Beiträge von Humblebee

    Ich weiß ja nicht, woran es liegt, aber mir erscheint unsere Schule tatsächlich derzeit ein "sicherer Ort" zu sein. Seit Ende der Herbstferien wurden bei uns (zur Erinnerung: wir haben über 1500 SuS und ca. 140 KuK) Stand heute genau zwei SuS Corona-positiv getestet, ca. zwanzig SuS waren oder sind in Quarantäne - einzelne!, keine Klassen - und bisher sind exakt null KuK infiziert gewesen (und zwar schon seit dem Frühjahr; sprich: im Kollegium hat es bisher gar niemanden "erwischt"). Ich weiß allerdings von einigen KuK, dass sie in Quarantäne mussten, weil es Coronafälle in den Kitas oder Grundschulklassen ihrer Kinder gab.

    In unserem Landkreis liegt die 7-Tages-Inzidenz mittlerweile bei fast 150. Einige Landkreise im Umkreis liegen schon seit Längerem bei über 100, teilweise sogar über 200.

    Haben wir da vielleicht einfach nur Glück gehabt? Sooo viel anders/besser als an anderen Schulen schätze ich unser Hygienekonzept nun auch nicht ein, muss ich sagen.

    Ich sehe es wie Samu: Getratscht wird doch immer. Und in diesem Fall ist es m. E. Zufall, dass du es mal mitbekommen hast. Die Kids übertreiben halt auch gerne, wenn sie zuhause etwas erzählen und gerade in den berühmt-berüchtigten WhatsApp-Gruppen schaukeln sich dann gerne "Geschichten" hoch.

    Die Idee mit dem Klassenrat finde ich übrigens auch super! Den haben wir auch schon mehrmals in Klassen eingeführt.

    Na, da hat mein Lebensgefährte aber Glück, dass er auf der Arbeit keine Hemden tragen muss. Wenn dem so wäre, würde er sie aber selber bügeln (müssen... Ich kann nämlich nicht gut bügeln und schaffe es, in jede Bluse und jedes Hemd Falten 'reinzubügeln...) .

    schaff: Drei bis vier Veranstaltungen hatte ich z. T. sogar an einem Tag ;) . Mein Studium ist zwar schon laaange her (und so richtig kann ich mich gar nicht mehr an die Zahl der Veranstaltungen erinnern), aber ich weiß noch, dass ich in einem der ersten Semester einen "vollen Montag" hatte. Da hatte ich schon morgens um 8:15 Uhr VWL-Vorlesung und dann bis abends um 20 Uhr noch ein Englisch-Seminar, eine WiPäd oder Didaktik-Veranstaltung, dann eine Mathe-"Übung" (Grundlagenkurs) und ein VWL-Tutorium; zwischendurch zweimal zwei Stunden frei.

    Die zwei Tage da vor Weihnachten waren doch auch vorher schon völlig für den Ofen, viel mehr außer Stollen essen und Weihnachtslieder singen summen wäre doch da eh nicht gelaufen.

    Dann macht ihr das jetzt halt noch zwei Tage früher ;) .

    Für Niedersachsen hat unser Herr Tonne schon letzte Woche die Idee verworfen, an den beiden Tagen vor den Weihnachtsferien ins Homeschooling zu gehen oder die Weihnachtsferien zu verlängern (das wären der 21. und 22.12.). Bewegliche Feiertage, die wir dort hinlegen könnten (das hat übrigens auch die Frau Eisenmann in BW vorgeschlagen), gibt es hier nicht.

    Wie definierst du viele? Kleines Beispiel. Große Schule bei uns. 1 Schüler erkrankt. Klassenkameraden sind zwar Kontaktpersonen werden aber weder getestet noch in Quarantäne geschickt. Begründung: Sie zeigen keine Symptome. Wie war das noch mit Kindern und Jugendlichen und symptomlose Übertragung?

