Beiträge von Palim

    Der ist vermutlich - je nach Konzept - zuständig für die Kinder und Jugendlichen mit sonderpädagogischem Förderbedarf.

    Das ist z.B. in Niedersachsen nicht so, da soll auch die Prävention geschafft werden,

    zudem Diagnostik,

    wohlgemerkt mit 2 Stunden pro Woche und Klasse für L, ESE und Sprache.

    Mir ist klar, dass das nicht ausreicht,

    dennoch wäre es sinnvoll, wenn die Verfahren mit DaZ-Kindern besser geregelt wären.

    Ich nehme nach dem "ja, mei" nun auch an, dass es BY als Bundesland ist.

    Wenn 8-10 Kinder eine DaZ-Klasse bilden, warum meinst du dann, dass du in größeren Gruppen die DaZ-Kinder fördern musst? Wo ist da die Grenze.

    Bei 28 Std. kannst du dann eben jeweils nur weniger Stunden für die Kinder geben.

    Und wenn die Schule weiter und weiter DaZ-Kinder aufnimmt, erhöht sich ja an sich die Zahl der Klassen UND der Lehrkräfte.

    Dazu denke ich, dass auch andere Fächer fachfremd unterrichtet werden, wenn eine Lehrkraft mit diesem Fach ausfällt oder aus anderen Gründen die Fächer nicht ausreichend vertreten sind. Dann muss eben jemand anderes auch DaZ unterrichten, wenn es gewünscht ist und Stunden vorhanden sind, die Kinder zu unterrichten.

    Zu den Förderlehrern oder Förderschullehrern kann ich für BY nicht sprechen, das ist anders aufgeteilt als bei uns, dass die FöS-Lehrkräfte in der Inklusion viel zu wenige Stunden haben und nie und nimmer Diagnostik, Prävention und Förderung stemmen können, ist leider tägliches Brot.

    und ja, einige BuT-Kinder machen wesentlich mehr Fahrten als Andere.

    Das hatte ich gemeint

    und habe überlegt, ob es reglementiert ist (z.B. alle 2 Jahre wird finanziert) und ob ich das gut oder schlecht finde.

    Wenn BuT bundesweit gilt, müssten dann nich allen diesen Kindern gleich viele Fahrten finanziert werden?

    Andernfalls könnten ja die Brennpunktschulen jedes Jahr fahren (wollen sie nicht, ist mir auch klar).

    Ich verstehe das System irgendwie nicht.

    Ihr müsst eine riesige Schule sein, wenn ihr zusätzlich so viele DaZ-Kinder aufnehmen könnt. Bei der hohen Anzahl könnte man ja auch DaZ-Klassen einrichten, für die es einen Klassenteiler gibt, also eine Lehrkraft für x DaZ-Kinder. Entsprechend viele DaZ-Stunden müsste eure Schule ja haben oder entsprechend viele Lehrkräfte.

    Mit der Zahl und dem Hinweis auf die FöS-Lehrkräfte solltest du mal bei der Schulleitung vorstellig werden,

    dazu eine Liste an vorab-Arbeitsheften und eine Liste an Materialien, die du auch gerne hättest, um deinen Unterricht entsprechend durchführen zu können.

    Bei uns haben Kinder, die nicht alphabetisiert sind und noch in A0 hängen Vorrang, wer A2 hat kann ja schon einiges und kann dann hoffentlich bald im regulären Unterricht mitarbeiten, wenn auch noch ohne Benotung.

    Ich bin auch in NDS und wir fahren auch nicht mehr.

    Zum einen ist die Belastung hoch und wird nicht entlastet,

    zum anderen hatten wir über Jahre so extremen Lehrkräftemangel, dass eine Fahrt zusätzliche Belastung für alle bedeutet und es kaum zu organisieren war.

    Dann wollten viele Lehrkräfte nicht mehr fahren und es wurde für die letzten schwierig, eine mitfahrende Lehrkraft zu finden, PM können nicht mehr mit, weil sie aus Gründen des Arbeitsschutzes entsprechend mit Stunden versorgt werden müssten.

    Außerdem fand ich es bei den letzten Fahrten immer schwieriger, auf alle Eventualitäten zu achten, Medikamente, die man mitnimmt, aber nicht geben darf, viele Kinder mit vielen zusätzlichen Bedürfnissen oder Aufgaben, I-Hilfen, die Feierabend haben, da macht es am Ende der Einzelfall oder aber die Summe der vielen Dinge.

