Beiträge von Palim

    Durchaus Themen der 1. Klasse.

    Das ist recht unterschiedlich, je nach Bundesland, Schule, Region, Einzugsgebiet würde ich sagen und je nach Ausrichtung der speziellen Didaktik dieser Lehrperson.

    Es gibt Lehrkräfte, die es bereits in Klasse 1 aufgreifen, andere eher erst in Klasse 2.

    Der Zeitpunkt, wann Kinder die Strategien selbstständig umsetzen können, hängt stark mit dem Lesen zusammen. Kinder, die sehr schwach im Lesen sind, können die Strategien häufig gar nicht anwenden, weil es sehr mühsam ist, Wörter überhaupt zu erlesen oder aufs Papier zu bringen. Es braucht mehr Routine, um den Blick so weit zu bringen, und auch hinreichend Fehlersensibilität, dass sie die eigene Schreibung kritisch reflektieren und eigene Texte prüfen. Das können viele Kinder in Klasse 2 gerade bei selbst verfassten Texten noch nicht, in gezielten Übungen eher.

    Zudem haben etliche der SuS unserer 1. und 2. Klassen wirklich das Nachsehen hinsichtlich der Schulschließungen. Nicht in jedem Haus wurden die gestellten Aufgaben bearbeitet und es ist nicht einfach, das aufzuholen, schon gar nicht in Klasse 1. Wenn man weiß, dass die Rechtschreibübungen alle noch einmal in Klasse 2-4 aufgegriffen werden, konnte man jetzt auch erst einmal den Fokus auf das Sichern der Buchstaben, aufs Erstlesen und auf die Rechenoperationen setzen.

    Das -a liegt an der Aussprache und womöglich auch an einer Übergeneralisierung, da zu Beginn häufig der Buchstabe a schon eingesetzt ist und die ersten Wörter dann Mama, Papa, Oma, Opa, nachfolgend womöglich Lama oder Sofa sind, weil diese mit den wenigen eingeführten Buchstaben schnell gebildet und erlesen werden können.

    Aber, wie schon genannt, die Endsilben -er und -el werden Ende 1 und in Klasse 2 thematisiert, danach haben die meisten Kinder es verstanden.

    Ähnliches gilt für Könich

    Gerade Übungen für die Auslaute kommen spätestens mit der Mehrzahlbildung in Klasse 2 und in den Rechtschreibübungen von Klasse 2+3+4 vor, sodass die Auslaute über eine Verlängerung des Wortes verdeutlich wird (König- Könige, klingt-klingen, lustig-lustige...) Das ist über die Strategie leicht zu vermitteln und wird von einigen SuS ohnehin gekonnt, von anderen über die Strategie angewandt, von dritten nur auf Hinweis beherrscht und von letzteren nicht erlernt.

    Bei anderen Wörtern denke ich, dass sie eher als Ganzwort erlernt werden müssen, dazu würde ich auch morgens und abends zählen. Man kann das sicher über die Arbeit zu Wortstämmen erleichtern.

    An den Doppelkonsonanten scheiden sich dann häufig die Geister. Diejenigen, die es wahrnehmen oder "einfach so können", beherrschen die Rechtschreibung sehr früh, oft kann man das schon in Klasse 1 an frei verfassten Wörtern oder Sätzen sehen. Die anderen brauchen Übungen. Will man es wirklich erklären, übersteigt das den Horizont derer, die sich schwer tun, zumal sie oft lange von kurzen Vokalen und betonte von unbetonten Silben nicht sicher unterscheiden können.

    Aber viele Eltern sind glücklich, wenn auf jeden Fall Präsenzunterricht stattfindet, krank werden ja nur die anderen. Man will nicht daran denken.

    Wie ist es wohl, wenn gerade bei denen, die ihre Kinder dauerbetreut sehen, eine Erkrankung über Wochen häusliche Fürsorge erwarten lässt?

