Die Aussicht, über lange Jahre hinweg immer wieder den in etwa gleich alten SuS gegenüberzustehen (seien sie nun 8, 9 oder 12 Jahre alt) und dabei selbst fortwährend älter, grauer und lethargischer zu werden, finde ich quälend und widerwärtig!
Was ist denn das für eine merkwürdige Aussage? Dass sich das Alter der SuS, die man unterrichten wird, nicht ändern wird, weiß doch wohl jede/r, bevor sie/er sich für diesen Beruf entscheidet! In diesem Zusammenhang von "widerwärtig" zu sprechen ist ja wohl mehr als übertrieben.
Als Lehrer ist man - zumindest im Rahmen des Unterrichts - komplett fremdbestimnt. Nicht inhaltliche Erfordernisse oder spezifische Bedürfnisse der SuS besimmen die Arbeitsabläufe, sondern IMMER ist es das Stundenklingeln, das die Arbeitsphasen vorgibt und taktet.
Das ist eine Form der Entfremdung, die es so starr ansonsten nur in großen Industriebetrieben gibt.
Diese unnatürliche Taktung torpediert nicht nur Lern- und Arbeitsabläufe, sie macht auch die so wichtige kommunikative Interaktion mit den KuK fast unmöglich. Die strikte Einteilung des Unterrichts in 45-Minuten-Einheiten versklavt Lehrer und Schüler gleichermaßen!
Du weißt aber, dass es Schulen gibt, wo es a) gar keine Schulklingel gibt, b) nicht in 45- sondern in 90-Minuten-Einheiten (oder anderen) unterrichtet wird und/oder c) dieselbe Lehrkraft eine Klasse mehrere Stunden hintereinander unterrichtet, also selbst für die "Taktung" verantwortlich ist?
EDIT: Ach, ich sehe gerade, dass Zauberwald das auch schon geschrieben hat. Da war ich zu langsam
...
Ich frage mich wirklich immer mehr, warum du dich jemals für den Beruf der Lehrkraft entschieden hast (wenn du überhaupt Lehrkraft bist). Kann ich echt nicht nachvollziehen bei den Argumenten, die du hier gegen diesen Beruf äußerst. Zu deinem Besten und dem deiner SuS und auch Kolleg*innen solltest du dich mMn langsam, aber sicher nach 'nem anderen Job umsehen.