Beiträge von Humblebee

    Ich gehe mal davon aus, dass Mehren mit "eigenen Klassen" einfach nur eigenverantwortlichen Unterricht meint, in denen man ohne Ausbildungslehrer bzw. betreuenden Lehrer im Unterricht ist. Und soweit ich weiß ist das in NRW so, dass man ein Quartal lang nur hospitiert und danach dann eigene Klassen hat.

    Ah, das kann natürlich sein!

    So ist es bei uns an den niedersächsischen BBSn auch: Das Ref beginnt zum 01.05. oder 01.11. und bis zum neuen Schuljahr bzw. bis zum Beginn des zweiten Halbjahres hospitiert man lediglich (wobei die meisten Refis dann auch schon mal ein wenig Unterricht im "betreuten Unterricht" übernehmen) und bekommt erst mit dem neuen Stundenplan "eigenverantwortlichen Unterricht".

    Ich hab nicht gesagt, dass so ein Verweis einfach ist, nur wenn in der Schule viele Schüler kein Respekt vor Lehrpersonal haben und auch generell keine angenehme Lernatmosphäre möglich bist, dann läuft das gewaltig was schief.

    Dass etwas schief läuft, ist klar (das hat die TE ja auch diverse Mal betont; gerade bei der neuen Schulleiterin). Du hast aber geschrieben: "...wenn Schüler die andere Schüler und sogar Lehrer Mobben immernoch an der Schule sind bzw. waren, dann wurde in dieser Hinsicht nichts getan." und ich habe dich darauf hingewiesen, dass sehr wohl etwas "getan" worden sein kann: nämlich andere Ordnungsmaßnahmen ergriffen (die man als Schule erst einmal verhängen muss, bevor ein Schulverweis möglich ist!), und der betreffende Schüler/die betreffende Schülerin trotzdem noch an der Schule sein kann, weil eben noch kein Schulverweis erfolgen konnte.

    Glaub' mir, ich habe schon ein paar Mal miterlebt, dass SuS mehrere OMK in einem Schuljahr hatten und dafür mehrfach mit verschiedenen Ordnungsmaßnahmen belegt wurden, aber schulpflichtige SuS der Schule zu verweisen, ist leider schwierig.

    In Mathe und Info fehlen zwar Lehrer ABER welches Gymnasium oder generell welche Schulen bieten heutzutage noch Informatik als Fach an? Wenige

    Ist das in NRW tatsächlich so? Hier in NDS ist es an den BBSn in einigen Bildungsgängen Pflichtfach (natürlich im IT-Bereich, aber auch am beruflichen Gymnasium oder in der Fachoberschule) und in vielen Gymnasien zumindest Wahlpflichtfach. Da es aber auch möglich ist, Informatik als Prüfungsfach im Abi zu wählen, muss es dann zwingend schon in der 11. Klasse belegt werden.

    Ab dem übernächsten Schuljahr wird Informatik hier Pflichtfach in der Sek I; zunächst in den 10. Klassen, dann in den 9. Klassen der allgemein bildenden Schulen: https://www.mk.niedersachsen.de/startseite/akt…ten-184807.html

    Ich kann nur soviel sagen, dass wenn Schüler die andere Schüler und sogar Lehrer Mobben immernoch an der Schule sind bzw. waren, dann wurde in dieser Hinsicht nichts getan

    Du weißt aber, dass ein Schulverweis ist nicht so "einfach" durchzusetzen ist, oder? Zitat aus dem NRW-Schulgesetz (§ 53): "Bei Schulpflichtigen bedarf die Entlassung von der Schule der Bestätigung durch die Schulaufsichtsbehörde, die die Schülerin oder den Schüler einer anderen Schule zuweisen kann." Bevor es zu einem Schulverweis kommt, müssen zunächst andere Ordnungsmaßnahmen verhängt werden.

    Ist natürlich großer Mist, wenn die Schulleitung - wie in diesem Fall - nicht bereit ist, überhaupt eine OMK in Erwägung zu ziehen.

    Mir geht es um den Mehrwert für nach der Schule. In Industrie, Handel, Handwerk oder sonst wo macht sowas halt niemand.

    Ich habe durchaus schon von Bekannten gehört, dass z. B. die "Fishbowl"-Methode auch in Unternehmen oder in Fortbildungen verwendet wird.

