Es sollte eine öffentliche Schulart geben, auf der nur lernwillige, lernfähige SuS sind und die Lehrkräfte entsprechend fachlich anspruchsvollen Unterricht geben können. Deshalb bin ich absolut für ein dreigliedriges Schulsystem das viel stärker selektiert.
Wir verschenken so unglaublich viel Potential nach oben hin (Innovation, Forschung, gesellschaftliche Leistungsträger), wenn wir die potentielle Elite ständig ignorieren und schrecklichen Lernbedingungen aussetzen.
Es können doch so Idealisten, die gerne die schwachen und lernunwilligen SuS fördern, dann an eine andere Schulform (wenn es wieder dreigliedrig mit ordentlicher Zuordnung der SuS gäbe) gehen, wo eben nicht die lernwillige, leistungshungrige Elite ist.
Ich kann deine Ausführungen nicht nachvollziehen.
Wie kann man so schwarz-weiß denken?
Wie viel Potential verschenken wir schon jetzt durch Selektion und Segregation?
Wie viel mehr ist möglich, wenn wir alle fördern und herausfordern?
Die Kinder sind es doch alle wert, dass man ihnen ermöglicht, was irgendwie machbar ist. Bei einem ist es ansatzweise Lesen, bei einem anderen zeitgleich dicke Wälzer, aber weder das eine noch das andere Kind wird im Lesen/Lernen davon beeinträchtigt, dass das andere einen anderen Text (im weitesten Sinn) vor sich hat.
Weiß ich denn, ob aus diesem oder jenem Kind nicht in 20 Jahren jemand geworden ist, der die Gesellschaft wesentlich trägt? Hoffentlich aus allen.
Woher kommt die Behauptung, dass man sich nur um „unten“ und „oben“ kümmern würde oder sollte?
Warum können nicht alle lernen, die, denen es leicht fällt, gerne intensiver, schneller, umfassender.
Das IST entsprechend anspruchsvoller Unterricht und ja, dafür braucht man gut ausgebildete Lehrkräfte.
Schulen für Hochbegabte gibt es, häufig sind es Internate. Und auch da sind nicht alle immer lernwillig und lernbereit und gerade unter diesen Kindern und Jugendlichen gibt es viele mit Problemen und Schwierigkeiten.
Ich glaube, ich finde insgesamt das Bild, das du von Schüler:innen zeichnest, nein hast, befremdlich.
Wo sind da die hochleistenden Störenden oder die Kinder mit schwierigen Phasen (Krise, Trennung, Krankheit, Liebeskummer, Trauer…), die gerade mal mit etwas anderem beschäftigt sind?
Wo sind die emsigen, die sich hocharbeiten, weil sie noch und noch fleißig und zielstrebig sind und darüber ein großes Pensum schaffen und sehr viel weiter kommen, als die Überflieger, die das Lernen noch nicht gelernt haben?
Wo bleiben die stillen Schüler:innen, denen selbst im besten Unterrichtsklima das Lernen nicht täglich gut gelingt?
Wenn du die alle ausschließt, bleiben nur Roboter übrig.