Beiträge von Palim

    Von daher würde ich - allerdings für Niedersachsen und nicht Sachsen! - sagen (ohne, dass ich dazu eine "klare Ansage" - sprich: Erlasslage - im Kopf hätte): Bei Klassen mit genau oder weniger als 16 SuS muss nicht geteilt werden, kann aber, nämlich dann, wenn Abstände nicht eingehalten werden können.

    In Niedersachsen ist es im Rahmen-Hygieneplan genau benannt, dabei geht es um max. 16 Personen im Raum, wobei Lehrkräfte und I-Hilfen als Person zählen.

    Warum Lehrkräfte an den BBS keine Personen sind, weiß ich nicht 🤷‍♂️.

    Ich kenne die niedersächsische Erhebung nur daher, dass der PhV die ziemlich zerfetzt hat

    Ja, das ist EIN Problem der Debatte.

    Die Studie und der Bericht der Arbeitszeitkommission sind 2 verschiedene Sachen, die aber miteinander zu tun haben.

    In der Arbeitszeitstudie kommt durchaus auch zum Ausdruck, dass die Gymnasiallehrkräfte die höchste zeitliche Belastung haben. In der darauf aufbauenden Belastungsstudie kommt zum Ausdruck, dass die Grundschullehrkräfte einen sehr anstrengenden Unterricht haben, dessen Anteil auch besonders hoch ist.

    Die Studien wurde in Auftrag gegeben, WEIL es zuvor zunächst 1 bzw. 2 Mehrarbeitsstunden (Vorgriffsstunden nennen es die Leute aus BY) gegeben hatte. Als es an die Rückgabe ging, hat das Land bei den GS/SekI-LuL versucht, diese Rückgabe auf die letzten Jahre vor der Pensionierung zu verschieben, worauf es Proteste gab und man sie doch direkt (jährlich oder zusammengefasst) zurückbekommen konnte.

    Als es an die Rückgabe bei den Gymnasiallehrkräften ging, wollte das Land das Deputat erhöhen, um damit die Vorgriffstunden als abgegolten zu erklären. Auch da gab es Proteste und ein Gerichtsurteil, in dem es darum ging, dass das Land darlegen müsse, warum diese Lehrkräfte plötzlich mehr arbeiten sollten und an welcher Stelle andere Aufgaben weggefallen seien.

    Danach kam dann die Studie, in der über ein Jahr lang die Zeiten erhoben wurden und die Belastungsstudie anhängig war.

    Über die Uni Göttingen wurde 2020 auch eine Studie in FFM nach gleichem Muster durchgeführt.

    (siehe https://kooperationsstelle.uni-goettingen.de/projekte)

    Das Land hat dann eine andere Studie über eine andere Uni in Auftrag gegeben, in der zunächst Gleiches erhoben werden sollte, der Fokus dann aber verändert wurde. https://www.leuphana.de/portale/mehr-z…ute-schule.html

    Danach wurde vom eine Arbeitszeitkommission eingesetzt, die die Studien gesichtet und bewertet hat (Abschlussbericht findet sich auch auf den o.g. Seiten der Uni Göttingen). Deren Urteil war deutlich, dass es in allen Schulen dringend Entlastungen geben müsse, wobei verschiedene Vorschläge gegeben und weitere Möglichkeiten des Ausgleichs an verschiedenen Schulformen oder in Schulversuchen dargelegt wurden.

    Das Land hat dies alles anerkannt. Entlastungen hat es dennoch kaum gegeben, bis auf ein 11-Punkte-Papier, das medienwirksam gefeiert wurde, deren Punkte dann aber geschmolzen sind. Schwierig dabei ist, dass die Details außerhalb von Schule in der Regel nicht wahrgenommen werden und niemand merkt, ob die genannten Punkte überhaupt problematisch, belastend oder längst überholt sind oder später schlicht gestrichen wurden.

    Hinsichtlich Entlastungsstunden oder Deputatsminderung wird auf den Lehrkräftemangel verwiesen, der sich nicht mindern wird, wenn man die Einstellungen nicht massiv erhöhen würde und entsprechend ausbilden würde.

