Beiträge von Humblebee

    Klar, das ist ja auch eines der Lernziele, das wir in unserem Unterricht durch das Zulosen der Partner*innen erreichen wollen 8)! Der Schüler war der Meinung, wenn man mit jemandem zusammenarbeite, mit dem man sich nicht verstehe, würde das Arbeitsergebnis dementsprechend schlecht ausfallen (und deshalb wolle er das nicht; er ist sehr ehrgeizig). Da gebe ich ihm sogar ein Stück weit recht, aber nichtsdestotrotz bin ich der Meinung, man muss halt immer mal wieder mit Personen klarkommen, die einem nicht so super-sympathisch sind.

    Herbarien gibt's übrigens nur im Osten, denke ich. Ich hab noch nie gehört, dass das hier jemand eingefordert hätte.

    Wie kommst du denn auf die Idee, dass es die nur "im Osten" (wenn ich diese Formulierung schon höre, sträuben sich mir echt die Nackenhaare!!!) gibt? Die Frau eines Kollegin - geboren, aufgewachsen und immer noch im Nordwesten Niedersachsens lebend! - ist an einer Grundschule hier in der Stadt tätig und legt regelmäßig mit ihren SuS Herbarien an. Darüber haben wir uns vor kurzem noch unterhalten, weil ich selber das auch noch aus meiner Grundschulzeit kenne. Habt ihr nie eines gestaltet?

    "Netter" Einstieg von dir, hier User bzw. deren Kommentare als "dämlich" zu bezeichnen! :daumenrunter:

    Wenn du hier nach Material für solch eine AG fragst, macht es auch auf mich nicht wirklich den Eindruck, als wenn du dich mit der entsprechenden Thematik auskennen würdest oder dich schon ausführlich damit beschäftigt hättest, sorry.

    Och bitte, jetzt werd' mal wunderlich... Ich meinte sicherlich nicht 10 ehemalige Förder-SuS in meinen 17 Berufsjahren, sondern 10 SuS, an die ich mich jetzt genau erinnern kann (also aus den letzten ca. 2-4 Jahren) in den sechs Vollzeitbildungsgängen, in denen ich unterrichte; in der Berufsschule bin ich schon seit ca. 10 Jahren nicht mehr eingesetzt; da habe ich keinen Überblick.

    Meinst du, ich kann mir bei den etwa 120 SuS, die ich jedes Jahr kennenlerne - in den einjährigen Schulformen, in denen ich eingesetzt bin - merken, wer von welcher Schulform zu uns kommt? Das lerne ich nun leider nicht auswendig 8)...

    Außerdem landen - zumindest aus den Förderschulen, die es bei uns im Landkreis gibt - viele SuS gar nicht mehr in unseren Vollzeitbildungsgängen, weil sie direkt nach Abschluss der Förderschule in eine Ausbildung gehen :).

    Da wären jetzt mal die KuK, die in Förderschulen unterrichten, gefragt: Wieviele eurer Absolvent*innen gehen denn in eine Ausbildung?

    Wie viele Förderschüler machen denn später Abitur oder bekommen eine Anstellung abseits recht schlichter Tätigkeiten?

    Da könnte ich dir auf einen Schlag mind. 10 SuS nennen, die nach dem erfolgreichen Abschluss einer Förderschule zu uns an die BBS kamen und mittlerweile in Ausbildung sind, diese bereits abgeschlossen haben oder sogar die Fachhochschulreife erlangt haben und nun studieren.

    Dazu dann eben noch das Unterrichtsklima einer Förderschulklasse, das bestimmt häufig herausfordernd ist und damit ungünstig ist für Personen, die lernen wollen.

    Wieso sollte das Unterrichtsklima in einer Förderschulklasse hinderlich sein für SuS, die lernen wollen? Ich weiß nicht, wie viele ehemalige Förderschüler*innen du schon unterrichtet hast, aber ich kann nur sagen, dass diese SuS oftmals motivierter, verantwortungsbewusster, sorgfältiger,... sind als diejenigen, die von anderen Schulformen zu uns kommen.