    Anscheinend ist in Nds. lokal sehr unterschiedlich. Ich kenne momentan keine Schule bei uns, die im Szenario B ist.

    Im Nordwesten Niedersachsens sind es eine ganze Menge, das schrieb ich an anderer Stelle schon mal. Beispiele: alle Schulen im Kreis Cloppenburg, in den Städten Emden und Delmenhorst; zwölf Schulen in der Stadt und neun im Landkreis Oldenburg; insgesamt 27 Schulen in Stadt und Landkreis Osnabrück (dort ist zudem eine Schule in Bramsche im Szenario C);...

    Irgendwo habe ich gelesen oder im Radio gehört, dass es niedersachsenweit über 100 Schulen betrifft, die im Wechselmodell sind (finde aber leider die Quelle gerade nicht).

    EDIT: Jetzt habe ich dazu doch noch etwas in der Nordwest-Zeitung gefunden: "Landesweit gab es dem Ministerium zufolge am Mittwoch an rund 680 Schulen coronabedingte Einschränkungen. Zwölf Schulen sind demnach komplett geschlossen. An 348 weiteren Schulen sind einzelne Klassen oder Lerngruppen nicht im Präsenzunterricht, 319 Schulen organisieren den Unterricht im Wechselbetrieb nach dem sogenannten Szenario B. Quelle: dpa "

    Wie bisher auch. Die Landesregierungen und ggf. vor Ort die Landkreise und Gesundheitsämter. Die Gesundheitsämter kriegen ihre Vorgaben aber auch von oben. Das ist in Niedersachsen ganz toll. Aber einer Inzidenz von 100 dürfen Klassen in der gesamten Schule geteilt werden, wenn das GA eine Maßnahme in der Schule angeordnet hat. Z.B. eine Klasse in die Quarantäne geschickt hat. Das GA hat aber den Auftrag nicht zu solchen Maßnahmen zu greifen. Die Aufrechterhaltung des Präsenzunterrichts hat Priorität. Problem gelöst.

    Und warum sind dann in Niedersachsen so viele Schulen im "Szenario B"/Wechselmodell?

    Vielleicht ist meine Beobachtung auch kein hessisches Phänomen. Es wird Mathematik auch fachfremd unterrichtet, allerdings meist von KuK ohne Lehramt. Im Fachunterricht herrscht eben der größte Mangel und Mathe darf jeder unterrichten (ob das gut ist?).

    Auch darauf muss ich noch mal kurz eingehen. Vielleicht ist es bei uns Zufall, aber wir können den Mathe-Unterricht in den Bildungsgängen, in denen er vom Lehrplan her vorgesehen ist, gut mit den "vorhandenen" Lehrkräften abdecken. Diese haben alle Mathe als Unterrichtsfach für das Lehramt BBS studiert. Wir haben zwei Kolleginnen und einen Kollegen, die Wirtschaft und Mathe studiert haben, eine Kollegin mit Bautechnik und Mathe, einen Kollegen mit Metalltechnik und Mathe und einen mit Gesundheit und Mathe. Hinzu kommen noch eine Kollegin, die Gymnasiallehramt mit Informatik und Mathe studiert hat und diese beiden Fächer nun bei uns ausschiließlich am beruflichen Gymnasium unterrichtet, und ein Referendar mit Elektrotechnik und Mathe.

    Andererseits zeigt dieser Teil-Lockdown mittlerweile deutlich eine Verlangsamung der Infektionszahlen. Hier im Landkreis heute sogar erstmals seit langem rückläufig. Es zeigt also Wirkung. Das wird die Entscheidung der Politiker für den Regelbetrieb an Schulen nachträglich rechtfertigen.

    In welchem Landkreis bist du denn? Wenn ich mir auf https://www.niedersachsen.de/Coronavirus/ak…_niedersachsen/ die Zahlen in der Tabelle 1 anschaue, gibt es danach keinen Landkreis in ganz Niedersachsen, in dem die Gesamtfallzahlen im Vergleich zum Vortag heruntergegangen sind. In einigen Landkreisen sind sie allerdings gleichgeblieben (was aber ja auch an verspäteten Meldungen an das NLGA liegen kann).

