Beiträge von Palim

    Ich bin kein allzu passionierter Gamer, aber wenn mal, bin ich bin dabei ganz anekdotisch und subjektiv zumindest "aktivierter" als beim Unterrichten. Schon allein deswegen, weil es ein anderes Level an Konzentration und schnellere Reaktionen etc. erfordert, sonst ist halt schnell Game Over. Unterricht ist Überblick behalten und eher oberflächlich Prozesse managen, Zocken ganz punktuelle und dauerhafte Fokussierung.

    Ich zocke nicht, würde aber die Wörter "Unterrichten" und "Zocken" in deinem Beitrag tauschen.

    Deshalb stimme ich Magellan und Ilse2 zu, die Unterricht anders wahrnehmen, was sich auch mit den Erfahrungen der Gym-Lehrkräfte deckt, die an unserer Schule waren.

    Die despektierlichen Äußerungen

    Jetzt wird es ekelig.

    Es war schlicht eine Nachfrage, mehr nicht. Dass state_of_Trance sich angegriffen fühlt oder genervt, weil er denkt, man würde ihm das Hobby vorwerfen, war keine Absicht. Ich wollte lediglich wissen, was genau den Reiz / die kognitive Aktivierung ausmacht.

    Darauf wird reagiert mir „kannst du ohnehin nicht nachvollziehen“ oder „Du kannst ja gerade eine App herunterladen“. Schade.

    Da du offensichtlich keine Ahnung von der Vielfältigkeit dieses Hobbys hast, belasse ich dich in deinem überheblichen Glauben, du hättest bessere Hobbys.

    Schade, dass du eine ehrlich gemeinte Nachfrage so abwertest.

    Meine Hobbys sind andere, stimmt.

    Ich finde die Beiträge zu HSP in diesem Thread bereichernd, weiß nicht, ob ich dazu zählen würde, habe aber im Schulalltag so vielfältige gleichzeitige Aufgaben, das ich mir in den Ferien anderes suche, um herunterzufahren.

    Ich bin eher erstaunt, wie viel Energie einige haben, die fehlt mir teilweise in den Ferien völlig, aber ich kann nachvollziehen, dass Alpen besteigen oder Radtouren so anders sind, dass der Kopf frei wird.

    Auf der Suche nach Sachen, die meinen Kopf vollständig beschäftigen, habe ich anderes gefunden.

    Ob Schule vergleichbar ist mit Zocken, im Sinn von Strategie, Team, Tempo, Level, wäre eine Forschungsarbeit wert.

    Aber die Grundschullehrer sehen, was kommt.

    Ja, aber man sieht eben immer nur den Einzugsbereich, man weiß, warum die Schüler:innenschaft so oder so zusammengesetzt ist. Veränderungen ergeben sich über Jahre, hängen aber auch an Faktoren, die hier nicht mitgedacht sind, Mediales, Arbeitssituation, Veränderung von Wohngebieten,…

    Auch die Einstellung zu Bildung und Erziehung ganz allgemein hat sich verändert, nicht bei allen, aber ich weiß nicht, ob es an der veränderten Elternschaft liegt, die sich wiederum aus anderen Aspekten gewandelt hat.

    Hinzu kommt der Umgang mit Inklusion, aber auch Umgang mit Schwächen, Schwierigkeiten, chronischen Erkrankungen, da öffnet sich Schule, das ist an sich gut, es trifft aber auf unterschiedliche Anspruchshaltungen oder Erwartungen und ist nicht gut abgestimmt auf die Ressourcen und darauf, dass Öffnung oder Hilfe oder Nachteilsausgleich ein Ausgleich sein soll, kein Ersatz.

    Man sieht vieles, fördert vieles, danach gehen die Schüler:innen weiter an andere Schulen mit anderen Möglichkeiten.

    Ich frage mich, wie die Leistungen der Schüler:innen von vor 20 Jahren mit heutigen Anforderungen wären. Ein Fall von Förderbedarf Lernen hängt mir nach, heute würde das Kind die Schule nicht wechseln und man hätte mehr Möglichkeiten, dem Kind entgegen zu kommen und das, was es kann, zu würdigen. Bei anderen Kindern frage ich mich, warum es damals so schwierig war, aber die Inhalte sind nur in Teilen anders. Wer Grundrechenarten vor 20 Jahren nicht gelernt hat, hätte es heute auch schwer. Sicher habe ich über Jahre dazu gelernt, kenne eine Menge Möglichkeiten, differenziere erheblich mehr, aber Schwierigkeiten beim Lesen, Schreiben, Rechnen ziehen sich durch.

    ob man einfach mehr Inklusionskinder hat oder die Lehrkräfte einfach nur mehr melden.

    Melden ist so extrem aufwändig, das macht keiner freiwillig.

    Wir hatten schon immer Inklusionskinder, aber früher gingen sie nach der 2. Klasse. Das System ist flexibler und ermöglicht erheblich mehr zieldifferente Beschulung und man geht auch weit mehr auf andere Schwierigkeiten ein. Da fehlt ein Ausgleich.

    Dass man zudem die Bedingungen auf das zurücksetzt, was vor der Inklusion galt (melden erst Mitte 2, viel zu wenig zusätzliche Stunden), ist erbärmlich und hat mit Inklusion wenig zu tun.

    Wenn Du dir mal aktuellen Vorgaben ansiehst, merkst Du sehr schnell, dass man die Zahl der Kinder mit Förderbedarf (politisch) reduzieren will.

    Ich wüsste wirklich gerne, was sich unser RZI ausgedacht hat (halbjährlicher Wechsel, ständig Neuerungen), was sich OS ausgedacht hat und was wirklich Erlass ist. Dazu bräuchte ich Vorgaben aus z.B. Hannover oder Lüneburg.

    Auf Förderbedarf "Lernen" kannst Du i.R. erst in der dritten Klasse testen. Dann kommt der Förderbedarf erst in der vierten Klasse zu tragen.

    Das ist bei uns anders, die Vorgaben sagen, dass man zum 2. Halbjahr der 2. Klasse testen darf.

    Die neuen Vorgaben sehen vor, dass man bis dahin unendlich viele Dokumente zusammentragen muss. Das Gutachten zu Klasse 3 ist notwendig, wenn man weiterhin die Note aussetzen will.

    Alles andere ist "Differenzierung".

    klappt bei euch? Super! Ich dachte, dass Du immer über fehlende Lehrkräfte und Unterstützung bei euch berichtet hast.

    Ja, wolltest du ja nie hören. Wir sind zur Abwechslung mal besser versorgt... solange es dauert. Förderschullehrkräfte sehen wir selten, mal sehen, was das neue Jahr bringt.

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