Dann ist man neben dem beruflichen Fach gleichzeitig auch quasi ne Art Schulsozialarbeit.
Nein, wie du selbst ja schon schreibst: Das hat damit nichts zu tun. Schulsozialarbeiter*innen haben wir auch; die haben aber nicht nur mit den "schwachen" Klassen zu tun.
Damit ist halt - wie du schreibst - der Einsatz in der Berufsvorbereitung und der BF vorprogrammiert (und da weiß ich, dass es neben den wenigen, die das gerne machen, viele gibt, die dort ihren Einsatz gerne reduzieren würden).
Ersteres ist der Fall (das wissen und möchten gerade diese KuK aber auch), letzteres zumindest an meiner Schule nicht. Zumindest wüsste ich bei uns von keiner Lehrkraft, die gegen ihren Willen in der BES eingesetzt ist. Ich selber unterrichte seit Beginn meiner Tätigkeit Englisch in der BES (früher hieß diese Schulform mal "einjährige BFS ohne Eingangsvoraussetzungen", jetzt halt "BES Klasse 2").
Im BVJ bzw. in der jetzigen BES Klasse 1 war in NDS noch nie Englischunterricht vorgesehen. Dort gab es zu Zeiten des BVJ lediglich für interessierte SuS Vorbereitungskurse zur Erlangung des Hauptschulabschlusses in Deutsch, Mathe und eben Englisch. Heute können die SuS nach der Klasse 1 die Klasse 2 besuchen und dort den HSA nachholen.
Ja und die ehemaligen Förderschüler/innen: Im BVJ sind dann viele von ihnen, die (mit Lernschwierigkeiten) den HS-Abschluss nicht geschafft haben; die, die den HS-Abschluss haben, dann auch in der BF. Was dann für diese SuS ein Schock ist: Die großen wilden Klassen im Gegensatz zur individueller betreuenden FöS mit ihren kleinen Klassen.
Die Klassen der BES (die dem BVJ entsprechen) haben bei uns meist max. 15 SuS, sind also auch eher klein. Die B1-/BFS-Klassen, in die - wie du richtig schreibst - auch einige Förderschüler*innen kommen (nämlich die, die den Hauptschulabschluss geschafft haben), sind aber wirklich oft groß und undiszipliniert.