    Das Schulgebäude aus den frühen 1990ern sieht von außen fast so aus wie ein Gebäude aus den 1890ern, aber seitdem gab es mit der Bausubstanz nie wieder Probleme. Wassereinbruch unbekannt. Durch die dicken Wände heizt sich der Bau auch im Sommer kaum auf. :top:

    Und da sag noch einer, daß unsere Vorfahren nicht wußten, wie man ein Gebäude hochzieht, das 200 Jahre hält.

    So ein Gebäude habe ich auch vor Augen mit sehr alten und neueren Gebäudeabschnitten.

    Es wurde x mal angeflickt, während man im Süden offenbar gewohnt ist, Höhenunterschiede zu bedenken, gibt es in dem Schulgebäude einen kleinen Treppenabsatz nach dem nächsten.

    Da kann man eben nicht einfach umbauen und alles gerade ziehen.

    Ich kann mir das wünschen, aber ich wünsche mir noch ganz anderes von der gleichen Schulträgerin.

    Es geht nicht um dürfen und verbieten. Wenn die Ratio fehlt, um zu beurteilen, welche Urlaubsform wie sicher ist, kann ich dir auch nicht helfen.

    Es war doch dein Vorschlag, Urlaub vor der Haustür zu machen und sich darauf einzustellen.

    Entsprechend müsstest du doch selbst Vorstellungen davon haben, was du darunter verstehst.

    Ansonsten ist es ein leerer Vorschlag, den du nicht mit Inhalt füllen möchtest.

    Die Schulträgerin kann Schwerpunkte ausweisen, sodass nicht alle Gebäude entsprechend ausgestattet werden müssen.

    Fallen Angel

    Du magst es traurig finden, aber ein Schulträger kann alte Schulgebäude von vor 150 Jahren ja nicht mal eben anpassen, das wären immense Kosten, die man vielleicht über viele Jahre stemmen kann, aber nicht von jetzt auf gleich. Das ist, bei allen Wünschen, schlicht unrealistisch.

    Wenn man gleichzeitig KiTa bauen und ausstatten muss, weil die Geburtenzahlen steigen, und den Ganztag realisieren soll (bauen und ausstatten), wird man Prioritäten setzen müssen. Das kann dann eben auch bedeuten, dass eine von mehreren Schulen nicht Rollstuhl-gerecht ist und deshalb diese Kinder vorerst nicht aufnehmen kann.

    Auf lange Sicht kann und sollte man erwarten, dass alle Gebäude entsprechend ausgestattet sind, aber es stößt tatsächlich an Grenzen, die letzltich Schulneubauten bedeuten würden.

    Wenn die Schulleitung spontan komplett wegbricht, ist das natürlich schwierig. Aber in so einem Fall muss man sich dann mal kurzfristig intern über Wasser hatten, bis das eine Abordnung von einer anderen Schule kommt.

    Wenn das aber ohnehin schon der Dauerzustand ist und die KollegInnen dauernd weiter Aufgaben übernehmen, weil Lehrkräfte fehlen, dann hält man sich über Jahre derart über Wasser.

    Und es ist der- oder diejenige, die dann die SL übernehmen soll, die dann womöglich zuerst das Gehampelt mit der Beantragung haben wird, in NDS ein immenser Aufwand mit Beantragung, Budgetberechnung etc., bis man dann irgendwann keine Lehrkraft, sondern eine Vertretungskraft mit wenigen Stunden erhält, die ein bisschen was auffangen kann, aber auch Unterstützung braucht.

    Letztlich ist es auch eine Ahnung oder das Wissen darüber, wie mangelhaft das System ist, für das man als SL dann die Verantwortung tragen soll, die dazu führt, dass es wenige übernehmen möchten.

    Auch die Einstellung oder die finanziellen Möglichkeiten der Schulträgerin können ein Hemmnis sein, wenn es über Jahrzehnte nicht voran geht, weil die Trägerin klamm ist und im Brennpunkt auch Spenden schwieriger zu sammeln sind.

