Ich halte das ehrlich gesagt schon für sehr ungewöhnlich. Bei meiner Schwester und mir war das in den Ferien ab der 3. Klasse so, war kein Problem. Im Freundeskreis auch nicht ungewöhnlich. Wer seine Kinder halbwegs erfolgreich normal sozialisiert und erzogen hat, wird ihnen in dem Alter wohl zutrauen können, in den paar Stunden nicht die Hütte in Flammen aufgehen zu lassen. Dass in der Zeit nicht für die Schule gelernt wird, sondern die Playstation heißt läuft, mag passieren - dürfte angesichts der aktuellen Lage und der Tatsache, dass wir uns in der Woche vor Weihnachten befinden, in der an den meisten Schulen wohl auch nicht mehr so wahnsinnig viel Neues gemacht wird, wohl das geringere Übel sein.
Abgesehen davon hatten auch Eltern genügend Zeit, sich auf den Fall neuer Schließungen vorzubereiten, um sich vielleicht in Kleingruppen zusammenzuschließen, im Notfall rotierende Betreuung anzubieten, etc.
Also generell: tut mir leid, aber ein Fünftklässler, der tatsächlich Betreuung braucht, weil sonst irgendeine Art von Gefahr von ihm ausgehen könnte, finde ich kein Stück normal.
Sorry, ich finde es nicht "normal", wenn ein/e Zehnjährige/r stundenlang allein zuhause ist. Gut, vielleicht bin ich ein Angsthase, aber ich hätte da als Kind tatsächlich Angst gehabt, alleine zuhause bleiben zu müssen. Ich hatte aber das Glück, dass Oma und Opa im selben Haus gewohnt haben
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Meine Freunde, Bekannten und Verwandten (und auch KuK), die Kinder in dem Alter haben, lassen sie jedenfalls nicht lange allein daheim. Da die Eltern aber in den meisten Fällen arbeiten, bei sehr vielen kein Homeoffice möglich ist und sie kaum noch Urlaub übrig haben, wird es schon bei so Einigen schwierig mit der Betreuung. Die Idee sich in Kleingruppen zur Betreuung zusammenschließen kann ja nur klappen, wenn jemand sich freinehmen kann. Das ist häufig nicht so einfach möglich.
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