    Es mag sich durch Migration der letzten Jahre verschärfen, aber den Mangel an Lehrkräften und Erzieher:innen hatten wir vor 10 Jahren auch schon, in den Schulen mit Standortnachteil deutlich zu spüren.

    Stärkere Jahrgänge gab es durch die Einführung des Elterngeldes, KiGa-Plötze waren aber nicht ausreichend vorhanden für mehr Kinder und das Recht auf Betreuung, das vermehrt in Anspruch genommen wird.

    Und auch die regionale Verteilung spielt hinein. 2 zusätzliche Kinder eröffnen nur selten eine neue Klasse, 20 aber schon. Dann hätte es doch eine Quote je Klasse geben müssen und jede Klasse hätte wenige dieser Kinder aufgenommen.

    In NDS müssen AH von den Eltern gekauft werden.

    Die Grauzone ist schon, dass man das Geld vorab einsammelt und selbst bestellt.

    Wenn die AH über die Schule gekauft werden müssen, kann entweder ein Teil des Etats dafür reserviert bleiben - du überschlägst, wie viel es in etwa ausmacht - oder es wird eine Anzahl Hefte gekauft, zumindest die gängigen, die werden ja nicht schlecht, der Vorrat muss nur viertel- oder halbjährlich aufgestockt werden.

    So mache wir es bei HSP-Testheften und bei einigen inklusiven Materialien. (wie im vorherigen Beitrag: der Schulträger hat einen Sonderetat „Inklusion“ geschaffen).

    Wir haben oft Kinder, die nicht gleich mit Arbeitsheften arbeiten können, weil sie die Alphabetisierung in der Zweitsprache erlangen müssen.

    Wir arbeiten an der Schule mit MALIOPE, das funktioniert wie ein Baukasten und kann etwa zur Hälfte des Programms mit den Jandorf- und Mildenberger-Heften ergänzt werden. Wir haben eine Box mit Hängeregistern, jeder Serie steckt in einer Mappe. Kommt ein Kind, das noch zu alphabetisieren ist, beginne ich nach der Einschätzung vorne oder in einer Mappe etwas weiter hinten.

    Die Kinder bekommen diese Materialien in einer gesonderten Mappenfarbe. Unsere DaZ-SuS sind direkt mit in den regulären Klassen, Vorklassen haben wir nicht. Wenn die Kinder im regulären Unterricht noch nicht mitarbeiten können, arbeiten sie dann an den DaZ-Aufgaben - natürlich nicht den ganzen Tag. Alle Lehrkräfte wissen um die Materialien und können es dann entsprechend im Fachunterricht auch einsetzen, wenn der Unterricht zu textlastig ist oder noch über den Kopf hinweg geht.

    Ist eine Serie fertig, kommt die nächste, man kann auch springen, vor oder zurück.

    Die Materialien findest du kostenlos hier https://www.4teachers.de/?action=show&id=674006&page=0

    In jeder Serie gibt es einen Arbeitsplan, den wir vorne in die Mappe heften, damit man abhaken kann (einige Kinder schaffen das bald selbst). In diesem Plan sind auch die Verweise auf die Arbeitshefte, und zwar so eingeteilt, dass gleichzeitig in den AH zum Thema Kleidung gearbeitet wird. Das Thema kann man dann in den DaZ-Stunden aufgreifen. Ist es eine Vorklasse, kann man das Thema einsetzen und die Mappen zwischendurch nutzen, während man mit einem Kind oder einer Gruppe etwas anderes machen möchte (lesen).

    Es gibt unter dem Schlagwort „Maliope“ auch nur die Schreibblätter oder nur die Leseblätter und man kann auch ohne AH auskommen oder muss sie nicht mit der Abfolge verknüpfen, auch dazu gibt es einen Ablaufplan in jeder Serie.

    Jaa? Und?

    Man darf es sagen und schreiben,

    es ist immer merkwürdig, wenn man etwas äußert und nachschiebt, man dürfe das nicht, dabei hat man es schon gemacht,

    und ja, man muss dann damit rechnen, dass andere die Äußerung wahrnehmen und darauf reagieren. Wenn man das nicht beabsichtigt hätte, warum sollte man sich dann ein Forum gesucht haben?

