Beiträge von Palim

    Zwischen "schreib-wie-du-willst" und "ich-streiche-immer-alles-rot-an" gibt es aber noch vieles anderes und es gibt durchaus Schüler:innen, die auch mit Lehrgang und Förderung weiterhin große Schwierigkeiten in der Rechtschreibung haben.

    Ich halte es für ein Gerücht, dass alles an LdS gelegen hätte, die Methode ist gar nicht so sehr verbreitet, wie es immer dargestellt wird, dennoch sind die Rechtschreibleistungen bei vielen Kindern schwach, oft aus ganz unterschiedlichen Gründen. Förderstunden gibt es hier nur im Erlass, die Schulen haben aber gar keine Stunden dafür, dazu ist es schwierig, die Förderung anzupassen, da man ja auf die unterschiedlichen Gründe eingehen müsste.

    "Rechtschreibung gildet nicht!" ist auch keine Lösung.

    Hat ja keine von uns geschrieben, aber beim Verfassen von Texten wird zunächst etwas anderes geübt und überprüft, wie oben beschrieben.

    Als Kollege, der in der Regel ab Klasse 5 "den Karren aus dem Dreck ziehen durfte", habe ich zum Thema eine dezidierte Meinung.

    Als Kollegin, die sich ab Klasse 1 viel Mühe gibt, den Kindern das Verfassen von Texten und die Rechtschreibung zu vermitteln, habe auch ich eine dezidierte Meinung und finde deinen Hinweis unangemessen.

    Es geht um die Grundschule, 2., 3., 4. Klasse.

    Die Schüler:innen zählen ihre Worte nicht und ich rechne auch keinen Fehlerquotienten aus.

    Caro07 hat es gut beschrieben:

    Bei einigen SuS verbessert man hier und da ein Wort, findet aber einen reichhaltigen Wortschatz.

    Bei anderen stellt man Sätze um und ergänzt sie zur Vollständigkeit, setzt einen Hinweis zur Überarbeitung der immer gleichen Satzanfänge, der immer gleichen Verben etc. oder verbessert jedes 2. Wort oder gar mehr.

    Haben die SuS einfachste Worte eingesetzt, ist die RS-Leistung vielleicht toll, dafür der Ausdruck schlecht und der selbst verfasste Text winzig, da das Kind schreiben vermeidet, um Fehler zu vermeiden. Das ist nicht das, was ich bezwecken will.

    Für mich bleibt die Bewertung unfair, wenn die Überarbeitung Unterschiedliches verlangt und die Hilfe vorab individuell ist.

    Dazu gibt es BL, in denen in der Aufsatzerziehung keine Rechtschreibleistung bewertet werden darf. Müsste ich für NDS raussuchen, ob es noch und wo es steht.

    Was spricht dagegen, die eigenen Texte in Klasse 4 überarbeiten zu lassen? Danach kann man die Rechtschreibung im berichtigten Text bewerten.

    Wie bewertest du dabei die Unterschiede?

    Einer schreibt 4 Seiten, der andere nur 1,

    einer hat in jedem Wort Fehler, einer nur 2 im ganzen Text?

    Ich weiß, dass man es so machen kann, aber ich finde es unfair. Ähnlich geht es mir beim Überarbeiten von Texten. Wenn ich das bewerten will, bekommen alle den gleichen schlechten Entwurf und sollen ihn dann verbessern, das ist dann aber eine Aufsatznote.

    Weil es die Schüler:innen genug herausfordert, ihren Text zu planen und entsprechend vorgegebener Kriterien zu gestalten, genau das soll im Unterricht und in der Leistungsüberprüfung gezeigt werden.

    Dazu kommt, dass das Achten auf Rechtschreibung sie in ihrem Schreiben hemmen würde, bis dazu, dass sie kaum etwas abgeben, aus Sorge, Fehler zu machen,

    und weil es diejenigen, die in der Rechtschreibung erhebliche Schwierigkeiten haben, deutlich in der Leistung des Verfassens von Texten begrenzt und beeinträchtigt, sodass sie diese Kompetenzen nicht erwerben oder zeigen können.

    Lieber habe ich von diesen Schüler:innen sinnvoll erdachte Texte, selbst wenn sie viele Rechtschreibfehler aufweisen, aber dann sieht man, dass sie zum Formulieren in der Lage sind und zusammenhängend denken und schreiben können.

