Beiträge von Aktenklammer

    Von mir aus können die Grundschüler ihre Lehrer von morgens bis abends duzen. Das ist mir piepsegal. Ich würde meinem Kind glaube ich aber vermitteln, dass es die Lehrer siezen soll.
    Wenn die Schüler dann in der 5 zu mir kommen und mich duzen bin ich dann ziemlich erstaunt und muss meistens lachen. Ein Großteil der Kinder hat zu diesem Zeitpunkt wohl noch nie etwas davon gehört, dass man Erwachsene siezt und gewöhnt sich dann um. Was man sich dabei denkt, ist dann jedem selbst überlassen.

    Davon abgesehen fühle ich mich den Schülern nicht entfernter, weil sie mich siezen. Auch Leute, die man duzt, können einem das Leben zur Hölle machen.

    Klar sollten Sie das hinbekommen. Tatsache ist aber auch, dass das Sie zunehmend zu verschwinden scheint. Auch Gerichte haben schon entschieden, dass der Arbeitgeber den Beschäftigten das duzen vorschreiben kann. Sogar Bohlen bekam da schon sein Recht zugesprochen, als er einen Polizisten duzte und der ihn anzeigte. Ikea ist auch ein schönes Beispiel, dass fremde Erwachsene geduzt werden. Über Sinn und Unsinn kann man da gerne diskutieren...

    Es wird bei Ikea nach meinen Erfahrungen aber nur auf Plakaten und in Durchsagen geduzt, im persönlichen Gespräch wird gesiezt - dieses Duzen ist und bleibt mir auch fremd.

    Obacht, je nach BL dürfen HA nicht benotet werden.

    Ich benote ja auch nicht die HA an sich, sondern die Fähigkeit, sich am Unterricht beteiligen zu können bzw. ein Produkt zur Diskussion stellen zu können.
    Wenn ich eine gut oder schlecht gemachte HA nicht auch im Positiven oder Negativen berücksichtige, werden die ganz flott nicht mehr angefertigt ...

    In Deutsch zählt der Inhalt 72, die sprachliche Darstellung 28 Punkte - das ist nicht wie in den Fremdsprachen mit 60 vs. 90 Punkte.

    Selbst wenn der Inhalt einigermassen ist, zählt die Sprache ja deutlich mehr- wenn da also insgesamt sehr wenig Punkte zusammenkommen, könnte ja die Rechtschreibung theoretisch in Ordnung sein, der Rest ist aber halt zu schwach. Es wird doch aufgezählt, wofür die Punkte vergeben werden und wenn es insgesamt halt zu wenig sind, muss ja nicht auch noch jeder einzelne Bereich schlecht sein

    Scooby, ich danke dir für deinen Beitrag oben (101)!!!!

    Genauso ist es, die Kinder können einem leid tun.

    Ähnliches wie das von Scooby beschriebene spielt sich auch bis uns ab, in Zusammenhang mit der Drohung der Eltern "Wenn du nicht genug lernst, dann musst du auf die Realschule ... oder sogar auf die Hauptschule!" Damit gehen die Schüler natürlich dann auch "gerne" zur Realschule - sie treten ihre 'Strafe' an.

    DA

    Vielleicht müssen wir mal etwas wissenschaftlicher argumentieren... Die Determinanten des Schulerfolgs sind zu ca. 40% Intelligenz, 40% Arbeitshaltung und 20% der Lehrperson zuzuschreiben. (Ich bin gerade etwas faul, aber die Quellen kann ich gerne nachliefern falls jemand möchte..)

    Hochbegabung... auch das ist an sich kein allgemein akzeptierter Begriff, aber meistens wird einfach in IQ von 130 genommen, also ca. zwei Standardabweichungen über dem Durchschnitt. Das ist bei weitem keine "astronomische" Intelligenz. Selbst wenn man Genies nimmt mit vier oder mehr Standardabweichungen über dem Schnitt, machen Arbeitshaltung und Lehrperson immer noch 60% aus. Das erklärt, weshalb auch solche Genies wie Einstein die Schule nicht erfolgreich abgeschlossen haben, und zwar durchaus nicht etwa aus dem Grund, weil sie die Schule freiwillig abgebrochen haben, sondern schlicht weil sie einfach die geforderten Leistungen nicht erbringen konnten.

    Kommt noch dazu, dass heute Eltern ihre Kinder gerne mal als hochbegabt bezeichnen, nur weil Ihnen eine KITA-Betreuerin mal gesagt hat, ihr Kind hätte die farbigen Klötzchen richtig nach Farben geordnet :) Eine gesunde Skepsis ist also sicher angesagt, aber den Eltern gegenüber bloss nichts erwähnen ;)

    Dass Einstein ein schlechter Schüler wahr, ist ein Irrtum.

    Genau genommen ist das das 3. Lernjahr, Anfang Einführungsphase - Klausur noch der einer Mittelstufenklausur ähnlich.
    Ich habe auch nur so Fragen gestellt wie "Was schlägt x vor?", keine riesige Produktion
    Aber ich dachte, für eine einigermaßen vernünftige Sprachgstaltung einen Zusatzpunkt zum Sprachlichen zu geben. Bei zu vielen Fehlern keinen Punkt.
    Du machst es umgekehrt, du ziehst ab, wenn die Sprache zu schlecht ist?

    Hallo zusammen,

    nach einem Elterngespräch habe ich erfahren, dass einer meiner Schüler (in der Berufsfachschule) angeblich hochbegabt sei. Er verweigert aber jede Art von Mitarbeit im Unterricht.
    Die Eltern wissen nicht was sie noch tun können und ich frage mich jetzt wie ich ihn motivieren könnte.

    Herausfordernde Aufgaben stellen?
    Aussicht auf eine gute Note geben durch exra Arbeit?
    o.ä. ...

    Hat jemand einen Tipp wie ich das handhaben könnte? Ich kann ihn doch nicht einfach "hängen lassen" und schlicht schlechte Noten für wenig bis keine Mitarbeit verteilen.
    Ich wäre über jeden Tipp und/oder jede Meinung dankbar.

    Gruß Enachen :)

    Wie alt ist der Schüler denn? Wenn es aufs Berufsleben zugeht, wird er schlecht auf seinem Verweigerungstandpunkt bestehen können ...

    Wenn ihr in einer Klassenarbeit eine Aufgabe zum Leseverstehen habt, gebt ihr auch Punkte für sprachliche Richtigkeit? Nach meinem Entwurf im Moment habe ich z.B. 2 Punkte für den Inhalt (bei einer Frage) und einen für die Sprachrichtigkeit. Es gibt einige Texte, da brechen sich die Schüler ziemlich einen ab, was die Verständlichkeit angeht (ich meine jetzt nicht Rechtschreibung, sondern Satzbau, Grammatik etc.). Also deutliche Unterschiede. Andererseits sind es ja Aufgaben zur Überprüfung des Leseverstehens ....

    Ich weiß nicht, ob ich das richtig verstanden habe, aber durch ein Memorie-Spiel lernen sie doch nicht, wie sie die Strategien anwenden bzw. durchprobieren, welche jeweils passt. Sie sollen doch m.E. lernen, dass es verschiedene Strategien gibt, diese dann zunächst mal isoliert anwenden, um es zu begreifen, und anschließend bei gegebenen Fällen die verschiedenen Möglichkeiten durchprobieren und entscheiden, welche ihnen im konkreten Fall hilft. Bei einem Memorie-Spiel suchen sie doch nur Karten, ohne nachzudenken, was darauf steht.

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