Beiträge von Palim

    Der Vers ist die Jahreslosung.

    Es gibt Menschen, die diese eher losgelöst vom Kontext als Motto einsetzen.

    Ausgewählt werden häufig Sätze, die auch für sich stehen können.

    Es gibt andere, die auch die Sätze der Jahreslosung in den Kontext des ursprünglichen Textes setzen und daraus die Bedeutung ableiten.

    In diesem Fall ist es der älteste Teil des Neuen Testaments. Paulus richtet sich an eine gerade neu gegründete Gemeinde. Evangelien und anderes Schriftliches gibt es so noch gar nicht, Regeln sind noch nicht festgelegt. Im Alltag als neue Gemeinschaft zwischen Griechen und Römern, anderen Kulten und neben den Juden gibt es viele Fragen, wie man sich positionieren soll.

    Paulus sagt der Gemeinde, dass sie offen sein sollen für unterschiedliche Vorschläge, dass sie aber dann genau prüfen sollen und letztlich - gemeinsam in der Gemeinschaft - das zusammen für gut Befundene behalten sollen.

    An sich ist der Satz der Losung für den kirchlichen Kontext bestimmt gewesen, aber man kann ihn damit auch als Aufruf zur Demokratie werten.

    und wer von denen, die schon lange dabei sind, erinnert sich wirklich positiv an das Ref?

    Ich. Ich hatte eine supergute Mentorin, eine tolle Schule und 3 von 4 Seminarleitungen waren wirklich gut.

    Oder sagt euren LiV "Nö, überleg dir selber was.", wenn jemand vielleicht noch keine Idee hat oder am Anfang mit (nur) einer Idee steht? Das kann ich mir nicht vorstellen.

    Wir setzen uns gemeinsam zusammen und überlegen, welche Einheiten nach Curriculum und Schulplan möglich und nötig sind. Dabei behält man im Blick, dass man etwas für die Prüfung benötigt, aber nicht immer kann man es passend zurückhalten.

    Für die Prüfung sagt die LiV, ich mache dies oder das, und immer haben sie sich längst eingelesen, umgeschaut, eingegrenzt, quasi die Einheit schon im Groben entworfen und legen das auch dar: Thema X, Kompetenz Y und Z, Methode GH unter Rückgriff auf AB oder Weiterführung von EF.

    Wenn es am Anfang ist, sagen sie vielleicht auch: Ich kann mich noch nicht entscheiden, wie ich etwas Bestimmtes umsetzen kann, was ist zielführender, dies oder das?

    Es wäre schlicht etwas ganz anderes, wenn du deine bisherigen Überlegungen dargestellt hättest und sagen würdest: an dieser einen Stelle komme ich nicht weiter.

    dass im Zweifelsfall keiner fragt, wie der Rest der Einheit aussieht, wenn die eine Stunde gut ist.

    Ich dachte zuerst, du meinst dass im Forum keiner fragt…

    … und bin erstaunt,

    dass du selbst hier darauf hoffst, dass jemand die Stunde fertig liefert,

    dass du selbst keinerlei Vorleistung zeigst,

    dass von dir keinerlei Idee kommt,

    dass du nichts in die engere Wahl gezogen hast oder ausschließt,

    dass du nichts über die Lerngruppe äußerst, nichts eingrenzt…

    … aber mit dem Hinweis, die Leute seien nicht hilfsbereit, bringst du dennoch einige dazu, gute Ideen und Material zu geben.

    Diejenigen, die in ihrer Freizeit in Lehrerforen schreiben und kostenlos/ selbstlos Material im Internet teilen, sind die engagierten, die genau damit anderen helfen.

    Das tun sie aber aus Idealismus und freien Stücken.

    Bestimmt kann jede und jeder innerhalb eines Tages ein grobes Gerüst einer Einheit zu irgendeinem beliebigen Thema erstellen.

    Bestimmt kann jede und jeder mit Fragen eingrenzen, worum es geht, und dich dann dahin moderieren, dass du selbst deine Stunde planst.

    Meine 1. Frage wäre immer: Was ist das Ziel, das du erreichen willst.

    Die 2. Frage: Wie stellst du den Bezug zum Curriculum her?

    Und nein, ich erwarte keine Antwort.

    Ich wollte nur zum Ausdruck bringen, dass Hilfe zur Selbsthilfe auch Hilfe ist

    und dass ich es schlimm finde, wenn man nach 12/18/24 Monaten Referendariat keinerlei Impulse geben kann, sondern fertige Stunden sucht.

    … am Ende ist es eine Verlagsanfrage und das Material steht zum Verkauf.

    Klar muss man die Stunde einordnen aber da schreibt man ja meist nur das Thema auf, nicht Methoden, Material....

    Das hängt ganz von der Seminarleitung ab,

    bei uns vor Ort gibt es welche, bei denen man im Rahmen der Einordnung genau das muss: zu jeder Stunde Thema, Ziele, Methoden (!), sodass nachvollziehbar wird, wie man Kompetenzen im Rahmen der Einheit aufbaut und absichert, einschließlich prozessbezogener.

    Ich finde, bevor du in die Vanilleeis-Praxisphase übergehst solltest du zuerst die unterschiedlichen Möglichkeiten studieren und in jedem Fall selbst ausprobieren.

    Alternativ könntest du auch die Schüler:innen selbst in einem Projektunterricht eine Eissorte mit M herstellen lassen, sodass du letztlich Präsentation und Produkt kriterienorientiert bewerten kannst.

    Dazu müsstest du aber vorab eine nicht zu knappe Methodik erstellen, die hinreichend Alternativen benennt, sowohl zu den Eissorten als auch zu den Entwicklungsstufen, Probeverköstigungen und Produktpräsentationen.

    Nicht auszudenken, wenn durch die wenig sorgfältige Planung am Ende das Eis nichts wird.

    Dort meinte man aber, dass man nicht nachträglich Mango in Maracuja ändern könnte. ... Was soll ich tun?

    Du könntest noch einmal hingehen und alle Eissorten mit M aufkaufen, so erhältst du neben Maracuja, Mango und MilkyWay auch Melone, Mandel-Kaffee und Matjes.

    Wenn du die einzelnen Sorten testest, wirst du in Erfahrung bringen, ob sie sortenrein sind oder nicht vielleicht doch in Mango versteckt Maracuja enthalten ist.

    Zudem kannst du mit dem Kauf absichern, ob Mango und Maracuja den gleichen Preis haben oder gar im Kassensystem als eine Sorte geführt werden, zu der womöglich auch Heidelbeere, Limette und Tiramisu gehören.

    Aber dann bräuchtest du vielleicht ein paar Mit-Esser:innen aus dem Forum.

    Vielleicht habe ich aber auch einfach nur Glück mit meiner (habe ich bestimmt :)).

    Wenn du eine super SL hast und ein tolles Kollegium und womöglich auch Schüler:innen, die passabel sind, dann würde ich die Sache mit dem Wechsel wirklich sehr genau überlegen und ob es sich lohnt, zu wechseln und damit vielleicht nicht unbedingt wieder so eine tolle Stelle zu erhalten.

    Davon abgesehen weiß ich, was unser Dezernent gesagt hat: Man wisse, welche Stelle man annehme, da könne man doch kaum nach 3 Monaten auf die Idee kommen, wechseln zu wollen.

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