Beiträge von Humblebee

    Wie lange ist der junge Mann denn überhaupt in seinem bisherigen Leben schon zur Schule gegangen? Wir haben des öfteren mal "Flüchtlings-SuS" um die oder über 20, die nur fünf oder sechs Jahre zur Schule gehen konnten. Dass sie in dieser Zeit nichts zum Thema Textanaylse und Co. gelernt haben, ist ja irgendwo klar.

    Ich denke, dass es diesem Schüler durchaus gelingen kann zu hinterfragen, zu diskutieren und zu argumentieren, aber das braucht m. E. Zeit und Übung, da er dies evtl. noch nicht in seiner vorherigen Schullaufbahn lernen konnte. Er wird vielleicht dahingehend noch auf dem Stand eines Sechst- oder Siebtklässlers sein.

    Konkrete Ideen, wie man ihm helfen könnte, habe ich nicht, außer ihm Übungsmaterial zur Verfügung zu stellen.

    Zu 6/8 Stunden:

    In den Tiefen irgend eines Gesetzes oder einer Verordnung steht, dass der Schultag als voller Arbeitstag zählt, sobald 5 Schulstunden abgeleistet sind.

    Vielleicht gilt für Niedersachsen was anderes, keine Ahnung. Da ich nie in der BS Klassenleherin war, kenne ich mit damit nicht näher aus. Das mit den "mind. acht Unterrichtsstunden, sonst Betrieb" höre ich nur immer mal wieder von der Schulleitung. Aus diesem Grund bekommen unsere Berufsschüler*innen fast immer Aufgaben oder Vertretung, falls mal ein/e Kolleg/in in der 7./8. Unterrichtsstunde abwesend ist. Wenn wir sie früher freistellen, müssen sie halt in den Betrieb.

    Klassische Berufsschüler. Die arbeiten an 4 von 5 Tagen die Woche. Am 5. haben sie 6-8 Stunden Schule. Die haben GAR keine Lust, das bisschen Freizeit das bleibt, auch noch in der Schule zu verbringen (und ich kann's verstehen

    OT und nur aus Interesse: Berufsschüler*innen müssen doch im ersten Ausbildungsjahr an zwei Wochentagen zur Berufsschule oder ist das bei euch anders? Außerdem haben bei uns die Berufsschüler*innen des zweiten und dritten (in einigen Berufen auch des vierten) Ausbildungsjahres mind. bis zur 8. Stunde Unterricht; hätten sie schon nach der 6. Unterrichtsschluss, müssten sie nachmittags noch in ihren Ausbildungsbetrieb.

    Übrigens: "Vollzeit-Bildungsgänge" gibt es bei uns auch als berufsqualfizierende, mehrjährige Beufsfachschulen. Da sitzen also durchaus motivierte Schüler*innen. Und auch in den einjährigen Berufsfachschulen, wie meiner eigenen Klasse, sitzen nicht nur SuS, die keinen Ausbildungsplatz bekommen haben und nicht "schul-affin" sind. Teilweise können sie sich dieses BFS-Jahr als erstes Ausbildungsjahr anerkennen lassen. Sehr viele dieser SuS kommen auch erst nach der 10. Klasse zu uns (da hätten sie ja gar nicht auf einer allgemeinbildenden Schule bleiben können, abgesehen vom Gymnasium).

    Aber - wie ich schon schrieb - viel Lust und Zeit für AGs haben alle unsere SuS nicht!

    Wenn die Akte voll genug ist, kommt die Person an eine andere Schule (da noch schulpflichtig) und idR kommt dann jemand, den eine andere Schule "loswerden" will in Tausch.

    Das ist einfach, wie es läuft. Da gibt es keinen Paragraphen zu, aber das ist die Praxis.

    Von solch' einer Art "Tausch" habe ich noch nie gehört, muss ich sagen. Von keiner der mir bekannten allgemeinbildenden Schulen ist mir so ein Fall bekannt (von BBSn erst recht nicht). Dass es SuS gibt, die nach einer Ordnungsmaßnahmenkonferenz an eine andere Schule versetzt werden, habe ich schon öfter mitbekommen (gab es auch an meiner Schule schon), aber die von dir genannte Praxis finde ich sehr fragwürdig.