    Ein Argument für ein Bucheinatz ist immer, es gibt ein Handbuch und die Vorbereitungszeit verringert sich. Das kann ich nicht unterstreichen. Ich brauche keine Beschreibung der Schulbuchseite - das kann ich schon selbst. Was mir fehlt, sind sinnvolle Einstiege, Anbindung, Motivation, Sich-/Sinnbezug .....

    In den ersten Jahren habe ich es gelesen, da gab e§ auch Handbücher mit Hintergründen und umfangreiche Hinweise, was man wie im Unterricht einbinden, fächerübergreifend hinzufügen kann, so viel, dass man eine große Auswahl hatte.

    Inzwischen lasse ich genau die von dir beschriebenen Handbücher liegen, weil sie nur wenig Anregungen bieten.

    Vor allem die zeitliche Einordnung ist immer völlig schräg. Die führt auch dazu, dass beginnende Kolleginnen meinen, sie müssten sich an diesen Zeitplan halten und alles schaffen, was auf allen Seiten zu Frust führt.

    Obwohl ich die Erklärung mit Unkraut noch halbwegs verstanden habe.

    Aber das Haareschneiden davon abhängig sein soll ...

    Erklärung? Keine Ahnung ... ist das wichtig?

    Unkraut und Haare kann man wachsen lassen,

    es soll doch auch irgendwo Vollmond-Haarschneide-Partys geben oder sowas.

    Aber ich kann damit leben, am Schwendtag auch keine Haare zu schneiden.

    Wenn man doch das Ziehen von Gemüse mit dem Ziehen von Zöglingen vergleichen kann, könnte man vielleicht auch nach Mondphase korrigieren? Vielleicht nehmen Fehler bei abnehmendem Mond auch ab?

    Ich bin auch an das Schulbuch gebunden, die Arbeitshefte kann ich aber freier wählen.

    Zu unserem Buch (nur Lesebuch) gibt es 3 verschiedene Hefte, ich habe auch schon mal mit nur einem davon gearbeitet, dieses Mal sind es wieder 2, wir haben aber beim 2. Heft (Lesen und Texte verfassen) vorab gemeinsam durchgesehen, was wir davon wirklich machen wollen. Für nächstes Schuljahr entscheide ich dann neu.

    Zusätzliche Hefte gibt es dennoch, z.B. das Jandorf Rechtschreibheft. Davon bestelle ich in 4 Jahren eines (für Klasse 3) und nutze es über 2 Jahre.

    Im Lesebuch nutze ich die Texte, die MIR gefallen und die ich sinnvoll einbinden kann. Ich lasse manchmal ganze Kapitel aus. Dafür lesen wir eine Menge anderer Sachen, mehr Sachtexte, Zeitschriften - und ja, wenns es irgendwie geht auch Lektüren. (Das war vor 4 bzw. 3 Jahren nicht so zielführend, wie ich es mir vorgestellt hatte, da muss ich mir noch mal etwas anderes überlegen.)

    Zum integrativen Grammatikunterricht:

    Ich glaube, dass der Ansatz falsch verstanden oder umgesetzt ist.

    Wenn ich Geschichten schreiben will und wörtliche Rede benötige, dann übe ich dann auch die Zeichensetzung, Synonyme für „sagen“ und anderes, weil man es zum Schreiben benötigt und die Kinder es dann in der Geschichte anwenden können. Das wäre für mich integrativ.

    Es hilft da aber wenig, wenn hier und da im AH so eine Übung kommt oder wenn man zu einem Text oder Thema alle möglichen Inhalte mit einzelnen Übungen einbaut. Das mag integrativ sein, hilft aber wenig, je schwächer die Schüler:innen, desto weniger.

    Das hat auch nichts mehr mit dem Spiralcurriculum zu tun, da wiederholen sich doch eher mal Inhalte aus 1/2 dann auch in 3/4 oder später wieder, die Zeiträume sind dann größer und man kann dennoch einzelne Themen erklären und üben.

    Zu dem Thema fehlt wohl auch, dass immer mehr hi zugenommen wird, aber nichts wegfallen soll. Wenn man sämtliche Sorten von Aufsätzen unterbringen will, können die Kinder am Ende nichts richtig und haben wegen der kurzen Sequenzen nie wirklich an ihren Texten gearbeitet.

    Auch bei unserem Buch taucht vieles häufiger auf, zudem haben die Kapitel im Lesebuch jedes Jahr die gleichen Titel, da ist wenig vielfältig, den Sinn habe ich nicht verstanden, außer dass man die Bücher dann auch in gemischten Lerngruppen einsetzen könnte. Da gibt es aber auch andere Konzepte oder Möglichkeiten.

