Beiträge von Palim

    Letztlich gibt es in den Schulen zu wenige Möglichkeiten, auch verdiente, darüber krank gewordene KollegInnen zu unterstützen, sodass sie im System bleiben könnten.

    Viele könnten sicher Hausaufgaben betreuen, hätten viel Erfahrung, die für Inklusion, Alphabetisierung in kleineren Gruppen, Förderung hilfreich wäre. Es wäre auch hilfreich, Mitarbeitende für die vielen außerunterrichtlichen Aufgaben zu haben, die den Laden kennen. Aber das ist dem Land zu teuer.

    Erkrankt man länger und muss aus dem Dienst, geht man mit Abschlägen. Die Bedingungen ändern sich immer wieder, ich kenne mehrere Lehrkräfte, die dann doch versuchen, noch eine Weile durchzuhalten und irgendwie weiterzuamchen, um die Abschläge zu verringern und die Pension zu erhöhen.

    Mir dämmert langsam, dass die 1-4 Wochen Einführung und Ankommen und der Klassenarbeitsstopp in NDS gar nicht für psychosoziale Befindlichkeiten angesetzt wurden, sondern abmildern, dass Kinder und Jugendliche bei Quarantänen etwas verpassen.

    Das mag in den BL auch unterschiedlich sein, aber darum geht es nicht bei der Bewährung zur Verbeamtung auf Lebenszeit.

    Gibt es so eine Bewährung auch in den Bundesländern, in denen Lehrkräfte Angestellte sind?

    Die amtsärztlich Prüfung erfolgt meines Wissens zu einem anderen Zeitpunkt und kann dazu führen, dass man nicht verbeamtet wird, dann aber angestellt arbeiten kann.

    Eine Nicht-Bewährung bedeutet, dass man nicht geeignet ist und nicht mehr als Lehrkraft oder Vertretung eingestellt werden kann - an staatlichen Schulen.

    Außerdem kommt man ja selbst aus einem BL, kann dort aber auch Urlaub machen

    oder man kann in einer bevorzugten Urlaubsregion leben und arbeiten - es gibt schließlich auf Lehrkräfte auf der Hallig.

    Wobei, das sei noch einmal gesagt, die Ärztin sich nicht mit 20-25 ungeimpften GrundschülerInnen über Stunden in einem Raum tummelt, in dem sie alle 20 min die Fenster öffnen darf,

    KinderärztInnen aber womöglich mehr unterschiedliche Kontakte haben können.

    eine strenge Selektion nach dem 33/33/33 Prozent Prinzip (und nicht wie an meiner Schule 80/15/5).

    Und was ist mit den SuS, die dann ggf. keine Schule finden?

    Die hiesige Gesamtschule erfragt den Schnitt der Grundschulen und hat die Vorgabe, entsprechend dieses Schnittes die Schülerschaft zusammenzustellen, vor allem, wenn es mehr Bewerbende als Schulplätze gibt.

    Da aber Kinder mit gutem Schnitt auch häufig zum Gymnasium wechseln und eher Plätze absagen, verschiebt sich die Verteilung.

    Mit einem schlechteren Ruf um so mehr, alsdass Eltern eine andere Schule auswählen.

    Da melden dann die Eltern, die verständlicherweise ihre Kinder nicht den Mitschülern in der Hauptschule aussetzen wollen, von der "Resterampe" Hauptschule zur Gesamtschule und dadurch wird dann die Gesamtschule zur neuen "Resterampe".

    An der Stelle geht es dann nicht mehr um den Schulabschluss oder die geeignete Schulform als solche, sondern um die Wahl des Standortes oder die Abwahl einer Klientel.

    Habe die Statistiken beim BfS noch in bunt und übersichtlich gefunden,

    Danke fürs Raussuchen.

    Worin begründen sich denn die unterschiedlichen Zahlen? Wenn du sagst, dass ihr noch weitere Klassen anbieten könntet, gibt es gleichzeitig bei euch keine Nachfrage, weil die SuS den Übertritt nicht schaffen. Oder wählen sie in deinem Kanton andere Wege, weil sie andere Möglichkeiten haben? Oder wollen sie die Matura nicht, weil sie sie für ihre Lebensplanung absehbar nicht benötigen?

