Dann würde ich sagen, ist die Klausur mit "ungenügend" zu bewerten und du kannst damit wie auch mit den 60% unentschuldigten Fehlzeiten eine 6 als Zeugnisnote begründen.
Beiträge von Humblebee
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Humblebee Tja, gute Frage. So wird es bei uns gehandhabt und ich gebe zu: Solange man mir keine Stufenleitung gibt, werde ich nicht das Prozedere bei uns in Frage stellen.
- Attestpflicht können wir auf einer Konferenz beschließen (tun wir auch).
- Mahnverfahren jenseits von Meldung wg. Schulpflicht sind mir keine bekannt.
- Dafür brauchen wir 20 Tage am Stück unentschuldigt / fehlend. (und ja, einige SuS sind nach 19 Tagen wieder da).
Aber so krasse Fälle von Auslassen eines kompletten Faches hatten wir noch nie.Das "Mahnverfahren" bedeutet bei uns, dass SuS, die unentschuldigte Fehlzeiten haben, zunächst von den Klassenlehrkräften zwei Schreiben bekommen, dass eine Entschuldigung bis zu einem bestimmten Termin nachzureichen ist. Erfolgt dies nicht oder gibt es weitere unentschuldigte Fehltage, gibt es ein drittes Schreiben, in dem der Schulleiter die Attest-/AU-Pflicht verhängt (eine Konferenz brauchen wir dafür nicht abzuhalten). Der vierte Schritt ist bei weiterem unentschuldigten Fehlen bei nicht mehr schulpflichtigen SuS die Androhung der Ausschulung durch die SL, die dann im fünften Schritt "durchgezogen" wird. Bei noch schulpflichtigen SuS erfolgt die oben beschriebene Abgabe ans Schulamt.
Eine bestimmte Anzahl von untschuldigten Fehltagen braucht es dazu bei uns aber nicht. Es reichen - wie gesagt - einzelne Fehltage, für die keine Entschuldigung vorgelegt wird. In einigen Fällen wurde auch schon das Mahnverfahren eingeleitet, wenn SuS immer wieder stundenweise unentschuldigt gefehlt haben, z. B. häufig morgens zu spät kamen, die letzten Unterrichtsstunden "abhängten" oder eben in einem bestimmten Fach - bspw. Sport - nicht zum Unterricht erschienen.
EDIT: Dieses Mahnverfahren wird in Abstimmung mit dem Landkreis als Schulträger an allen Schulen des Landkreises, in dem meine Schule liegt, seit mehr als 20 Jahren so angewendet.
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Die Klausur wurde nicht mitgeschrieben.
Entschuldigt oder unentschuldigt?
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Solche Verfahren gehen doch nur, wenn ein Schüler komplett weg ist.
Wenn er aber zwischendurch in anderen Fächern zugegen ist, dann kann man nichts Derartiges einleiten.Ist das in NRW tatsächlich so? Bei uns "wandern" SuS bei unentschuldigten Fehlzeiten (auch wenn sie zwischendurch wieder in der Schule sind) sehr schnell ins "Mahnverfahren", im Zuge dessen bei weiteren unentschuldigten Fehlzeiten durch die SL eine AU-Pflicht verhängt wird. Wenn der/die Schüler*in nochmals unentschuldigt fehlt, erfolgt die Abgabe an den Landkreis/das Schulamt, die dann in Konsequenz Bußgelder verhängen oder Sozialstunden anordnen kann.
Das betrifft aber jedes Schuljahr auch SuS bei uns, die nicht "dauerfehlen", sondern nur viele einzelne unentschuldigte Fehltage haben.
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Sommersonnenwende oder Wintersonnenwende?
Sommersonnenwende
Gleich zu Beginn der Sommerferien wegfahren oder erstmal zuhause "chillen"?
