um Vergleiche ziehen zu können.

    Zwischen einer Kontrolle jeder Arbeit und Bewertung und der Sammlung von Klassenarbeiten samt Quote liegen aber Welten.

    Ich finde es gut, andere Arbeiten zu sehen, auch im Verbund (angesetzte schulübergreifende Konferenz der Fachkonferenzleitungen) haben wir die Arbeiten schon auf den Tisch gelegt. Da sieht man durchaus Unterschiede.

    Es würde mich aber wirklich ärgern, wenn ich die Arbeiten parallel zu anderen schreiben müsste, im Wissen, dass der Unterricht ganz anders verläuft.

    Ich war am Anfang für das Geburtstagslied draußen, habe es dann aber auch gelassen.

    Eine andere Lehrkraft hat in einer Klasse mit einem CO2-Gerät verschieden Sozialformen ausprobiert, Partner- und Gruppenarbeiten mit viel Sprechaktivität gaben einen deutlichen Ausschlag. Auch bestimmte Räume bei uns sind im wahrsten Sinne des Wortes grenzwertig.

    Ich habe es auch erlebt, man hat dann letztlich 5 Jahre Probezeit, auf Wunsch mindestens einen Schulwechsel, sodass unterschiedliche SL die Bewährung beurteilen, im Zweifelsfall kommt auch einE DezernentIn hinzu und führt die Beratungs- bzw. Beurteilungsgespräche.

    Dabei geht es auch in NDS nicht allein um den Unterricht, sondern auch um alle weiteren Bereiche in der Schule, Mitarbeit und Kooperation (ja auch Konferenztermine wahrnehmen, sich an Absprachen halten…)

    UND man bekommt durchaus gesagt, woran es hapert,

    UND die Schule bekommt den Auftrag, Unterstützung zu leisten - also Begleitung durch Lehrkräfte,

    UND es kann auch zur Auflage von Fortbildungen kommen.

    Wenn das alles nicht ausreicht, wird nach 5 Jahren die Nicht-Bewährung festgestellt, man wird aus dem Dienst entlassen und hat dann an staatlichen Schulen auch keine Möglichkeit mehr, als Vertretungskraft zu arbeiten.

    Ich habe früher immer gedacht, dass man nach dem Ref genug Prüfungen hatte und die Probezeit eher überflüssig ist, inzwischen denke ich anders darüber, verstehe allerdings auch nicht, wie man das Ref bestehen kann, wenn man Grundzüge des Berufes nicht zeigen kann oder möchte.

    In NDS war es untersagt.

    Allerdings habe ich es nicht auf die Begrüßung bezogen, andere schon.

    Rahmenhygieneplan 5.0 von Mai 21

    Zitat

    Singen im Unterricht und im Chor sowie Sprechübungen sind nur unter freiem Himmel unter Einhaltung eines Mindestabstands von 2 Metern zulässig.

    In Räumlichkeiten dürfen diese Aktivitäten aufgrund des erhöhten Übertragungsrisikos durch vermehrte Tröpfchenfreisetzung und Aerosolbildung nicht stattfinden.

    Die Inzidenzzahlen werden doch wöchentlich im RKI-Lagebericht (immer Donnerstag) nach Alter aufgeschlüsselt.

    Außerdem las ich gestern irgendwo die Zahlen für Kiel und Flensburg (einmal um 200, einmal knapp 400 bis 15 Jahren, wenn ich mich richtig erinnere). Aber interessieren tut es wieder niemanden

    Das meinte ich ja, dass man für Schulen auch die Inzidenzen unter den SchülerInnen heranziehen könnte.

    Wenn wir die Infektionen erstmal durchlaufen lassen nach dem Motto die Intensivstationen sind ja so leer, wird es schwierig die Entwicklung wieder einzufangen.

    Ich hätte bei 50% Impfquote erwartet, dass die Zahlen nicht so schnell ansteigen, finde die Entwicklung aber recht parallel zu letztem Herbst, allerdings um ein paar Wochen nach vorne versetzt.

    Bleibt die Frage, was das Ziel derzeit sein soll:

    - keine Überlastung des Gesundheitssystems

    - keine Quarantänen, um Versorgungslücken wie in GB zu vermeiden

    - keine Quarantänen, um die Wirtschaft auf möglichst hohem Niveau fahren zu können

    - keine Quarantänen, um die Impfbereitschaft zu steigern

    Andererseits gibt es z.B. für Masern eine Impfpflicht, damit sich Kinder nicht anstecken und schwerwiegende Nebenwirkungen haben könnten. Da greift also ein sehr enger Schutz.

    war die Inzidenz in den letzten Tagen auf über 40 gestiegen (heute liegt sie wieder darunter), es stand aber heute in der Zeitung, dass in den drei Krankenhäusern der Stadt derzeit nur ein/e Corona-positiv getestete/r Patient/in auf der Intensivstation des eines Krankenhauses liegt.

