Beiträge von Humblebee

    Nö, das ist an Förderschulen mit den ganztägigen Klassenlehrerunterricht nicht nur an den ersten Schultagen der SuS an der Schule. sondern oft regelmäßig...(z.B. bei hohen Krankenstand, Schuljahresabschluss, Schuljahresbeginn usw.)


    Auch im regulären Stundenplan sind die Klassenlehrer mitunter einen ganzen Schultag in 'ihrer' Klasse

    Das ist aber meines Wissens nicht nur an Förderschulen sondern auch an Grundschulen so, oder? Dort werden doch auch die Klassenlehrkräfte mit möglichst vielen Stunden in ihren eigenen Klassen eingesetzt. EDIT: Ja, ich sehe gerade ISD bestätigte dies.

    BBS-Lehrer scheinen vom Rest der Schulwelt schon etwas abgekoppelt zu sein...

    :ka:

    Natürlich sind wir als Schulen, also als BBSn, etwas "abgekoppelt", denn wir sind ja schließlich keine allgemeinbildenden Schulen und zu uns kommen SuS verschiedener Altersklassen aus den verschiedensten Schulformen (von der Förderschule bis zum Gym:, teilweise sind sie - wenn SuS in den Fachschulen - ja schon jahrelang gar nicht mehr zur Schule gegangen). Aber was hat das damit zu tun, wie bei uns die ersten Schultage nach den Sommerferien in den neuen Klassen ablaufen? Das scheint ja an anderen weiterführenden Schulen, wo SuS neu in die Schule kommen (siehe Beitrag von Avantasia ) ähnlich organisiert zu sein; so höre ich es im Übrigen auch von bekannten Lehrkräften, die an Gymnasien, IGSn und Oberschulen tätig sind.

    Und warum bezeichnest du Lehrkräfte an beruflichen Schulen als "abgekoppelt vom Rest der Schulwelt"? Kannste das mal näher erläutern?

    Auch im regulären Stundenplan sind die Klassenlehrer mitunter einen ganzen Schultag in 'ihrer' Klasse....natürlich macht man da dann nicht 6 Stunden intensiven Unterricht (die 'unintensiven' Stunden sind aber nicht unbedingt unproblematisch).

    Das wird bei uns gerade in den "schwierigeren" Klassen - insbesondere der Berufseinstiegsschule (wo sich übrigens auch viele ehemalige Förderschüler*innen finden) - im Übrigen auch so gehandhabt. Gerade in diesen Klassen ist es unserer Meinung nach wichtig, dass die Klassenlehrkraft möglichst viele Stunden in ihrer eigenen Klasse ist.

    Nach ca. zwei/drei Monaten oder bei gegebenem Anlass lese ich tatsächlich die Grundschulakten meiner Schüler:innen und finde das oft ergiebig. Das im bei mir angezeigten "Grundschulprotokoll" beschriebene Verhalten kommt auch an der weiterführenden Schule ständig vor.

    Solche Stundenprotokolle, die ja m. E. keine Gutachten o. ä. darstellen, dürften in NDS meiner Meinung nach gar nicht von der Grundschule weitergegeben werden:

    "Bei einem Schulwechsel wird nicht die vollständige Schülerakte an die aufnehmende Schule übermittelt. Aus datenschutzrechtlicher Sicht dürfen lediglich die in der Schülerakte enthaltenen personenbezogenen Daten, welche für die aufnehmende Schule zur Erfüllung deren Aufgaben erforderlich sind, übermittelt werden. Diese Daten sind :

    • die Schülerstammdaten
    • die Schullaufbahndaten
    • die dokumentierte individuelle Lernentwicklung
    • sofern Unterlagen zum sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf vorliegen, das letzte Gutachten, das letzte Protokoll der Förderkonferenz sowie der letzte Förderbescheid. Dies gilt jedoch nicht, wenn in der aufnehmenden Schule eine neue Begutachtung erfolgt
    • das letzte Zeugnis

    Zu beachten ist bei der Weitergabe der Daten stets der Grundsatz der Datenminimierung und Datensparsamkeit. Informationen, die für die aufnehmende Schule nützlich, aber gerade nicht unverzichtbar für ihre Aufgabenerfüllung sind, dürfen nicht weitergegeben werden."

    (Schülerakten: Inhalte, Weitergabe und Einsicht: Bildungsportal Niedersachsen (bildungsportal-niedersachsen.de))

    Glücklicherweise noch nie mehr als 4 und das ist schon arg. Ich habe hier vor einiger Zeit den Faden "Dreifachstunden" geöffnet und mich auch darüber schon beklagt.