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Gartenhaus
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Kindheitserinnerungen (hat eine meine Großtanten immer gerne gegessen)
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Ich würde einfach mal bei der Beihilfestelle anrufen und nachfragen. Wahrscheinlich ist den Mitarbeiter*innen ein Fehler unterlaufen; kann ja mal passieren.
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Ihr müsst als Lehrkräfte Schülerakten führen?! Puh. Da bin ich froh, dass ich an einer großen Schule tätig bin, wo das Aufgabe des Sekretariats ist.
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menschenfeindliche oder erzkonservative/rechte menschen waren sowieso noch nie in meinem freundeskreis.. die meiden mich schon von weitem. daher muss ich mich derer auch nicht entledigen.
Es geht zum einen ja nicht nur um den Freundeskreis, sondern insgesamt um das persönliche Umfeld; Verwandte oder Kolleg*innen kann man sich ja nun mal nicht aussuchen. Zum anderen kann es durchaus in diesem persönlichen Umfeld zu einem Sinneswandel kommen. Das habe ich nicht persönlich, aber bei einer lieben Kollegin mitbekommen, deren ehemals beste Freundin - nachdem sie einen neuen Lebensgefährten hatte - plötzlich mit rechten Parolen um sich geworfen hat. Der hat diese Schulfreundin auch konsequenterweise die Freundschaft gekündigt. Hätte ich genauso gemacht.
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ich habe mich nicht der menschen entledigt, die bei corona anderer "meinung" (man muss eher vermutung sagen) als ich waren über dieses medizinische thema, von dem ich selbst wenig ahnung hatte und noch immer nicht habe. ob jemand sich impfen lassen wollte oder nicht, was er über die herkunft des virus spekulierte und ob er die maßnahmen sinnvoll fand, sagt für mich nicht viel über menschliche qualitäten und auch nicht darüber, welche politischen meinungen er ansonsten hat.
was soll denn aus solchen menschen sonst werden, die ihre meinung gesagt haben, auch wenn sie kontrovers war? wenn man sich ihrer komplett entledigt, werden sie vielleicht die unangenehmen zeitgenossen, für die manche sie von anfang an nur wegen abweichender meinungen in diesem einen thema hielten.
Tja, da sind wir offensichtlich unterschiedlicher Meinung. Ich kann mit Menschen, die einen Aluhut tragen, an seltsame Verschwörungstheorien glauben und mir ihre abgefahrene Welt erklären wollen, einfach nichts anfangen und will mich nicht mit ihnen auseinandersetzen. Ich will ihre Gefühls- und Gedankenwelt gar nicht verstehen/nachvollziehen, denn Diskussionen mit ihnen belasten mich selbst psychisch stark - das habe ich während der Corona-Zeit bemerkt und fand es ganz schlimm. Also ziehe ich mich in Konsequenz von solchen Personen zurück. Genauso würde ich es in einem Fall halten, dass jemand aus meinem Umfeld sich ständig rechtsextrem, antisemitisch, ... äußert. Auch mit dieser Person würde ich den Kontakt vermeiden. EDIT: Um das nochmal zu präzisieren: Ich mag meine (Lebens-/Frei-)Zeit nicht mit Menschen verbringen, in deren Gegenwart ich mich total unwohl fühle. Und genau das ist/wäre bei den o. g. Leuten der Fall. Sowas setzt mich wirklich psychisch unter Druck, wie ich festgestellt habe. Vielleicht bin ich da einfach zu "zart besaitet"...
Wenn du es anders handhabst und du damit klarkommst, ist es ja ok.
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ich bin vermutlich zu dumm für diese Welt, aber dann ist meine "Befürchtung" richtig: es gibt nur eine Akte und die Akte der BR ist gemeint (den Link und die Dokumente kannte ich).
