Beiträge von Humblebee

    Ich muss ganz ehrlich sagen, ich kann mich auch aus meiner Schulzeit nicht daran erinnern, dass ich großartig Noten vor dem Zeugnis wusste. Da frage ich mich auch ein bisschen, was das Zeugnis überhaupt noch bringt, wenn man sowieso schon alles weiß. Ich erinnere mich daran, dass es da immer noch einen Überraschungseffekt gab :D

    Doch, bei mir wurden damals (zumindest in der BFS-Klasse, die ich besucht habe, und am Gymnasium; weiter zurück in meine Kindheit erinnere ich mich nicht mehr...) auch vor den jeweiligen Halbjahres- und Sommerzeugnissen die Noten mit uns besprochen.

    Das Zeugnis ist dann eben die "Gesamtdókumentation" der Einzelnoten (sowie bei uns an den BBS der Durchschnittsnoten in den Lernbereichen), des Arbeits- und Sozialverhaltens und der entschuldigten und unentschuldigten Fehltage 8).

    Nun ja, es gab auch schon Stimmen aus manchen Bundesländern, dass es bei ihnen keine Notenübersicht (Klassenspiegel o.ä.) gäbe, was ich schwierig finde, da Schüler so nicht ihre Leistung im Rahmen der Gesamtleistung der Klasse einordnen können.

    Sitmmt, jetzt wo du es sagst. Diese Diskussion hatten wir hier tatsächlich schon mal (oder sogar mehr als einmal).

    Ist evtl. wirklich bundeslandabhängig.


    Für die allgemeinbildenden Schulen in Niedersachsen habe ich in dem Zusammenhang gerade noch den Runderlass "Zeugnisse in den allgemeinbildenden Schulen" gefunden und dort heißt es explizit:

    "2.1.3 Über die Grundsätze und Maßstäbe der Bewertung und ihren Zusammenhang mit den Kerncurricula der Fächer sind größtmögliche Transparenz und Klarheit anzustreben. Erörterungen mit den Schülerinnen und Schülern aller Altersgruppen über ihr Arbeits- und Sozialverhalten, ihre Lernfortschritte und ihren Leistungsstand sowie deren Bewertung, insbesondere vor der Zeugniserteilung, geben Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften wichtige und für die Selbstkontrolle notwendige Hinweise."

    die endgültigen Noten legt die Zeugniskonferenz fest. Entsprechend konnten wir auch in Nicht-Coronazeiten keine Zeugnisnoten bekanntgeben - außer halt via Zeugnis.

    Zu "normalen" Zeiten teilen wir den SuS im Einzelgespräch mit, welche Noten sie im Zeugnis bekommen sollen. Natürlich sind dann Änderungen vorbehalten (was aber so gut wie gar nicht vorkommt, denn die KuK werden ja wohl kaum die Noten anderer KuK ändern wollen), da ja - wie du richtig sagst - im Endeffekt die Zeugniskonferenz die Noten festlegt. Diese Änderungen würde ich den SuS dann aber nach der Zeugniskonferenz noch mitteilen.

    Wir werden es so handhaben, dass wir den SuS erst nächste Woche nach den Konferenzen (die finden am Montag, Dienstag und Mittwoch - je nach Abteilung statt) ihre Halbjahesnoten mitteilen.

    Die Zeugnisse werden dann an die SuS, die auch im Februar erstmal im Homeschooling verbleiben, ausnahmsweise per Post verschickt.

    Stimmt. Es würde nur dann etwas bringen, wenn man einmal die Nummer mitteilt und sich dann immer wieder darauf bezieht (= mehrere Noten).

    Verstehe ich immer noch nicht, muss ich sagen. Ich teile z. B. den SuS aus meiner Klasse doch alle Noten - also die Halbjahreszensuren in allen Fächern, die sie bei mir haben (das sind fünf Lernfelder und Englisch) - in einer Mail an sie persönlich mit.

    Ich kann doch schlecht eine Mail an alle SuS aus meiner Klasse schreiben, auch wenn da Nummern statt Namen stehen; das wäre mir aus Datenschutzgründen viel zu heikel!

    v.a. wenn man jetzt den Stoff kontinuierlich unterrichten soll, nicht erst Gruppe A, das gleiche mit Gruppe B wie im Frühjahr.

    Ist das bei euch in Bayern tatsächlich so vorgegeben? Bei uns gab es dazu m. E. gar keine weiteren Bemerkungen, außer, dass es schon zu Schuljahresbeginn vom KuMi hieß, die Lehrpläne/Stoffverteilungspläne sollten "angepasst" werden.

    Szenerio B ist habe Klasse in der Schule, halbe Klasse homeschooling und das im wöchentlichen Wechsel. Es muss also normal Unterricht vorbereitet und gehalten werden + sinnvolle Aufgaben und Korrektur/oder mindestens Lösungen für Schüler zu Hause.

    Das ist bzgl. Szenario B ungenau, denn den Wechselrhythmus kann die Schule festlegen. An vielen Schulen kommen die SuS nicht im wöchentlichen sondern im täglichen Wechsel (so handhaben wir es z. B. an unserer Schule derzeit in den 13. Klassen des BG und eine Freundin berichtete mir gestern, dass auch die Realschule ihres Sohnes, der in der 10. Klasse ist, so verfährt).

