Beiträge von Humblebee

    Selbstverständlich mit der Vorgabe, dass die komplette Woche vorbereitet ist.

    Dann ist es aber nicht wirklich "Urlaub", oder? Ich hätte zumindest unter dieser Voraussetzung keine Lust, eine Woche mitten im Schuljahr "frei" zu nehmen.

    Außerdem ließe sich das m. E. - wie ich oben schon schrieb - nur an den Schulen umsetzen, wo genug KuK zur Vertretung der abwesenden Lehrkräfte zur Verfügung stehen.

    Bei den sogenannten Frugalilsten geht es aber nicht darum, ein, zwei oder fünf Jahre eher zu gehen, sondern den Absprung mit spätestens Mitte 40 zu schaffen (und dann den Rest des Lebens weiterhin jeden Cent umzudrehen). Das ist schon... nun, nennen wir es doch einfach "verhaltenskreativ".

    Diesen Ausdruck hatte ich noch nie gehört; musste ich jetzt erstmal googlen. ;)

    Aber sei's drum: Wenn jemand halt minimalistisch lebt, um seeehr früh in "Rente" zu gehen (und dann auch weiterhin sparen zu müssen), ist das doch sein Bier. "Verhaltenskreativ" würde ich das nicht nennen.

    Diese Menschen können aber sicherlich auch gut ohne Arbeit leben (was ja gemäß Lehramtsstudents' Ausführungen ein sinnloses Leben sei)!

    Und was soll der Sinn davon sein? Arbeit gibt Leben eine Bedeutung, Struktur und man kommt mit anderen Menschen in Kontakt. Darauf freiwillig zu verzichten ist... sagen wir mal mutig, wenn nicht gar töricht. Warum gehen wir denn jahrelang zur Schule und danach zur Berufs- oder Hochschule? Sicher nicht, um dann möglichst schnell wieder das Berufsleben hinter uns zu lassen.

    Das ist deine Sicht der Dinge! Aber ich kenne tatsächlich mehrere Personen, die gerne mit 60 oder 62 in Rente/Pension gehen würden und sich dafür nun schon einigermaßen was "zur Seite legen". Ich selbst möchte auch nicht bis 65 arbeiten, muss ich sagen.

    Zumindest bei den Berufsschülern sind Selbstkernphasen unproblematisch.

    Kranke Lehrer können ja auch ersetzt werden.

    Insgesamt haben die Schüler dadurch sogar etwas mehr Schule.

    Dass bei allen Berufsschüler*innen Selbstlernphasen unproblematisch sind, halte ich für ein Gerücht. Meine KuK, die z. B. die Berufsschüler*innen im Bereich Einzelhandel, Kfz-Mechatronik usw. unterrichten, haben mir da zumindest vor den Sommerferien ganz andere Geschichten erzählt! Auch im vollzeitschulischen Bereich einer BBS finde ich Selbstlernphasen z. T. kritisch. Kommt immer auf die "Schülerklientel" an, wie gut die SuS damit zurechtkommen!

    Kranke Lehrkräfte können nur bei uns nur teilweise ersetzt werden. Häufig fallen Randstunden aus, wenn KuK erkrankt, auf Fortbildung oder sonstwie tageweise abwesend sind (eine ganze Woche lang ist ja doch eher selten jemand abwesend).

    Wie gesagt: Ich fände deine Idee eines individuellen einwöchigen Urlaubs jeder Lehrkraft schwer umsetzbar.

    Seit Beginn des neuen Schuljahres hat sich nichts mehr getan (zumindest fällt mir nichts ein)...

    Technisch sind wir als Schule schon vorher gut ausgestattet gewesen, aber von den versprochenen Laptops für Lehrkräfte und Schüler*innen ist nichts zu sehen und davon war auch seit Monaten nicht mehr die Rede. D. h. also weiterhin, dass viele SuS Schwierigkeiten haben - falls es wieder zum Homeschooling kommen sollte - zuhause Arbeitsaufträge, die online gestellt werden, vernünftig zu bearbeiten, weil sie nur ihr Smartphone zur Verfügung haben und z. T. kein Wlan bzw. "unstabile" Verbindungen.

    Nichtsdestotrotz habe ich mit meiner Klasse vor den Herbstferien die Handhabung von "Moodle" und das Schreiben von E-Mails geübt. Zugänge zu "Moodle" und schulische E-Mail-Adressen erhalten unsere SuS schon seit Jahren, wurden aber bisher eher selten genutzt.

    Nach den ""Wiedereröffnungen" der Schulen im Mai hat sich ausstattungstechnisch bei uns Folgendes geändert:
    - In den Klassenräumen, in denen sich Waschbecken befinden, wurden Seifen- und Papierhandtuchspender angebracht (früher gab's nur Handtücher, keine Seife); in denen ohne Waschbecken, z. B. PC- und Fachpraxisräume, gibt es am Eingang befestigte Spender mit Desinfektionsmittel (in den Lehrerzimmern hatten wir diese schon länger).

    - In allen Toiletten gibt es nun neben Seifen- auch Desinfektionsmittelspender.

    - In den Räumen stehen große Flaschen mit Flächendesinfektion zum Reinigen der Tische (was aber unsere Putzdamen in jedem Raum nach Unterrichtsende noch einmal durchführen) und in den PC-Räumen zusätzlich Spender mit "getränkten" Tüchern für die Tastaturen.