    Wir sind 90 Minuten in den neuen Klassen. Das war immer mehr als ausreichend und oft auch früher vorbei.

    An diesen Thread kann ich mich nicht mehr erinnern. Wir haben gerade Praxisunterricht - von der BES bis zum BG und den Fachschulen - fast immer im Vier-Stunden-Block, was ich super finde.

    Wie gesagt: Eine Doppelstunde zur Erledigung all der Formalia wäre bei uns nie und nimmer ausreichend. Hinzu kommt, dass die erste volle Stunde meist schon durch die gemeinsame Begrüßung aller SuS durch den Schulleiter in der Sporthalle (zu Beginn der ersten Stunde, dauert ca. 20 Min.)und das langsame "Eintrudeln" der SuS in der richtigen Klasse (irgendwer bekommt immer etwas nicht mit/findet den Klassenraum nicht/geht irgendwo auf dem Weg verloren/...) und die Einteilung der SuS zu den Klassen - wenn es Parallelklassen gibt - draufgeht. :)

    Klar, ist schon ultrastressig, wenn es nicht gut läuft...

    Na ja, meiner Erfahrung nach läuft es gerade an den ersten Schultagen, wo sich die SuS gegenseitig und ihre neue Schule größtenteils noch nicht kennen, eigentlich immer gut. Ich wüsste nicht, dass es da in den letzten 20 Jahren, die ich Klassenlehrerin war, mal in irgendeiner Klasse Stress gab (den gibt es höchstens, wenn man hinter nicht erschienen SuS "hinterhertelefonieren" muss..., aber das übernehmen bei uns meist Kolleg*innen).

    state_of_Trance : Wieso ist das eine "Höchststrafe"?! Hast du tatsächlich noch nie sechs Stunden hintereinander in derselben Klasse Unterricht gehabt?

    Mal abgesehen davon, dass das bei uns häufiger mal im Stundenplan so vorkommen kann (ich hatte bspw. letztes Schuljahr montags sechs Stunden in meiner eigenen Klassen, davon allerdings vier im Teamteaching mit einer Kollegin; eine andere Kollegin dienstags sechs Stunden - 1. bis 4. und dann nochmal 7./8. - in ihrer Berufsschulklasse; ...), empfinde ich das überhaupt nicht als "Strafe", sondern gerade als Klassenlehrerin oft vorteilhaft. Ich weiß ja nicht, wie es bei euch organisiert ist, aber bei uns geht der erste Schultag bei den neuen SuS/Klassen grundsätzlich für jede Menge Organisatorisches und Formalia drauf, die zu erledigen sind. Das schaffen wir häufig gar nicht in diesen sechs Stunden, sondern müssen dann am zweiten Schultag damit weitermachen. Am zweiten Schultag stehen dann auch Dinge wie gegenseitiges Kennenlernen - bspw. in Form einer Schul- und Stadtrallye - usw. auf der "Agenda".

    Mit anderen Worten: Wir benötigen zu Schuljahresbeginn mind. sechs Stunden als Klassenlehkräfte in unseren neuen Klassen (um diejenigen, die schon bei uns waren, geht's hier ja nicht; die haben i. d. R. schon wieder Fachunterricht).

    Nicht NRW sondern NDS: Wir haben in unseren neuen Klassen in den ersten Schultagen als Klassenlehrkräfte jeweils sechs Stunden "Klassenunterricht" (in den Vollzeitklassen an den ersten beiden Schultagen, in den Berufsschulklassen am ersten Berufsschultag gem. Stundenplan). Diese werden bei den Klassenlehrkräften in den Vertretungsplan eingetragen, wodurch natürlich Mehrstunden entstehen, falls die entsprechende Lehrkraft nicht eh an diesen Tagen sechs Stunden Unterricht gehabt hätte. Die Fachlehrkräfte, die laut Stundenplan in den Klassen Unterricht gehabt hätten, werden anderweitig eingesetzt, damit für sie keine Minderstunden entstehen.

    Das wird an meiner Schule schon seit Jahrzehnten so gehandhabt und kenne ich auch von anderen Schulen (nicht nur BBSn) so.