    Wir machen uns aber keine doppelte Arbeit im Szenario B. Natürlich wird der Präsenzunterricht normal vorbereitet und gehalten, aber die SuS, die an dem Tag im Homeschooling sind, erhalten quasi umfangreichere Hausaufgaben. Diese werden besprochen, wenn sie das nächste Mal im Präsenzunterricht sind (werden also "vor Ort" korrigiert; Lösungen müssen wir ihnen nicht extra auch noch online zur Verfügung stellen).

    Wir haben von der SL die "Erlaubnis" bekommen den SuS ihre Noten in einem kurzen Satz (ohne nähere Erläuterungen) per Mail (über die schulischen Mailadressen) oder über "Moodle" oder am Telefon mitzuteilen.

    Ich werde Mails oder "Moodle"-Nachrichten schreiben, damit ich am Telefon nicht noch in lange Diskussionen verstrickt werde ;) . Reicht schon, wenn ich dann ca. 70 Mitteilungen verschicken muss...

    Die noch nicht zurückgegebenen Klausuren bekommen unsere SuS erst, wenn sie wieder im Präsenzunterricht sind.

    Als ich Abi machte, konnte man in der 13 Mathe ganz abwählen oder auch Deutsch oder auch andere, was ich nicht mehr genau weiß, weil mich nur interessierte, dass ich Deutsch abwählen konnte. So viel zum Thema „früher war das Abi hochwertiger“.

    War bei mir früher auch so. Wobei ich gern Deutsch und Mathe abgewählt hätte ;) , mich dann aber entschieden habe, Deutsch auch in der Klasse 13 noch zu belegen. Physik und Kunst konnte ich schon nach der 10. Klasse abwählen, weil wir uns damals in der 11. zwischen Physik und Chemie sowie Musik und Kunst entscheiden mussten.

    Ansonsten finde ich es aber auch interessant (und irgendwie merkwürdig geregelt, wenn ich ehrlich sein darf), dass die SuS in NRW nur so wenige Klassenarbeiten/Klausuren schreiben müssen. Wir mussten damals - und ich wüsste nicht, dass es heute in Niedersachsen anders ist - ebenfalls (wie Plattenspieler) in allen Fächern außer Sport ab Klasse 7 (und ich meine, auch schon in der "Orientierungsstufe", die damals die 5. und 6. Klasse umfasste) Klassenarbeiten schreiben, auch in Kunst, Musik, Geschichte, Gemeinschafts-/Sozialkunde usw.

    Also ich muss sagen, dass mich dieser Lockdown ganz schön runterzieht. Im Endeffekt gucke ich den ganzen Tag auf einen Bildschirm für eine Büro-Tätigkeit („Unterricht“), gehe laufen, gammle rum, gehe schlafen, wieder von vorne. Meine Freunde habe ich seit 5 Monaten nicht mehr richtig gesehen.

    Zum Glück bin ich verheiratet. Mir tun alle leid, die gerade niemanden haben, denn ich kenne das noch sehr gut aus meiner Depression damals.

    Wie geht es euch mit der Situation?

    Bis Oktober haben wir uns auch noch ab und zu mit Freunden getroffen, waren ein paarmal essen usw. Seit November sind unsere sozialen Kontakte aber auch sehr stark eingeschränkt. Nichtsdestotrotz telefoniere und "chatte" ich oft mit Freund*innen und auch Kolleg*innen.

    Ich sitze auch nicht den ganzen Tag vor dem Bildschirm, muss ich sagen. Zwar länger als sonst, aber defintiv nicht länger als zwei-drei Stunden am Stück. Dann mache ich Pause, gehe 'raus, lese Zeitung oder ein Buch, mache irgendwas im Haushalt o. ä.

    Stimmt, eine Freundin von mir, die Single ist, in einer ziemlich kleinen Wohnung wohnt und kaum jemanden hat, mit dem sie sich unterhalten kann, ist auch ganz schlecht drauf in dieser Zeit (plus dass sie schon seit Jahren mit Depressionen zu kämpfen hat). Sie freut sich, dass sie nun zumindest wieder zweimal die Woche in die Schule fahren kann, um ihren BG13-Leistungskurs zu unterrichten, und dort mal auf andere Menschen trifft.

    ... ich war beim Lesen kurz irritiert und bin es immer noch ein bisschen...

    Dito :D! O. Meier : Bitte um nähere Erläuterung!

    Ansonsten vielen Dank für die bisherigen Tipps! ich benötige nämlich auch einen neuen Bürostuhl. Solch ein "Kniestuhl" kommt für mich aber wahrscheinlich wegen meiner Arthrose nicht in Frage.

    Man muss aber auch dazu sagen, dass es da deutlich weniger KuK gibt, die sich freiwillig über die Schulter schauen lassen, weils halt oft nicht so hübsch vorzeigemäßig ist.

    Viele KuK nehmen das bei uns aber zum Anlass, um Praktikant*innen zu zeigen, wie es im "wahren Schulleben" zugeht und dass eine BBS eben nicht nur aus den "Sahne-Klassen" wie BG, FOS oder Fachschulklassen besteht!

    Ich habe zwar keine Lieblingsschüler ;), aber ich würde allgemein gerne noch eine weitere Fremdsprache zuerst selber lernen und diese dann unterrichten, z. B. Italienisch oder Niederländisch.

    Welches war früher in der Schule dein Lieblingsfach und warum?

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