    Ein anderer Grund für ständig vakante Stellen wird auch sein, dass die A12-Lehrkräfte eine A13-SL-Stelle für den Aufstieg benötigen, um dann weiterziehen zu können, da es kaum A13-Stellen außerhalb von SL gibt. Dann wechselt man nach 3-5 Jahren auf den nächsten Posten.

    und b) muss m. E. selbst an einer kleinen Schule der/die Schulleiter/in m. E. nicht seine/ihre kompletten Sommerferien in der Schule verbringen (zumindest in den Grundschulen, in denen Bekannte von mir unterrichten, ist das nicht der Fall; da reicht auch eine Notfall-Telefonnummer).

    Wenn die angegebene Nummer dann als solche verstanden wird und die SL tatsächlich im Urlaub sein und bleiben kann.

    Auch da wird die Fürsorge beim Arbeitnehmer abgeladen, statt klare Verhältnisse zu schaffen. Und das ist ein Grund, warum die Aufgabe der SL so unbeliebt ist. Alles soll immer bis spätestens 12 Uhr abgegeben sein, aber andere machen munter Urlaub und haben dazu eine automatische Mail-Benachrichtigung.

    Warum denn das? Bei uns teilt sich das SL-Team - also Schulleiter, stellvertretende Schulleiterin sowie die fünf Abteilungsleiter*innen - den "Feriendienst" auf.

    An kleinen Schulen gibt es dieses Team eben nicht.

    Es ist mit unverständlich, warum DezernentInnen Urlaub nehmen können, man in der Schule aber eine Dauerbereitschaft erwartet.

    NDS: Im dicksten Zeugnisstress kommen noch Statistik-Abfragen, die umgehend bearbeitet werden sollen, für die erste Woche sind die Richtlinien für zusätzliche Lernhilfen angekündigt, was da zu organisieren ist, weiß noch niemand, für das Ende der 2. Woche eine Corona-Einschätzung, für das Ende der 4. Ferienwoche eine weitere Einschätzung der Corona-Situation.

    Warum reicht nicht für 3 Wochen eine Notfallnummer, falls es einen Wasserrohrbruch in der Schule gibt?

    Es ist doch aber ein Unterschied, ob mal einen Tag lang oder eine Woche lang die SL nicht da ist

    oder ob sie nie da ist.

    An den kleinen GS wuppt so manches Kollegium alles mögliche, weil keine SL da ist, gerade weg, gerade krank, gerade zur SQL, gerade sonst wo, gerade im Bewerbungsverfahren, gerade ...

    Da gibt es keine Stellvertretung, die Arbeit muss dann irgendwie aufgeteilt werden, manchmal auch über Jahre.

    An der Grundschule? Oder an einer weiterführenden Schule?

    Grundschule,

    es war zwischendurch weniger, nun wieder mehr,

    die Curricula von 2016 sind offenbar mit heißer Nadel gestrickt.

    In einigen Fächern sind "besondere Lernaufgaben" extra, in anderen ersetzen sie Arbeiten,

    in einigen Fächern gibt es im Curriculum sinnvolle Aufgabenstellungen, in anderen keine wirklichen Anhaltspunkte, was gemeint sein könnte.

    Und ich weiß, dass selbst die zur Beratung angefragten FachberaterInnen manchmal nicht helfen können.

    In Niedersachsen in Mathe 6-8 Klassenarbeiten im Jahr, davon müssen 2 "besondere Lernaufgaben" sein (also keine Klassenarbeiten, sondern etwas anderes Schriftliches, z.B. ein Portfolio, ein Plakat etc.,

    in Deutsch waren es früher auch 6-8 Klassenarbeiten, jetzt sind es 6 im Jahr + 4 andere fachspezifische Leistungen, die man innerhalb der Schule festlegt.

    In SU 2 Präsentationen, 2 Dokumentationen und 2-3 Lernkontrollen im Jahr.

    Tests sind nicht festgelegt.

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