    Bei uns ist es nicht so eng, wir müssen nicht die gleichen Arbeiten schreiben, machen es derzeit aber und weichen gleichermaßen von den Lehrwerken ab. Mit dem Wissen, dass die Sachen in 3 und in 4 genauso wieder aufgegriffen werden, lasse ich in Klasse 2 Sachen aus, behalte aber in der Regel die Klassen.

    Und auch, wenn man Klassen übernimmt, muss man doch noch mal gucken, was wirklich sitzt, da war der Hinweis gut, dass ausgefüllte AH nicht bedeuten, dass die Kinder gut gelernt haben.

    Vor ein paar Jahren habe ich mich gefragt, was fehlt und was mir früher besser gefallen hat. Es waren unter anderem die Projekte, die bei aller Kriterienorientierung und vorgegebenen Plänen immer weniger wurden, aber an sich mehr begeistern und die Kinder auf eine andere Weise erreichen. Manche Kinder bekommt man auch gerade damit und das hat auch seine Berechtigung.

    Ich habe mir vorgenommen, mich nicht von einem Buch hetzen zu lassen, dass die, die es herstellen, nie unterrichten. Ernüchternd war auch, dass gute Änderungen, die durch die Umstellung auf Kompetenzen enthalten waren, Ausgabe für Ausgabe weniger werden.

    Wenn Unterricht nur noch das Abarbeiten des Arbeitsheftes ist, ist er ziemlich arm.

    Das schnelle Wechseln war bei Bausteine schon immer so.

    Auch das Anreißen aller möglicher Textsorten zum Schreiben gibt es in mehreren Lehrwerken, das gefällt mir auch nicht, lieber übe ich an einer Sache ein wenig intensiver.

    Für den Grammatikteil war schon immer schwierig, ob man es losgelöst oder an Themen gebunden machen will. Meiner Meinung nach geht zum einen das fächerübergreifende zurück, zum anderen ist der Unterricht aber eher integrativ, ich finde es schwierig zu erklären, es wird schneller in der Anwendung unterschiedlicher Kontexte gefordert, was in der einfachen Übung noch nicht klappt oder Koch nicht erfasst ist, wobei die Kinder den Sprachgebrauch nicht selbstständig mitbringen, sondern wirklich erlernen müssen.

    Wenn du niemanden parallel hast, den du fragen kannst, kannst du für dich entscheiden, welche Schwerpunkte du setzen willst.

    Insgesamt bieten die Schulbücher immer weit mehr Material an, als je zu schaffen wäre, wir haben ein Mathewerk, da müsste man 3 Seiten pro Tag bearbeiten, um es im Schuljahr zu schaffen.

    Wir arbeiten mit einem anderen Lehrwerk.

    Ich habe Kolleg:innen, die am Buch bleiben und sehr vieles davon nutzen, samt Arbeitsheft, Zusatzmaterial des Buches etc.,

    und andere, die sich das rauspicken, was passt, aber auch noch anderes ergänzen, den Unterricht weniger am Buch orientieren und eigene Sachen einbringen.

    Ich gehöre eher zu letzteren, habe einen Plan, was im Jahr wirklich wichtig ist, welche Inhalte sitzen müssen,

    dazu dann Ideen für weitere Bereiche, wie ich das Lesen stärken will, was ich im Teilbereich "Texte verfassen" angehen will, Wörterbucharbeit und verbundene Schrift gehören auch dazu in Klasse 2.

    Da gefällt mir unser Lehrwerk nicht so gut (Texte verfassen, Wörterbuch) oder es greift die Themen nicht auf (Schrift) und ich nutze anderes Material, schon in Klasse 2, mehr noch in 3+4.

    Du ordnest das Geschehene ein mit dem Satz:

    Jeder darf Kritik an institutionellem Handeln äußern - aber Leute, macht's mit Niveau!

    Was von dem Geschehenen erfasst du denn als "institutionelles Handeln"?

    Und was von dem Geschehenen ist deiner Meinung nach zwar niveaulos, aber inhaltlich richtig?

    Gerade dieses bewusste Herunterspielen hat bei AFD-Anhängern System.

    Danke, Kris24 ,

    dass du nicht müde wirst, dies immer wieder deutlich klarzustellen und dass du nicht über die Posts hinweggehst und es dir nicht zu blöd wird, immer wieder darauf zu verweisen.

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