Beiträge von Meer

    Andersherum: Ihr seid vernünftig genug, dass ihr auch in Präsenz die AHA-Regeln einhalten könnt und müsst nicht durch Onlineunterricht bevormundet werden. Sei doch froh drum!

    Es ist natürlich dein Leben, aber ich würde dir raten, dass du dennoch versuchst, dein Leben so normal wie nur möglich weiterzuleben, ohne ständig Angst haben zu müssen. Deswegen finde ich den fett markierten Satz gut. Durch besonnenes Handeln können wir unser Risiko für Diabetes, Erkältungen oder Autounfälle senken. Wir sollten jedoch nicht aufgrund eines gewissen Restrisikos dazu tendieren, uns alles zu verbieten, da dann gesundheitliche Vorsorge und Lebensqualität in keinem ausgeglichenen Verhältnis mehr stehen.

    Nö ich bin da nicht froh drum und ich empfinde in dem Fall Online auch nicht als Bevormundung. Ich empfinde dort Präsenz als Widerspruch zu allen anderen Regeln. Man soll Kontakte soweit wie möglich reduzieren. Das man Schulen gerade in den unteren Klassen auflässt kann ich nachvollziehen. Aber wir sind Erwachsen und können durchaus auch vieles Online erarbeiten, haben wir sogar schon gezeigt. Klar fehlt der Austausch den man dann mal in den Pausen hat, aber wir würden uns nicht Woche für Woche mit 15 oder mehr Personen von entsprechend vielen Schulen pro Seminar in einem Raum treffen in denen teilweise auf Grund der Größe auch keine 1,5 m eingehalten werden können, man sitzt dann da mit Maske und geöffneten Fenstern. Gut vielleicht auch meins, weil ich mit den Masken wirklich nicht gut kann und es bei mir leider auch keinen Gewöhnungseffekt gibt und geben wird, aber ich mache lieber Onlineseminare als unter diesen Umständen Präsenz.

    Ich finde inzwischen, dass diese ganzen Diskussionen einen einfach nur müde machen.

    So versuche ich einfach meinen Job zu machen unter den aktuellen Bedingungen die sich eben auch stündlich ändern können. Innerlich stelle ich mich darauf ein, dass es durchaus möglich ist, in den nächsten Woche auch in Quarantäne zu müssen, da bei uns aktuell noch die ganze Klasse inkl. Lehrkräfte (ich glaub bis zwei Tage vor auftauchen der Symptome bei den Schülern oder so) in Quarantäne kommen. Hier kommt eben auch gleich die ganze Klasse in Quarantäne, allerdings haben wir auch die Situation, dass unsere SuS für die Schule vor Ort in WGs wohnen und dort natürlich auch nochmal private Treffen etc. stattfinden.

    Wir haben nun den zweiten Fall, ob es einen Zusammenhang zum ersten Fall gibt weiß ich nicht, denke aber nicht, da der Schüler ja in der Schule war.

    Für die Kollegen bedeutet das, sie machen ihren Unterricht von zuhause aus online. Wir haben zum Glück die Ausstattung. Hätten wir die nicht, hätten wir wohl morgen ein Problem, wenn fast ein drittel des Kollegiums in Quarantäne ist. Aber so läuft der Laden halt weiter. Nur das man in immer mehr Klassen einzelne SuS online dazu schalten muss und die Zahl der anwesenden KuK auch zeitweise schrumpft. Aber die ersten kommen im Laufe der Woche aus der Quarantäne zurück. Angesteckt hat sich bis dato zum Glück niemand.

    Die SuS sind unterschiedlich besorgt. Es gibt die, die jeden Tag bei der Schulleitung stehen und die, denen man jeden Tag erzählen muss wo die Maske hingehört und wie das mit den Einbahnstraßen ist... Dabei werden sie durchaus kreativ und man bekommt dann so Sätze zu hören wie "Rückwärts durch die Einbahnstraße ist erlaubt" und sie laufen rückwärts um 5 m Weg zu sparen...