    Es geht ja nicht darum, ob man Info als Unterrichtsfach studieren kann, sondern ob es als berufliche Fachrichtung angeboten wird, wie es z.B. in Darmstadt der Fall ist: https://www.zfl.tu-darmstadt.de/studium/berufl…en/index.de.jsp

    Nein, "Informatik" als berufliche Fachrichtung gibt es in NDS für das Lehramt BBS gar nicht. So hatte ich die Diskussion bzw. deine Nachfragen bisher auch nicht verstanden; aber egal. Sprich: In NDS ist es lediglich möglich, "Informatik" als Unterrichtsfach zu studieren.

    Hier noch eine Übersicht, welche beruflichen Fachrichtungen und welche Unterrichtsfächer man überhaupt in NDS studieren kann: Lehramtstabelle Sonderformen - Studieren in Niedersachsen (studieren-in-niedersachsen.de) - wobei dort noch die oben erwähnte berufliche Fachrichtung "Informationstechnik", die man ab dem kommenden Wintersemester in Osnabrück studieren kann, fehlt.

    Ich würde dir dringend raten, dir zu beiden Fächern weitere Infos einzuholen. Wenn ich deine Zeilen da oben so lese, läufst du vermutlich Gefahr, ein böses Erwachen zu erleben...

    Ja, ich denke auch, dass du charlottekarotte061 am besten nochmal zur Studienberatung gehen oder dich zumindest telefonisch dort beraten lassen solltest.

    Wenn das in NDS so ist, dann gibt es dort scheinbar sehr viele Unis, wo man Info auf Berufsschullehramt studieren kann. Ich habe da trotzdem noch meine Zweifel, denn in anderen BL ist das nicht so.

    In NDS wird in fünf Städten das Studium des Lehramts BBS angeboten: in Hannover, Göttingen, Lüneburg, Oldenburg und Osnabrück (dort an der Uni und der (Fach-)Hochschule). Bis auf Lüneburg kann man - wenn ich mich bei meiner kurzen Internetrecherche nicht verguckt habe - an allen Standorten Informatik als Unterrichtsfach studieren.

    Was meinst du mit Informatik am BG? Meinst du damit Informatik als berufliche Fachrichtung oder als allgemeinbildendes Fach?

    Eine berufliche Fachrichtung "Informatik" gibt es hingegen an den BG in NDS nicht, sondern nur den Schwerpunkt "Informationstechnik" an den BG der Fachrichtung "Technik" (Das Berufliche Gymnasium | Nds. Kultusministerium (niedersachsen.de)) . Ich denke, die Userin meint mit "Informatik am BG" das Fach "Informationsverarbeitung" bzw. - wie es seit letztem Jahr heißt - "Berufliche Informatik".

    Ich weiß nicht wie man in der Praxis dann eingesetzt wird, aber nach Angabe in der Curricula des Schulportals NDS übernehmen die Studenten der beruflichen Fachrichtung Informationstechnik die berufliche Ausbildung und das Fach "Technik" am beruflichen Gym und die "Informatik" als allgemeinbildendes Fach haben das Fach "Informationsverarbeitung" im beruflichen Gymnasium.

    Hast du dazu mal einen Link, wo das steht? Kommt mir seltsam vor, denn man kann doch in NDS gar nicht die berufliche Fachrichtung "Informationstechnik" für das Lehramt BBS studieren! (EDIT: Nehme ich zurück - man kann man hier mittlerweile doch "Informationstechnik" studieren; zumindest seit Neuestem in Osnabrück: Informationstechnik - Lehramt an berufsbildenden Schulen - Universität Osnabrück (uni-osnabrueck.de)).

    Am BG - egal ob in der beruflichen Fachrichtung "Technik", "Wirtschaft", "Soziales" - gab es das Fach "Informationsverarbeitung" bis 2022; jetzt heißt es "berufliche Informatik": RRL und EPA für den Profilfach Berufliche Informatik - Niedersächsischer Bildungsserver (nibis.de)

    Fachinformatiker würde ich nicht unbedingt ausbilden wollen, da ich ja nie in dem Berufsfeld tätig war anders als in SozPäd.

    Entschuldige bitte, aber das ist Quark! Wir in der beruflichen Fachrichtung "Wirtschaftswissenschaften" haben ja auch Azubis aus Berufen im Unterricht, in denen wir selbst häufig nie gearbeitet haben oder in dem Bereich eine Ausbildung gemacht haben; seien es nun Kaufleute im Einzelhandel, Kaufleute für Büromanagement oder Verwaltungsfachangestellte. An meiner Schule ist es tatsächlich so, dass kein/e einzige/r meiner KuK, die in diesen Berufsschulklassen eingesetzt sind, selber eine Ausbildung in dem jeweiligen Beruf gemacht und/oder jemals in diesem Beruf gearbeitet hat.