    Plattenspieler Mich verwundern deine Nachfragen immer wieder, ich dachte, du hättest den Schwerpunkt Sprache. Da solltest du dich auch mit Unterricht zur Alphabetisierung und zum Rechtschreiben sowie in der Aufsatzdidaktik auskennen.

    Ich bewerte auch Klassenarbeiten, in denen Strategien angewendet werden müssen oder in denen Aufgaben mit dem Wörterbuch zu lösen sind,

    es gibt auch Arbeiten, in denen ein für alle gleicher Fehlertext mit Vorlage berichtigt werden muss oder ein schwieriges Diktat, das nach ein paar Tagen Abstand mit Vorlage berichtigt wird und am Ende Fehler im eigentlichen Diktat zu einem kleineren Teil und übersehene Fehler bei der Korrektur zu einem größeren Teil gewichtet werden und die Note bilden.

    Rechtschreibgespräche bewerte ich nicht, ich begleite sie auch, damit es zu keinen falschen Herleitungen kommt.

    Allerdings gibt es in den Klassenarbeiten zu Strategien Aufgaben, bei denen die Strategie erläutert werden muss (AFB II) oder eine Aufgabe, bei der zwei Kinder eine Erläuterung anbieten, wozu begründet Stellung bezogen werden soll (Anforderungsbereich III).

    icke

    Mit den Aufgaben zum Schreiben und Lesen geht es mir genauso.

    Unter Corona habe ich dann das AH Lesen/Schreiben auch genutzt, aber ich merke nun wieder, dass es mir zu viel ist bzw. ich lieber anders an die Aufgaben herangehen möchte.

    Es gibt ein normales AH Sprache und ein inklusives mit reduzierten Seiten. Es gibt Klassen, in denen einige Kinder das reduzierte Heft nutzen, ich mache das bisher nicht, was aber an meinen FöS-SuS liegt (wer kaum lesen kann, braucht ganz andere Förderung, bis er mitarbeiten kann).

    Zudem gibt es Kopiervorlagen und eine Kartei.

    Innerhalb des AH kann man sicher auch differenzieren, zumeist gibt es Übungen, die direkt im AH erledigt werden können, und unten auf der Seite dann noch Aufgaben, die ins Heft geschrieben werden (einfach) oder auch solche, wo man sich selbst etwas überlegen muss (schwieriger).

    Davon nutze ich Teile, oft aber für die komplette Klasse, da ich über anderes Material differenziere, wenn die SuS zieldifferent unterrichtet werden und auch, indem ich Kindern neben dem AH andere Aufgaben anbiete (logico, Lese-Hefte, Karteien oder anderes).

    Wir habe Zebra ab Klasse 2 seit ein paar Jahren, davor hatten wir Piri.

    Bei Zebra gibt es ein AH Sprache, das mir gut gefällt,

    und ein AH Lesen/Schreiben, mit dem ich weit weniger anfangen kann und dass ich in 2 auch schon mal nicht bestellen lassen habe.

    Das liegt aber vor allem daran, dass ich hinsichtlich der Aufsatzerziehung ganz andere Wege gehen mag und es unsinnig finde, mal hier eine einzelne Bildergeschichte und mal da eine Einladung zu verfassen, ab Klasse 3 wird es ein wenig besser damit.

    Beim Lesen und Schreiben habe ich lieber intensivere Einheiten zu einem Thema mit konkreteren Anleitungen zum Schreiben, sodass sich die Fähigkeiten auch verbessern können, und stelle mir die Einheiten selbst zusammen, wobei es in den Aufsatz-Ordnern von Mildenberger ähnliche Einheiten gibt.

    An Zebra kritisieren würde ich auch, dass die Kapitelthemen im Lesebuch und damit auch im AH Lesen/Schreiben in jedem Jahrgang die gleichen sind. Wenn ich aber „Gefühle“ in Klasse 2 hatte, brauche ich es in 3 und 4 nicht doppelt zu thematisieren. Zwar sind die Schwerpunkte dann anders, aber ich würde mir lieber ganz andere Themen in den anderen Jahren wünschen.

    Neben diesen Materialien setze ich Jandorf Rechtschreiben 3 ein, nutze es aber bisher in Klasse 3+4, also gestreckt über 2 Jahre.

    Zusätzliche Lesehefte aus verschiedenen Verlagen setze ich ab Klasse 1 ein und differenziere damit auch stark, also Jandorf Küken oder Ente oder Frosch als erstes Heft in 1, danach das nächste oder übernächste oder etwas aus dem Oldenbourg-Verlag (Stars-Reihe).

