Beiträge von Palim

    Ich mache „Heft-/Hefternoten“ bis etwa Klassenstufe 7

    Ich mache das möglichst nicht, weil es immer noch so ist, dass Mama dann die Mappe aufhübscht und die Note an die Mutter geht. Dennoch nehme ich mir exemplarisch Zeit, Mappenführen zu üben.

    Hefte sammle ich allerdings ständig und immer ein und gucke auch sehr vieles sehr genau nach, um so genauer, je nachlässiger die Kinder mit den Aufgaben sind - und das sind zunehmend viele.

    In Klasse 1 geht es auch um Schreibrichtung, sehr viel um Sorgfalt, danach sehr oft um Aufgabenverständnis und Genauigkeit. Dennoch ist es erstaunlich, dass es trotz allem Nacharbeiten immer noch viele sehr nachlässig sind und bleiben.

    Schölles hat schon vor Jahren am Beispiel Bremens dargestellt, dass die Anforderungen in der Arbeitszeit nicht zu schaffen sind.

    Da wäre dann vielleicht auch mal interessant, ob diese gesamten Aufgaben nicht als "angewiesen" zählen, da man sie als Lehrkraft ja verrichten muss.

    Wir haben jetzt im 2. Jahr ein anderes Programm.
    Das Zeugnis streckt sich, wenn der Text länger wird, dann sind es eben auch mal 3 oder 4 Seiten.

    Die Textbausteine haben wir selbst eingepflegt, sie sind so ähnlich wie vorher und lassen sich auch erweitern. Bis auf ein paar Leerzeichen, die noch hier und da zu viel sind, läuft es erstaunlich gut … und ist auch kein Vergleich zu vorher.

    17 Tage ist nicht lang, ich fange auch früher an, dieses Mal habe ich einen Teil über Himmelfahrt geschrieben.

    Ändert aber nichts daran, dass man eine Differenz feststellen wird zwischen den Fächern und Schulformen und dann logischerweise darauf reagieren wird (müssen), weil in dem Moment die Daten offen liegen.

    Eine Differenz zum SOLL, stimmt, da das IST erheblich höher ist.

    Dann muss man darauf reagieren. Genau dafür ist eine Arbeitszeiterfassung und dafür gibt es Gesetze zur Arbeitszeit.

    Dass man dann je nach Schulform reagieren muss, ist logisch. Aber - danke an Maylin85 - es wird auch nach Standorten notwendig sein, Ausgleich zu schaffen.

    Mit einem Ausgleich - habe ich vorhin in Bezug auf HH gelesen - ist dort folgendes geregelt: Kommt es zu einer Überlastung, muss es im darauf folgenden Jahr einen Ausgleich geben.

    Habe ich also eine besonders anspruchsvolle Schülerschaft erhalten, wird es dafür einen Ausgleich geben müssen, da z.B. zieldifferenter Unterricht viel zusätzliche Zeit in Anspruch nimmt, den derzeit niemand beachtet.

    Du wirst mit so einem Modell vermutlich schlechter dastehen als ich.

    Werde ich nicht.

    Ich unterrichte ja jetzt auch mehr als die anderen.
    Dazu habe ich sehr viele andere Aufgaben.

    Genau das ist in den Übersichten nicht deutlich. Gibt es Zuschläge für Funktionen, beginnen bei Klassenlehrkräften? Gibt es Zuschläge oder Faktoren für Schulen im Brennpunkt, für große Klassen, für viele DaZ- und I-Kinder? Gibt es eine Anrechnung für fachfremdes Unterrichten? Werden die Arbeitszeiten angerechnet, die man benötigt, um anderem Personal Vertretungsmaterial bereitzulegen und sich abzustimmen? Gibt es Zeiten für pädagogische Konferenzen und Dokumentation?

    Die Länder wissen genau, dass sie mit der Arbeitszeiterfassung drauflegen müssen, deshalb wehren sie sich seit Jahren, obwohl das Gesetz längst gilt und Lehrkräfte keine Ausnahme bilden, da dies per Gesetz nicht vorgesehen ist.

    Und auch eine Faktorisierung ist nicht vorgesehen, sondern das Erheben der tatsächlichen Arbeitszeit. Mit jeder Vorschrift, die noch mehr Aufgaben in die Schulen gibt, erhöht sich die Arbeitszeit und das Land muss im Jahr darauf einen Ausgleich finden und sich für dieAufgabenflut rechtfertigen.

