Beiträge von Humblebee

    Viele solcher Besuche, insbes. die zu Feiertagen und Feierlichkeiten, macht man doch häufig allein deshalb, weil es "sich so gehört". Wenn ich überlege, wie viel in den Familien in Abwesenheit über die anderen Mitglieder hergezogen wird - und bei den Familientreffen gilt dann immer "es haben sich ja alle so lieb" ( ... )

    Das ist bei uns zum Glück nicht der Fall! Ich würde keine Besuche bei wem auch immer - Familie oder nicht - machen, wenn ich sie nicht mag; auch nicht, weil sich das "so gehört". Das finde ich total heuchlerisch und wurde in meiner Familie auch noch nie so gehandhabt. Klar gibt es auch in unserer Familie und in der meines Lebensgefährten Familienmitglieder, die sich nicht gut verstehen, aber die gehen sich dann aus dem Weg und machen auch nicht einen auf "gut Freund" oder "Friede, Freude, Eierkuchen" bei Familentreffen, sondern kommen dahin konsequenterweise erst gar nicht.

    Ich habe irgendwann vor Jahren beschlossen, dieses Theater nicht mehr mit zu machen und etwaiige Besuche schlicht nicht mehr zu machen (mit allem, was dazu gehört, wie unnötige/unpassende Geschenke kaufen, lange Anfahrten, unangenehme Tafelrunden, etc.). Das entspannt das Leben ungemein.

    Genau das!

    Wohl kaum, die sind 6-10 Jahre alt,

    ... aber es gibt Eltern, die gleich alle Register ziehen, damit ihr Kind nicht durch das einminütige Tragen einer Papiermaske benachteiligt wird.

    Und ja, es muss Ausnahmen geben, wenn das Kind dazu nicht in der Lage ist, aber wenn es so schwer krank ist, wäre Homeschooling womöglich der bessere Gesundheitsschutz.

    Na ja, wer weiß, wie deine SuS so drauf sind! ;) - Sorry, kleiner Scherz!

    Dass Eltern sich dermaßen anstellen, ist mehr als traurig, finde ich. Und was deinen letzten Teilsatz angeht, kann ich nur vollends zustimmen!

    Erstaunlich finde ich auch immer, wenn ich denke, die Botschaft (ich hab keine Ahnung, wie ich das auf deutsch nennen soll ^^) ist ganz klar und da kommt jeder drauf, es ist dann aber oft auch nicht so...

    Das kommt mir bekannt vor! Gerade vor einigen Wochen, als ich mit der FOS12-Klasse, in der ich Englisch unterrichte, noch einmal die Cartoon-Analyse (die auch Teil der Klausur werden sollte) geübt habe, schaute mich eine Schülerin ganz verzweifelt an: "Frau Humblebee, ich verstehe den Cartoon überhaupt nicht!!! Was mache ich denn, wenn mir das in der Klausur auch so geht?!" Für mich war die "message" ganz klar ;)

    An Grundschulen gab es gleich zu Beginn schon den Aufstand für den kurzen Weg von der Eingangstür bis zum Klassenraum.

    Mal sehen, was nach den Ferien von der Maskenpflicht für Grundschüler in NDS übrig bleibt. Tatsächlich kann man die Teilnahme am Unterricht nicht einfach verwehren.

    Von wem kam denn dieser "Aufstand"? Von den SuS selbst?

    Doch, dass man die Teilnahme am Unterricht für "Maskenverweigerer" verwehren kann, kam sogar als Hinweis vom MK. Ich finde gerade den Schrieb dazu nicht, aber es stand dort explizit, dass den SuS, die der Maskenpflicht nicht Folge leisten wollen, der Zutritt zum Schulgebäude von den Schulleitungen verboten werden kann und in solchen Fällen Ordnungsmaßnahmen angeordnet werden können. Da müssen aber natürlich die Schulleitungen auch "mitziehen".

    Wie schon erwähnt, empfinde ich dieses 1. Halbjahr als reine Improvisation: Lehrer (an unserer Schule etwas mehr als 10) fehlen seit Schuljahresbeginn (Risiko) und versuchen sich im Fernunterricht. Schüler (pro Klasse 1-3/jetzt am Schluss fast die Hälfte) fehlen seit Schuljahresbeginn (in BaWü derzeit keine Schulbesuchspflicht) und versuchen sich im Fernunterricht. Dazu kranke Lehrer, kranke Schüler, Lehrer in Quarantäne, Schüler in Quarantäne. Wenn das zu Beginn des Kalenderjahres so weitergeht, habe ich nur einen sinnvollen Vorschlag: Das komplette Schuljahr wird wiederholt! Klingt krass, ist für mich aber ein realer Vorschlag unter den derzeitigen (Nicht-)Bedingungen.

