Beiträge von Palim

    Solange Gesundheitsämter eh nur Personen mit direktem Kontakt in Quarantäne stecken und Leute, die im gleichen Haushalt leben, weiter raus können, ist das vollständige Testen einer Klasse doch eh sinnfrei.

    Manche Forscher plädieren doch für Massenveranstaltungen zwecks Testungen und inszenieren diese sogar.

    Dann kann man auch ganze Klassen oder Schulen testen und hätte weit mehr Ergebnisse, als bei einem zu Forschungszwecken inszenierten Konzert.

    Wenn die Zahnärztin vom GA kommt, ist es seit einigen Jahren so, dass zuvor alle Kinder die Erlaubnis der Eltern mitbringen müssen, dass die ZA dem Kind in den Mund schauen darf. Das war früher nicht so.

    Bei einem Läuse-Kontrolltermin in der Schule durch das GA galt das nicht, da mussten alle den Kopf hinhalten, ist aber auch schon ein paar Jahre länger her.

    Vielleicht ist das eine normale Prophylaxe und das andere Eingrenzung des Infektionsgeschehens?

    Du weißt schon, was ein Unterrichtsfach ist? Genau das meine ich mit fachlichen Inhalten.

    Du weißt schon, was ein Studienfach ist?

    Die Lehrkraft sollte fachliches Wissen hinsichtlich der Materie haben, diese aber auch - fachlich versiert - mit allen Schwierigkeiten, Entwicklungsverzögerungen und Störungen verbinden können.

    Doch, DAS lernt die Lehrkraft in genau diesem Studienfach, von dem du schreibst, dass man es sich in 1 Woche anlesen könne.

    Da du Hessen angibst: An der Uni FFM nennt es sich Bildungswissenschaften, gilt für alle Lehramtsstudiengänge und Studienordnung wie Modulbeschreibungen stehen im Internet und es sind selbst für L3 20 SWS Präsenz angesetzt (statt der genannten 8).

    Tatsächlich müssen alle Lehrämter auch SPS absolvieren, AUßER den zukünftigen Gymnasiallehrkräften, offenbar ist das Qualifiktaionsziel pädagogischer Professionalität für Gymnasiallehrkräfte in Hessen nicht notwendig, die anderen Studieninhalte aber schon.

    Diejenigen, die es im Studium gelernt haben, sind gut auf das Ref vorbereitet.

    Die anderen haben das Nachsehen und bleiben m.M.n. häufig an der Methode kleben, weil sie Grundsätzliches nicht erlernt haben und in der Überforderung dann auch vieles andere nicht sehen können. Wer dann noch den Spagat der Inklusion leisten muss, hat schnell das Gefühl, dass es einen zerreißt.

    Ich lehne mich mal aus dem Fenster und behaupte, dass das Fachliche an der Grundschule die wenigsten Referendare überfordern sollte.

    Das denken viele... und dann stehen sie da mit ihrem Glück.

    Auch ist immer die Frage, was man denn als "das Fachliche an der Grundschule" bezeichnen möchte.

    Die Lehrkraft sollte fachliches Wissen hinsichtlich der Materie haben, diese aber auch - fachlich versiert - mit allen Schwierigkeiten, Entwicklungsverzögerungen und Störungen verbinden können.

    Ob die Planung und Umsetzung des Unterrichts dann allein ins Ref gehört, wäre zu diskutieren.

    Statt "das Fachliche" auf das zu begrenzen, was andere Berufe in ihrem Studium erlernen, gehört doch für eine Lehrkraft, die mehrere Fächer UND Pädagogik UND Psychologie (also Erziehungswissenschaften) studiert hat, letzteres ebenso zum "Fachlichen", da es ja Anteil am "Fachstudium Lehramt" hat.

    Lehn dich aus dem Fenster, Schmidt , ich stelle schon mal ein Rettungskissen darunter, damit du sanft landest, wenn du springst, weil du schon in Klasse 2 das Zahlverständnis und die Grundrechenarten nicht an die inklusive Mischung im Klassenraum vermitteln kannst, weil dir die Hintergründe fehlen.

    Da steckt überhaupt keine Entwertung der Kollegen an Grundschulen drin.

    Nein? Und wie viel Entwertung steckt darin, wenn man sich gegenseitig damit brüsten muss, wie viele Punkte man im Studium gesammelt hat,

    ... obwohl man dann selbst zugeben muss, dass man die nur abgesessen hat?

    Das Examen hat mit dem Rest des Studiums nichts zu tun.

    In Hessen werden die Prüfungsthemen und Fragestellungen mit Dozenten individuell besprochen und müssen nicht mit der Schule zusammenhängen.