    Darf ich mal fragen, an welcher Schulform du unterrichtest, wo so etwas ja scheinbar gang und gäbe ist?

    Wie ist denn die Handynutzung bei euch geregelt? Dürfen die Smartphones u. ä. Geräte während des Unterrichts überhaupt an sein? Bei uns steht eindeutig in der Schulordnung, dass sie bei Betreten der Klassenräume auszuschalten sind (und nur, wenn die Lehrkraft dies ausdrücklich erlaubt, genutzt werden dürfen). Von daher hätte die besagte Schülerin auch gegen die Schulordnung - deren Einhaltung sie zu Schuljahresbeginn mit ihrer Unterschrift bestätigt haben dürfte - verstoßen, falls es bei euch ebenfalls so geregelt ist.

    Edit: Bei uns ist nicht nur das Ausschalten des Smartphones in der Schulordnung vorgeschrieben, sondern es gilt auch ein Verbot von Bild- und Tonaufnahmen ohne Zustimmung der Lehrkraft.

    Hm, also hier kosten sie inzwischen 1,10 , 1,20 oder 1,30 und das in Euro.

    Mittlerweile schon (wobei man hier z. T. auch noch eine Kugel für einen Euro bekommt)! Fossis Beitrag bezog sich aber auf die Zeit nach der Umstellung auf den Euro. Damals hat auch hier in der Gegend eine Kugel Eis ca. 70 Cent gekostet.

    Puh, das ist ja nun auch schon bald wieder 20 Jahre her... :(

    Bevor wir vor einigen Jahren schulweit Whiteboards bekamen, waren wir auch auf staubfreie Kreide umgestiegen. Ich - die ja an Neurodermitis leidet und sehr trockene Haut hat - fand die auch viel angenehmer als die "staubige". Man solte sie nur mit einem gewässerten Schwamm/Tuch abwischen, sonst staubt's natürlich trotzdem ;) .

    Stimmt, weder sind von Lehrerseite die Kapazitäten dafür übrig noch ist Zeit dafür. Unsere Berufsschüler*innen haben entweder bis zur 8. Stunde Unterricht (zweimal die Woche im 1. und 2. Ausbildungsjahr) oder einmal pro Woche bis zur 10. Stunde; an den anderen Tagen sind sie logischerweise in ihren Ausbildungsbetrieben.

    Die meisten unserer Vollzeitklassen haben auch mind. einmal pro Woche bis zur 8. Stunde Unterricht und es besteht zudem wenig Interesse an AGs. Wir haben das vor Jahren mal abgefragt, weil ein paar KuK durchaus bereit waren AGs anzubieten. Dabei kam aber 'raus, dass die meisten unseren Schülis nachmittags gut beschäftigt sind: mit Nebenjobs, Hobbys (Sportverein und Co.) oder - tada - Hausaufgaben und Lernen :) .

    Einige Jahre lang gab es eine Theater-AG, in der aber nur SuS aus dem beruflichen Gymnasium waren und die freitags in der 7./8. Stunde stattfand (ansonsten war kein anderer Termin zu finden). Diese ist aber seit letztem Schuljahr mangels Interesse auch fast "eingeschlafen"...

    Edit: Wenn ich da an meine eigene Schulzeit am Gymnasium denke (gut, die ist schon Jahrzehnte her...), gab es damals auch nicht viele AGs. Ich kann mich an eine deutsche und eine englische Theater-AG erinnern (an letzterer habe ich selber jahrelang teilgenommen); dann gab es noch eine Russisch-, eine Schach- und eine Segel-AG , die Schülerzeitung und eine Zeitlang eine Schulband. Das war's aber m. E. auch schon.

    So etwas habe ich auch schon mehrmals erlebt: Schülerinnen, die morgens zu spät kamen, weil sie noch ihre kleineren Geschwister zum Kindergarten bringen mussten; SuS, die ihre Eltern zum Arzt oder auf's Amt begleiten mussten um zu dolmetschen; ...

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