    Das mag ja auf deine Schule "passen", bei uns aber bspw. absolut nicht. Es fehlen genau 0 Lehrkräfte, die zur Risikogruppe gehören (nur drei Kolleginnen, weil sie Mama geworden sind; aber die hätten auch ohne Corona seit den Sommer- bzw. den Herbstferien gefehlt) und ich habe auch nur eine einzige Schülerin, die als Risikopatientin seit November vom Präsenzunterricht befreit wurde. Dass die Schulbesuchspflicht entfällt, ist ja nur in BW der Fall, sonst in keinem weiteren Bundesland, oder?

    Der Krankenstand ist bei Lehrkräften und SuS genauso hoch wie in den Vorjahren (evtl. bei den KuK sogar noch etwas niedriger, würde ich meinen); KuK, die in Quarantäne waren, hatten wir nur wenige, und auch bei den SuS waren es bis dato nicht viele.

    Das komplette Schuljahr zu wiederholen, käme also an meiner Schule überhaupt nicht in Frage.

    Das Aufgabenformat Cartoon-Analyse ist ja ähnlich im Fach Englisch in BY, da gibt es eine Teilnote für den Inhalt. Wenn der Cartoon falsch interpretiert wurde oder grundlegende Aspekte vergessen wurden, gibt es entsprechend Abzug bei dieser Teilnote (anhand einer Art Bewertungsraster). Dabei kommt es etwas drauf an, wie stark sie daneben liegen. Manche schwafeln um den heißen Brei und meinen aber einheitlich das Richtige, dann ist es nicht ganz so schlimm, manche interpretieren was völlig Falsches, nicht Nachvollziehbares heraus, das geht dann gar nicht.

    Genau das wollte ich auch gerade schreiben!

    Wir haben z. B. in der FOS die Cartoon-Analyse in drei Schritte eingeteilt - naja, eigentlich sogar vier, wenn man die Einleitung mitrechnet: 1. Teil = Beschreibung, 2. Teil = Analyse/Interpretation, 3. Teil = eigene Meinung zum Cartoon/"comment on the cartoon". Wenn nun der 2. Teil völlig in die Hose geht, aber der 3. Teil trotzdem noch dazu passt, handhaben wir es so, wie von @DpB vorgeschlagen. Dann gibt es eben für den 2. Teil 0 Punkte, aber für den 3. trotzdem noch Teilpunkte.

    Was dann zur Folge hat, dass die Schüler, die keinen Bock auf Maske haben sich halt an einen Einzeltisch setzen und man keine Handhabe mehr hat.

    Wie kommst du denn darauf? Bei uns wird schon seit Wochen MNS im Unterricht von SuS und Lehrkräften getragen, da die Inzidenz über 50 liegt. Da gibt es keine Ausnahmen; auch nicht, wenn die SuS an einem Einzeltisch sitzen (wir haben im Übrigen zu 99% Einzeltische in unseren Klassenräumen). Wer "keinen Bock auf Maske hat", darf das Schulgelände nicht betreten und nicht am Unterricht teilnehmen. Fertig!

    Wir hatten zudem noch nicht eine/n einzige Schüler/in, der/die ein Attest zur Maskenbefreiung vorgelegt hat.

    Die Verpflichtung zum Tragen einer MNB im Unterricht an allen weiterführenden und berufsbildenden Schulen gilt hier in Niedersachsen schon seit 02.11.: https://www.mk.niedersachsen.de/startseite/akt…sen-194053.html

    Ich wohne nicht in NRW ;) !

    EDIT: Außerdem kenne ich mehrere BBSn hier in Niedersachsen, wo die Pausen - einschließlich der "Mittagspause" - ebenfalls alle nur 20 Minuten dauern. Also scheinen wohl die Regelungen bei uns anders zu sein, denn ich kann mir nicht vorstellen, dass sich alle diese Schulen inkl. meiner - entgegen verpflichtender Regelungen verhalten (und dies noch nie jemand gemerkt hat)...

    Eigentlich schade, jede Berufbildende Schule sollte auch Köche ausbilden und eine Lehrküche haben :_o_D

    Jede berufsbildende Schule?! Soviele Ausbildungsplätze gibt es für Köche doch gar nicht :) . Wenn ich mich nicht irre, gibt es in ganz Niedersachsen keine 20 BBSn, die diesen Bildungsgang anbieten.

