Beiträge von Humblebee

    Gibt es überall dort, wo noch Kopiergelder eingesammelt werden tatsächlich keine Lernmittelfreiheit im Bundesland oder wird diese nur missachtet von den jeweiligen Schulen?

    In NDS wurde die Lernmittelfreiheit schon zum Schuljahr 2004/2005 abgeschafft. Die SuS bzw. deren Erziehungsberechtigte können Schulbücher gegen eine Leihgebühr von der Schule ausleihen: Entgeltliche Ausleihe von Lernmitteln | Nds. Kultusministerium (niedersachsen.de)

    EDIT: Arbeitshefte, Lektüren u. ä. müssen selbstständig angeschafft und komplett bezahlt werden, da die SuS dort ja 'reinschreiben oder Randnotizen machen dürfen.

    Hm, vielleicht habe ich es dann missverstanden. Ich hatte die Postings von Schmidt oder Miss Othmar anders gelesen.

    Du hast recht, zumindest das, was Schmidt über seine Schule schreibt, klingt tatsächlich so, als wenn die im Rollstuhl sitzenden SuS immer getragen werden müssten, weil es bei ihm im Schulgebäude gar keine Aufzüge gibt. Miss Othmar schrieb allerdings ja zum einen von Aufzügen in ihrer Schule, aber auch von SuS, die gar nicht getragen werden dürfen.

    Ansonsten bin ich einigermaßen entsetzt darüber zu lesen, dass es Schulen gibt, an denen regelmäßig Leute über Treppen getragen werden müssen.

    Habe ich das überlesen? Wer schrieb denn, dass regelmäßig SuS über Treppen nach unten (oder auch nach oben) getragen werden müssten? Hier ging es doch nur um Evakuierungsübungen/-fälle, in denen die Aufzüge auch von körperlich Beeinträchtigten nicht genutzt werden können, oder?

    aber man kann doch nicht ernsthaft Schüler aufnehmen, bei denen von vornherein klar ist, dass sie sich tagtäglich nicht eigenständig durchs Gebäude bewegen können.

    Na ja, ich habe in diesem Jahr einen Schüler in der Klasse, in der ich die meisten meiner Stunden unterrichte, der nach einem Unfall im Rollstuhl sitzt und der sich - da er auch seine Finger (noch) nicht komplett bewegen kann (evtl. bessert sich das in Zukunft noch) - nur einige Meter selbstständig in seinem Rollstuhl bewegen kann. Ansonsten wird er halt von seiner Schulbegleiterin oder Mitschüler*innen geschoben und sie benutzen die Aufzüge. Es spricht m. E. absolut nichts dagegen, dass wir diesen Schüler an unserer BBS aufgenommen haben; wenn nicht, hätte er vermutlich weit entfernt eine BBS besuchen müssen. Ob das für ihn besser gewesen wäre, lasse ich mal dahingestellt.

    Ich wollte das nicht glauben, aber ein Kollege muss pro 500 Kopien 1,- bezahlen. Und an seiner Schule müssen alle L direkt mit den S abrechnen. Summe berechnen, einsammel, anmahnen, Überschuss zurückzahlen, das ganze bei der Steurerklärung berücksichtigen.

    Im Vorbereitungsdienst habe schon so manches Mal "Irre." gedacht. Deswegen habe ich ihn auch nicht sofort ausgelacht und gefragt, warum zum Teufel man an so einer Schule arbeiten wollen würde. Bin also bereit, zuzugeben, dass ich mal wieder etwas für selbstverständlich gehalten habe, nur, weil ich es auf eine bestimmte Weise kennengelernt habe. Wenn ich im Ref eins gelernt habe, dann ist es, meine Ansichten beständig auf Validität zu überprüfen.

    Ich habe Fragen.

    1. Müsst Ihr für Kopien (Zettel physisch auf Kopierer legen und "Kopieren" drücken) bezahlen?
      1. Habt Ihr ein Freikontingent? Wenn ja, wie hoch?
      2. Werden Drucke vom USB-Stick anders behandelt?
      3. Werden Drucke von einem PC auf einem Kopierer/Drucker anders behandelt?
      4. Wieviel müsst Ihr für Kopien/Drucke bezahlen?
    2. Müsst Ihr das Kopiergeld einsammeln oder wer macht das bei Euch?

    Zu 1.: Nein, wir als Lehrkräfte müssen nichts bezahlen, sondern können kostenlos kopieren und ausdrucken (sowohl an den Kopierern als auch an allen Druckern). Farbausdrucke sind an einigen Druckern in den Lehrerzimmern und -arbeitsräumen möglich; größere "Farbkopier- oder Druckaufträge" oder großformatige Drucke/Kopien können wir - ebenfalls kostenlos - bei unserem Schulassistenten erhalten.

