Beiträge von Palim

    Man hätte aber das Wort "L Ü F T E N" noch mit Menschenketten darstellen oder tanzen können.

    Wenn da einer beim Tanzen durcheinander kommt

    „L Ü T F E N“ heißt „bitte“ auf Türkisch,

    aber wer weiß, welche anderen Botschaften dann noch entstehen ... fülten,tüfeln, üflent...

    Es gibt nicht nur Kuhkaff und Millionenmetropole, sondern noch viel dazwischen. Davon abgesehen gibt es in einigen Großstädte teils übelste Zustände

    Ja,

    und es gibt Kuhkaff MIT schwierigen Zuständen

    und Großstadt MIT bestausgestattetster Schule mit wohlerzogenen SchülerInnen.

    Aber das Problem bleibt:

    A Es gibt Lehrkräfte, die wünschen sich EINEN Schulstandort EINER bestimmten Schulform in BESTER Lage mit BESTER Ausstattung und wohlerzogenen SchülerInnen für die Fächer ihrer Wahl.

    B Und: Es gibt Schulen, die wünschen sich überhaupt Personal und sind inzwischen froh, um jeden, der ins Team kommt und ein paar Stunden übernimmt, weil "kein Unterricht" keine Option ist, aber seit Jahren die Versorgung so schlecht ist, dass man den Unterricht nur mit Mühe abdecken kann und die Schule nur mit Mühe leiten kann, weil jedeR im kleinen Team als Stammlehrkraft so viele zusätzliche Aufgaben übernehmen muss, dass es nicht machbar ist.

    Offenbar gibt es nicht gut Menschen, die gerne unter diesen Bedingungen, zusätzlich zu den allgemeinen Bedingungen, die jeder tragen muss, Lehrkraft sein möchte.

    Da kann man nun warten, bis unter A genug Leute übrig bleiben, die bereit sind, B in Kauf zu nehmen, weil zumindest der Standort stimmt ...

    oder man überlegt sich etwas anderes, das Standort B attraktiver macht, weil man mehr Geld, weniger Unterrichtsstunden, mehr zusätzliches Personal oder anderes einsetzt.

    Das kostet aber mehr Geld, als Hilfskräfte mit prekären Verträgen in die Klassen zu stellen.

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Fallzahlen im LK Friesland nur wegen der einen Woche, in der die Schulen im Wechselmodell gefahren wurden, wieder 'runtergegangen sind

    Ich kann mir durchaus vorstellen, dass DAS ein sehr deutliches Signal ist, sich verstärkt an die Regeln zu halten und einzuschränken,

    weit besser als "bütte, bütte, seid doch ein büsschen vorsichtig"

    oder die ständige Betreuerung, es seinen noch genug Intensivkapazitäten frei.

    Wenn jedes Mal, wenn - wie ursprünglich geplant - bei einer Inzidenz von 35 die Schulen ins Wechselmodell gehen müssten, von mir aus wenn der Wert 3 Tage in Folge so hoch ist, dann aber für 1 Woche mindestens, würden sich eine Menge Menschen betroffen fühlen und eine Menge Betriebe betroffen sein.

    Vielleicht begreifen die Leute dann eher, dass sie es selbst in der Hand haben und sie selbst beeinflussen können, wie lange die Kinder zu Hause sein werden.

    Ich hatte hier irgendwo gelesen, dass eine Schule täglich gewechselt hat, dabei den Stundenplan einer Woche auf 2 Wochen streckt,

    man unterrichtet also

    in der 1. Woche 2x Mo, 2x Di, 1x Mi

    in der 2. Woche 1xMi, 2xDo, 2xFr

    Dadurch müssten wir den Stundenplan nicht umstellen, sondern nur strecken.

    Die Kinder kämen jeden 2. Tag.

    Damit könnte man am regulären Schultag normale HA aufgeben und für den Distanz-Lern-Tag andere Aufgaben im Rahmen der angesetzten Zeit (Richtwert 90/120 min).

    Auch ich denke, dass es für die Jüngeren besser ist, als 1 Woche frei zu haben.

    Allerdings wären keine Lehrkräfte frei für Notbetreuung und Beaufsichtigung von Arbeitsplätzen.

    Sollte dies Vorrang haben, müssten wir unseren Unterricht zusammenstreichen und jeweils 1-2 Klassen zu Hause lassen.

