Beiträge von Humblebee

    Nun, ins BVJ gehen meine SuS, sie kommen von der Lernförderschule und haben den Absprung auf die Hauptschule in Klasse 8 nicht geschafft.

    Nochmal OT: Aus Förderschulen haben wir eher selten SuS in unseren Berufseinstiegsklassen (so heißt das BVJ seit zwei Jahren hier in NDS). Allerdings ist es hier so, dass die SuS auch in den Förderschulen ihren Hauptschulabschluss machen können (das scheint bei euch ja anders zu sein, denn du schreibst ja, dass einige deiner SuS nach der 8. Klasse den Wechsel auf die Hauptschule nicht schaffen). Das ist für die SuS vermutlich besser als ein Schulwechsel nach der 8. Klasse. Die Förderschulen mit dem Schwerpunkt "Lernen" laufen leider in NDS 2022 aus.

    Junge Menschen mit "Lernbehinderung" (ich bin mir gerade nicht sicher, ob das der richtige Begrif ist) kommen oftmals gar nicht zu uns, sondern gehen in spezielle Berufsbildungswerke oder andere Maßnahmen.

    Wir haben übrigens die Berufseinstiegsschule in zwei Klassenstufen: in der BES Klasse 1 haben die SuS gar nicht die Möglichkeit ihren Hauptschulabschluss nachzuholen, sondern diese ist zur Einzelförderung (oft auch sprachlich) und Integration gedacht - diese SuS gehen anschließend in eine Berufsausbildung oder in die BES Klasse 2, wo sie dann die Möglichkeit haben, den Hauptschulabschluss zu erwerben.

    Alterra : Solche SuS, wie du sie beschreibst, haben wir natürlich auch in den BES- und den BFS-Klassen, aber nicht in der Menge, wie sie bei dir - und auch bei Susi Sonnenschein - in diesen Klassen vertreten zu sein scheinen. Ich habe außerdem im Laufe der Jahre die Erfahrung gemacht, dass SuS, die komplett lernunwillig sind, das Schuljahr oft gar nicht zuende bringen oder sogar schon nach wenigen Monaten von der Bildfläche verschwinden. Wenn sie nicht mehr schulpflichtig sind, werden sie ausgeschult; sind sie noch schulpflichtig, gehen sie teilweise in Langzeitpraktika o. a. Maßnahmen oder die ganz "abgestumpften" nehmen lieber Bußgelder oder Sozialstunden in Kauf, als weiter zur Schule zu gehen. Traurig, aber wahr!

    So, das war jetzt genug des Offtopic! Meine Ansichten zu EWH und Muster-/Beispiellösungen habe ich ja bereits kundgetan ;) .

    ich fühl mich jetzt mal angesprochen.😁 Also, das "Phänomen" gibt es bei uns in fast allen Vollzeitbildungsgängen (in der Berufsschule bin ich nicht eingesetzt, darüber kann ich nicht berichten): BVJ (SuS ohne Abschluss, die ihre Berufsreife machen möchten), BF1 (SuS mit Berufsreife, die in dem Bildungsgang oft nur ihre Schulpflicht absitzen), BF2 (Abschluss qual. Sek. I), aber auch in der HBF (Fachhochschulreife) schon oft erlebt. Das Alles nicht auf bestimmte Fächer oder Lehrpersonen beschränkt!

    Entschuldige bitte, ich meinte natürlich tatsächlich dich! Dass bei euch oft (oder häufig) in fast allen Vollzeitbildungsgängen die Klassenarbeiten/Klausuren so schlecht ausfallen, finde ich wirklich erschreckend. Keine Ahnung, warum das bei uns nicht so oft der Fall ist. Natürlich gibt es immer mal wieder "Ausfälle" in einigen Unterrrichtsfächern- gerade in Fächern wie Mathe/kaufmännisches Rechnen - oder Jahrgänge, die einfach schlechter sind als andere, aber dass KuK Klausuren haben, wo mehr als die Hälfte der SuS Fünfen und Sechsen haben, passiert nicht oft.