    Ich finde diese Methode allein schon dadurch gut, dass jeder mal zu Wort kommt (auch die SuS, die sich nicht unbedingt trauen, vor der ganzen Klasse Diskussionsbeiträge zu liefern). Aber es ist natürlich eine der Methoden, die sich nicht unbedingt für jeden Bildungsgang eignen. Ich wende sie hauptsächlich im BG und in der FOS an.

    Wir haben so Spielchen im Seminar gemacht und ich habe mich immer veräppelt gefühlt. Vielleicht kann man damit auch guten Unterricht machen, aber ich würde mich selbst albern fühlen wenn ich sowas planen und durchführen würde. Deswegen hab ich es auch nie ausprobiert und werde es auch nicht.

    Schade, aber verständlich, wenn dir solche Methoden nicht "behagen".

    Vielleicht hast du auch noch ein paar Ideen, wieso sich ausgerechnet LEHRER IN den FERIEN treffen sollten.

    Zur gemeinsamen Unterrichtsvorbereitung habe ich mich tatsächlich schon des Öfteren in den Ferien mit KuK getroffen ;) .

    Aber was den/die TE auf die Idee bringt, dass sich Lehrkräfte treffen könnten um Stundenpläne zu besprechen, frage ich mich doch. Zur Stundenplanerstellung gibt es in jeder Schule Lehrkräfte, die damit beauftragt sind, die sog. "Stundenplaner*innen" - das sollte wohl auch jemandem bewusst sein, der/die noch Lehramt studiert.

    Seine ersten eigenen Klassen erhält man nach den Sommerferien, oder?

    Das kommt wahrscheinlich sehr aufs Lehramt und die Schule an. Bei uns in NDS übernehmen an den BBS die Refis keine Klassenlehrerschaften. Das ist aber anderen Schulen und Schulformen anders.

    Das kann ich nicht beantworten, weil wir a) sehr selten Nachtisch essen (höchstens mal ein Eis) - wir sind nicht so die Dessertfans, b) nie mittags sondern immer abends warm essen und c) noch gar nicht soweit geplant haben (darum hatte ich hier vor einigen Tagen mal die Frage gestellt, was es bei euch Ostern zu essen gibt, zur Inspiration quasi) ;) .

    Gebe also die Frage weiter!

    Aber wehe, ich hätte das Placemat nicht in der Stunde gezeigt, wo es laut Fachleiter sein reinmuss,weil er es auch so macht.

    Na, zum Glück hatte ich keine solchen Fachleiter*innen (und so sind meines Wissens auch die, die für die Refis an unserer Schule zuständig sind, nicht "drauf"). Mir hat niemand irgendwelche Methoden vorgeschrieben oder gesagt, dass ich diese in einem UB zeigen muss.

    Kugellager, Fishbowl, progressive Muskelentspannung, Speeddating, Entscheidungstorte ...

    "Kugellager" und "Fishbowl" wende ich tatsächlich immer mal wieder in meinem Unterricht an (kommt auf den Bildungsgang an); die SuS in den Klassen, wo ich das schon durchgeführt habe, fanden's bisher gut. "Speeddating" und "Entscheidungstorte" sagen mir nichts, zumindest nicht im Zusammenhang mit Unterrichtsmethoden ;) . Und "progressive Muskelentspannung"...?! Wo - außer im Sportunterricht - würde man die denn im Unterricht anwenden??? Das gibt doch allein die Größe der Klassenräume gar nicht her.

    Oder heißt "bis 17/18 Uhr" nur, dass das der aktuelle Plan ist, dieser aber nochmal am folgenden Tag geändert werden kann?

    Genau das! Wenn morgens noch Krankmeldungen 'reinkommen, werden die natürlich erst dann in den Vertretungsplan eingepflegt. Unsere SuS erhalten in solchen Fällen - die natürlich auch bei uns oft vorkommen - entweder Arbeitsaufträge (per Kopie oder über "Moodle") und bleiben i. d. R. unbeaufsichtig - wobei immer mal eine Lehrkraft aus dem Nebenraum vorbeischaut - oder der Unterricht fällt komplett aus.

    Wir haben aber ja ältere SuS, die man größtenteils auch allein lassen kann.

    Alles was komplizierter als eine Gruppenarbeit ist, macht in der "richtigen" Welt niemand.

    Ist das so? Ich kenne viele KuK, die auch andere, "kompliziertere" Methoden einsetzen. Aber vielleicht sind wir ja nicht in der "richtigen" Welt...