    Anekdote am Rande: genau darüber haben meine Kollegin und ich heute kurz mit einem Schüler (17) diskutiert ;) . Wenn wir in diesem Lernfeld Partnerarbeiten machen, losen wir die Partner immer per Zufallsgenerator (hat meine Kollegin als App auf dem Smartphone) aus. Dieser Schüler konnte nicht nachvollziehen, dass man im Leben halt auch mal mit Mitschüler*innen, Kolleg*innen etc. zusammenarbeiten muss, mit denen man nicht so gut klarkommt.

    OT (da Niedersachsen betreffend): Ich bin gespannt, wieviele KuK sich bei uns freiwillig testen lassen. Denn auch wir nds. Lehrkräfte dürfen uns ja nun bis zu den Herbstferien (d. h. bis 11.10.) zweimal kostenlos freiwillig testen lassen.

    Den Heckmeck mit "Maske tragen im Unterricht - ja oder nein", "SuS umsetzen, die keine Maske tragen" etc. haben wir bei uns zum Glück nicht, da ja nie vorgesehen war, dass die SuS im Unterricht enen MNS tragen mussten. Ich habe in diesem Schuljahr noch keine/n einzige/n Schüler/in gehabt, die/der während des Unterrichts einen MNS trug.

    Trenne sauber zwischen beruflich und privat.

    Das muss allerdings jeder für sich selbst entscheiden, finde ich! Ich bin damals mit meinen "Mit-Refis" (Damen und Herren) aus dem Englischseminar, die im selben Jahrgang waren, richtig gut zurechtgekommen. Wir haben uns während des Ref auch oft privat getroffen und treffen uns noch immer - mittlerweile 17 Jahre nach Referendariatsende - meist einmal im Jahr (obwohl wir an unterschiedlichen Orten in Niedersachsen wohnen). Auch mit einigen meiner KuK treffe ich mich privat und bin mit einigen befreundet (bei einer Kollegin, die ich allerdings schon einige Monate kannte, bevor sie bei uns an der Schule anfing, war ich sogar Trauzeugin).

    Nichtsdestotrotz bin ich auch der Meinung, WeihnachtsMorgen , dass du nicht unbedingt mit deinen Mit-Refis gut Freund sein musst. natürlich auch nicht mit derjenigen, die ebenfalls an deiner Schule ist. Ihr müsst evtl. das eine oder andere Mal zusammenarbeiten, aber ansonsten musst du dein Ref alleine "durchziehen".

    Von mir auch noch einmal die Frage, die fossi74 schon gestellt hatte: Was bzw. wen meinst du mit "die zweijährigen"???

    Wie lange ist der junge Mann denn überhaupt in seinem bisherigen Leben schon zur Schule gegangen? Wir haben des öfteren mal "Flüchtlings-SuS" um die oder über 20, die nur fünf oder sechs Jahre zur Schule gehen konnten. Dass sie in dieser Zeit nichts zum Thema Textanaylse und Co. gelernt haben, ist ja irgendwo klar.

    Ich denke, dass es diesem Schüler durchaus gelingen kann zu hinterfragen, zu diskutieren und zu argumentieren, aber das braucht m. E. Zeit und Übung, da er dies evtl. noch nicht in seiner vorherigen Schullaufbahn lernen konnte. Er wird vielleicht dahingehend noch auf dem Stand eines Sechst- oder Siebtklässlers sein.

    Konkrete Ideen, wie man ihm helfen könnte, habe ich nicht, außer ihm Übungsmaterial zur Verfügung zu stellen.

    Zu 6/8 Stunden:

    In den Tiefen irgend eines Gesetzes oder einer Verordnung steht, dass der Schultag als voller Arbeitstag zählt, sobald 5 Schulstunden abgeleistet sind.