    Keine Ahnung, ob unsere SuS "schlauer" oder motvierter sind oder ob bei uns das Niveau angesetzt wird.:weissnicht:

    Die Inzidenz von gestern/ heute kann man doch aber erst in 2-4 Wochen mit dem Intensivregister abgleichen.
    Mir wäre ein Poo-Test in Gemeinschaftseinrichtungen lieber, da hat man viele Menschen gleichzeitig getestet und entdeckt eine mögliche steigende Ausbreitung trotz verbreiteter Impfung - bezogen auf die Impfquote und die Impfdurchbrüche.

    Das stimmt natürlich. Andererseits sagte die Sprecherin eines der Krankenhäuser, sie hätten schon seit Ende Juni keine/n einzige/n Intensivpatienten/patientin mit Covid-19 mehr gehabt. Ok, in den letzten Wochen war ja die Fallzahl auch noch recht niedrig. Allerdings gab es hier in der Stadt schon seit Mai keine Covid-19-Todesfälle mehr (die Zahl ist nur Anfang Juli um 1 gestiegen, weil ein Todesfall aus dem Mai nachgemeldet wurde).

    Humblebee, ich muss mich immer wieder wundern, an welcher Traumschule du unterrichtest (das meine ich ehrlich ganz unironisch, ich beneide dich oft um das, was du schreibst).

    An meiner BBS ist es vollkommen üblich, dass es Bildungsgänge gibt, in denen du 50% Fünfen und Sechsen hast, auch wenn du eine Arbeit schreibst, in denen du die Aufgaben aus dem Unterricht 1:1 übernimmst - oder 2x hintereinander exakt die gleiche Arbeit schreibst.

    Unsere Schulordnung (RLP) erlaubt es, solche Arbeiten zu werten.

    Ich selbst hatte auch schon oft derlei Klassendurchschnitte und habe die Arbeiten stets gewertet - die Alternative wäre gewesen, den SuS die Lösungen nebendran zu legen, um den Schnitt anzuheben.

    Na ja, was heißt "Traumschule". Bei uns gibt es auch genügend Dinge, die mir nicht passen (wobei die positiven tatsächlich bei weitem überwiegen). Beispiel: Nur aus dem per Mail zugesandten Stundenplan habe ich letzte Woche erfahren, dass drei unserer FOS-Klassen 12 wohl im kommenden Schuljahr im Englischunterricht verkurst werden. Das "spart" natürlich Lehrkräfte, denn der Kollege, der bisher zwei dieser Klassen unterrichtet hat, unterrichtet nun nur noch einen Kurs (ich habe den anderen), aber dadurch ist die Schüler*innenzahl in dem Kurs natürlich auch höher, als wenn ich - wie in den Vorjahren - nur eine Klasse mit 20-22 SuS unterrichten würde. Das diese Verkursung geplant ist, hätte ich gern schon vor den Sommerferien mitgeteilt bekommen und nicht so kommentarlos "durch die Hintertür".

    Und was die Klassenarbeiten angeht bzw. wie diese ausfallen, ist es eben so, dass wir teilweise das Niveau etwas nach unten hin anpassen (aber natürlich nicht allzu stark). Solche komplett schwachen Bildungsgänge wie ihr haben wir aber anscheinend nicht und ich habe auch noch nie in den 20 Jahren meines Lehrerdaseins eine Klassenarbeit schreiben lassen, in der ich ausschließlich bereits im Unterricht behandelte Aufgaben 1:1 übernommen hätte; geschweige denn eine KA mit genau demselben Inhalt zweimal schreiben lassen.

    Welche Bildungsgänge sind es denn bei dir Sissymaus, wo die KA immer so schlecht ausfallen? Wir haben ja auch einen vom Niveau her schwachen Bildungsgang: die Berufseinstiegsklassen, in denen SuS ohne Schulabschluss beschult werden. Dort wird dementsprechend auf einem recht niedrigen Niveau unterrichtet. Vielleicht liegt es ja auch an meinen Fächern, dass die KA nicht allzu schlecht ausfallen.

    Wenn 50% der Bevölkerung geimpft ist, müssten die Inzidenzen dann nicht eher sensibler werden?

    Was meinst du mit "sensibler"?

    Niedersachsen hat angekündigt, am 25.8. etwas Neues zu veröffentlichen, mit anderen Zahlen und Vorgaben, die neben der Inzidenz auch andere Zahlen (Intensivregister, Impfquote) berücksichtigt.