    Und dann wunderst du dich, dass die Studierenden keine ausreichenden Inhalte erlernen?

    Bei der Aussage muss man gar nicht zum Seminar, da kann man auch gleich in der Sprechstunde die Themen und den Zeitpunkt der Prüfung vereinbaren.

    Es ist auch mangelhafte Ausbildung, wenn ein aktueller Gymnasialrefi weder in der Schule noch im Studium Shakespeare gelesen, keine formalen Kenntnisse der Grammatik und keine Ahnung vom Brexit hat.

    Ja. Ist es. Aber nach dem, was DU SELBST über Studium und Prüfung erzählst, nutzen die Studierenden das System nach DEINER Anleitung.

    Lange Rede kurzer Sinn: Solange man irgendwie durchs Studium kommt, und wenn es mit Bulimielernen ist, schafft man es auch ins Ref.

    Tatsächlich finde ich am erschütterndsten, dass du als Lehrkraft selbst eine solche Einstellung zum Lernen und Studieren - also zu Bildung hast ...

    ... und dazu selbst nicht bemerkst, wenn du dich tatsächlich doch mit schulischen Inhalten beschäftigt hast:

    In den Grundwissenschaften wurde ich zur Außenpolitik Chinas und das Politische System der BRD (Politik) sowie zur Leseförderung und Hattie Studie (in Pädagogik). Meine Prüfung im Fach Englisch war schriftlich ohne Didaktikanteile (Prüfungsthemen: Semantik und Syntax). In Informatik hatte die mündliche Prüfung tatsächlich Didaktik Anteile.

    Um nur eines davon herauszuheben: Ohne die ausgiebigen sprachwissenschaftlichen Anteile meines Studiums würde ich im Erstunterricht und im DaZ-Unterricht vieles gar nicht bemerken. Das gehört tatsächlich mit zum "Fachwissen der Lehrkraft".

    So ist das eben. Wenn man aus dem Studium kommt, hat man wenig Ahnung. Wo damals (tm) auch das Lehramtsstudium ein Fachstudium war, ist es jetzt ein Sammelsurium von Halbwissen und ein bisschen vor Klassen und Kommilitonen stehen und so tun, als sei man Lehrer.

    Das lernt ein Refi aber auch, wenn er davon im Studium nichts gehört hat und sich dann im Ref ein Methodenbuch schnappt um seinen Unterricht zu machen. Das muss ja so oder so jeder.

    Mit der Einstellung geht man in unseren Ausbildungsseminaren baden. Ich weiß nicht, wie man sich dann die Inhalte des Faches und der Methodik aneigenen will, für die andere 10 Semester benötigen, um im 2wöchigen Rhythmus Unterrichtsbesuche zu präsentieren, die Aufgaben aus den Seminarsitzungen zu bewältigen und von Beginn an inklusiven Unterricht mit sämtlicher Differenzierung in mehreren Lerngruppen hält, einschließlich Dokumentation der Fortschritte.

    Der Begriff "Sprachsensibler Unterricht" ist in einigen Ländern seit Jahren gesetzt und ich fand die Erläuterung von Biochemo in Beitrag 2 schon gut,

    tatsächlich steht sowas auch längst in Curricula.

    Aber gefragt werden Lehrkräfte unterschiedlicher Schulformen und BL, die vielleicht nicht gerade in den letzten 10 Jahren ihre Ausbildung absolviert haben.

    Bei Umfragen ist es sinnvoll, die Inhalte und nicht die Begriffe abzufragen,

    zumal sich Begriffe gerne mal verändern, über Jahre oder Bundesländer hinweg, dann aber doch gleiche oder ähnliche Inhalte bezeichnen.

    Natürlich hat man die Zeit dafür. Das haben wir (meine Mitreferendare und ich) auch alle gemacht, das machen und auch diejenigen, die im Studium gar keine Didaktik und Pädagogik hatten, haben sich da eingearbeitet. Man muss die Kirche auch mal im Dorf lassen. Wir haben die ersten 3 Monate hospitiert und danach stufenweise mehr unterrichtet.

    Anscheinend hattest du ein lässiges Ref.

    Als ich ins Ref ging, gab es bei uns tatsächlich auch noch die 3monatige Phase ohne eigenverantwortlichen Unterricht. DAS war sehr schnell danach rum. Heute ist es so, dass die Referendare gleich zu Beginn theoretisch 6 Stunden eingenverantwortlichen Unterricht erteilen - mit allem, was dazu gehört (Differenzierung, Inklusion, Notengebung). Manchmal bekommen Schulen mit Lehrkräftemangel Referendare, dann haben diese gleich noch ein paar Stunden mehr, die sie allein absolvieren, da keine Lehrkraft frei ist, sie zu begleiten. Zudem beginnt man nicht mehr mitten im Jahr, sondern jeweils zum Halbjahr und hat auch gleich Verpflichtungen im Seminar und Unterrichtsbesuche.