    Die Inzidenz von gestern/ heute kann man doch aber erst in 2-4 Wochen mit dem Intensivregister abgleichen.
    Mir wäre ein Pool-Test in Gemeinschaftseinrichtungen lieber, da hat man viele Menschen gleichzeitig getestet und entdeckt eine mögliche steigende Ausbreitung trotz verbreiteter Impfung - bezogen auf die Impfquote und die Impfdurchbrüche.

    Die Pläne mit Inzidenzen stehen auf dem Prüfstand, die Bundesnotbremse ist ausgelaufen und gilt vorerst nicht mehr.

    Niedersachsen hat angekündigt, am 25.8. etwas Neues zu veröffentlichen, mit anderen Zahlen und Vorgaben, die neben der Inzidenz auch andere Zahlen (Intensivregister, Impfquote) berücksichtigt.

    Mir erschließt sich das nicht wirklich.

    Wenn 50% der Bevölkerung geimpft ist, müssten die Inzidenzen dann nicht eher sensibler werden?

    Oder könnte man die Inzidenzen der 6-10-jährigen (oder 12jährigen) ausweisen, um abschätzen zu können, wie stark eine Verbreitung unter den nicht impfbaren Kindern ist?

    Oder könnte man genau da genauere Tests verlangen, dort wo sich weiterhin viele Menschen in engen Räumen begegnen? Also KiTa und Schule, womöglich auch Altenheime, wenn der Impfschutz tatsächlich nach 6 Monaten so stark nachlassen würde. Dann hätte man es rechtzeitig im Blick und könnte dann wieder weitere Maßnahmen ergreifen.

    Wenn man das direkt am Anfang so entscheidet und plant, dann erscheint mir das eigentlich machbar.

    Vieles ist machbar,

    dafür müssen dann aber die Bedingungen auch klar sein und das können sie derzeit gar nicht sein, da man gar nicht absehen kann, wie es in den Schulen wirklich im nächsten Jahr laufen wird (Quarantänen, Wellen, Mutationen).

    Wenn man ankommen lassen soll und testen, dann kann man in dieser Zeit keine Inhalte erarbeiten, die Zeit fehlt also für sonstige Inhalte. Vor der ersten Klassenarbeit benötigt man zudem eine angemessen Erarbeitungszeit für das Thema.

    Wenn ich mich darauf verlassen KÖNNTE, dass das Jahr dann weitgehend normal verläuft, dann KÖNNTE ich entsprechend planen. Bekomme ich aber häufig neue Angaben, was zu erledigen ist, dann kann ich das nicht. Bekomme ich zum Halbjahr neue Vorgaben, was ich dann im 2. Halbjahr berücksichtigen soll, läuft mein Plan, im 2. Halbjahr eine Arbeit mehr schreiben zu wollen/ müssen, ins Leere. Nach den letzten Monaten wäre ich nicht gewillt, irgendetwas irgendwohin zu schieben, besser, man hat erledigt, was Pflicht ist, die Kür kann erfolgen, wenn tatsächlich Zeit übrig bleibt.

    Niedersachsen hat für die SekI die Curricula zusammengestrichen. Wie sinnvoll das für die Umsetzung ist, müssen SekI-LuL beurteilen, für die GS ist es nur ein Curriculum - die Veröffentlichung kam reichlich spät,die Auswahl des Ministeriums erschließt sich mir nicht wirklich. Zudem hatten wir im letzten Jahr die Vorgabe, dass die Kollegien selbst die Inhalte sichten und zusammenstreichen sollen. Das haben wir erledigt - auch für Doppeljahrgänge 1/2 und 3/4, nun bekommen wir während des Doppeljahrgangs neue Angaben, was wir weglassen sollen. Die Entscheidungen decken sich aber nicht.

    Noch schwieriger wird es, wenn Aussagen aus den PK nicht mit den Briefen übereinstimmen. Gesagt wurde in NDS, die Einschränkung der Arbeiten bliebe bestehen. Angesetzt war zuletzt GENAU EINE pro Fach - wir haben im Mai/Juni nachgehakt und dann die 2. Arbeit unterlassen, obwohl die Kinder seit Januar im Wechselunterricht waren. Die jetzige Aussage, dass es so bliebe, deckt sich nicht mit der Papierform, darin steht nun, dass EINE WENIGER geschrieben werden soll, aber mindestens eine. Entsprechend muss ich wieder anders planen, nachdem schulintern geklärt ist, welcher Aussage zu folgen ist.

    Viel Hampelei für wenig Nutzen, die Leistungserhebungen bekommen Lehrkräfte auch über anderes, am Ende zudem viel Wirrwarr, da ist dann vieles anfechtbar oder der Elternwille gilt - dann kann ich mir die Arbeit zu den Arbeiten auch sparen.

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