Ich hoffe, dass ich jetzt nicht totalen Mist erzähle, aber in NDS gibt es meines Wissens zwei Personalakten: eine "Grundakte" (die beim RLSB geführt wird und die z. B. die Beurteilung der SL zum Ende der "Probezeit" wandert) und eine "Nebenakte", die in der Schule geführt wird (siehe hier: Führung von Nebenakten zu Personalakten (Personalnebenakten) in öffentlichen Schulen) - dort hinein wandern z. B. Nachweise über absolvierte Fortbildungen, der aktuelle Nachweis über einen Erste-Hilfe-Kurs u. ä. Das dürfte doch eigentlich in NRW ähnlich sein, oder?
Der Maßnahmenplan und weitere Unterlagen bzgl. des BEM-Verfahrens werden sich dann in beiden Akten befinden, vermute ich.
Im Endeffekt hätte ich das Angebot ablehnen sollen, ich habe es nur angenommen, damit ich mir später nie vorwerfen lassen könnte, nicht mitgewirkt zu haben, aber weniger Spuren sind trotzdem besser.
Nun bin ich vielleicht zu naiv, aber befürchtest du dadurch, dass du ein BEM-Verfahren durchlaufen hast, wirklich Nachteile bei einer zukünftigen Bewerbung um eine Beförderungsstelle? Das wäre doch quasi Diskriminierung. Rein anekdotisch: Einer unserer derzeitigen Abteilungsleiter hatte an seiner alten Schule nach einem Burnout auch ein BEM-Verfahren durchlaufen und hat trotzdem die Stelle bei uns bekommen (trotz drei Mitbewerber).
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viele gute tipps.. nur den einen sehe ich kritisch: sich der menschen zu entledigen (note 1 für das seltene genitivobjekt), die einem nicht guttun.
Also, gerade während der Corona-Zeit hat es mir persönlich durchaus gut getan, mich der Menschen in meinem persönlichen Umfeld zu "entledigen", die sich als Corona-Leugner*innen oder -Verharmloser*innen entpuppt haben. Personen, über die ich mich nur ständig aufrege, werden mir bzw. meiner Psyche in einer eh schon anstrengenden Zeit wohl kaum in irgendeiner Art und Weise "guttun". Daher möchte ich mit solchen Menschen einfach nichts mehr zu tun haben. "Sich jemandem entledigen" ist also in dem Sinne gemeint, dass ich den Kontakt zu diesen Personen abgebrochen habe, weil sie mich u. a. durch ihr Verhalten "nach unten gezogen" haben.
vielleicht ist man selber mal in einer echt beschissenen lage, wo man (kann leider auch mal jahrelang dauern) keine kraft hat, anderen gutzutun, sondern erst einmal kämpfen muss, überhaupt klarzukommen. wenn dann jemand denkt: "macht keinen spaß mehr, bringt mir nichts, sortiere ich aus", ist das verheerend für die, die sowieso schon schlimmes pech gehabt haben. sich um diese leute zu kümmern, kann in einem sozialen netz auch verteilt und so aufgefangen werden, dass nicht nur einer alles alleine machen muss.
Diese Ausführungen hingegen gehen m. E. in eine ganz andere Richtung. Da geht es ja nicht darum, dass jemand der Psyche eines anderen Menschen "guttut", sondern eher darum, jemand anderem helfen zu können (bzw. nicht zu können, weil man selber gerade dazu nicht in der Lage ist).
riesenarschlöcher kann man natürlich aussortieren, aber die sind unter menschen ohne machtpositionen selten.
Das sehe ich ebenfalls anders. "Riesenarschlöcher" habe ich auch schon im Kollegium (nun schon lange pensioniert) und in der Verwandtschaft erlebt und das waren keine Menschen, die sich in "Machtpositionen" befanden.
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Liebes Forum!
Als Ü-Fünfzigerin stehen mir noch ca. 8 Dienstjahre bevor. Meine Unlust, in die Schule zu gehen, wird immer größer. Geht euch das auch so? Ich frage mich zur Zeit, wie ich diesen Zeitraum bis zur Pensionierung überstehen soll. Wie geht ihr mit der zunehmenden Belastung um und auf welche Weise motiviert ihr euch? Über ein paar aufbauende Worte würde ich mich sehr freuen.