    Die Ausgangsfrage war, wo die Menschen, die keine Didaktik oder Pädagogik im Studium hatten, ihr Wissen her bekommen.

    Wer im Studium nicht aufgepasst hat, sollte seine Prüfungen nicht bestehen können und nicht zum Ref zugelassen werden.

    Bleibt noch die Einarbeitung der Quer- und Seiteneinsteiger. Da gibt es Bundesländer, die vorab Kurse anbieten, andere lassen das.

    Letztlich ist es eine mangelhafte Ausbildung, wenn man z.B. zu Beginn des Refs den Unterschied zwischen Methodik und Didaktik nicht kennt oder keine grundlegende Planung erstellen kann.

    Es geht um die Anteile, die man als Lehramtsstudent im Studium hört.

    Bei uns war es nicht viel mit "hören" und "sitzen", das meiste waren Seminare und es brauchte aktive Mitarbeit.

    Auch der Praxisanteil war damals schon hoch, inzwischen ist er es an sehr vielen Unis, es ist sogar ein komplettes Semester hinzugekommen, in dem die Studierenden in die Schulen gehen, hospitieren, unterrichten und auch Besuche absolvieren.

    Es wir einfach immer weniger und unserer Referendare wissen immer weniger, können aber Vor- und Nachteile der Methode Gruppenpuzzle aufzählen.

    Dann haben sie ja offenbar mehr gelernt, als du erwartet hattest, und nicht weniger, kennen unterschiedliche Methoden und haben gelernt, diese entsprechend der Inhalte und Zielsetzungen auszuwählen.

    Mein Studium ist inzwischen zu lang her, als dass ich sagen könnte, dass ich mehr oder weniger in den Fachwissenschaften erlernt hätte, als die, die nun in die Schulen kommen. Auch ändern sich Lehre und Forschungsschwerpunkte, Neues kommt hinzu, das sollte doch gerade in den Naturwisschenschaften noch viel deutlicher sein, als in anderen Fächern, wo es nicht so offensichtlich ist.

    Ich stelle fest, dass sie sehr viel Rüstzeug mitbringen, sehr engagiert sind und das Team bereichern.

    Als BerufsanfängerInnen werden sie nicht alles können und wissen.

    Lehrer sind, zumindest grundsätzlich, keine Pädagogen.

    Nein? Was denn? Abgebrochene, unfertige Fachwissenschaftler?

    Warum kann man Lehramt nicht als interdisziplinären Studiengang anerkennen, in dem man unterschiedliche Wissenschaften miteinander verbindet?

    Warum muss man einen Nachteil suchen, wenn sich Studierende in mehrere Fachgebiete einarbeiten und dies in einem Beruf gewinnbringend zusammenführen?

    Ob man sich dafür selbstständig Grundkenntnisse angelesen oder 8 SWS im Studium abgesessen hat, macht dabei keinen Unterschied.

    Nein, wenn man die Stunden absitzt, kann man sich das alles schenken, dann sind eure gesammelten CP für Fachwissenschaften auch nur Sitzscheine.

    Auch das merkt man dann bald im Unterricht, der hoffentlich schon im Studium erfolgt ist und nicht erst im Referendariat.

    Wer bis dahin seine Nase nur in Bücher gesteckt und die Praktika abgesessen hat, wird sich ganz schön umgucken.

    DA steht man sofort vor der Klasse und ist in manchen Lerngruppen eigenverantwortlich. Man muss also das notwendige Rüstzeug schon mitbringen, weil man im Ref keine Zeit hat, sich noch irgendetwas anzulesen.

    Nach wie vor finde ich die Vergleiche gelinde gesagt "putzig".

    Welche anderen Berufe teilen sich Studieninhalte?

    Orthopäden und Gynäkologen? Nein, das ist eigentlich noch zu ähnlich.

    Würde man am Ende erwartet, dass der eine das kann, was der andere können muss, obwohl ganz unterschiedliche Berufe erlernt wurden und ausgeübt werden?

    Dem Ingenieur fehlen sämtliche fachlichen Anteile der Erziehungswissenschaften, dafür fehlen der Lehrkraft spezialisierte Inhalte der Fachwissenschaften.

    Und?

    Die Berufe sind doch absolut unterschiedlich, warum sollte es beim Studium nicht so sein?