    Zu 2.: Die Klassenlehrkräfte sammeln in ihren Klassen zu Schuljahresbeginn "Kopiergeld" ein, das dann im Sekretariat abgegeben wird (das ist gestaffelt; in den Bildungsgängen, wo mehr Kopien verteilt werden, ist dementsprechend der Betrag dafür höher als in denen, wo es weniger Arbeitsblätter usw. in Kopie gibt).

    Mahnungen musste ich in meiner langjährigen Zeit als Klassenlehrerin noch nie verschicken. Ich weiß daher auch gar nicht, ob die Klassenlehrkräfte bei uns dafür zuständig sind oder ob das vom Sekretariat im Bedarfsfall übernommen wird.

    Was ist wenn ein Schüler fehlt?

    Das ist bisher bei den Übungen, an denen ich in den letzten 20 Jahren teilgenommen habe (wobei ich nicht in jedem Schuljahr an dem Tag oder zu der Stunde, in der die Übung stattfand, in der Schule war), und auch bei den drei oder vier "echten" Feueralarmen (die sich allerdings in allen Fällen glücklicherweise als nur "Mini-Brand" oder Fehlalarm 'rausstellte) an den Sammelplätzen, wo ich mich mit den SuS aufhielt noch nie passiert.

    Bei uns würde es aber dann so ablaufen, dass dies natürlich von der jeweiligen Lehrkraft umgehend der/dem Sicherheitsbeauftragten gemeldet und dann wie von dir beschrieben gehandelt würde.

    Eine Sekretärin oder ein Mitglied der Schulleitung steht mit Warnweste auf dem Sammlungsplatz und aus jedem Kurs muss die Lehrkraft kommen und sich und den Kurs melden.

    Bei uns ist es ähnlich: Wir haben pro Abteilung eine/n "Sicherheitsbeauftragte/n" und für jede Abteilung (bzw. in einem Fall für zwei Abteilungen) einen eigenen Sammelplatz, wo dann die Sicherheitsbeauftragten mit Warnwesten und Listen stehen und die einzelnen KuK melden müssen, dass ihre jeweilige Klasse/Kurs vollständig am Sammelplatz angekommen ist.

    SuS, die bei Alarmauslösung gerade nicht im Klassenraum sind, begeben sich zum Sammelplatz (der Fluchtweg wird mit den Klassenlehkräften zu Schuljahresbeginn einmal "abgegangen") und dort zu ihrer Klasse. Wir Lehrkräfte sind im Übrigen angehalten, in Toiletten und andere "Nebenräume", an denen wir auf dem Weg zum Sammelplatz vorbeikommen, noch einmal 'reinzuschauen, ob sich dort niemand mehr befindet.

    Wenn ein Schüler so gehandicapt ist, dass er keine Treppe laufen kann (also entweder auf Rollstuhl oder sehr starke Krücken angewiesen ist): dann wird der Klassenraum der betroffenen Klasse verschoben. Punkt.

    Das wäre an meiner Schule - wie bereits von anderen User*innen gesagt - nicht möglich. Zum einen haben wir in einigen unserer Gebäude-/Gebäudeteile - bspw. in meiner Abteilung - keine Klassenzimmer im Erdgeschoss, zum anderen sind auch bei uns die Klassen nicht immer in ihrem "angestammten" Klassenraum.

    EDIT: Wir haben übrigens in unserem Hauptgebäude - in dem sich meine Abteilung befindet - zwei und in allen anderen Gebäuden jeweils einen (gut funktionierenden) Aufzug.

    Was macht ihr mit Schülern, die keine Treppen laufen können, wenn Treppen auf dem Fluchtweg sind? Was ist da bei euch die Vorgabe?

    Klassenkameraden, die Patenschaft für einen Rollstuhlfahrer übernommen haben, können diesen ja nicht im Gedränge die Treppe heruntertragen.

    Für diese SuS gibt es Rettungsstühle, die von der Schulbegleitung und der Lehrkraft getragen werden. Zu einem wirkliche "Gedränge" kommt es auf unseren Treppen zwar nicht, aber die "Träger*innen" sollen mit den Gehandicapten abwarten, bis die meisten SuS aus den Treppenhäusern 'raus sind und erst dann den/die beeinträchtige Schüler*in 'runtertragen. Das hat bei unserer Evakuierungsübung am Mittwoch sehr gut funktioniert.