    Der Landkreis, in dem meine Schule liegt, ist nun wieder über 100 in der 7-Tages-Inzidenz, nachdem er einige Tage unter 80 war.

    Mathe wird bei uns auch wenig unterrichtet. Eigentlich nur in den Vollzeit-Bildungsgängen.

    Im dualen System unterrichte ich das Fachrechnen in beiden Fächern.

    Manches Mal wäre es aber durchaus sinnvoll ein Sek I Crashkurs in Mathe zu machen....

    Bei uns haben nicht alle Vollzeit-Bildungsgänge Mathe als Unterrichtsfach (nur einige mehrjährige Fachschulen, die Fachoberschulen, das Berufliche Gymnasium und die Berufseinstiegsklassen). In den einjährigen Berufsfachschulen ist es bspw. nicht vorgesehen, weil sich deren Stundenplan am Lehrplan des ersten Ausbildungsjahres des jeweiligen Berufs orientiert und eben in vielen Ausbildungsberufen auch keine Mathe-Unterricht in der Berufsschule vorgesehen ist.

    Ich habe jetzt die Erfahrung gemacht, dass Mathematik mittlerweile an beruflichen Schulen mittlerweile durch die ganzen Quereinsteiger (wie mich auch) ziemlich überversorgt ist. Wenn du die Wahl hast, würde ich lieber nicht Mathematik machen. Ich unterrichte seit dem ref kein Mathe mehr. Vielleicht ändert sich das nochmal, aber ich denke das Volumen wird eher gering bleiben.

    Kann ich für unsere Schule nicht bestätigen. Wir haben gar keine Quereinsteiger*innen, die Mathe als Fach (in den Schulformen, in denen es überhaupt Unterrichtsfach ist... und das sind nicht allzuviele) unterrichten. Die "Mathe-Anteile" in vielen Berufsfachschuklassen u. ä. werden in fast allen Klassen von KuK unterrichtet, die kein Mathe als Zweit-/Unterrichtsfach haben.

    Da (a) deutlich früher eintritt als (b), ist es in NDS schon fast unmöglich, dass (b)/Szenario B umgesetzt wird.

    Na ja, dafür sind aber doch mittlerweile relativ viele Schulen in Niedersachsen im Szenario B. Beispielsweise ab heute alle Schulen in der Stadt Emden (siehe z. B. hier https://www.oz-online.de/-news/artikel/…itas-angeordnet ; der Artikel befindet sich leider hinter einer Bezahlschranke) und im kompletten Landkreis Cloppenburg (https://www.om-online.de/om/schulen-sze…oppenburg-53868) oder viele Schulen in der Stadt Oldenburg.

    Aber auch das wird von den Gesundheitsämtern halt unterschiedlich geregelt.

    Bist du übrigens sicher, dass die Entscheidung ins Szenario B zu wechseln, den Schulen überlassen wird? In Emden hat das meines Wissens die Stadt entschieden.

    Hier in der Gegend sind einige Klassen, Jahrgänge und Kohorten von den zuständigen Gesundheitsämtern in Quarantäne geschickt worden wegen Corona-Fällen in diesen Klassen bzw. Kohorten.

    Wir haben derzeit nur eine Corona-positiv getestete Schülerin an der Schule (Berufsschulklasse, 3. Ausbildungsjahr). Da sie nach den Ferien noch gar nicht in der Schule war, wurde bei uns auch niemand in Quarantäne geschickt.

    Ansonsten ist, soweit ich weiß, mittlerweile wegen der Maskenpflicht (unser Landkreis liegt seit längerem zwischen 75 und 110) auch die Maßgabe, dass nur die direkten Sitznachbarn in Quarantäne kommen.

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