    Vielleicht gilt für Niedersachsen was anderes, keine Ahnung. Da ich nie in der BS Klassenleherin war, kenne ich mit damit nicht näher aus. Das mit den "mind. acht Unterrichtsstunden, sonst Betrieb" höre ich nur immer mal wieder von der Schulleitung. Aus diesem Grund bekommen unsere Berufsschüler*innen fast immer Aufgaben oder Vertretung, falls mal ein/e Kolleg/in in der 7./8. Unterrichtsstunde abwesend ist. Wenn wir sie früher freistellen, müssen sie halt in den Betrieb.

    Klassische Berufsschüler. Die arbeiten an 4 von 5 Tagen die Woche. Am 5. haben sie 6-8 Stunden Schule. Die haben GAR keine Lust, das bisschen Freizeit das bleibt, auch noch in der Schule zu verbringen (und ich kann's verstehen

    OT und nur aus Interesse: Berufsschüler*innen müssen doch im ersten Ausbildungsjahr an zwei Wochentagen zur Berufsschule oder ist das bei euch anders? Außerdem haben bei uns die Berufsschüler*innen des zweiten und dritten (in einigen Berufen auch des vierten) Ausbildungsjahres mind. bis zur 8. Stunde Unterricht; hätten sie schon nach der 6. Unterrichtsschluss, müssten sie nachmittags noch in ihren Ausbildungsbetrieb.

    Übrigens: "Vollzeit-Bildungsgänge" gibt es bei uns auch als berufsqualfizierende, mehrjährige Beufsfachschulen. Da sitzen also durchaus motivierte Schüler*innen. Und auch in den einjährigen Berufsfachschulen, wie meiner eigenen Klasse, sitzen nicht nur SuS, die keinen Ausbildungsplatz bekommen haben und nicht "schul-affin" sind. Teilweise können sie sich dieses BFS-Jahr als erstes Ausbildungsjahr anerkennen lassen. Sehr viele dieser SuS kommen auch erst nach der 10. Klasse zu uns (da hätten sie ja gar nicht auf einer allgemeinbildenden Schule bleiben können, abgesehen vom Gymnasium).

    Aber - wie ich schon schrieb - viel Lust und Zeit für AGs haben alle unsere SuS nicht!

    Wenn die Akte voll genug ist, kommt die Person an eine andere Schule (da noch schulpflichtig) und idR kommt dann jemand, den eine andere Schule "loswerden" will in Tausch.

    Das ist einfach, wie es läuft. Da gibt es keinen Paragraphen zu, aber das ist die Praxis.

    Von solch' einer Art "Tausch" habe ich noch nie gehört, muss ich sagen. Von keiner der mir bekannten allgemeinbildenden Schulen ist mir so ein Fall bekannt (von BBSn erst recht nicht). Dass es SuS gibt, die nach einer Ordnungsmaßnahmenkonferenz an eine andere Schule versetzt werden, habe ich schon öfter mitbekommen (gab es auch an meiner Schule schon), aber die von dir genannte Praxis finde ich sehr fragwürdig.

    Darf ich mal fragen, an welcher Schulform du unterrichtest, wo so etwas ja scheinbar gang und gäbe ist?

    Wie ist denn die Handynutzung bei euch geregelt? Dürfen die Smartphones u. ä. Geräte während des Unterrichts überhaupt an sein? Bei uns steht eindeutig in der Schulordnung, dass sie bei Betreten der Klassenräume auszuschalten sind (und nur, wenn die Lehrkraft dies ausdrücklich erlaubt, genutzt werden dürfen). Von daher hätte die besagte Schülerin auch gegen die Schulordnung - deren Einhaltung sie zu Schuljahresbeginn mit ihrer Unterschrift bestätigt haben dürfte - verstoßen, falls es bei euch ebenfalls so geregelt ist.

    Edit: Bei uns ist nicht nur das Ausschalten des Smartphones in der Schulordnung vorgeschrieben, sondern es gilt auch ein Verbot von Bild- und Tonaufnahmen ohne Zustimmung der Lehrkraft.

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