Zudem ist es auch nicht die Kernaufgabe von Schule, Interessen zu bedienen und Talente zu fördern.
Sondern?
Zudem ist es auch nicht die Kernaufgabe von Schule, Interessen zu bedienen und Talente zu fördern.
Sondern?
Denkt man diesen Gedanken mal bis zum Schluss, züchten wir uns hier eine absolute Proletariatsschicht heran, die bis auf atmen, essen, trinken, überleben nur solange funktioniert, wie OpenAI Lust hat, seine KI für alle anzubieten!?
Und was tun wir dagegen?
Bei uns gab es zwar keine „Qualitätsoffensive“, aber in den letzen Jahren doch wieder mehr die Forderung nach IQ-Testungen innerhalb des Erstellens der Gutachten. Das war vor der Einführung der Inklusion auch eher so, dann eine längere Zeit nicht, nun wieder mehr.
Auch bei uns werden die Grenzbereiche individuell betrachtet, das ist schon immer so.
Die GE-Kinder können die Schule wechseln, die LE-Kinder bleiben, Gutachten gibt es für letztere ohnehin erst Mitte 2 (also zur 3. Klasse), vorher darf man sie nicht mehr stellen.
Bei mir arbeiten Kinder auch mal mit Klick (Kopiervorlagen), ein Kind auch mit dem AH), für die, die ich zurzeit in der Klasse habe, war das Material zuerst viel zu schwierig, jetzt ist es zum Teil zu leicht, zum Teil ok, aber zu wenig. Es ist nicht ganz einfach, das immer wieder anzupassen. Da ich aber für beide Kinder eine gute Lernbegleitung habe, ist das die kleinere Baustelle.
Die anderen Kinder ohne Begleitung sind erheblich schwieriger zu fördern, das sind allerdings auch die, denen Motivation und Einsicht fehlt, die kein Gutachten haben (eines schreiben wir jetzt noch), die auch nicht den Voraussetzungen entsprechen, dennoch aber 1-2 Jahre hinter den anderen liegen (DaZ-Kinder mit auffallend schlechtem Lernzuwachs). Diese passen also genau in die Gruppe, von der auch Moebius geschrieben hatte.
Wem schreibst du die Fehlermeldung, O. Meier ?
Das Internet ist bei uns so *hüstel*
Das ist bei uns ähnlich. Ein Zeiträuber im Unterricht, nicht nur für das Klassenbuch.
Auch braucht es erheblich länger, als das Papierwerk aufzuschlagen und schnell zu notieren.
Was aber bedeutet "gemeinsam lernen" und welche Form von Unterstützung gibt es in den Systemen?
Ist denn Eis aus einem Kühlschrank-Fach überhaupt richtiges Eis?
Müsste nicht die Pickelhaube in einem zentralen Eisschrank gekühlt werden, der mit Eisblöcken ausgestattet wird, die mit Hilfe von Pferdekutschen geliefert wurden, um von dort das Eis dann in der Haube mitnehmen zu können?
Dass heute jeder das schnelle Eis will ohne sich anzustrengen! Davon werden die Eisberge untergehen.
Die einen wünschen sich Separation, die anderen Integration
Wünschen sich „die anderen“ wirklich immer Integration?
Was wünschen sie sich denn, wenn es weder Separation noch Integration ist?
Ich kenne dein Kind nicht, du kannst dir als Elternteil wünschen, was du magst, und wählen, was das Schulsystem in deinem BL zur Auswahl stellt.
Mir gefällt es nicht, pauschal zu sagen, dass alle, die anders sind, separiert werden müssen. Die Förderschüler sollen auf Förderschulen, die DaZ-Kinder ... sollen woanders hin, die Unmotivierten sollen woanders hin, die gerade mal nicht mitkommen, sollen woanders hin... und wenn die dann alle gegangen sind, wird es neue geben, die zu langsam, zu lustig, zu schnell, zu unmotiviert, zu irgendwas sind ... die müssen dann auch alle gehen?
Ja, es braucht dafür Unterstützung, aber das muss ja nicht immer gleich ein Schulwechsel sein. Warum gibt es keine Stützkurse oder Trainer oder Assistenzen, die mit diesen SuS bestimmte Inhalte wiederholen oder intensiver üben könnten? Warum kann man Förderpläne nicht so erstellen, dass man sehr genau wählt, welche Inhalte wirklich notwendig sind, um zu einem anderen Zeitpunkt wieder den Anschluss zu bekommen? (Kann man in Teilen, aber darüber wird wenig gesprochen, finde ich.)
