Beiträge von Humblebee

    Genau!! Ich sage da dann auch mittlerweile ganz direkt: "Bleib lieber zuhause, bevor du uns alle ansteckst."

    Ich kann mir vorstellen, dass darin - also dem "Eher-mal-zuhause-Bleiben" - auch teilweise der erhöhte Krankenstand in den Kollegien und der Schülerschaft begründet ist. Gerade gestern sprach ich mit einer Freundin, deren Sohn in der vierten Klasse ist und die meinte, dass sie selbst und andere Eltern derzeit ihre Kinder auch bei leichteren Erkältungen zuhause lassen würden. Das habe sich seit Corona-Beginn geändert: Früher habe man die Kinder eben bei Schnupfen und Co. trotzdem zur Schule geschickt, heute würde man sie eher mal zuhause behalten.

    Ähnlich argumentierte letzte Woche eine Kollegin, mit der ich telefonierte und die mit Halsschmerzen und Schnupfen drei Tage nicht zur Arbeit gekommen war. Sie meinte, früher hätten sie diese Symptome nicht davon abgehalten zur Schule zu gehen.

    Einmal von einer Klasse nach dem Abschluss. Ist aber sehr unüblich bei uns.

    Tatsächlich? Bei uns ist es schon üblich, dass Klassen (BG, FOS, BFS, BES, Fachschulen,...) im Sommer zu ihrem Abschluss ihren Klassenlehrkräften eine Kleinigkeit schenken. Ich habe schon oft einen Blumenstrauß, eine Karte und Süßigkeiten bekommen; auch mal einen Becher (nicht selbstbemalt!) mit einer Packung Tee o. ä.

    Gutscheine sind dienstrechtlich aber strengstens verboten. Gelten als Bargeld und dürfen nicht mal unter den Freigrenzen angenommen werden.

    Für welches Bundesland gilt das? In NDS gilt für die Annahme von Geschenken u. a. (siehe https://www.voris.niedersachsen.de/jportal/?quell…psml&max=true):

    "Die Zustimmung ist allgemein erteilt für

    [...]

    b) die Annahme von Geschenken (z. B. Eintrittskarten, Gutscheine) aus dem dienstlichen Umfeld (z. B. Klassenschülerschaft/Elternschaft einer Lehrkraft – nicht aber einer Einzelperson – aus Anlass eines Dienstjubiläums, eines Geburtstages oder einer Verabschiedung) im herkömmlichen und angemessenen Umfang; Bargeld ausnahmsweise, wenn es sich um einen geringen Restbetrag aus der Sammlung für das Geschenk handelt,"

    Nichts für ungut, ich korrigiere: "sich in der Sprache ihrer Familie zu unterhalten".

    Heimat kann sehr wohl (auch) Deutschland sein, aber zu Hause oder mit bestimmten Personen sprechen sie etwas Anderes.

    Das stimmt natürlich. Ich hatte aber bei meinem Post insbesondere diejenigen SuS im Hinterkopf, die erst vor einigen Jahren nach Deutschland gekommen sind und die selbst noch von Albanien, Syrien, Afghanistan, Bulgarien usw. als ihren "Heimatländern" sprechen. Diejenigen, die in Deutschland aufgewachsen sind oder schon als Kleinkind hierher kamen, sprechen - so fällt es zumindest mir auf - in der Schule (im Unterricht und auch in den Pausen mit denjenigen, deren Familien dieselbe Sprache sprechen) meist Deutsch, auch wenn sie zuhause eine andere Sprache mit ihren Familien sprechen.

    Ich kann mit vorstellen, dass es auch türöffnend in Familien sein kann, wen man sie in ihrer Erstsprache begrüßt.

    Eine unserer Schulsozialarbeiterinnen ist insbesondere für die Migrant*innen unter unseren SuS zuständig und sie hat sich vorgenommen, in möglichst vielen Sprachen der Herkunftsländer mit den Eltern und auch den SuS zumindest bruchstückhaft kommunizieren zu können. Sie hat bisher - was ich sehr bewundere - schon ansatzweise z. B. Türkisch, Arabisch, Kurdisch, Persisch/Farsi, Russisch, Albanisch, Bulgarisch, Rumänisch. Litauisch und im Sommer Ukrainisch gelernt. So kann sie zumindest die SuS und deren Eltern begrüßen, nach deren Befinden fragen und einige für uns als Schule wichtige Fragen - z. B. nach der bisherigen Schullaufbahn - stellen.