    Und ja, wir haben tatsächlich sogar eine "Lehrküche" (obwohl es bei uns keine Berufsschule für Köch*innen gibt); die ist insbesondere für den Bereich Hauswirtschaft gedacht. Es ist meiner Meinung nach aber zum einen nicht Sache von Schüler*innen, für die anderen SuS und Lehrkräfte zu kochen. Zum anderen wäre bei uns an der Schule wohl leider wenig Nachfrage für eine Mensa. Das wurde unter der Schüler-, Lehrer- und Mitarbeiterschaft schon mehrmals abgefragt (als es um Umbauarbeiten ging und ggf. eine Mensa hätte angebaut werden können) und jedes Mal war das Ergebnis, dass es kaum "Interessent*innen" gab. Auch mehrere Versuche unserer Cafeteria warme Mittagsgerichte anzubieten (in Zusammenarbeit mit einer örtlichen Fleischerei) sind gescheitert.

    Auch die Pausenzeiten haben sicher eine andere Grundlage. 20 Minuten Pause erscheint mir ehrlich gesagt grenzwertig bis rechtlich problematisch. Man hat doch innerhalb eines bestimmten Zeitraums immer 30 Minuten am Stück Pflicht...?

    Keine Ahnung, ob es da eine "Pflicht" gibt. Bei uns sind alle Pausen - nach 90minütigen Unterrichtsstunden - 20 Minuten lang (nach der 8. Stunde sind es nur noch 10 Minuten). Das reicht m. E. auch völlig.

    Schulen sind jedoch verpflichtet, eine Mensa zu unterhalten, wenn entsprechend viel Nachmittagsunterricht erteilt wird.

    Ist das tatsächlich so? Dann wundert es mich, dass es bei uns an der BBS keine gibt. Wir haben - wie gesagt - nur eine kleine Cafeteria mit ca. 10 Tischen (die ja derzeit eh nicht genutzt werden dürfen), die zum größten Teil nur kalte "Speisen", d. h. belegte Brötchen u. ä. , anbietet.

    Also wie seht ihr es, wenn man sich per Lieferservice seine Pizza, Schnitzel oder seine Pekingsuppe in die Schule liefern lässt?

    Das ist am meinem Schulort nicht möglich, weil es dort keinen Imbiss o. ä. gibt, die schon mittags Lieferdienst anbieten (erst frühestens ab 17 Uhr). Eine Mensa haben wir an unserer Schule nicht.

    Daher gibt es bei uns sowohl SuS als auch KuK, die sich in der Mittagspause (die bei uns übrigens auch nur 20 Minuten dauert) eine warme Mahlzeit in Form von z. B. Pizza, Nudeln, Döner, Gerichte vom China-Imbiss oder Burger holen, weil es bei uns in der Cafeteria nur ein sehr eingeschränktes Angebot an warmen Mahlzeiten gibt (die bietet nur Pommes - wahlweise auch mit Currywurst oder Chicken Nuggets - und selten mal Bratnudeln an). Meistens bestellen diejenigen beim Imbiss oder der Pizzeria schon in der vorherigen Pause telefonisch, damit sie ihr Essen nur noch abzuholen brauchen.

    In anderen Firmen wird sich ja auch ständig etwas zu essen bestellt ( und ja: da wird auch am Arbeitsplatz gegessen).

    Gegessen wird dann aber von den KuK nur im Lehrerzimmer und von den SuS außerhalb des Klassenraums, denn sie dürfen im Klassenraum nicht essen (das gilt auch für Pommes und Co. aus unserer Cafeteria).

    Ich gebe dir recht: ich kenne auch viele Personen, die sich in ihren Betrieben etwas zu essen bestellen und es teilweise dann am Arbeitsplatz einnehmen (müssen...). Aber natürlich nicht während der Arbeitszeit! Genausowenig käme ich auf die Idee, während der Unterrichtszeit mein Mittagessen am Lehrerpult einzunehmen. Wenn die SuS nichts im Klassenraum essen dürfen, gilt das ja wohl auch für die Lehrkräfte! Ausnahmen bilden bei uns nur mehrstündige Abschlussprüfungen.

    Wir haben uns übrigens nach Teamsitzungen, die gegen 17:30 Uhr endeten, als Kolleg*innen durchaus auch schon mal Pizza mit dem Lieferdienst (nicht "Lieferando", sondern direkt von dieser Pizzeria) in die Schule liefern lassen 8).

    Bis auf die Blicke der Kollegen Im Lehrerzimmer die an ihrer Paprika rumnuckeln, während man selbst seine fürstliche warme Mahlzeit vor sich ausbreitet, dürfte es da doch eigentlich sonst nichts zu beanstanden geben, oder?

    Nö, überhaupt nicht. Da gibt es bei uns auch keine "schiefen Blicke" der KuK, denn es bringt sich ja sowieso jeder das mit, was er essen mag. Der eine isst halt was Kaltes wie Brötchen, Pausenbrot, Müsli, Gemüse oder Obst, der nächste bringt sich was zum Erwärmen in der Mikrowelle mit und jemand anderer holt sich halt Currywurst + Pommes in der Cafeteria oder einen Döner vom Imbiss. Jedem das seine!

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