Was redest du? Kennst du einen GE-Schüler am Gymnasium?
Gymshark kennt gar keine GE-Schüler, denke ich, entsprechend fallen die Mutmaßungen aus, anders möchte ich die Äußerungen nicht erklärt wissen.
Die Schüler, die ich zuvor ansprach, sind aber keine Förderschüler und passen nicht in dieses Profil. Es sind Jugendliche mit Sprachproblemen, mit Motivationsproblemen und mit ungünstigen außerschulischen Rahmenbedingungen. Ich denke, die sind schon richtig, wo sie sind, nur bräuchten sie dort andere Lernbedingungen.
Ja, diese brauchen andere Lernbedingungen, die anderen auch.
Die einen wünschen sich Separation, die anderen Integration, aber bessere Bedingungen benötigen alle, egal an welchen Standort sie dann beschult werden.
Sich für die einen paradiesische Zustände zu wünschen und die anderen auszuschließen, ohne deren Bedürfnisse nich mal im Ansatz zu verstehen und einzufordern, ist … schräg, beschämend, erschreckend? Sucht euch was aus.
serbisch-orthodox?
Wir reden nicht von schwerst-mehrach-beeinträchtigten Kindern oder Jugendlichen.
dass auch sehr sorgfältig geplanter und (teils fünffach, ich hab mich wirklich wirklich bemüht!) durchdifferenzierter Unterricht
Willkommen in meiner Welt.
Allerdings an der Regelschule selbst und nicht im Förderzentrum, das ohne Förderschwerpunkte natürlich gar nicht zuständig ist.
Ja, so sehe ich das auch. Aber dann müssen eben die Regelschulen anders aufgestellt und ausgestattet werden. Man kann sich nicht wünschen, dass alle Schüler:innen wie vorgestellt lernen und es dann klappt.
Anders herum: Ich freue mich über die, die Hilfe haben (Lernbegleitung) und jetzt doch lesen lernen oder jetzt im Rechnen viel weiter sind, als der gestellte Förderbedarf in Aussicht gestellt hätte. Da sieht man, wie viel Zeit es braucht, bis das Lernen beginnne kann oder wie winzig klein die Schritte über Jahre sind (und diese Kinder bewundere ich sehr, dass sie doch immer wieder zu motivieren sind) ... und dann, irgendwann, geht es eben doch in größeren Schritten voran.
Warum kann man das nicht verbrieft für die anderen umsetzen? Für Kinder mit zeitweisen Lernschwierigkeiten, Kinder, deren Vorerfahrungen noch nicht ausreichen, Kinder, deren Sprache noch nicht ausreicht?
Es ist illusorisch zu meinen, man würde alles individualisieren und dann liefe es von selbst - tut es nicht bei allen.
Es ist aber auch illusorisch zu meinen, man müsse die Latte nur hoch genug hängen, damit alle sich bemühen, sie zu überspringen.
aber mein Vorschlag wäre
Vielleicht beschäftigst du dich mal mit "Sonderpädagogischer Unterstützung", bringst in Erfahrung, wer dort unterrichtet wird und wie man überhaupt auf eine Schule dieser Ausrichtung gelangt.
Das, was du dir vorstellst, ist ein Entfernen von Schüler:innen aus dem bisherigen Schulsystem. Da gehe ICH nicht mit!
Was spricht dagegen, die Mittel, die für deinen Vorschlag notwendig wären, in die Regelschulen zu geben und die Schüler:innen dort besser unterstützen zu können?
Weder wir, noch die Grundschule hält ein Backup-System vor, das in diesen Fällen effektiv greift.
Ich habe so einiges, das man als Backup-System sehen konnte. Dennoch greift auch das nicht. Es gibt zunehmend Kinder, die sich nicht bewegen, die mit der Schulter zucken und denen alles egal scheint.
Ich habe da keine Lösung, die im kleinen System greift. Wie soll es dann im größeren System mit größeren Klassen, mehr Wechsel und mehr Freiräumen gelingen?
Leben wir irgendwie in einem parallelen Universum?
Ja, muss wohl.
Bei uns wählen die Eltern aus einem SekI-Angebot von 7 Schulen.
Aber ich glaube, da sind es weniger die Projekte, die zählen, sondern für einige die Schulform Gym, für andere die Arbeitsweise (offener, gelenkter, Noten/Bericht u.a.) und für weiter die Wohnortnähe.
Dazu kommen familiäre Vorzüge (wir waren doch alle da). Das alles kann man über Projekte gar nicht steuern.