    Mit dem Gerede, Erziehungswissenschaften könne man sich in 1 Woche anlesen, stellt man genau diese Inhalte als nichtig dar.

    Was warst du von Beruf? Lehrkraft? Studiert? Da könnte man doch auch einfach irgendwen hinstellen, der das Schulbuch vorliest.

    Mit dem Ansatz kann man das Studium auch gleich bleiben lassen.

    Das liegt u.a. auch daran, dass es eine Woche vor dem Erlass eine Ansage gab, dass man VOR den Herbstferien mit allen SchülerInnen und allen Eltern Gespräche führen sollte, um die Schulschließungen aufzuarbeiten und die Schwierigkeiten bei der Digitalisierung zu besprechen. Das war 4 Woche vor den Ferien.

    Die KollegInnen, die nun im 2. SJ sind, schreiben nun zum 3. Mal Berichtszeugnisse ( Ostern, Sommer, Herbst) und sitzen Weihnachten wieder dran. DAS hat offenbar jemand festgesetzt, der keine Ahnung von solche Zeugnissen hat.

    Im Erlass steht, ggf. könne das gekürzt werden, mit „Lesen ja“ und „Rechnen nein“ kann man aber einen Leistungsstand nicht festhalten.

    Darüber hinaus stelle ich mir die Frage, welche innovative Idee das Schulministerium zum Thema Lüften hat.

    Keine. Die KMK hat sich offenbar auf den 20-5-20 Spruch „geeinigt“, der nun in mehreren Bundesländern auch schon veröffentlicht ist.

    In HH wurde daraus dann 30 Unterricht, 15 Lüften.

    Da wird NRW gleiches oder ähnliches setzen.

    BY hat sicher erst später Ferien und kann am Ende aus den Fehlern der anderen lernen oder im Nachhinein etwas anderes sagen. Es wurden aber auch Summen für CO2-Messgeräte und Lüftungen versprochen, was davon in den Schulen ankommt, weiß man erst später, die klaren Sanktionen bei höheren Richtwerten, die man angekündigt und sich dafür feiern ließ, konnten zum Schulstart ja auch verschoben werden.

    Was für "Module" meinst du denn?

    Das, was mucbay33 beschreibt, kann ich für Nds auch bestätigen, GHR, nicht BBS.

    Zudem jetzt das Chaos, dass Besuche abgesagt wurden, und als erledigt galten, dann doch nachgeholt werden mussten, zu online-Sitzungen wurden, die Prüfungen online waren, nun aber nicht klar ist, wie es in diesem Turnus gehalten wird.

    Die Referendare bereiten also alles für Präsenz vor und wenn die Klasse 1 Tag vorher in die Quarantäne geht, muss alles online gehalten werden, wobei die Kriterien völlig intransparent sind.

    Zwischendurch dachte ich, es sei ein bisschen vernünftiger geworden, vielleicht war einfach der PS-Leiter gelassener, jetzt habe ich mal wieder nur noch Mitleid und finde das System extrem unfair, unpädagogisch und nicht ausbildungsfördernd.

    Soll ich mal zusammenkopieren, wie viele Artikel aus den Medien alleine hier im Forum verlinkt wurden?

    Tu, was du nicht lassen kannst

    und anschließend fügst du die Artikel an, die nicht erschienen sind, obwohl Klassen in Quarantäne waren.

    Unser Landkreis geht inzwischen dazu über, zumindest die Schulen zu benennen, an denen es Fälle gibt.

    Die fleischverarbeitenden Betriebe und Altenheime mit hohen Fallzahlen sind in den nächsten oder übernächsten Landkreisen,

    Bars gibt es hier nicht und ein ausuferndes Partyverhalten kann ich nicht feststellen,

    Jahrmärkte wurden zu- und nun wieder abgesagt,

    Reiserückkehrer konnten in den letzten 6 Wochen ja nur Menschen ohne schulpflichtige Kinder sein

    und auch NRW-Reisende sind erst seit Montagvormittag wieder im Land, weil die Familien nach Schulschluss in Überschallgeschwindigkeit den Ostfriesenspieß hochgejagt sind (oder hattet ihr nur 3 Std. am Freitag?).

    Ich saß mal in den 15 Gesprächen für die letzten Stellen dabei.

    Der immer gleiche Fragenkatalog war in der Regel nach 20 min durch, einschließlich der Fragen der Bewerbenden.

    Wenn 3-5 Leute für jedes Gespräch 30 min benötigen, sind das bei 15 Gesprächen schon für jeden von ihnen 7 1/2 Std. ZUSÄTZLICHER Arbeitszeit!

    Vielleicht sollte man es auch mal von dieser Seite sehen.

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