    Uns Referendare schickt man immer noch ins Präsenzseminar, das Ministerium will es so. Entweder traut man uns allen das Onlinedingen nicht zu oder was auch immer.

    Ich bin müde darüber ständig nachzudenken.Ich treffe keine Menschen mehr außerhalb von beruf und gesundheitlich notwendigen Terminen. Einkaufen haben wir auch stark reduziert dank Biokiste und Co. Viel mehr kann ich nicht machen. Und wenn ich es dann doch bekomme, dann soll es eben so sein. Dann hoffe ich nur, dass ich niemand weiteren infiziere.

    Und jetzt schnappe ich mir meinen Mann und wir suchen uns irgendeinen schönen Ort in der Natur für einen Spaziergang.

    Zum Thema besorgte SuS, der Briefkasten unserer Vertrauenslehrer war noch nie so voll. Der komplette Inhalt drehte sich um die Sorgen der SuS sich irgendwie anzustecken, ob die Regeln ausreichen, dass sie geteilte Klassen oder gleich komplett Online wollen.

    Wir haben Klassen da wird täglich diskutiert, dass wir das tun was wir können und der Rest die Vorgabe vom Schulministerium ist.

    Immerhin sind alle bis dato vorliegenden Tests von SuS und KuK die im Rahmen eines positiven Schülers gemacht wurden negativ.

    Bei uns im Seminar wurde empfohlen, neben der Einverständnis der SuS im Klassenraum eben von denen die zuhause sind eine entsprechende Unterschrift einzuholen, dass keine Mitschnitte, Fotos oder ähnliches vom gestreamten Unterricht gemacht werden. Das kann man zwar nicht kontrollieren, aber man ist etwas abgesichert für den Fall, dass doch entsprechende Daten irgendwo auftauchen.

    Finde das ganze auch ziemlich kritisch. Werde für den Fall auch die Webcam immer von mir wegdrehen, auf die Tafel, das Whiteboard oder was auch immer.

    Interessanterweise kann man sogar noch auf eine andere Schulstufe studieren und dann nochmal ins Ref gehen. Hätte auch nie gedacht das es geht. Aber hatte eine Studentin die das 2. Staatsexamen für Sek 2 endgültig nicht bestanden hatte und dann nochmal wieder an die Uni kam für Sek 1 und nun auch wieder im Referendariat ist. Wie das geht keine Ahnung, ob da nun besser läuft, weiß ich nicht genau. Ich hab meine Zweifel.

    Klär das sicherheitshalber noch mit deinem Seminar ab, worauf du achten solltest, damit die im Bilde sind. Als Ref sollte man sich einfach absichern, auch wenn aktuell wohl alle einfach nur dankbar sind, wenn es läuft.

    das habe ich heute gemacht, bin entsprechend beraten worden mir die entsprechende Einverständniserklärung zu holen, da diese notwendig ist. Werde vorher nochmal mit der entsprechenden KL sprechen, ob es inzwischen eine gibt und falls nicht eben eine erstellen.

    Dann mit einfachsten Mitteln aufgezeichnet werden. OBS oder einfach mit dem Handy gefilmt.

    ja. Ich habe für mich beschlossen ich hole Einverständniserklärungen ein und von denen die zuhause sitzen entsprechend auch eine Unterschrift, dass sie den gestreamten Unterricht nicht aufzeichnen. Kontrollieren kann ich das nicht, aber ich hab mich zumindest abgesichert.

    Ich frage mich aktuell eher, wie man der SL klar macht, dass es für Streaming einer Einverständniserklärung bedarf und bei Minderjährigen SuS sogar von den Erziehungsberechtigten. Irgendwie ist der Umgang an der Schule damit sehr sorglos. Dann heißt es, Streaming wäre doch keine Aufnahme oder so....

    Werde wohl am Wochenende mal die Gesetze wälzen müssen oder so.