    Den SuS zu verbieten sich in der Sprache ihres Heimatlandes zu unterhalte, fände ich auch nicht in Ordnung und ist gerade in den Pausen völlig realitätsfern. Allerdings versuchen wir schon - gerade in den Klassen mit hohem Anteil an Migrant*innen (das sind bei uns insbesondere die Berufseinstiegsklassen, in denen die meisten - teilweise sogar alle - SuS erst vor kurzer Zeit nach Deutschland gekommen sind) die SuS dazu zu bewegen, während des Unterrichts möglichst viel Deutsch zu sprechen. Da geht es aber nicht darum, dass die Lehrkräfte in irgendeiner Form "Angst" hätten, dass die SuS über sie sprechen/lästern könnten, sondern einfach ums Deutschlernen.

    War neulich nachts in Tübingen und hatte den Eindruck, dass es allgemein doch dunkler war als sonst. Kann man Straßenlampen auf Sparflamme drehen?

    Ob man die "dimmen" kann, weiß ich nicht, aber hier in der Gegend werden seit ein paar Wochen in einigen Orten die Straßenbeleuchtungen schon um 21 Uhr aus- und erst um 6 Uhr wieder angeschaltet (statt Beleuchtung rund um die Uhr oder Ausschalten von 22 bis 5 Uhr) oder jede zweite Straßenlaterne "vom Strom genommen".

    Weil's gerade zum obigen Thema passt: Wir hatten mal vier KuK mit Doktortitel im Kollegium. Die Doktoren der Physik und der Geschichte (oder war es Politik? - Da bin ich mir nicht sicher) sind mittlerweile in Pension. Die Kollegin mit dem Doktortitel in Politik (den sie in ihrem Heimatland, den USA, erworben hat) und diejenige mit Doktortitel in Agrarwirtschaft sind noch im Dienst.

    Das war aber ja nur ein potenzieller Arbeitgeber, bei dem du ein Bewerbungsgespräch hattest, oder? Ich würde es weiter versuchen. Hier sehe ich immer mal wieder Stellenanzeigen in der Zeitung oder online, wo stundenweise für Bürotätigkeiten Mitarbeiter*innen gesucht werden.

    Für mich ist so ein Verhalten einfach das eines gemeinen Rotzlöffels, das entsprechend sanktioniert gehört.

    Von einer Kollegin als "gemeinem Rotzlöffel" zu sprechen, finde ich ... Nun ja, sagen wir mal "grenzwertig" oder "befremdlich".

    Wir als Kollegium haben uns gewünscht, daß die Schulleitung besagte Kollegin in der Konferenz mittels Hausrecht rauswirft, wie man es mit einem Schüler im Unterricht auch machen würde.

    Und auch hier finde ich das Verhalten des Kollegiums absolut nicht in Ordnung. Ihr sprecht allen Ernstes bei der Schulleitung vor, damit sie das - aus eurer Sicht - "unverschämte" Verhalten dieser Kollegin sanktioniert und diese Religionslehrerin aufgrund des Strickens (!) aus einer Konferenz wirft?!? Zum einen finde ich, die SL muss selbst wissen, wie sie auf dieses Verhalten reagiert (das geht die KuK meiner Meinung nach überhaupt nichts an), und zum zweiten lässt sich das Verhalten von Lehrkräften in einer Konferenz wohl nicht mit dem von SuS im Unterricht gleichsetzen.

    Bei uns daddeln während Gesamtkonferenzen auch immer mal KuK mit dem Handy, spielen Sudoku, korrigieren Klausuren oder sonstwas. So what? Das interessiert mich persönlich als Lehrkraft doch nicht; wenn sie sich langweilen oder ihrer Meinung nach was Besseres zu tun haben als zuzuhören: sollen sie doch. Hauptsache, sie fragen mich nicht anschließend nach Inhalten der Konferenz, die sie nicht mitbekommen haben ;) .

    Direkt persönlich angesprochen wurde allerdings noch nie jemand während einer unserer Konferenzen; es sei denn, die SL hatte eine persönliche Frage an jemanden (dann gehen diese Personen i. d. R. aber nach vorne, um ins Mikro sprechen zu können), was aber bisher auch selten vorkam.

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