    Mir gefallen die Sachen von der "Lupe" auch, wir arbeiten aber nicht damit.

    Ansonsten habe ich eine andere Vorstellung von Differenzierung und bin der Meinung, dass die vom Lehrwerk angebotenen inklusiven Materialien oft gar nicht zu den Inhalten passen, die Kinder mit Unterstützungsbedarf benötigen. Da geht es ja nicht darum, dass sie 10 Wörter weniger auf der Seite stehen haben, sondern darum, dass sie ganz andere Inhalte häufig wiederholen müssen und in den Lernfortschritten bei den anderen weder mithalten können noch müssen - schließlich haben sie ja den zieldifferenzen Unterstützungsbedarf.

    Somit würde ich davon die Entscheidung für ein Lehrwerk nicht abhängig machen.

    Heute im Landtag in NDS

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    Das erklärt warum jahrzehntelang

    Und das belegst du jetzt genau womit?

    Du schreibst von mehreren Jahrzehnten, dann wieder von Menschen, die seit 2015 hier sind. Was denn nun?

    Von den Migranten, die 2015 gekommen sind, arbeiteten schon 2021 mehr als die Hälfte, andere waren noch in Qualifizierungen.

    https://iab.de/presseinfo/mehr-als-die-haelfte-der-2015-nach-deutschland-gefluechteten-ist-inzwischen-erwerbstaetig/#

    Nirgendwo steht, dass die Eltern unterschreiben müssen.

    Dann könnte es ja aber auch sein, dass es diese Information schriftlich gegeben hat, diese aber nicht zu Hause angekommen ist.

    Was ich schnell regeln möchte, kann ich telefonisch regeln,

    will oder muss ich es schriftlich erledigen, benötige ich immer einen Rücklauf ... und viele, viele Nachfragen, bis ich alle Unterschriften habe, wenn ich sie überhaupt alle bekomme.

    Meine schreiben die HA auf, sie sind besprochen und mit Häuschen markiert.

    Der Rest, siehe Beitrag von Moebius , wäre Aufgabe der Eltern, aber sehr viele schaffen es nicht, ihre Kinder entsprechend dranzusetzen und zu kontrollieren, selbst wenn schon mehrfach Aufgaben gefehlt haben, selbst wenn es dazu bereits Gespräche gab.

    Auch von den Kindern mit zieldifferent differenzierten Aufgaben erwarte ich, dass sie diese erledigen, es sind generell Aufgaben, die sie allein schaffen können, Daten und Häuschen stehen auf den Seiten, ein Klebezettel markiert, wo es ist und es sollten nur die Materialien mit HA im Ranzen sein. Und auch da müssen die Eltern die Aufgaben nicht erledigen, es reicht, wenn sie fragen, was die Kinder erledigen müssen und wenn sie hinterher gucken, ob es fertig ist.

    Und genau da, @NRW-Lehrerin , ist der Unterschied dazu, dass man äußert, man würde viele LZK schreiben und damit das Klientel anziehen, das man sich wünscht.

    Die anderen Schulen beschulen die Kinder, wo es kein Spaziergang ist, weil Eltern sich nicht kümmern können oder wollen. Es wäre m.E. einfacher, wenn die Mischung eine andere wäre und die Benachteiligten häufiger sehen würden, dass andere sich ganz anders um Bildung bemühen. Bei vielen würde es sicher etwas bewirken, einige erreicht auch das nicht (hatte kürzlich ein verschreckendes Elterngespräch).

    Ich lasse oft nacharbeiten,

    bei den Jüngeren trifft es die Stunde, in der sie eigentlich Betreuung haben, also oft draußen spielen, dann aber in einen anderen Unterricht mitgehen, um die unerledigten Sachen nachzuholen. Dafür müssen sie dann nicht länger bleiben.

    Auch spreche ich mit Eltern Termine ab, wenn die Kinder noch eine Stunde länger bleiben sollen, um etwas nachzuarbeiten.

    In der Zeit bin ich ohnehin noch mit Kopien, Aufräumen, Klasse vorbereiten beschäftigt.

    Das Kind arbeitet selbstständig und bekommt recht wenig Aufmerksamkeit.

    Bei einigen Kindern hilft es schon, bei anderen nicht,

    generell ist die Bereitschaft, die HA regelmäßig zu erledigen, in der derzeitigen Klasse unterirdisch.

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