    Wenn's denn sowas gäbe... als vor einigen Jahren die Referendarausbildung hier verändert wurde, wurde uns als Schule explizit untersagt, freiwillige(!) Mentoren zuzulassen.

    (In NRW gibt es dafür ein System mit Entlastungsstunden, meine ich mal gelesen zu haben(?))

    Echt?! Das ist heftig. Bei uns gibt es weiterhin Mentor*innen bzw. Ausbildungslehrer*innen für die LiV in unseren einzelnen Abteilungen (eine halbe Entlastungsstunde erhält aber nur der Kollege, der als Mentor für alle LiV der Schule fungiert) und ich wüsste von keiner BBS, dass es dort anders wäre. Wer hat euch das denn untersagt? Die RLSB?

    Es ist mir wirklich ein Rätsel, wie man so abgehoben sein kann.

    Im Sinne der Schüler*innen in der beruflichen Bildung kann ich nur hoffen, dass du niemals an einem BK landen wirst.

    Deine Pauschalisierungen und Vorurteile sind wirklich widerlich. Am BK wirst du genauso wenig zufrieden sein, wenn du so bist, wie du hier erscheinst. Die Kollegien an BKs ticken Gottseidank völlig anders.

    Mit der hier deutlich gewordenen Einstellung sehe ich dich nicht am BK.

    Aviator war - laut seinen Beiträgen aus 2018 - ja in der Vergangenheit bereits im beruflichen Bildungsbereich tätig (BBS in NDS)! So richtig "gepasst" hat es für ihn dort aber anscheinend auch nicht. Wundert mich das bei seiner Einstellung? Lasst mich kurz überlegen...

    Finnegans Wake : :super: für deinen letzten Beitrag!

    Naja - konstruktive Ratschläge gab es zuhauf - und das Treten auf die "nicht passende" Schülerschaft ist schon heftig.

    So ist es, da Aviator so gut wie alle Ratschläge, die er hier erhalten hat, abblockt, aber sich ständig beschwert, wie schwer er es doch hat. Zudem spricht bzw. schreibt er in einer absolut unangebrachten Art und Weise über Schüler*innen, die nicht seinem "Niveau" entsprechen; sowas geht gar nicht!

    Nur mal so nebenbei: An meiner Schule fand gestern die jährliche Evakuierungsübung statt. Sie hat gerade mal 15 Minuten gedauert (zumindest für die beiden Abteilungen, die sich an dem Sammelplatz einfinden müssen, wo auch ich mit den SuS hin musste). Habe extra auf die Uhr geschaut: Alarm ging um 9:16 Uhr los, um 9:30 Uhr erklärte unsere stellvertretende Schulleiterin per Megaphon die Übung als beendet und um 9:34 Uhr waren die letzten SuS wieder im Gebäude.

    Ich bin keine Fachleiterin, aber ein Referendar, der bei einem Feueralarm eine Unterrichtsstunde (und sei es auch das Examen!!!) durchzieht, wäre bei mir sofort durchgefallen.

    Das sehe ich genauso und ich wundere mich sehr, dass die anwesenden Fachleiter*innen den Referendaren nicht zur Unterbrechung des Unterrichtsbesuchs aufgefordert und selbst das Gebäude verlassen haben. Sowas wäre sowohl zu meiner eigenen Ref-Zeit als auch bei unseren jetzigen LiV auf keinen Fall "durchgegangen"!

    Du sagst selbst, dass das Datum unbekannt ist. Woher wolltet ihr also wissen, dass es eine Übung ist?

    Und auch das frage ich mich ebenfalls. Ich habe auch einmal eine Klausur in der FOS schreiben lassen, als der Feueralarm ertönte (kein Probealarm, aber das wusste zu dem Zeitpunkt noch niemand, weil die bei uns jährlich stattfindende Evakuierungsübung noch nicht durchgeführt worden war). Natürlich habe ich mit den SuS sofort den Klassenraum verlassen. Da es sich nur um einen kokelnden Mülleimer handelte, der schnell von unseren Hausmeistern gelöscht werden konnte, durften wir - nach Kontrolle durch die flott angerückte Feuerwehr - schon nach ca. 30 Minuten wieder ins Gebäude. Ich habe den SuS dann gesagt, sie mögen bitte kennzeichnen, an welcher Stelle sie gerade waren, als wir den Raum verlassen hatten, und im Endeffekt habe ich eine Aufgabe aus der Klausur gestrichen (die keine/r der Anwesenden mehr geschafft hatte und deren Bearbeitung in etwa die fehlende halbe Stunde in Anspruch genommen hätte). War überhaupt kein Problem.

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