    Man muss dazu sagen, dass bei uns vor den Sommerferien schon gestreamt wurde, einfach so. Ich war damals nicht im Präsenzunterricht, daher hat mich das persönlich nicht betroffen. Auf meine damalige Frage hin wie das mit den Einverständniserklärungen der SuS aussieht habe ich erst gar keine Antwort bekommen.

    Da wir nun die ersten SuS haben die wegen Risikogruppe nicht mehr am Präsenzunterricht teilnehmen wird das ganze Thema langsam wirklich dringend... Und irgendwie finde ich es traurig wie sorglos manche KuK da einfach mit umgehen. Zumal viele von Ihnen IT Lehrer sind...

    Ich muss ehrlich gestehen, was sich für mich ab heute ändert ist, dass die Chorproben wieder ausfallen und bei meinem Mann der Sport. Mein Mann darf auch wieder, wenn er möchte, die komplette Woche Homeoffice machen. Ansonsten ändert sich hier nichts. Essen waren wir schon lang nicht mehr, wenn dann haben wir eh bestellt.

    Und statt dessen, haben wir morgen mit Referendaren und anderen OBASlern Seminar in Präsenz wo wir uns weiter fröhlich mischen.... Und wo ich überhaupt nicht verstehe, warum man das nicht online machen kann. Hatten wir schon, hat gut funktioniert. Das einzige was man verliert sind die Gespräche zwischen den Seminaren, dass ist etwas schade, aber wäre auch hinzunehmen.

    Eben Anruf eines Vaters. Eine Kollegin von ihm sei positiv getestet. Er wartet nun aufs Testergebnis. Was mit seiner Tochter wäre. Gesundheitsamt sagt, sie solle zur Schule.

    Es ist der erste Fall bei uns (Paradies halt, bis der Virus bei uns ist, ist er schon abgestorben ;) ), habe daher mal kurz recherchiert.

    Als Kontakt 2. Grades steht die Tochter nicht unter Quarantäne.

    Aber .... ich bin immer noch Gott in der Schule. (Oder zumindest sowas ähnliches.) Im gegenseitigen Einvernehmen ist das Mädchen jetzt erst einmal beurlaubt, bis das Testergebnis da ist. Der Vater ist ja eh zu Hause.

    kl. gr. Gott

    Wenn wir so verfahren würden an der Schule, wären wahrscheinlich morgen so gut wie keine Lehrkräfte da, weil so gut wie jeder in unserem kleinen Kollegium Kontakt zu denen hatten die Kontakt zu dem infizierten Schüler hatten. ;)

    Jep, dass ist das große Problem, dass es zwischen den Städten keine Einheit gibt. Das eine Gesundheitsamt sagt, es sei okay wenn alle ne Maske tragen, dann muss sogar keiner in Quarantäne, andere wiederum sagen, es muss der nächste Nachbar in Quarantäne und wiederum andere schicken die gesamte Klasse in Q.

    Leider ist das im Umkreis von 30 km hier in 4 Städten so uneinig.

    Das hilft sicher auch nicht.

    Dazu kommt, dass bei uns manche Ärzte der SuS meinen, sie können ohne Corona Test eine Grippe von Corona unterscheiden und die SuS kommen dann nach ein paar Tagen ungetestet zur Schule....

    Das gruselige hier ist, es ist der gleiche Kreis und damit das gleiche Gesundheitsamt was zuständig ist. Allerdings ist das eine eine Realschule und wir sind eine Berufsschule.

    Das mit den Ärzten ist nicht nur bei den SuS so, sondern auch bei den KuK.

    Ich weiß seid heute Abend, dass das gleiche Gesundheitsamt an einer anderen Schule nicht die Komplette Klasse und Lehrer in Quarantäne gestellt hat sondern nur die unmittelbaren Sitznachbarn.

    Ich versteh nur noch Bahnhof wenn ich ehrlich bin... Und bleibe bei meiner Aussage von letztens, wahrscheinlich hilft nur noch abstumpfen und sich über all das lieber gar keine Gedanken zu machen...

    Ja und? Das sind doch meine Bazillen, die kenne ich schon.

    Heißt das jetzt, dass die Tests keine zuverlässige Aussage über eine Infektion liefern?

