Es wäre wohl eher unfair, wenn die Nachklausur die selbe Schwierigkeit hätte, wenn die Nachschreiber doch deutlich mehr Zeit zum lernen haben.
Ich habe in den letzten mehr als 20 Jahren festgestellt, dass die wenigsten SuS, die eine Klassenarbeit/Klausur nachgeschrieben haben, anscheinend die "gewonnene" Zeit zum Lernen genutzt haben. Denn ich hatte noch nicht einen Fall, in dem jemand, der/die beim Haupttermin gefehlt hatte, in der Nachschreib-KLA plötzlich eine viel bessere Note erreicht hat. Sprich: Die SuS, die eh schlecht sind, werden als Nachschreiber*innen nicht plötzlich besser.
Es sind halt doch immer die gleichen, die nachschreiben.
Ja, davon gibt es immer mal wieder ein paar SuS; es sind aber nur relativ wenige. Erfahrungsgemäß sind diese "regelmäßig zu den KLA Fehlenden" aber die, die sowieso schon schlechte Leistungen erbringen und allgemein hohe Fehlzeiten haben. Diese SuS schaffen es in aller Regel nicht den Bildungsgang erfolgreich zu absolvieren oder gehen sogar im Laufe des Schuljahres von der Schule ab.
Bei den "höheren" Bildungsgängen (BG, FOS, Fachschulen) habe ich übrigens ein solches Verhalten - also regelmäßiges Fehlen bei Leistungsnachweisen wie auch das von dir beschriebene Verhalten (trotz angeblichen Krankseins munter in der Gegend 'rumrennen, shoppen, Party machen) - bislang auch nur von ganz wenigen SuS mit insgesamt hohen Fehlzeiten erlebt. Wie gesagt, bleiben die eh nicht lange an unserer Schule.