Sicher kann man etwas über Präsentation/ Homepage lenken und ganz sicher spricht sich in der Elternschaft herum, welche Schule sich wie kümmert. Das ist dann aber abseits von Projekten die Beratung, Transparenz, Erreichbarkeit u.a., quasi die Bindungsarbeit, die auch viel Zeit benötigt.
Eltern, die nach Projekten fragen, kenne ich wenige und das waren sicher die, die alles hinterfragen und neben der Rosine auch noch eine Marzipanknospe in Zartgrün erwarten.
Für die Bewerbung nach dem Ref gibt es nahezu ausschließlich schulscharfe Stellen und die Junglehrkräfte können sich aussuchen, wohin sie gehen. Da zeigt eine Schule mit Projekten, welche Haltung sie verfolgt.
Diese ganzen Auszeichnungen a la "Schule ohne Rassismus", "Europaschule", ... haben für mich eigentlich gar keinen Wert mehr
Schade,
ich kenne eine Menge Themen, da sollte es wirklich an jeder Schule Unterricht und Projekte geben, die diese immer wieder in den Fokus bringen - gerade diese!
Sicherlich ist es wertlos, wenn man sich nur die Plakette ans Haus hängt, aber so ist es ja in diesen Fällen nicht, es wird jährliches, stetiges Engagement gefordert.
Gerade dieses stetige Engagement ist aber in sehr vielen Bereichen von Schule nötig, wenn solche Projekte und Unterricht und Schulalltag laufen. Das führt wohl auch dazu, dass einige schon darauf verwiesen haben, dass es nicht immer etwas Neues sein muss, das gesehen wird, sondern dass man auch mal schaut, was schon lange dabei ist und wie viel Kraft es braucht.
Das Problem bleibt eines, solange es a) keine offizielle Zeiterfassung der geleisteten Arbeitszeit gibt und b) weit mehr Aufgaben in der Schule zu erledigen sind, als vom bestehenden Personal zu schaffen sind.
Das führt dazu, dass sich Kolleg:innen selbst abgrenzen müssen oder sich aufreiben im Alltag und weit über das Soll gehen.
Wenn Kolleg:innen fragen, ob es Entlastung/A14 gibt, beobachten sie, dass einige Kolleg:innen an der Schule dies für außerunterrichtliche Aufgaben erhalten, andere nicht (an Grundschulen bekommt keiner was, da kommen solche Fragen seltener, aber der Wunsch nach Entlastung ist trotzdem groß).
Aus der Frage nach Entlastung spricht die Überlastung oder die Wahrnehmung, dass es ein Ungleichgewicht bei den Entlastungen gibt.
Treffen die Überlegungen nun das Personal, das sich einfach besser abgrenzt?
Oder bekommt man diese Antworten, weil sich die mit Entlastungen besser abgrenzen und nicht für weitere Aufgaben bereit stehen, sondern an andere verweisen?
Ich finde die Diskussion und die Gedanken dazu außerordentlich schwierig. Sieht man (in der SL) wirklich die Aufgaben der anderen und kann man einschätzen, wer sich regulär abgrenzt und wer ständig unter dem Soll bleibt?
Kann man wissen oder erfahren, dass jemand sich rauszieht und aus welchen Gründen das geschieht?
Fällt es unter Fürsorge, wenn man maßregeln (oder ändern/beeinflussen) will, dass jemand sich zu wenig einbringt? Ist es dann auch Fürsorge zu maßregeln, wenn jemand viel zu viel macht?
Dazu gehört auch, dass man die Aufgaben anderer gerne unterschätzt. Vieles, das locker aussieht, ist ein Zeitfresser, weil man die Arbeit dahinter nicht kennt und nicht erkennt. Und anderes hat man für sich selbst vielleicht anderes arrangiert, weil man dies als effizienter bewertet, das muss aber damit nicht für alle anderen gelten.
Vielleicht muss man generell transparenter machen, wer was tut?
Wie viel Einblick hat man wirklich in die Arbeitszeit, die Aufgaben und die Schwerpunktsetzung der anderen? Wie viel Einblick gebt ihr den Kolleg:innen über euren Einsatz?
Kann man das von außen erfassen oder übersieht man etwas oder bewertet es anders, weil man selbst anders auf die Aufgabe schaut oder anders vorgehen würde? Wie geht es einem selbst damit und wie nehmen andere das wahr?
Ich frage mich übrigens, woher die Annahme kommt, es gäbe eine Drittelung.
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