    Die Länder wissen, dass die Mehrzahl der Lehrkräfte Überstunden schiebt, denn die Arbeitszeitstudien sind gerichtsfest und das Land NDS hat die Studie anerkannt. Trotzdem wurden in 10 Jahren kaum Maßnahmen umgesetzt.

    Für NDS wurde für die Grundschulen die Absenkung des Deputats für alle Lehrkräfte vorgeschlagen, da die Mehrarbeit einen besonders hohen Prozentsatz trifft und der Deckeneffekt besonders deutlich wurde. Das war noch vor der Umsetzung der Inklusion, damit sind aber mehr Aufgaben hinzu gekommen, es gab keine Einarbeitungszeit und die Anzahl der Förderstunden durch Förderschullehrkräfte ist winzig und kann nicht flächendeckend gewährleistet werden, womit noch mehr Aufgaben bei den Lehrkräften in den Grundschulen bleiben.

    Du kannst schlicht nicht einschätzen, was es ausmacht, und siehst allein auf die vermutete Anzahl an Unterrichtsstunden.

    Da würde mich mal glatt interessieren, wie man das begründet.

    Dann musst du dich wohl selbst mal einlesen in Arbeitszeitstudien und Modelle, statt wilde Behauptungen aufzustellen, die du nicht belegen kannst.

    Ich bin raus, solange es dir nur um Protest geht.

    Es gibt dann Fächer, bei denen man in Summe nur wenig unterrichten muss und es gibt Fächer, bei denen man mehr unterrichten muss. Ja die Namen sind anders. Aber letztendlich interessiert mich doch nur, ob ich 28WS pro Stunden unterrichten muss oder 26WS

    Nein, am Ende machen die Unterrichtsstunden nur einen Teil der Arbeit aus, dazu schulst du Kinder ein, wertest Diagnostiken aus, setzt Fördermaßnahmen fest und bereitest die Materialien dafür vor, sprichst dich dazu mit Kolleginnen und Eltern ab, schreibst Gutachten, kümmerst dich darum, dass digitale Tools für Schüler:innen zur Differenzierung nutzbar sind, du wählst dir Musikstücke aus und schreibst sie um, damit sie für die Kinder spielbar werden, kümmerst dich um kulturelle Bildung in deiner Schule und versorgst den Elternrat mit Informationen, holst eine Beratung für eine dir so noch nicht bekannte chronische Krankheit ein, die du berücksichtigen musst, schreibst ein Konzept für das Einbinden der I-Hilfen ins Kollegium und übernimmst Aufsichten morgens und mittags … und so weiter.

    Unterricht bleibt ein Teil deiner Arbeit, andere Aufgaben auch. An beiden Stellschrauben kann man drehen.

    Erfasst man die Arbeitszeit in einem Jahr, kann man am Ende einen Ausgleich finden. Dieser kann zu mehr oder weniger Aufgaben führen. Hast du 7 Kinder mit Unterstützungsbedarf in deiner Klasse, ist es anders, als wenn es nur 1 ist, hast du 30 Korrekturen ist es anders, als wenn es nur 15 sind.

    Selbst das Deputat-Modell steht in der Kritik und da Personaldecke und Aufgaben seit 2003 nicht angepasst wurden, passt es zur heutigen Realität nicht, wenngleich womöglich besser als ein 150jähriges Deputatsmodell.

    Hast du meinen Beitrag #48 bis zum Ende gelesen oder schon vorher aufgehört?

    Hast du dir das Kleingedruckte genau durchgelesen?

    Es gibt genau 1 BL das die Arbeitszeit für Lehrkräfte nicht nach Deputat regelt, das is Hamburg. Dort wird es die nächste Studie zur Arbeitszeiterfassung geben, die sich berücksichtigen soll, ob das dortige Modell passend ist.
    Allein die Annahme, dass 75% der Arbeitszeit durch Unterricht besetzt sind, passt nicht zu den anderen Studienergebnissen.

    Da du die anderen Lehrkräfte anfügst: es wird nach Fachlehrern und Lehrkräften unterschieden, das ist in mehreren BL so. Fachlehrer werden anders ausgebildet und übernehmen andere Aufgaben. Nur auf diese Lehrkräfte bezieht sich das höhere Deputat. Eine Faktorisierung ist nicht angegeben, sondern verpflichtende Deputatsstunden.
    Dein Hinweis, dass Lehrkräfte mit Sport und Musik als Fach in mehreren BL mehr Unterricht erteilen müssten, stimmt also nicht.