    Da muss man sich als Lehrkraft halt 'reinarbeiten!

    Die Stundenaufteilungen ist scheinbar in NDS in vielen berufl. Schulzweigen variabel wie ich das hier herauslese

    Wie meinst du das?

    mein Bett und mein Sofa ;) - ansonsten habe ich nicht nur einen Lieblingsort, sondern mehrere Orte, an denen ich mich gerne aufhalte und an dich immer wieder gerne wiederkehre (bestimmte Sitzbänke am Waldrand oder an unserem Stadtteil-See, verschiedene Orte an der Ostsee,...)

    Hast du ein Lieblingstier?

    Also, sowohl mit der beruflichen Fachrichtung "Sozialpädagogik" als auch mit Informatik oder Mathe solltest du gute Aussichten auf eine Stelle haben, behaupte ich mal so (allerdings ist meine Glaskugel gerade in der Reinigung ;) ; daher ohne Gewähr!).

    Wenn ich das richtig gesehen habe kann ich in NDS Informatik aber nur an beruflichen Gymnasien unterrichten und nicht an dem Rest des beruflichen Schulsystems.

    Nein, dem ist definitiv nicht so. Zum einen gibt es Ausbildungsberufe in dem Bereich (z. B. die "Fachinformatiker*innen"), die natürlich in der Berufsschule Informatik-Unterricht haben, zum anderen gibt es in NDS verschiedene Vollzeitbildungsgänge im Bereich "Informatik" (bspw. die Fachoberschule Wirtschaft mit diesem Schwerpunkt, die einjährige Berufsfachschule Informatik oder verschiedene berufsqualifizierende Berufsfachschulen wie die zweijährige BFS "kfm. Assistent*in - Schwerpunkt Informationsverarbeitung"). Auch in anderen Vollzeitbildungsgängen gibt es Informatik-Anteile, bspw. in der FOS Wirtschaft und Verwaltung - Schwerpunkt Wirtschaft ein Lerngebiet, das "Datenbankmanagementsysteme und Tabellenkalkulationsprogramme anwenden" heißt und an meiner Schule von Informatik-Lehrkräften unterrichtet wird.

    Das schreckt mich jetzt etwas ab, da ich nicht weiß wie viele BB-Schulen auch ein berufliches Gymnasium mit gekoppelt haben...

    Recht viele ;) . Das kannst du hier nachschauen: Das Berufliche Gymnasium | Nds. Kultusministerium (niedersachsen.de) - dort rechts die PDF-Datei mit der Übersicht, an welchen BBSn in NDS es ein BG gibt, anklicken.

    Mathe hingegen ist von der BvB mit Schülern ohne bisherigen Abschluss bis zum Abitur am B.Gym. vertreten.

    Auch das stimmt so pauschal nicht. Mathe wird als Fach nur in einigen Vollzeitbildungsgängen - wie der von dir bereits genannten Berufseinstiegsschule, dem BG und der FOS - unterrichtet, in der Berufsschule aber nicht (ist meines Wissens als allgemeinbildendes Fach dort gem. KMK-Vorgaben nicht vorgesehen).

    Von daher würde ich meinen, dass deine späteren Chancen auf eine Planstelle mit Informatik und Mathe in etwa gleich gut sein müssten.

    So macht Generden sinn.

    Ich habe mir deinen "Vorschlag" jetzt mehrfach durchgelesen, um zu kapieren auf was du hinauswillst. Komme zu dem Schluss: Nein, das macht für mich null Sinn.

    Aber vielleicht konnte ich deinen Ausführungen auch einfach irgendwo nicht mehr folgen... Denn schon das:

    Aber vermutlich benutzt man "weibliche Lehrer" so oft, dass man dafür ein "Fachwort" braucht (Lehrerin).

    und das:

    Die Vorschläge mit "Lehrer:Innen" oder ähnliches gehen doch am Ziel vorbei. Man kann doch jetzt immer noch nicht z.B. die männlich fühlenden Personen mit weiblichen Geschlechtsmerkmalen ansprechen. Sie sind damit doch genau so Namenlos wie vorher.

    ist in meinen Augen Nonsens.

    Wie gesagt: Mach' du es mal, wie du denkst. Ich bleibe beim Gendern.

Werbung