    - SuS und KuK, die ihre MNS vergessen haben oder denen sie kaputt gegangen sind (das kam in meiner Klasse in letzter Zeit schon ein paarmal vor), können Einmalmasken in den Lehrerzimmern bekommen.

    - Im Sekretariat wurde der Tresen mit Plexiglasscheiben ausgestattet. Zudem ist die Tür des Sekretariats nur noch von innen mit elektrischen Türöffner zu öffnen (wurde ausgestattet mit Gegensprechanlage und Kamera); Besucher müssen - wie im Restaurant - einen Zettel mit ihren Daten hinterlassen (wir Lehrkräfte und unsere SuS nicht); vor'm Betreten sind die Hände zu desinfizieren mittels eines an der Tür angebrachten Spenders.

    - Unsere Cafeteria bekam ebenfalls Plexiglasscheiben; dort haben Lehrkräfte und SuS nun unterschiedliche "Ausgabestellen".

    - Hat jetzt nichts mit der Ausstattung zu tun, aber die Eingangstüren stehen den ganzen Tag offen und auch die Türen der Klassenräume (Fachräume ausgenommen) werden nicht mehr abgeschlossen sondern stehen morgens offen, damit niemand großartig die Klinken anfassen muss. Die Fenster in den Räumen konnte man bei uns auch schon vor Corona öffnen, da braucht es keine Schlüssel o. ä.

    - Für den Sportunterricht müssen sich die SuS in Klassenräumen umziehen, weil die Umkleidekabinen der Sporthalle keine Lüftungsmöglichkeiten haben.

    - Dass für die einzelnen Abteilungen separate Eingänge und Pausenhöfe geschaffen wurden, schrieb ich an anderer Stelle schon mal. Das hat leider dafür gesorgt, dass in den Gebäuden die Aufenthaltsbereiche, die bisher von verschiedenen Kohorten genutzt wurden, derzeit abgesperrt sind. Daher bleiben die meisten SuS nun bei sinkenden Temperaturen und schlechtem Wetter während der Pausen in ihren Klassenräumen.

    So, ich glaube, das war alles. Wenn ich es jetzt so sehe, hat sich doch ganz schön viel verändert!

    Diokeles:

    1. Es hat hier niemand behauptet, dass "das Virus vor der Schule halt" mache. Dann gebe es ja nirgends Fälle innerhalb der Schulgemeinschaften und dass dem nicht so ist, wissen wir wohl alle.

    2. Auch hat niemand behauptet, dass wir als Lehrkräfte nicht einem erhöhten Ansteckungsrisiko ausgesetzt sind; so wie alle, die beruflich viel Kontakt mit anderen Personen haben.

    3. Die Diskussion zum Thema Corona wurde hier in diesem Thread am 24.02. gestartet. Da hatten meines Wissens noch keine Schulen geschlossen.

    Nenn' mich ruhig naiv, aber ich werde nicht jeden Tag voller Panik vor Ansteckung im Klassenraum stehen. Dann kann ich nämlich keinen vernünftigen Unterricht mehr machen.

    Ich werde die App nun auch noch mal de- und neu installieren, da bei mir weiterhin die Fehlermeldung kommt, die Daten könnten nicht aktualisiert werden (letzte Aktualisierung war am 24.09.!).

    Bei uns ist nicht eine einzige Lehrperson krank.

    Wenn an der Schule von CDL so viele KuK in Quarantäne sind, heißt es ja nicht automatisch, dass sie krank sind bzw. Corona-positiv getestet wurden!

    An meiner Schule wurden bisher auch noch keine Lehrkräfte positiv getestet und es musste auch noch kein/e Kolleg*in in Quarantäne, wie ich oben bereits schrieb; wir hatten zwar eine Berufsschulklasse wegen zweier positiv getesteter Schüler in Quarantäne, bei den dort unterrrichtenden KuK wurde aber vom Gesundheitsamt wegen des "funktionierenden Hygienekonzepts" davon abgesehen, sie in Quarantäne zu schicken.

    Wohl aber waren vor den Herbstferien schon eine ganze Reihe meiner KuK - einschließlich meiner Wenigkeit - wegen Erkältung krankgeschrieben und wurden deshalb z. T. auch auf Corona getestet (wie gesagt, aber alle negativ). Da ist doch schon so manche Unterrichtsstunde ausgefallen oder musste vertreten werden. Wenn das so weitergeht, wird es vermutlich anstrengend in den nächsten Monaten!

    Nichtsdestotrotz glaube ich (für mich) weiterhin, dass das Risiko mich in der Schule mit Corona anzustecken, relativ gering ist. Wir haben ausreichend große Räume, wo ich m. E. genügend Abstand zu den SuS (und auch im Lehrerzimmer zu meinen KuK) habe; wenn ich jemandem zu nahe komme, setzen wir unsere MNS auf; es wird regelmäßig gelüftet; alle waschen oder desinfizieren sich regelmäßig die Hände usw. Bisher hatte ich auch noch keine Schüler mit "Schniefnase" im Unterricht sitzen; die sind bisher bei Erkältungssymptomen brav zuhause geblieben.

    Auf die weitere Entwicklung bin ich gespannt.

Werbung