Mir geht es teilweise mittlerweile auch so, dass mir manchmal die Motivation fehlt, die Belastung im Schulalltag empfinde ich aber nicht unbedingt größer als früher. Nach wie vor motivieren mich meine lieben Kolleginnen und Kollegen und wirklich nette SuS und Klassen - die ich zum Glück weiterhin jedes Jahr habe (ein Schuljahr mit nur "doofen" Klassen/SuS hatte ich tatsächlich noch nie) - zur Schule zu gehen und wenn nicht allen, dann aber zumindest einigen SuS etwas beibringen und/oder sie auf ihrem weiteren Lebens- und beruflichen Weg unterstützen zu können. Gerade haben sich dafür wieder einige SuS bei mir bedankt, die ich gestern zum letzten Mal im Unterricht hatte (ich habe ja die meisten Klassen nur ein Schuljahr lang). Das ist für mich immer eine kleine "Motivationsspritze".
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Super! Herzlichen Glückwunsch! Hoffentlich renkt sich bei dir privat nun alles wieder ein.
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Sehe ich auch so!
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Ja, als Gym-Lehrkraft kann man an ein BK, man kann sogar BK mit zwei allgemeinbildenden Fächern studieren, aber das würde jetzt noch weniger Sinn ergeben, befürchte ich. (Weil da die Fächer erst recht oft einstündig sind, und man wird wohl kaum mit fachfremdem Unterricht das Deputat auffüllen können).
Zumal Geschichte ein Fach ist, das an beruflichen Schulen nur in wenigen Bildungsgängen unterrichtet wird. Oder ist das in NRW anders? Hier in NDS gibt es Geschichtsunterricht nur am Beruflichen Gymnasium. EDIT: Mir fällt zudem gerade ein, dass vor kurzem mal jemand (Kiggie oder Sissymaus?) schrieb, dass dieses Fach an den BK in NRW "Gesellschaftslehre mit Geschichte" heißt.
Der Bedarf an Lehrkräften mit den Fächern Geschichte und Politik dürfte hier in NDS an den BBS daher gegen 0 tendieren. Besonders weil die Anzahl derjenigen Lehramt-BBS-Student*innen, die eine berufliche Fachrichtung - meist Wirtschaftswissenschaften - und das Unterrichtsfach Politik studieren, hier recht hoch ist.
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Vielleicht sind berufliche Schulen ja auch mal einen Blick wert

Wenn der/die TE lieber mit jüngeren Schüler*innen und im Sek I-Bereich arbeiten möchte, passen berufliche Schulen/BK aber ja nun nicht (wobei das aus seinen/ihren bisherigen Posts nicht wirklich ersichtlich ist, ob das Alter der SuS bei der Wahl des Lehramts(studiengangs) auch eine wichtige Rolle spielt; mir scheint, der/die TE schaut insbesondere auf die späteren Einstellungschancen...).
und ein FSJ/BFD an einer Sek1-Schule wäre nicht sinnvoller, um die pädagogische Arbeit vor Ort kennenzulernen, bevor du eine komplett unbekannte Schulform studierst?
This!
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Um herauszufinden, ob eine nicht-gymnasiale Schulform in der Sek I etwas für Dich ist, empfehle ich ein Praktikum an einer entsprechenden Schule.
Das würde ich dir auch ganz dringend empfehlen! Zumal du dir scheinbar nicht wirklich klar bist, welche Schüler*innenklientel dich z. B. an einer Hauptschule erwartet.
Und wenn du in deinem Heimatlandkreis keinen Praktikumsplatz bekommen kannst, versuch' es unbedingt in den Nachbarlandkreisen. Für die kurze Zeit des Praktikums sollte dir ein Praktikumsplatz eine längere Fahrtzeit zu der betreffenden Schule wert sein.
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