    Ich finde die Idee gar nicht schlecht, dass z. B. auch geschaut werden soll, wieviele Corona-positiv Getestete letztendlich sehr schwer erkranken. Hier in der Stadt bspw. war die Inzidenz in den letzten Tagen auf über 40 gestiegen (heute liegt sie wieder darunter), es stand aber heute in der Zeitung, dass in den drei Krankenhäusern der Stadt derzeit nur ein/e Corona-positiv getestete/r Patient/in auf der Intensivstation des eines Krankenhauses liegt.

    Dann könnte ich in Mathe und verschiedenen IT-Fächern keine Arbeit mehr schreiben lassen.

    What?!? Deine Klassenarbeiten fallen grundsätzlich dermaßen schlecht aus, dass ein Drittel der SuS nur eine 5 oder 6 schafft? Das ist ja ein Hammer!

    Ansonsten kann ich - wie gesagt - nicht viel dazu sagen, wie es mit der Genehmigung von Klausuren/Klassenarbeiten in den nds. allgemein bildenden Schulen läuft. Ob diese Regelung auch für BBS gilt, weiß ich gar nicht, muss ich sagen. Ich hatte bisher erst zweimal eine Klausur/KA, die so schlecht ausgefallen ist und die habe ich dann nicht gewertet, sondern noch einmal schreiben lassen - mit anderen Aufgaben, aber natürlich denselben Themen (ist in beiden Fällen dann etwas besser ausgefallen, da sich wohl doch noch einige SuS hingesetzt und gelernt haben).

    Moment: ich reiche die schon fertig korrigierte Arbeiten ein. Nicht Klausurvorschläge. Das wäre noch was...

    Ah, alles klar, ich hatte mich schon gewundert! Aber auch das Einreichen von geschriebenen Klausuren/Klassenarbeiten ist mir vollkommen unbekannt. Ich kenne es hier aus NDS von den allgemeinbildenden Schulen auch nur, dass man Klassenarbeiten, die sehr schlecht ausgefallen sind, von der SL genehmigen lassen muss (ob das i. d. R. "klappt" oder nicht, weiß ich nicht, da ich ja nicht an einer allgemein bildenden Schule unterrichte). Diese Regelung gilt aber hier noch immer (Auszug aus dem Runderlass "Schriftliche Arbeiten an allgemeinbildenden Schulen": "Zeigt sich bei der Korrektur und Bewertung, dass mehr als 30% der Arbeiten einer Klasse oder Lerngruppe mit „mangelhaft“ oder „ungenügend“ bewertet werden müssen, so wird die Arbeit nicht gewertet. Von dieser Vorschrift darf mit Zustimmung der Schulleiterin oder des Schulleiters abgewichen werden.")

    Ich mag das Wort Musterlösung nicht, es ist doch eher eine Beispiellösung, insbesondere dann, wenn mehrere Wege zum Ziel führen können.

    Da sehe ich vom Wort her nicht wirklich einen Unterschied, muss ich sagen. Ob es nun mein "Muster" oder mein "Beispiel" für die Lösung einer Aufgabe ist, kommt m. E. auf's Gleiche hinaus. Und in den von mir genannten Fällen ist es ja nicht mal ein Beispiel oder Muster, sondern einfach die Lösung, weil es ja nur eine korrekte Antwort gibt ;) .

    ich soll immer 3 Klausuren bei der SL vorlegen

    Gilt das für jede Klausur/Klassenarbeit, die du schreiben lässt, oder nur für Prüfungen?! Das habe ich hier noch von keiner Schule mitbekommen, dass KuK dort der SL Klausuren vorlegen sollen oder müssen.

    EDIT: Und selbst für Abschlussprüfungen, z. B. in Englisch in der FOS, müssen wir nur zwei Prüfungsvorschläge vorlegen, keine drei (ein Vorschlag wird von der SL als Hauptprüfung ausgewählt und der zweite dient als Ersatzprüfung für erkrankte SuS).

