Ich finde es einerseits auch erschreckend, dass immer mehr Kinder auf das Gymnasium geschickt werden, die sich dann mit Hängen und Würgen von Klasse zu Klasse hangeln, die alles nur mit Nachhilfeunterricht schaffen und sich in ihrer Haut oft alles andere als wohl fühlen.
Andererseits ist es aber auch so, dass man heutzutage für immer mehr das Abitur haben muss. Die Eltern haben also Sorge, dass ihr Kind ohne Abitur kaum Chancen hat. Begründet wird die Voraussetzung des Abiturs damit, dass alles immer technischer wird. Ich glaube aber, dass es ein Kreis ist: Wer es nur irgendwie, und sei es eben mit viel Mühe und Not, schafft, geht aufs Gymnasium. Die Anforderungen werden ein wenig tiefer gesetzt, unter dem Namen der Qualitätssteigerung. Auf die Haupt- und Realschulen gehen dann 'nur' noch die, die es partout nicht auf dem Gymnasium schaffen werden. Bei uns ist die Hauptschule abgeschafft worden ... ca. 15 Anmeldungen gab es. Dafür wird nun die Realschule zu einer Modellschule.
Was die Schulempfehlung angeht: In meiner 5. Klasse, die ich vor ein paar Jahren hatte, hatte sich keine Empfehlung 'getäuscht'. Diejenigen, denen die Realschule empfohlen worden war, hatten in der Tat leider große Schwierigkeiten. Insofern hatte/habe ich den Eindruck, dass die Grundschullehrer sehr wohl richtig einschätzen können.