In NDS gibt es auch eine "Fachoberschule". Für die Klasse 11 ist der Realschulabschluss die Eingangsvoraussetzung, für die Klasse 12 der erfolgreiche Besuch der FOS 11 oder eine abgeschlossene Berufsausbildung.
Da die SuS in der FOS 11 nur zwei Tage in der Woche (zumindest ist das an meiner Schule so organisiert) in die Schule gehen und drei Tage im betrieblichen Praktikum sind, liegt für mich darin der hauptsächliche Unterschied zum beruflichen Gymnasium: Die fachpraktische Ausrichtung ist in der FOS m. E. größer.
Für das BG ist bei uns in NDS übrigens der erweiterte Sek I-Abschluss/erweiterte Realschulabschluss die Eingangsvoraussetzung. Von daher können SuS, die nur den "einfachen" Realschulabschluss haben, gar nicht in der 11. Klasse des BG aufgenommen werden, sondern eben nur in der FOS 11. Diese Schüler*innen:
Eher SuS, die auch das Potential für Abi am BG haben, aber aus irgendwelchen Gründen dort nicht hinwollten
wirst du also bei uns in der Fachoberschule nicht unbedingt antreffen.
Von den SuS, die die FOS 11 erfolgreich absolviert haben, gehen bei uns mind. zwe Drittel anschließend in die FOS 12, würde ich schätzen. Das restliche Drittel entscheidet sich doch noch für eine Berufsausbildung und verlässt also nach dem einen Jahr unsere Schule wieder.
Die SuS-Klientel an FOS und BG unterscheidet sich meinen Erfahrungen nach insbesondere darin, dass diejenigen, die aufs BG gehen, eben die allgemeine Hochschulreife/das Abitur anstreben und danach ein Studium absolvieren wollen. Die SuS der FOS 12, die die FHR machen wollen, wollen nach erfolgreichem Abschluss entweder ins Studium an einer Fachhochschule oder im "einschlägigen" Bereich einer Uni oder aber in ein duales Studium gehen - wobei deren Anteil an den FOS-Absolvent*innen meinen Beobachtungen nach in den letzen Jahren abgenommen hat - oder direkt in einen Betrieb. Diejenigen, die vorher die FOS 11 absolviert haben und dementsprechend noch jünger sind, machen dann oftmals noch eine Ausbildung, während die älteren Absolvent*innen mit bereits abgeschlossener Berufsausbildung häufig direkt eine Vollzeitstelle antreten.
Die Anforderungen sind im Vergleich zum vollen Abitur ja doch recht niedrig.
Als "recht niedrig" würde ich die Anforderungen nun auch nicht beschreiben. Natürlich sind sie niedriger als beim "normalen" Abitur, aber sooo gering nun auch wieder nicht
.