Also, mit dem Nikolausglöckchen habe ich vor zwanzig Jahren gute Erfahrungen gemacht, die SchülerInnen haben mir aber auch anschließend gespiegelt, dass sie das nervig fanden.
In einer Interpretation zu Schillers Don Karlos habe ich einmal sinngemäß gelesen, der Herrscher hat es nicht nötig, sich zu rechtfertigen oder laut zu werden. Insofern habe ich die Erfahrung gemacht, dass man - je nach Lerngruppe - oft auch mit diesen Hinweisen gut weiterkommt:
Als eine wenig aufregende nicht-akustische Alternative zur Strukturierung des Phasenwechsels bietet sich die bewusste Positionierung im Raum an. Während der Erarbeitung zieht man sich ohnehin zurück und steht bereit, um einzelnen Schülern oder Gruppen bei Bedarf zu helfen. Sobald man sich vor die Tafel stellt und langsam nach links und rechts blickt, verstehen die meisten Schüler, dass die nächste Phase beginnt. Zusätzlich schreibe ich gerne die verbleibende Zeit für die Erarbeitung in Intervallen an die Tafel, falls keine digitale Tafel vorhanden ist. Aber ja, in unruhigen Lerngruppen finde ich akustische Signale effektiver…