Beiträge von Palim

    keine Minusstunden gibt es nur, wenn man für den Tag eine individuelle Aufgabe von der Schulleitung übertragen bekommt, die außerhalb der allgemeinen dienstlichen Aufgaben jeder Lehrkraft liegt, also eine Zusatzaufgabe.

    Das steht da übrigens gar nicht.

    Es steht, dass die Lehrkraft auf Weisung der SL Aufgaben übernimmt. Was das für Aufgaben sind, ist nur in einem Beispiel benannt.

    Wenn die SL speziell für diesen Tag speziell diese Aufgabe anweist, die ich dann erledigen muss, ist das dann meine Aufgabe - und ich habe keine Minusstunden.

    Es gibt so unendlich viele Aufgaben, dass meiner SL immer etwas einfällt.

    Mit Arbeitszeiterfassung wäre es Homeoffice oder Gleitzeit.

    Der Gipfel ist übrigens, dass wir natürlich seit Corona funktionierende Konzepte und auch die notwendige technische Ausstattung für Distanzunterricht haben und den seitdem auch immer durchgeführt haben, so dass kein Minusstunden angefallen sind - bis zum letzten Jahr, im letzten Sommer wurde Schulen im Sekundarbereich ausdrücklich und ohne irgendeine Erklärung der Distanzunterricht bei witterungsbedingtem Schulausfall untersagt.

    Steht das irgendwo?

    Wer eine Aufgabe angewiesen bekommt, die er oder sie zu Hause erledigen kann, bleibt wegen extremer Wetterbedingungen sicher zu Hause, gefährdet sich und andere nicht, ist denen, die unbedingt draußen sein müssen, aus dem Weg ...

    ... und erhält keine Minusstunden.

    Da steht nämlich nicht, dass die Anwesenheit für eine angewiesene Aufgabe zwingend erforderlich ist.

    Hier stört mich das "soll". Palim: Ist das verbindlich gemeint?

    Ja, das ist schon länger so, aber wir konnten das wegen des Lehrkräftemangels nicht immer realisieren. Es ist unsinnig nach zig Wechseln noch einmal zu wechseln/tauschen, damit die Klassenlehrkraft in keinem Fall alle 3 Fächer erhält, obwohl genau das zu realisieren ist und nach einigen Umstellungen auch sinnvoll erscheint.

    Je mehr Inklusion wir umsetzen, desto unsinniger finde ich es zudem.

    Aus welcher Eisdiele stammt das Eis und welche Sorte ist abgebildet?

    a) Vanille-Eis mit Blaubeersirup aus Wanne-Eickel

    b) Vanille-Eis mit kandierten Walnüssen aus Eichstruth

    c) Vanille-Eis mit Kürbiskernöl aus Bretten

    In NDS soll ab Klasse 3 ein Hauptfach (D, Ma, Su) an eine andere Person gegeben werden.

    Für das Unterrichten möglichst vieler Fächer spricht,

    • dass man die Kinder besser kennt, einschließlich familiärer Hintergrund etc.
    • dass man in weniger Klassen eingesetzt ist und am Tag nicht so viel springt,
    • dass man die vielen speziellen Bedürfnisse genauer kennt und ausgleichen kann
    • dass man Inhalte verknüpfen kann
    • dass Kinder und Lehrkraft sich besser aufeinander einstellen können
    • dass man den Tag gerade für die Jüngeren besser stufen und strukturieren kann

    Dagegen spricht,

    • dass Fachlehrkräfte ggf. mehr für ihr Fach brennen, sofern man nicht ohnehin beide Fächer hatte (D,Ma)
    • dass Kinder mit der einen oder anderen Lehrkraft besser zurecht kommen
    • dass es eine zweite Bezugsperson gibt, auch gut, wenn mal jemand länger ausfällt, weil dann noch jemand in der Klasse Bescheid weiß

    Ferner soll durch das Beförderungsverfahren sichergestellt werden, dass die auserkorene Person die Aufgaben, zusätzlich zu den allgemeinen Verpflichtungen, gut bewältigen wird.

    Tatsächlich ist das auch so; wenn es dringliche zusätzliche Aufgaben gibt, dann kann die SL Lehrkräfte zur Ausübung dieser Aufgaben verpflichten; vielleicht gibt es dann noch eine Anrechnungsstunde dafür, wenn die betroffene Person Glück hat und die LK mitmacht.

    Dann können wir die anderen Funktionsstellen ja auch abschaffen: kann man ja alles als Dienstpflicht deklarieren.

    die Alternative zum Nichtmitnehmen des Kindes

    … ist meiner Meinung nach noch immer, das Kind anderweitig betreuen zu lassen oder die Notbetreuung der Schule zu nutzen, dafür wird sie ja gestellt.

    Wenn du selbst im PS benennst, dass du schon zu beiden Ergebnissen gekommen bist, sagst du doch das Gleiche aus: es gibt Umstände, die das Mitnehmen des Kindes nicht sinnvoll erscheinen oder sein lassen.

    Wenn ich die Belastung des Kollegiums bedenke, kann ich, die ich ständig die Belastung durch Vertretungsorganisation, Mehrarbeit, fehlenden Förderunterricht bei Unterversorgung der Schule trage, nicht mehr an Fortbildungen am Vormittag teilnehmen und nicht mehr krank sein.
    Das System hält nicht genug Vertretungsreserve bereit, die bei Kollegien mit vielen Eltern jüngerer Kinder angesichts der zu erwartenden Krankheitstage höher sein müsste. Das System bietet aber zumindest Notbetreuung, die man nutzen kann. Alternativ bräuchte es Betreuungsmöglichkeiten für Kinder Beschäftigter (Betriebs-KiTa), gibt es an einzelnen, privaten Schulen und unterstützt damit das gesamte Kollegium.

    Hinzu kommt, dass in den Klassen auch lauter Chili, Zitronen, Limonen, Kirschen, Ananas und Litschi sitzen.

    Hat man ruhige Gruppen, die 30 min selbstständig arbeiten, ist es etwas anderes, als eine Klasse mit vielen verschiedenen Bedürfnissen, in der man unentwegt mit Differenzierung und Hilfestellung zu tun hat und wirklich präsent sein muss.

    Einzelförderung oder auch Arbeit in Kleingruppen ist uns mehr oder minder untersagt, bzw. wird sie sehr ungern gesehen und als Vermeidung größerer Gruppen (weil so anstrengend) interpretiert. Die SuS stehen da definitiv nicht im Mittelpunkt.

    Da stellt sich die Frage, wer wie auf welche Schüler:innen guckt. Die Blickrichtung der Lehrkräfte aus dem Regelunterricht ist eine andere.

    Ich verstehe, dass man bestimmten Schüler:innen einzeln gut helfen kann, das bedeutet aber auch, dass die anderen Schüler:innen in der Zeit in der Klasse durch die Lehrkraft dort individuell gefördert und unterstützt werden müssen - nahezu immer, am also sehr oft mehrgleisig fährt und viele verschiedene Materialien bereithält, zielgleich und zieldifferent entsprechend unterschiedlicher Schwerpunkte und Lernstände.

    Warum müssen Lehrkräfte im Regelunterricht das irgendwie schaffen mit vielen verschieden Kindern in der Klasse, bei FöS-Kolleginnen zählt dann das einzelne Kind?

    Bei uns gibt es auch noch Förderung für Kinder einzelner Klassen, aber wir haben auch Klassen- und jahrgangsübergreifende Gruppen für die Förderung bestimmter Schwerpunkte, sowohl für den sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf, wie auch für DaZ.

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