    Ein Erwartungshorizont wäre für mich, was meine Fächer anbelangt, eine Lösung, die das beinhaltet, was wir im Unterricht durchgenommen haben und ich es somit in der Schulaufgabe erwarten kann, wie das Wort schon sagt. Eine Musterlösung ist eher etwas, was ich bei einer freieren Aufgabe (z.B. schriftliche Texte) schreiben würde und es ist eben ein "Muster", man kann es aber auch anders machen und nicht nur diese eine Lösung wird erwartet oder ist (sehr) gut.

    Je niedriger die Klassenstufe, desto eher ähnelt der EW der Musterlösung, weil die sprachlichen Mittel natürlich noch sehr begrenzt sind und gar nicht so viel anderes herauskommen kann. In der Oberstufe hingegen wäre für mich ein EW z.B. bei der Cartoonanalyse, dass der/die Schüler/in eine Beschreibung, eine Analyse schreibt, die Message und die Kritik des Cartoons erkennt und kohärent und nachvollziehbar darstellt. Eine Musterlösung wäre, wenn ich eine solche Aufgabe komplett selbst schreibe (was ich auch schon gemacht habe, weil mein Kurs sich das gewünscht hat) als Vorschlag, wie man so etwas schreiben kann.

    Wie man das aber z.B. auf Fächer wie Mathematik übertragen kann, weiß ich nicht, da es ja meist nur eine richtige Lösung gibt. Daher gibt es hier vielleicht keine richtige Abgrenzung zwischen EW und Musterlösung.

    Ich möchte noch ergänzen: Eine Musterlösung als "einzig richtige Lösung" kann es auch in anderen Fächern als in Mathe geben. Beispiele aus meinen Fächern: Grammatikaufgabe in Englisch zum "Simple Past" (die Vergangenheitsform von "leave" ist nun mal "left" und nichts anderes); Aufgabe im Wirtschaftsunterricht: "Zu welchem Wirtschaftssektor gehört der Bergbau?" - einzig korrekte Antwort: zum "primären Sektor" bzw. zum Sektor "Urproduktion".

    Wir reichen sogar - im systematischen Wechsel der Bildungsgänge - Klausur MIT Erwartungshoriztont der Schulleitung ein!

    Da scheint eure SL aber viel Zeit zu haben, wenn sie sich das alles durchliest... Vor allem frage ich mich: Kennt sie sich denn mit allen Themen aus? Oder reicht ihr nur bei der erweiterten SL - also den Abteilungsleitungen - eure Klausuren ein? Und vor allem: Aus welchem Grund sollt ihr eure Klausuren einreichen?

    Bei uns müssen nur Prüfungsvorschläge mit EWH bei der SL eingereicht werden.

    Ein großer Teil hat im ersten Semester auf Lehramt Gym gewechselt, als aufgefallen ist, dass man für BBS 52 Wochen praktische Berufserfahrung oder eine abgeschlossene Berufsausbildung braucht.

    Leute gibt's 8|! Ich hatte bei Studienbeginn den Eindruck, dass das in meinem Jahrgang doch schon bekannt war. Die allermeisten hatten eine Ausbildung absolviert oder - so wie ich (da meine berufsfachschulische Ausbildung nicht anerkannt wurde) - vor Aufnahme des Studiums ein Jahr lang ein Betriebspraktikum gemacht. Nur an eine Kommilitonin kann ich mich erinnern, die die Idee hatte, ihre 52 Wochen berufspraktische Erfahrung während der Semesterferien "zusammenzuklauben". Das war ihr aber dann doch zu stressig und sie hat nach einigen Semestern auf Gym-Lehramt gewechselt. Ach ja, und einer Englisch-Kommilitonin wurde im zweiten Semester "bescheinigt", dass ihre Englisch-Aussprache zu schlecht sei und sie deswegen lieber das Unterrichtsfach wechseln solle (hat sie gemacht, aber nicht nur das Fach sondern auch gleich das Lehramt...).

    Nun behagt es mir ja nun nicht recht, die NS-Burg durch die IP Vogelsang als touristisches Highlight umworben zu sehen, sie auch nicht mit "Erinnerungswert" zu belegen oder als Denk-mal zu verstehen; die soll einfach weg.

    Warum soll sie nicht als Mahnmal und als Informationszentrum erhalten bleiben, ähnlich wie die "Dokumentation Obersalzberg"?

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