    Mitstreamen lehne ich ab, siehe Ketfesem ,

    hinzu kommt, dass ich einerseits asynchrone Möglichkeiten sinnvoller finde um den Familien flexiblere Möglichkeiten zu gewähren,
    und dass nur wenige bisher mit der neuen Lernplattform und den entsprechenden Angeboten (Blog) gearbeitet haben.

    Sollte es zu Schulschließungen kommen, würde ich mit meiner nun 3. Klasse, mit der ich seit den Sommerferien einiges auf der Lernplattform ausprobiert habe, auch mal die Videokonferenz testen, allerdings nicht unbedingt für den Unterricht mit ganzer Klasse, sondern eher dafür, Kontakt zu halten.

    Ich erinnere mich auch daran und je nach Seminar haben zwei Drittel bis vier fünftel angegeben Deutsch und Geschichte oder Deutsch und Englisch zu studieren.

    Dann können sie im Anschluss die Grundschulen bevölkern.

    NDS hat derzeit eine Vorgabe, dass man D oder Ma studieren muss, dazu 1 anderes Fach.

    Das hat den Vorteil, dass die Lehrkräfte, die alle als Klassenlehrer mindestens eines der Fächer unterrichten werden, darin ausgebildet sind,

    es hat den Nachteil, dass man mit nur einem weiteren Fach begrenzt ist und die Nebenfächer schlecht besetzen kann. Dann hat man an kleinen Schulen nicht für jedes Fach eine Lehrkraft, die dies auch studiert hat.

    Die Fragen sind immer die gleichen:

    Kommen die Studierenden im Ref an und gehen danach in den Schuldienst?

    Kommen sie in der Fläche an oder ziehen sie einen Wohnort in der Stadt dem studierten Beruf vor?

    Nehmen sie Stellen in unterschiedlichen Schulformen an oder warten sie auf eine passende Stelle im passenden Schulbezirk an der passenden Schulformen ... und steigen aus, bevor sie in der Schule angekommen haben?

    In NDS wurde der Bedarf gar nicht ausgeschrieben.

    Die ausgeschriebenen Stellen konnten auch in diesem Jahr nicht alle besetzt werden.

    Andernorts heißt es ja immernoch, es gäbe ausgebildete Lehrkräfte, die keine feste Stelle bekämen.

    Da frage ich:

    Können wir es uns leisten, weiterhin zur Verfügung stehende Lehrkräfte abzuweisen, statt sie ins System zu nehmen, um für die Zukunft gerüstet zu sein.

    Kann man von Lehrkräften erwarten, dass sie ihren Wohnort wechseln, um ihre Stelle anzutreten? ... wenn man das nicht erwarten kann, wird man noch viel schneller andere Lösungen für die Regionen und Schulen benötigen, die häufiger leer ausgehen.

    Ne, jede Woche nur insgesamt 2 Tage mit jeweils 4h, also wöchentlich 8h.

    Es ist eine kleine Grundschule mit jahrgangsgemischten Klassen, das Kind ist in der 3. Klasse und wäre somit Die und Do dran. Mi&Fr wären die 4. dran.

    Man kann auch einfach mal fragen, wie es dazu kommt.

    Werden die Klassen aufgeteilt zu den Tagen?

    Gibt es Lehrkräfte, die nicht in der Schule sein werden, sondern dienstunfähig sind oder im Homeoffice?

    Wir haben genau so viele Lehrkräfte wie Klassen, dabei muss die SL selbst eine Klasse führen.

    Gleichzeitig stellt sich das Land vor, dass wir bei Wechselunterricht zusätzlich Notbetreuung (voller Umfang) und (jetzt neu) zusätzlich beaufsichtigte Arbeitsplätze (bisher keine Zeitangabe) zur Verfügung stellen sollen.

    Vor den Ferien waren die Pausen versetzt, jede Lehrkraft musste zu jeder Zeit im Unterricht oder in der Pause Aufsicht führen.

    Man kann also gar nicht alle Gruppen mit Lehrkräften besetzen, selbst dann nicht, wenn wirklich alle LuL da sind.

    Das Ministerium sagt zum einen „Unterricht hat Vorrang“, fordert aber gleichzeitig Kapazitäten für Betreuung und Schüler-Arbeitsplätze.

