Denkt ihr denn grundsätzlich, dass Elterninformationen in Leichter Sprache relevant bzw. gewinnbringend sein könnten
Ich denke, dass es grundlegend helfen könnte und vielleicht auch notwendig sein kann.
Aber es ist dann eben noch mehr Arbeit, die an die Lehrkräfte gegeben wird.
Auch sind es ja nicht immer die Mitmenschen anderer Herkunftssprachen, die sich schwer tun,
es gibt durchaus auch viele Eltern, die nur wenig lesen können.
Wer aber wirklich Schwierigkeiten mit dem Lesen hat, der würde auch einen seitenlangen Text in Leichter Sprache nicht entziffern. Oder doch?
Und wie immer stellt sich die Frage:
Wie viel komme ich anderen entgegen, weil es mir wichtig ist, dass die Informationen ankommen.
Wie viel Engagement erwarte ich vom Gegenüber?
Wie viel Engagement wird aufgewendet, wird es mehr oder weniger, wenn man entgegenkommt?
Und auch:
Wie viel zusätzlichen Aufwand habe ich? Wie viel Nutzen erhalte ich?
Letztlich auch:
Wie sinnvoll ist es, Leichte Sprache einzusetzen?
Welche Alternativen gibt es?
An welcher Stelle ist es sinnvoll, im Elterngespräch Hilfen aufzuzeigen: Bekannte einspannen, die vorlesen/ dolmetschen, sich selbst Hilfe suchen, um teilhaben zu können.
Das letzte Jahr hat mir hinsichtlich digitaler Kompetenz und Eigenmotivation zur Information wirklich zu denken gegeben.
Selbst wenn ich Informationen auf dem Silbertablett bis an die Haustür bringe, werden sie nicht wahrgenommen.