    Gibt es, ähnlich wie in D, die Tendenz, dass der Anteil an Akademikern, deren Kinder bevorzugt ans Gym wechseln, in bestimmten Kantonen höher ist, weil die berufliche Struktur/ Sozialstruktur/ Infrastruktur es begünstigen?

    Wie hoch sind die Bestrebungen dort, wo die nächste Uni einen Umzug notwendig macht und damit eine Hürde für die Studierenden und ihre Familien bedeutet?

    Wie begegnet die Schweiz der niedrigen Quote, wenn doch Fachkräfte mit Abitur und Hochschulabschluss gebraucht werden?

    In Deutschland leistet man sich einen besonders engen NC in Medizin, um anschließend Fachkräfte aus dem Ausland anzuwerben und die medizinische Qualifikation zu prüfen und mit Sprachkursen zu qualifizieren.

    Wie aussagekräftig ist ein Vergleich der Anzahl der Absolvierenden der Hochschulreife mit der Anzahl der Absolvierenden in der Hochschule?

    Dahinter steht für mich die Annahme, dass man mit dem Abitur/der Matura die Berechtigung für den Besuch einer Hochschule erhält und diesen auch in nahezu jedem Fall umsetzt. Es gibt doch aber auch Ausbildungen oder andere Ausbildungswege, die ein Abitur voraussetzen. Entsprechend wird es doch AbiturientInnen geben, die trotz Befähigung nicht an die Uni gehen.

    Das Problem ist doch, daß immer mehr Berufe akademisiert werden, bei denen es eigentlich überflüssig wäre.

    Da bin ich der Meinung, dass man versucht, es international anzugleichen, mit bestimmten Ausbildungen erwirbt man in anderen Ländern einen Bachelor und kann dann auch in einen Masterstudiengang einsteigen. Das ändert sich hier nach und nach, für eine Vergleichbarkeit oder Chancengleichheit.

    Was wäre wohl an Gymnasien, wenn die in gegenseitiger Konkurrenz stünden?

    Oder in Konkurrenz zu gut aufgestellten Gesamtschulen, die es ja auch gibt, wenn auch nicht überall? (In NDS gibt es Sinne und solche, was zum Teil noch am früheren Verbot der Neueinrichtungen liegt, da neu gegründete Schulen sich erst einmal positionieren und finden müssen - manche brauchen da wohl länger).

    Was wäre, wenn die Aufnahmekriterien in Klasse 5 so eng wären, dass erheblich weniger SuS auf das Gymnasium gingen?

    Man kann freilich die Anforderungen so weit anpassen, dass 100 % ans Gymnasium gehen. Dann haben alle ein Abitur. Auf dem Papier.

    Ich weiß gar nicht, warum ihr am Gymnasium immer die Ansprüche senken wollt.

    Davon habe ich gar nichts geschrieben.

    An meiner Schulform steigen die Anforderungen, es wird immer mehr verlangt, dabei wird die Zeit nicht mehr, und die Anforderungen selbst sind andere geworden, da weniger reproduziert wird und zusätzlich zum Auswendiglernen noch ganz andere Fähigkeiten erwartet werden.

    Ähnliches berichtet ihr über eure Prüfungen und die Art und Weise, wie sie gestellt werden, auch.

    Wenn ich 50% SchülerInnen hätte, die diese Leistungen erbrächten, könnten sie doch alle gerne aufs Gym wechseln oder ihr Abitur auf einer anderen Schulform ablegen.

    Ich muss da keine Anforderungen steigern, niemanden aussortieren und schon gar nicht links liegen lassen, weil er mal herumalbert oder die Eltern den falschen Schulabschluss vorweisen.

    Und wenn diese SchülerInnen dann am Gymnasium oder anderswo ihr Abitur ablegen, dann bekommen sie doch von diesen Lehrkräften die Allgemeine Hochschulreife bescheinigt und können an die Uni gehen. Wem das nicht gefällt, weil er nach 12 oder 13 Jahren weiß, dass er oder sie nicht selbstständig lernen kann, kann auch einen anderen Weg ergreifen.

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