    Keine Sau braucht später diese exotischen Methoden, die das Seminar geil findet. Also die Lehrkraft vielleicht schon, aber nicht die Lernenden (es sei denn sie werden auch Lehrkräfte).

    Hm, ich benutze schon noch so einige Methoden, die ich im Ref kennengelernt habe und kenne das auch von vielen meiner KuK so. Und dabei handelt es sich durchaus um Methoden, die auch bei den SuS gut ankommen; sonst würde ich sie nicht nutzen.

    Aber auch mir stellt sich die Frage, was in deinen Augen "exotische Methoden" sind.

    Ich habe zur Zeit das Gefühl, 24 h am Tag von Kollegen und Schülern kontaktiert zu werden, per Mail, per Teams und eine Kollegin auch per WhatsApp.

    Das Gefühl habe ich zum Glück nicht (und auch noch nie gehabt). Zu den Zeiten der Schulschließungen gab es logischerweise mehr Kontakte über E-Mail und Telefon, aber mittlerweile habe ich dahingehend wieder ein "Vor-Corona-Niveau" erreicht, mit dem ich gut klarkomme.

    Ich setze mir aber - wie hier von anderen bereits vorgeschlagen - bewusst Zeiten, zu denen ich nicht kontaktiert werden will und dementsprechend keine Mails abrufe oder nicht ans Telefon gehe, z. B. abends und am Wochenende. Ich muss aber dazu sagen, dass meine SuS normalerweise per Mail mit mir Kontakt aufnehmen und die meisten KuK auch; Telefonanrufe aus dienstlichen Gründen habe ich relativ wenige und selten mal mit KuK über "Signal" Kontakt. "Teams" nutzen wir nicht sondern "Moodle" und da kommt es selten vor, dass mir SuS darüber Nachrichten schreiben (und wenn, werden sie automatisch auf mein dienstliches Mailaccount weitergeleitet). Anrufen über "Moodle" ist meines Wissens nicht möglich. "WhatsApp" nutze ich ausschließlich privat und es ist auch von den KuK, die meine Handynummer haben, noch nie jemand auf die Idee gekommen, mich darüber mit schulischen Angelegenheiten zu belangen.

    Meine schulischen E-Mails rufe ich etwa ein- bis viermal am Tag ab. Auf jeden Fall einmal morgens vor dem Unterricht, weil sich unsere SuS darüber krank-/abmelden sollen und dann nochmals im Laufe des Tages (auch manchmal während Stillarbeitsphasen im Unterricht, weil wir in jedem Klassenraum mind. einen Lehrer-PC haben). Aber ab spätnachmittags ist damit Schluss, da mache ich Feierabend! Wir haben im Kollegium auf einer GK schon vor Jahren beschlossen, dass wir bis 17 Uhr nochmal in unser Stundenplanprogramm "WebUntis" schauen; bis dahin sind alle Vertretungen für den nächsten Tag eingetragen (meist früher) und im Zuge dessen checke ich dann meist auch noch einmal meine E-Mails. Am Wochenende und in den Ferien schaue ich aber sehr selten 'rein, höchstens mal am Sonntag Spätnachmittag oder zum Ferienanfang und -ende hin.

    Meine Kollegen haben sich ausnahmslos über ihre eigenen Kinder angesteckt.

    Anekdotisches Wissen, ich weiß.

    Dieselbe anekdotische Evidenz auch bei mir: Bei allen KuK aus meiner Abteilung, die sich mit Corona infiziert hatten (und auch einige aus anderen Abteilungen, mit denen ich darüber gesprochen habe), waren zuerst die Kinder Corona-positiv gewesen. In den allermeisten Fällen waren es jüngere Kinder (Kita-/Kiga- bis Grundschulalter), in wenigen auch ältere Kinder bzw. Jugendliche.

    Die KuK, die keine Kinder haben oder deren Kinder nicht mehr zuhause wohnen, blieben bisher - das mag aber Zufall sein - von Corona verschont. Und natürlich sind bislang auch eine ganze Menge von denjenigen, die Kinder haben, noch nicht infiziert gewesen; nicht falsch verstehen!

    EDIT: In unserem Verwandten- und Bekanntenkreis und im Kollegenkreis meines Lebensgefährten ist es aber nicht so. Da waren bisher in etwa genauso viele Leute Corona-infiziert, die keine oder erwachsene Kinder haben, wie solche mit jüngeren Kindern.

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