Beiträge von Palim

    Mit der Argumentation wären Arbeitsschutzgesetze hinfällig …

    … zudem ist es beschämend für alle, die an den Studien teilgenommen und weit über die gesetzte Zeit arbeiten, ihnen selbst Verantwortung und Schuld zuzuschieben und den Arbeitgeber damit aus der Pflicht und Verantwortung zu nehmen.


    … und diejenigen, die es schaffen, die Arbeitszeit zu begrenzen, sind also die, die es niemandem recht machen?

    Schmidt
    Ich weiß nicht, was dich an meinen Beiträgen triggert, aber die Unterstellungen und Deutungen deinerseits empfinde ich als nicht angemessen.

    Bei mir kommt es vor, dass ich um effektiv eine Stunde zu korrigieren ungelogen 5 Stunden vorm Rechner sitze und dann beispielsweise hier, bei Reddit, bei Discord, bei Youtube oder wo auch immer unterwegs bin. Alles, hauptsache prokastrinieren.

    Du organisierst deine Arbeitszeit auch selbstständig, diese besteht aus weniger gebundener Arbeitszeit und mehr Freiraum.

    Die Arbeitszeitstudien quer durch die Bundesländer waren doch eindeutig, für die Schulform Grundschule wurde in Niedersachsen im Anschluss sogar die Absenkung des Deputats vorgeschlagen, weil die Streuung weniger breit und die gebundenen Aufgaben höher waren.


    Wenn es doch allen so leicht fällt, die Vielzahl an Aufgaben zu priorisieren und vieles sein zu lassen, wie nur kommen dann die Studien über Jahrzehnte zu ganz anderen Zahlen?

    Die Zeit, auf die sich ein BEM bemisst, ist immer ein Jahr, ohne genauen Beginn.

    Demnach dürften die Zeiten übertragen werden, es könnte ja auch sein, dass du in den nächsten 3 Monaten durch etwas anderes länger ausfällst und dann eine Wiedereingliederung benötigst - es wäre also zu deinem Schutz.

    Sollte es zu dem Gesprächsangebot kommen, kannst du es annehmen und die Lage darstellen und Optionen ausloten oder du kannst es ablehnen. Zum BEM gezwungen wirst du nicht.

    Da, wo noch kein Ganztag umgesetzt ist, hat man täglich 5 Stunden und an 3 Tagen auch die 6. Stunde.

    Die Wochenpflichtstunden in der Grundschule sind je nach Bundesland unterschiedlich, die KMK hat sich letztes Jahr auf einen Mindestwert geeinigt, der dem niedrigsten Wert eines Landes entsprach (92?). Die höchste Zahl hat derzeit HH mit 108.

    Eine Übersicht findet sich u.a. hier

    https://www.iwkoeln.de/fileadmin/user…rundschulen.pdf

    … mit Hinweisen zu Religion oder flexiblen Möglichkeiten.

    Als ich anfing, hatten fast alle Lehrkräfte an der Schule Teilzeitstellen, etwa 20 Stunden (Lehrkräfte älter, Kinder im GS-Alter oder schon aus der Schule heraus, z.T. Doppelverdiener)

    Inzwischen haben fast alle Vollzeitstellen (Lehrkräfte jünger, (noch) keine Kinder, der Nachteil der Teilzeit ist bekannt, Alleinverdienende).

    Die Versorgung der Schulen ist nicht immer gut, manchmal kann man die Pflichtstunden nicht bedienen, oft kann man die an sich bewilligten Zusatzbedarfe (Förderung für DaZ, sozialer Brennpunkt u.a.) nicht bedienen, weil Stunden fehlen.

    Diese Zusatzbedarfe liegen dann nach den Pflichtstunden, also am Mittag, sodass die Lehrkräfte dann ihre Vollzeit ausfüllen.

    Entlastungsstunden gibt es kaum, Springstunden sind auch eher selten, schon gar nicht, wenn man viele Vollzeitkräfte hat, da diese ja möglichst immer eingesetzt sein müssen UND auch nur so die Pflichtstunden bedient werden können.

    8 Klassen - 8 Leute, man tauscht also Klassen/Fächer, ist aber immer im Unterricht in den ersten 4 Stunden, danach wird es flexibler.

    Die Aufsichtszeiten sind da nicht enthalten, aber oft hoch, 2 große Pausen, manchmal mehrere Schulhöfe oder die Notwendigkeit, mehrere Personen einzusetzen,

    dazu Aufsichten vor und nach dem Unterricht, ggf. am Bus und täglich zum Frühstück.

    Ich löse mal,

    es ist ein Vogelkijkhut (Vogel-Guck-Hütte) bei Stellendam am Haringsvliet - durch Schleusen zu einem Binnenmeer geworden, aus ökologischen Gesichtspunkten werden die Schleusen aber offen gehalten, damit das Binnenmeer nicht weiter entsalzt, sondern sich die Natur im Brackwasserbereich wieder erneuern kann.

    Der Ausguck wird „Tij“ genannt, ich dachte, es sei an „het ei“ angelehnt, denn das Gebäude hat eine Ei-Form, aber es bedeutet Tide.

    https://www.baunetzwissen.de/holz/objekte/s…llendam-6675124

    und

    https://www.visdief.nl/over-een-vogelkijkhut-bij-stellendam/

    Ich muss halt immer daran denken, …

    … dass damals auf diese Lehrkräfte herabgeschaut wurde, von Schüler:innenseite auch, das waren eben keine „richtige“ Lehrkräfte … oder gar Menschen?

    Soll das Aufstiegsamt dort beginnen, wo Schüler:innen nahezu erwachsen sind?

    Warum beginnt es nicht da, wo Kinder lesen lernen, Zahlen begreifen, mit dem institutionellen Lernen beginnen, weil diese Fähigkeiten so wichtig für das Leben sind und die Jahre so prägend?

    Oder war alles bis zum BK doch nur ein bisschen Spielen und Kakao verteilen?

    Es ist schrecklich, wenn ihr diese Hackordnung weiter zementiert.

    Und wir brauchen nun wirklich nicht so zu tun, als würden Aufgaben an Schulen nicht mit der Schülerzahl und auch der Anzahl an Jahrgängen skalieren.

    War klar,

    kleine Kinder, kleine Aufgaben:

    Posten wie : ich teile die Schulmilch aus

    War nicht gemeint, es gibt genug Aufgaben an allen Schulformen, die man sehr wohl in Ämter schreiben kann.

    Die Größe der Schule bedingt auch, dass es sehr viel mehr Lehrkräfte gibt. Da könnte man ja ansonsten - verglichen zur Grundschule - auf die Idee kommen, dass man sich alles nur gut aufteilen muss, dann passt das schon.

    Ja, möglich,

    aber die unzähligen Aufgaben, die in manchen Schulformen in Listen für Ämter geschrieben werden, fallen in allen Schulformen an.

    Dann sollte man alle entsprechend behandeln und nicht meinen, die einen hätten Beförderungsämter verdient, weil sie über Jahre hart arbeiten, was impliziert, andere würden es nicht tun,

    obwohl die vielen zusätzlichen Aufgaben überall zu erledigen sind.

    Und nun kommt nicht mit kleinen Kindern oder kleinen Standorten.

Werbung