Ihr habt ja eine putzige Vorstellung vom Landleben.
Die Landkreise können gar nicht einfach so und ohne Ende Neubaugebiete ausweisen, weil man dafür dann Ausgleichsflächen haben muss - die nicht jede Kommune hat.
Also gibt es auch häufig Lückenbebauung oder auf dem Grundstück eines alten Hauses entstehen viele neue Wohnungen in kleinen Häusern oder Mehrparteien-Objekten.
Ganz genauso kenne ich es auch.
Wenn ich mir die Beiträge von Kris und fossi74 zu dieser Thematik durchlese, scheint das aber in Süddeutschland - insbesondere in BW, wo die beiden ja wohnen - anders "gehandhabt" zu weden. Es wirkt so, als wenn dort ohne Rücksicht auf Verluste ständig neue Baugebiete hochgezogen würden.
Es erwartet niemand, dass auch an der allerletzen Milchkanne ein Halteschild steht, das sehe ich auch so, aber man kann in Flächengemeinden, in denen ebenso viele Menschen wie in kleinen Städten wohnen, erwarten, dass alle Stunde oder alle 30 min ein Bus fährt, sodass man von den Haltestellen aus in die nächsten Städte mit entsprechender Versorgung (Ärzte, Fachärzte, Therapeuten, Beratungsstellen, Fachgeschäfte) kommt. Das muss auch denen möglich sein, die keinen Führerschein haben, die kein Auto haben oder es nicht mehr fahren können, wollen oder dürfen.
Ähnliche Erwartungen einer Grundversorgung habe ich z.B. hinsichtlich ärztlicher Versorgung und Internet.
Vollste Zustimmung! (und dabei wohne ich gar nicht auf dem Land...)