    Die Faktorisierung in Hamburg ist je Fach und Schulform öffentlich einzusehen. Berücksichtigt wurden u.a. die Anzahl an Klassenarbeiten oder ob ein Fach 2- oder 3-stündig ist. Sport hat einen etwas geringeren Wert ab der SekI, Musik nicht.

    https://www.hamburg.de/resource/blob/…ge-005-data.pdf

    Deine Behauptung, dass mehrere Bundesländer über Faktorisierungen die Unterrichtsstunden den von Lehrkräften in den Fächern Sport oder Musik erhöhen würden, ist also falsch und auch für Hamburg nicht erwiesen, ebenfalls ist damit widerlegt, dass mehrere Bundesländern eingeschätzt hätten, Lehrkräfte dieser Fächer würden weniger arbeiten. Es ist erst einmal nicht ersichtlich, ob es zusätzliche Anrechnungen für Aufgaben außerhalb des Unterrichts gibt, wie Wettbewerbe, Turniere und Auftritte.

    Hinzu kommt, dass es ein Planungsmodell ist, die Arbeitszeit aber ebenfalls nicht erfasst.

    Kann sein, dass es solche Ausnahmen mal gab,

    Du schreibst doch die ganze Zeit über Ausnahmen, warum wundern dich dann andere?

    Das BEM setzt sich erst jetzt durch, ich kenne Lehrkräfte, die ihre Urlaubstage zu Schulzeiten nehmen konnten, pädagogischen Mitarbeiter:innen stehen sie auch zu.

    Das haben andere Bundesländer so festgestellt!

    Wer genau sind denn „andere Bundsländer“?
    Kannst du das mal belegen, damit man es nachlesen kann?


    Im übrigen bedeutet eine Arbeitszeiterfassung keine Faktorisierung, sondern die tatsächliche Erfassung der Arbeitszeit.

    Aber das Argument/die Lösung wird doch die gleich sein

    Wird es?

    Wenn die Arbeitszeiterfassung zeigt, dass du die Ferien für den Ausgleich der Überstunden und den Urlaubsanspruch benötigst, diese aber nicht ausreichen, dann muss dir Zeit im Schuljahr gewährt werden.

    Es ist dann die Sache deines Arbeitgebers, dies zu ermöglichen, was machbar wäre, wenn die Schulen weit besser versorgt wären.

    Die Ärztin wüsste darum und könnte sich ihren Sprich sparen, du gibst die Krankmeldung ab und deine Schule bietet dir Alternative Urlaubszeiten oder findet dafür eine Absprache, damit du deine Urlaub nehmen kannst.

    Volker_D

    Ich sehe nur Einzelfälle benachteiligt.

    Der Arbeitgeber ist verpflichtet, die tatsächliche Arbeitszeit zu erheben.

    Der Arbeitgeber hat das Recht, die Arbeitszeit einzufordern.

    Dann muss der Sportlehrer, so es bei ihm überhaupt dazu kommt, dass er über das Jahr zu wenig arbeitet, eben etwas übernehmen, das er lernen uns ausführen kann, Akten sortieren, Schulbücher verwalten, Sicherheitsbeauftragter werden oder eines der anderen Ämter übernehmen, sich für soziale Belange einsetzen und Projekte vorbereiten, …

    Aber das alles wären dann Aufgabe, die auch eine ganz andere Person übernehmen könnte, die kein Lehramtsstudium und 2. Examen vorweisen muss.

    … oder mehr Leute haben anteilig Sport und anteilig ihr Fach, dadurch ergibt sich ein Ausgleich.

    Die Musiklehrkräfte, die ich kenne, haben übrigens auch eine Menge zusätzlicher Aufgaben. Ich bin erstaunt, wie wenig du von diesen Aufgaben weißt. Das könnte auch begründen, warum du Sorge vor zu wenig Arbeit hast: du nimmst die vielen Aufgaben anderer nicht wahr.

    Ich halte fest:

    Du willst diese Schwierigkeiten finden.
    Du willst keine Lösung finden.
    Du nimmst in Kauf, dass die Mehrheit benachteiligt wird, weil EU-Recht nicht umgesetzt wird, da einzelne bei einer Arbeitszeiterfassung unter dem Soll landen könnten.

    Ist einfach mal wieder unnütze Arbeit. Was soll ich jetzt darüber Buch führen, ob ich meinen Uraub in der 1. Augustwoche oder in der zweiten Augustwoche gemacht habe und meine Unterrichtsvorbereitung in der jeweils anderen Woche

    Wenn du aber genau am ersten Tag des angegebene Urlaubs erkrankst, stehen dir andere Zeiten als Ausgleich zu. Warum ist das unnütz?

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