Stelle ich mir aktuell die Zeit nach dem Uniabschluss vor, sprich das selbst hier im Forum oft als sehr stressige, psychisch äußerst belastende Referendariat, welches mich mit meiner ohnehin schon sehr unglücklichen Fächerkombination mit ungewissen Berufsaussichten dann den ganzen Tag bis spät nachts nur noch an den Schreibtisch fesseln wird, dann kommt in mir wenig bis gar keine Freude, Neugier, Spannung auf.
Jetzt frage ich mich aber langsam, warum du überhaupt schon seit 10 Jahren Lehramt studierst, wenn du meinst, dass du eine "unglückliche Fächerkombination mit ungewissen Berufsaussichten" gewählt hast. Und dass sich an dein Studium ein - zugegeben oft stressiges - Referendariat anschließen würde, wird dir auch erst jetzt klar? 
Dann noch zu deinen Äußerungen bzgl einer möglichen Berufsausbildung:
ich glaube nicht, dass ich mit einem abgeschlossenen Hochschulstudium volle 3 Jahre Ausbildung durchlaufen müsste. Das muss man ja teilweise nicht mal mit bloß Abitur.
Ob du eine Berufsausbildung verkürzen kannst, hat die zuständige Kammer zu entscheiden.
Zudem kann ich mir nicht vorstellen, dass ich meine 2 studierten Fächer in der Ausbildungsschule absolvieren müsste - denn ich könnte ja quasi selbst vorne hinstehen und den Unterricht für die Azubis machen. Vermutlich werden es nur ausbildungsspezifische Schulfächer sein, die ich dann aber auch bestimmt verkürzt durchlaufen müsste.
Dass jemand, der eine Berufsausbildung macht, an bestimmten Unterrichtsfächern in der Berufsschule nicht teilnehmen muss, weil er schon eine "Vorbildung" hat, habe ich noch nie gehört und kann ich mir nicht vorstellen. Es werden schließlich in der Berufsschule andere Inhalte in Deutsch und Englisch unterrichtet, als du es aus deiner eigenen Schulzeit und dem Studium kennst. Und auch am berufsspezifischen Berufsschulunterricht müsstest du m. E. ganz "normal" teilnehmen. Warum solltest du dort verkürzen dürfen?
Wer macht heute als 16-jähriger mit Realschulabschluss noch eine Ausbildung? Heute ist Abitur Standard und nach dem Abitur muss mindestens ein Bachelorstudium obendrauf.
Entschuldige bitte, aber das ist Blödsinn! Natürlich geht heute nicht jede/r Realschulabsolvent/in nach Schulabschluss direkt in eine Berufsausbildung, sondern es "landen" auch relativ viele SuS noch bei uns in den Berufsfachschulen u. ä., aber der Anteil derjenigen, die dann doch direkt in eine Ausbildung gehen, ist weiterhin hoch. Deine Aussage, dass das Abi heute Standard sei, halte ich ebenfalls für übertrieben. Die Quote der Studienberechtigten lag meines Wissens in den letzten Jahren bei ca. 50%.
Ausbildungsklassen sind längst nicht so homogen, wie du es hier beschreibst.
Da MrsPace an einer beruflichen Schule tätig ist, kannst du ihren Aussagen ruhig Glauben schenken
. Natürlich gibt es immer mal wieder Schüler*innen in den Berufsschulklassen, die schon älter sind, aber das sind wirklich nur einzelne Personen, z. B. Umschüler*innen. Wenn dir der Altersunterschied zu deinen Klassenkamerad*innen aber sowieso egal wäre, tut das aber ja nichts zur Sache.
Dann beende doch bitte dein Studium und such' dir einen Ausbildungsplatz. Bedenke aber, dass viele Betriebe bereits im Herbst ihren Bewerbungsschluss für den Ausbildungsbeginn zum 01.08.2021 hatten.