    Welche andere Lösung gäbe es, als die Unterrichtszeiten so einzuschränken, dass die zur Verfügung stehenden Lehrkräfte für alle Gruppen ausreichen?

    Bei uns gab es wg. Dauerlüften extrem Proteste und die SL hat bestimmt, dass die KMK-Vorgabe (5 Minuten lüften nach 20 Minuten geschlossen) reicht.

    Ja, bei uns auch.

    Vermutlich ist die Ansage, das Lüften auf 5 min zu begrenzen, eine Reaktion auf genau diese Elternproteste,

    Eltern, die das Lüften und weitere Maßnahmen IN der Schule gut fänden, hört man nicht.

    Den Hinweis, sich warm anzuziehen, fand ich gar nicht soo falsch, tatsächlich haben viele Kinder nur dünne Shirts an, nennen aber alles mit langen Ärmeln Pullover. Inzwischen unbekannt scheint auch, dass man mehrere Schichten übereinander tragen kann. Warum auch? In der Wohnung, in der Schule und im Elterntaxi ist es immer muckelig warm, bei der Drive-In-Schule wird das Kind auch nie nass, sodass es selbst in Norddeutschland keine Regenjacke und feste Winterschuhe benötigt.

    Eigentlich müssten statt Klopapier die Regale mit Pullovern und anderer warmer Kleidung leer sein.

    Ich kann mir vorstellen, dass es gar nicht so lange dauern wird.

    Seit bestimmt 10 Jahren sind kaum Vertretungen zu bekommen, können ausgeschriebene Stellen nicht besetzt werden,

    schon vorher gab es Abordnungen von der SekI in die Grundschule, um dort die Versorgung zu erhöhen.

    Die Unterrichtsversorgung wird seit Jahren schön geredet, Zusatzbedarfe fallen schnell unter den Tisch, Inklusion wird in manchen BL ohne entsprechende Versorgung umgesetzt.

    Das alles zeigt den Mangel seit Jahren deutlich an.

    Übrigens gehen NRW und SH 2024 zurück zu G9 und benötigen für den weiteren Jahrgang auch Stellen.

    Vermutlich ist es ein Unterschied,

    ob man von Familienangehörigen hört, was sie selbst im Krieg erlebt haben,

    oder ob man es aus Dokumenten erfährt.

    Ein Grund, Zeitzeugen einzuladen oder aufzunehmen.


    Davon abgesehen ist es so, dass manche von uns zu Hause gar nichts erfahren haben, weil die Themen tabu waren, dadurch wurde es zu etwas Besonderem, Interessantem und man hat sich selbst um Informationen gesucht.

    Medial sind wir inzwischen anders aufgestellt, die Informationen sind leichter verfügbar, aber es ist meiner Meinung nach schwieriger, darin das Wesentliche zu finden und es einzuordnen.

    Die Schulen meiner Kinder haben heute alle Schulsachen mitgegeben

    Das haben wir in Nds vor den Ferien auch gemacht, mit dem Hinweis, dass man ja nicht wissen könne, wie es in 14 Tagen aussähe. Die Kinder haben das ziemlich gelassen genommen... anders, als bei den Schulschließungen, als sie dachten, der Arbeitsplanung seien die Hausaufgaben fürs Wochenende.

    Sie hatten auch gleich nach den Sommerferien ein Notpaket bekommen, das hoffentlich hoch und trocken liegt und wiedergefunden wird, wenn es zum Einsatz kommen soll.

    wo die Immobilienpreise wahrscheinlich nicht so hoch sind,

    Vermutlich hat es auch sehr viel damit zu tun,

    die Preise sind auch auf dem Land in den letzten Jahren stark gestiegen, vor 20 Jahren war der Kredit und das Haus im Vergleich erheblich günstiger und damit die Finanzierungsrate mit einer Mietrate vergleichbar.

    Und tatsächlich gibt es Regionen, in denen es üblich ist, als Familie im Einfamilienhaus zu wohnen, und wo die Mieten für kaum vorhandene Wohnungen im Vergleich erheblich höher sind.

    Ansonsten sind „reich“ oder „nicht reich“ relativ.

    Im Unterricht frage ich nach einer Einschätzung und setze dann Bilder aus diesem Projekt (nun ein Buch) ein: http://menzelphoto.com/galleries/hungry-planet/

    Als DINK hat man vermutlich mehr Möglichkeiten als Alleinerziehende mit Kindern, was sich auch nicht jedeR freiwillig aussucht.