    Zudem müsste man bei Lehrkräftemangel, andere Wege finden, Entlastung in den Schulen zu schaffen, statt die vom Ministerium anerkannte Überlastung fortzusetzen.

    Ich hab letzte Woche jeden Tag bis 23:30 an irgendwas schulischem gesessen (ok, Teile davon sind selbstverschuldet, was mach ich auch SV, Lehrerrat und Mitarbeitervertretung).

    DAS ist aber auch anekdotisch, das ist dir schon klar, oder?

    Habe beim Lesen der Studien eben gelesen, dass Arbeit nach 23 Uhr als Nachtarbeit zählt. Nehme ich, gerne sogar, beste Zeit zum Arbeiten ... wenn da nicht am nächsten Morgen die Frühaufsicht wäre, täglich.

    Ich stelle dir dann noch die Empfehlungen zur Entwicklung arbeitszeitrechtlicher Normen für LuL und SL an nds. Schulen vor. Dort wird manches dargelegt, was über die Durchschnittswerte der Erhebung nicht ersichtlich ist, z.B.

    a) dass die Erhebung von 2015/16 stattfand, als die Umsetzung der inklusiven Bildung und des Ganztages am Anfang stand und davon auszugehen sei, dass außerunterrichtliche Tätigkeiten zwischenzeitlich weiter gestiegen sein werden.

    b) dass es am Gymnasium eine große Streuung gibt (+-8 Std), die an Grundschulen nicht so stark ausgeprägt ist (+- 6 Std.),

    c) dass es gerade im GS-Bereich einen deutlich höheren Teilzeitanteil gibt, diese Lehrkräfte häufig Mehrarbeit schultern, auch weil der Deckeneffekt erst später eintritt.

    Die Kommission kommt deshalb zu dem Vorschlag, dass man für die GS zur allgemeinen Entlastung empfiehlt, das Deputat um 1 Std. abzusenken. (S.59)

    Zu Beginn ging es darum, dass Lehrkräfte an bestimmten Schulen mit gleichlanger Ausbildung unterschiedlich entlohnt werden, was man als ungerecht empfindet, speziell ging es um die Umsetzung und Aufgabenverteilung hinsichtlich der Inklusion. Dafür können die Lehrkräfte anderer Schulformen nichts, die Grundschullehrkräfte aber auch nicht, und die auf Sparzwang beruhende Umsetzung ist und bleibt erbärmlich.

    Im Durchschnitt kommen die Grundschullehrer nicht einmal auf die Stunden die sie bezahlt bekommen

    Die Studie muss neu sein, die Zahlen kenne ich noch gar nicht.

    Die, die ich kenne, war vor der Umsetzung der Inklusion und zeigt Mehrarbeit in den Schulformen auf - bei Durchschnittswerten.

    Das ist übrigens völlig unabhängig von der Besoldungsfrage zu sehen. Wenn das Studium gleich ist (rein formal, nicht inhaltlich), dann sollte auch dasselbe bezahlt werden, aber was machst du mit den ganzen 7 Semester Leuten, die noch in den Grundschulen sitzen? Dann kommt das Gejammer: "Wieso bekommt denn der Berufseinsteiger mehr als ich?" Die Schulleitungen sollten ebenfalls definitiv A14 oder in größeren Grundschulsystemen A15 bekommen (wie in der SI auch), von Grundschulen die von ihrer Größe her A16 rechtfertigen, habe ich bisher noch nicht gehört, aber falls es das gibt: Es sei ihnen gegönnt.

    Ja, das sehe ich auch so.

    Bei den Leuten mit 7 oder 8 Semestern kann man eine Lösung oder einen Zuschlag finden, man kann auch Entlastungen einsetzen wie an anderen Schulformen für viele außerunterrichtliche Aufgaben, deren Zunahme durch Studien belegt ist.

    Wenn dazu weitere Aufgaben kommen, wie z. B. durch die Inklusion, Fachleitungen, Ausbildung, Seminarleitungen, dann sollte man auch diese vergüten oder entlasten - an allen Schulformen möglichst gleich.