    Da ich keine Virologin, Medizinerin oder ähnliches bin kann ich das nicht beurteilen. War hier allerdings schon die ganze Zeit so, dass wenn man Kontakt hatte auch bei einem negativen Testergebnis in Quarantäne bleibt. Ich denke das man auf Nummer sicher gehen will, da es eben natürlich auch falsch negative oder falsch positive Testergebnisse gibt.

    Edit: Hier gab es in der Zeitung gerade einen Artikel dazu, der das ganze ziemlich gut erläutert hat und in dem gesagt wurde, dass die Tests eigentlich sehr genau sind. Es gibt aber eben Fälle wo die Viruslast sehr klein ist, weil z.B. schon am Ende der Infektion oder gerade noch am Anfang. Und es gibt wie überall auch den Faktor Mensch der im Labor sitzt. Dazu eben auch eine kleine Rate an Fehlern, wie bei jedem Test.

    Dieses Virus ist nun ungefähr ein Jahr bekannt. Wie soll man da alles wissen und immer garantierte Aussagen, Tests etc. machen können? Wissenschaftliche Prozesse benötigen einfach auch Zeit und was was wir alle erleben ist eben Wissenschaft live. Da gibt es schonmal Aussagen von denen man überzeugt ist und einige Monate später feststellt, vielleicht ist das doch nicht genau so.

    Das ist für uns alle in dieser Situation unbefriedigend ja, nur, wie soll das anders gehen? Alternative die Wissenschaftler schweigen über Jahre und liefern dann ihre möglichst gesicherten Ergebnisse? Und selbst daran kann es dann immer noch mal Änderungen oder Zweifel geben... Wie schon jemand schrieb wir sind nicht in der Justiz oder Mathematik wo es um eindeutige Beweise geht, bzw. wo diese ggf. möglich sind.

    Ich finde das alles auch ziemlich anstrengend aus ganz vielen Gründen. Aber es bleibt wohl nur für jede/jeden einzelnen seinen oder ihren Weg damit zubinden und hoffentlich irgendwie eine völlige Gesellschaftliche Spaltung und sonstige Gesellschaftliche Katastrophe zu verhindern. Denn ich muss ehrlich sagen, dass ist meine persönliche größte Sorge, die Folgen für unsere Gesellschaft die man jetzt schon sieht. Und das hat hier auch nicht nur finanzielle Aspekte. Das ist nur ein Teil von allem...

    So, ich habe heute auch zum ersten Mal FFP2 getragen. Das war schrecklich, aber ich habe mich sicher gefühlt.

    Heute haben wir bestätigt bekommen, dass wir den ersten positiven Schüler an der Schule haben. In einer Klasse, in der ich unterrichte. Der Schüler war letzten Freitag zuletzt da, Klasse wurde heute in Quarantäne geschickt. Ob wir Kollegen in Quarantäne müssen wird noch abgeklärt. Ich muss gestehen, dass ich aufgrund unseres hohen Inzidenz (deutlich über 200) nichts gegen zwei Wochen Quarantäne hätte. Getestet werden soll übrigens keiner...

    Hier müsstest du wenn nur noch eine Woche in Quarantäne, da seid deiner letzten Begegnung mit dem Schüler schon eine Woche vergangen ist. Aber keine Ahnung, ob auch das die Gesundheitsämter jeweils anders handhaben.

    Wir haben nun auch den ersten Fall und sind inzwischen auch über das komplette Vorgehen informiert.

    Hier kommt die komplette Klasse in Quarantäne, alle Kontaktpersonen der positiv getesteten Person, also auch alle KuK die dort Unterricht hatten. Für 14 Tage, ab der letzten Begegnung. Und alle haben entsprechend Anrecht auf einen Test. Die Quarantäne bleibt auch bei negativem Testergebnis erhalten.

    Finde ich jetzt erstmal ein gutes Vorgehen. Hoffe die Kollegen sind negativ, sonst bin ich evtl auch in Quarantäne.

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