    Wenn Deine Tochter selbst möchte, dass ihr Weinen schlicht ignoriert wird, und das in der Klasse selbst kein Problem ist, liegt die Lösung doch auf der Hand

    Das Problem zieht in Klasse 1 aber weitere Kreise, weil viele Kinder in dem Alter in der Regel nicht ignorieren können.

    Auch sind die Kinder gerade erst ca. 6 Wichen in die Schule gegangen und sie verstehen nicht alle den Unterschied zwischen der Rolle Mutter, Lehrerin, Erzieherin, die Corona-Situation mit gebotenem Abstand macht es nicht leichter.

    Bei einem weinenden Kind erwarten andere Kinder, dass sich anwesende Erwachsene vorrangig darum kümmern. Tun sie dies nicht, ist dies absolut unverständlich und wird m.E. nachhaltig die Beziehung der SuS zur Lehrkraft beeinflussen: Erwachsene ist für Kinder hier verantwortlich, hilft aber nicht.

    Zum einen kennt man bisher nur die eine Version,

    zum anderen kann ich mir gut vorstellen, dass es folgendermaßen läuft: Das Kind hat in der Situation der Zurechtweisung Angst und weint,

    die Lehrkraft fragt im direkten Anschluss, was es habe.

    Das Kind mag vielleicht nicht sagen, dass es Angst hat, weicht aus, sagt nichts, wird auch bei weiteren Nachfragen nichts sagen, sondern noch mehr Angst haben und noch mehr weinen.

    Die Lehrkraft schickt das Kind in den Flur, nachgefragt oder nicht, dort hat das Kind noch mehr Angst und weint weiter.

    Würde die Lehrkraft in den Flur kommen, hätte das Kind auch Angst und würde weinen.

    Solange man nicht darüber reden kann, schaukelt es sich nur weiter hoch.

    Beruhigt sich das Kind nicht zeitnah, muss es weinend in die Klasse zurück, die Situation steht weiterhin im Raum, beeinflusst auch das Unterrichtsgeschehen und kann nicht geklärt werden, andere Kinder werden dadurch unruhig ODER nutzen die unübersichtliche Situation aus.

    Vielleicht ist es ein guter Einstieg, zunächst zu klären, wie die Lehrkraft die Situation einschätzt oder erlebt.

    Auch würde ich das Fehlverhalten der anderen nicht mit einbeziehen, sondern unabhängig davon erläutern, dass dein Kind das Zurechtweisen anderer als „schlimm“ empfindet und deshalb weint.

    Wie auch immer es in dieser Klasse abläuft: Tatsächlich hat man immer mal Kinder in Klasse 1, die schon weinen, weil sie kommen und bleiben sollen, weil der Stuhl ein anderer als gestern ist, weil der grüne Stift fehlt, weil es keine Hausaufgaben gibt oder sie am Montag keine vorweisen können (da nie erteilt) oder weil die Lehrerin sie anschaut oder nicht anschaut.

    Bei fast allen Kindern gibt es sich bis zu den Herbstferien, wenn es darum geht, Regeln und Grenzen abzustecken und zu verstehen, wie Schule an sich funktioniert,

    manchmal dauert es auch bis Weihnachten.

    Danach ist nicht mehr absolut alles neu und überfordernd, Methoden sind bekannt und wiederholen sich, Kinder und Lehrkräfte und ihre Persönlichkeiten sind bekannt...

    Zurück zur Situation:

    Weint das Kind leise vor sich hin oder stört es,

    meinen weitere, es dann trösten zu müssen,

    weint es nur dann oder auch zu anderen Gelegenheiten,

    wann hört das Weinen auf und was könnte helfen, ohne zu stören?

    Vielleicht kann man das gemeinsam besprechen, vielleicht kann das Kind im Raum in eine Ecke gehen, (vielleicht gibt es die gerade wegen Corona nicht),

    vielleicht kann es ein Zeichen geben, vielleicht bespricht man, wie man sich schneller beruhigt, wenn man selbst nicht gemeint und nicht betroffen ist,

    vielleicht hilft ein Kurzzeitwecker, sodass das Kind versteht, dass es sich zeitnah beruhigen muss...

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