    Ich habe heute neben einem Handwerkerauto für Glasfaserkabel auf dem Lehrerparkplatz geparkt.

    Ein Auto ist noch kein verlegtes Kabel,

    das verlegte Kabel ist noch keine Verlegung INS Gebäude, dafür kommt eine gesonderte Firma,

    eine Verlegung ins Gebäude ist noch KEIN Anschluss IM Gebäude, dafür kommt ein anderer Techniker.

    Letzter hat festgestellt,

    a) dass man den Anschluss auf keinen Fall an der Stelle anschließen kann, weil der Gasanschluss daneben ist oder dies oder das

    b) dass man danach auch innerhalb des Schulgebäudes weitere Infrastruktur benötigt.

    WER hätte das auch ahnen können!

    Das eine Auto für den Glasfaseranschluss war vor 18 Monaten da,

    der Techniker im Herbst,

    der Schulträger sagt laut und öffentlich, dass das Kabel ja zu allen Schulen verlegt wurde, woraus die Öffentlichkeit entnimmt, es sei alles fertig.

    Ach ja, man braucht dann auch noch einen neuen Vertrag und die Kosten scheinen überirdisch zu sein.

    Am Rande, bezüglich Aufstiegschancen, was bekommt man als Fachleiter im GS-Bereich?

    Eine weitere Fachleitung obendrauf!

    Es gibt an wenigen größeren Grundschulen Konrektorenstellen für A12Z. Ansonsten gibt es keine Aufstiegschancen, außer SL.

    In NRW soll es ja an jeder GS eine SL-Vertretung geben, die gibt es in Nds nicht - da macht es irgendjemand, wenn die SL nicht da ist.

    Alle anderen Aufgaben werden irgendwie untereinander aufgeteilt.

    Entlastungsstunden sind so gut wie nicht existent, die SL hat eine Unterrichtsverpflichtung von bis zu 18 Std. (also 10 Entlastungssstunden für die Aufgaben der SL).

    Ihr fangt ab Samstag an zu zählen? Und wart vorher schon über 165????

    Wir waren wochenlang über 100 mit den Zahlen des Landesgesundheitsamtes,

    jetzt sind es die Zahlen des RKi, die - warum auch immer -um 30 Punkte niedriger sind und wir sind plötzlich 2 Tage unter 100, nun wieder drüber...

    Eigentlich müsste man 5 Tage drunter sein, aber hier wird nun der Wert von Sa genommen. DAS finde ich merkwürdig.

    Bei uns ist Ausgangsbeschränkung ab 22 Uhr-wie halt schon seit Wochen

    Wusste gar nicht, dass du zu den Mondschein-Joggern gehörst.

    Hier war Sperre ab 21 Uhr, aber mit der Umstellung auf die RKI-Zahlen ist es nun ja anders und für die Bundesnotbremse zählen die vergangenen Wochen nicht, wir zählen von vorn von 1-3. :mad:

    Wenn innerhalb von Bullerbü irgendwas ohne Auto möglich ist, ist es kein eches Bullerbü, was ich vor Augen habe :D

    Der Nachbar nebenan kann Tür an Tür leben oder 15 km entfernt.

    Wenn es Ausgangssperre gibt, kann ich den einen durch das Loch in der Hecke besuchen, den anderen joggend.

    Aber auch ich habe keine Idee, wie man es bewerkstelligt, dass sich die Leute privat weniger treffen.

    Also wenn Bullerbü "Dorf" heißen soll, dann kenne ich es von dort so, dass Fahrrad AUSSCHLIEßLICH Sport und Freizeit ist. Irgendwo hin fährt man standesgemäß mit dem Auto.

    Alles, was innerhalb von Bullerbü möglich ist, machen sehr viele per Rad, die ältere Generation sogar häufiger als die jüngere.

    Radtouren kommen noch hinzu.

    Ach ja, und bei etlichen auch die Möglichkeit, einen zu trinken unselbständigen nach Hause fahren zu können.

    In Städten ist das unterschiedlich, es gibt ja auch sehr fahrradfreundliche Städte, vielleicht hängt es auch mit dem Radwegenetz und dem U-Bahn/S-Bahn-Netz zusammen.

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